Jahrg.
d auf der n Münſter inem flüch⸗ ſchloß ſich nächer zu⸗
u.
rliche Ge⸗ ven dürfen. chten, be⸗ chen Lehn⸗ an auf Be⸗ ainacht ein luSbte die rihhn nie⸗
mmecztagen.
e Feuel⸗ ußenwelt leuchtend,
at und be⸗ te ſich dann t und ſaß die auf dem
ſeine sen
— ſer Jen
n dieſe N ſen, ſo läßt lrig wachen
4 zu unſtel
m. fönnen,
zeben zu⸗ 7 and 3
1 Engüge 5
gehäſiſfonä⸗
in)
ene 1 ſiß
hin, bald hier bald dort eine Poſition, einen Anhaltepunkt mit den bunten Nadeln bezeichnend, die in mehreren Käſt⸗ chen neben der Karte ſtanden. „Ja, ſo ſoll es ſein,“ ſagte er dann nach einer langen V Pauſe langſam vor ſich hin.„Drei meiner Armeecorps ſollen hier am Niemen ſtehen, Davouſt, Oudinot und Ney commandiren ſie. Hier weiter links werden Cavallerie-⸗ reſervecorps unter Manſouty und Montbrün ſtehen. Hier⸗ her kommt die alte Garde unter Lefevre, dort die junge Garde unter Mortier und Beſſieres mit der Reiterei der Garde.— Hier weiter ſüdlich ſoll das vierte Armeecorps, aus den Italienern und Bayern zuſammengeſetzt, ſtehen, und der Vicekönig von Italien, Eugen, hat den Ober⸗ befehl über daſſelbe. Noch weiter abwärts, hier bei Grodno und Bialyſtok werden die Polen, Weſtphalen und Sachſen, das fünfte, ſiebente und achte Armeecorps ſtehen, das mein Bruder Jéröme befehligt. Hier alsdann bei Til⸗ ſit werden die Preußen Halt machen und den äußerſten Flügel bilden; Macdonald hat über ſie den Oberbefehl, und dort unten bei Drochixeyn bildet Schwarzenberg mit ſeinen Oeſtreichern den zweiten äußerſten Flügel. Die Vorbe⸗ reitungen ſind beendet, und das Gewitter iſt bereit ſich über Rußland zu entladen, wenn Alexander es nicht an⸗ ders will. Wie die Wogen des geſchwollenen, ſturmge⸗ peitſchten Meeres rollen meine Armeen zu den Ufern Ruß⸗ lands heran; noch iſt es Zeit, noch kann ihnen Stillſtand geboten werden, und ein bittendes Wort Alexanders kann ihnen befehlen rückwärts zu fließen. Wenn er dies Wort nicht ſpricht,— nun, dann möge ſein Geſchick ſich erfül— len, und der Donner meiner Kanonen möge ihm zurufen, daß ſeine Stunde geſchlagen hat und ſein Reich zu Ende geht. Er hat es ſo gewollt! Er ſelbſt hat ſein Verderben heraufbeſchworen! Er—“ Ein lauter, donnerähnlicher Knall, der über ſeinem Haupt hinrollte und die Wände zittern und die Fenſter
⸗,— 7. 1 M. 2e 1 A Britte Folge.
Alles ruhig und ſtill.
Der Kaiſer ſprang von ſeinem Sitz empor und rief mit lauter Stimme:„Rouſtan!“
Sofort öffnete ſich die Thür des nächſten Gemachs, und der Mameluk erſchien auf der Schwelle.
„Was war das?“ fragte Napoleon haſtig.
„Sire, es war als ob gerade über uns eine Mauer einſtürzte, es krachte als ob man eine Kanone löſte. Ich ſtürzte ſofort auf den Corridor hinaus, aber auch da war Nur der Caſtellan des Schloſſes kam in höchſter Eile im Nachtgewand daher gerannt und fragte, ob in den Gemächern des Kaiſers ein Unglück ge⸗ ſchehen ſei.“
„Wo iſt der Caſtellan jetzt?“
„Sire, als ich ihm ſagte, daß das Geräuſch aus dem obern Stockwerk gekommen, begab er ſich ſofort dahin, um zu ſehen, was dort geſchehen ſei.“
„Geh und bringe mir den Caſtellan hierher,“ befahl Napoleon, und als.Rouſtan hinausgegangen, blieb des Kai⸗ ſers Auge feſt und geſpannt auf die Thür geheftet, und ſeine zuſammengepreßten Lippen zuckten von innerer Un⸗ geduld.
Endlich öffnete ſich die Thür wieder; Rouſtan erſchien, gefolgt von dem Caſtellan, der bleich und an allen Glie⸗ dern zitternd hinter dem Mameluken herwankte und ſich mit bebenden Händen an die Thür feſtklammerte, damit ſeine Füße unter ihm nicht zuſammenbrächen.
Napoleon ſchleuderte auf ihn einen ſeiner raſchen, leuch⸗ tenden Adlerblicke.
„Woher kam dieſes Geräuſch, und weshalb zittern Sie ſo ſehr?“ fragte Napoleon haſtig.
„Majeſtät verzeihen,“ ſtammelte Schluter,„aber der Schreck,— die Ueberraſchung,— ich glaube meine Sinne haben ſich verwirrt. Ich habe ſo etwas Unerhörtes, Un⸗ glaubliches geſehen, daß ich—“
klirren machte, unterbrach auf einmal die tiefe Stille.
„Was haben Sie denn geſehen?“ rief Napoleon mit
tau hatte, Fernando Po, lief am 3. Juli in die Braß⸗Mündung unnd am 15. Juli in den Niger ein. Die Expedition hielt ſich eine Wwocche lang in Quaſha auf, dem man bei dieſer Gelegenheit den Namen„Lairdport“ gab und wo der zum Bau einer Kirche und einer Factorei nothwendige Grund und Boden angekauft wurde. Dann wurde in aller Eile eine Wohnung aufgeführt, in die man die Waaren bringen und ſie der Bewachung einiger Männer und des in Ablato gelaſſenen Miſſionärs Taylor anvertrauen konnte. Der König von Ablato nahm dieſe Leute mit großer Güte auf und ſie blieben fünf Tage lang bei ihm.
Die Reiſenden gelangten dann an die Stelle, wo zwei Arme des Niger ſich vereinigen und wo ein König regiert, der ſeit längrer Zeit bereits ein Freund der Engländer iſt, und hier errichteten ſie eeine neue Factorei und legten den Grund zu einer neuen Stadt, Lairdstown genannt. Der Bau einer Kirche wurde ſofort be⸗ ſchloſſen, und hier ließ man die Brigg mit den Waaren, weil Alles einen leichten und ſchnellen Handel mit den Eingebornen verſprach. Am 26. Auguſt ſetzte der Dayſpring ſeine Fahrt fort. Der Lauf des Fluſſes wurde mit der größten Sorgfalt beobachtet, die Ufer deſſelben, die Buchten, die Inſeln wurden erforſcht, und die Häupt⸗ linge der die Ufer bewohnenden Stämme nahmen die ihnen ge⸗ machten Geſchenke mit Freuden an und ſchloſſen die ihnen vor⸗ geſchlagenen Handelsverträge mit den Engländern willig ab. Am 17. September kamen ſie an einem Orte Namens Sida im Lande der Nuff an ein Kriegslager.
Gegen den 1. October ſegelte der Dayſpring von Rabbia ab, um in dem Fluſſe weiter hinauf zu fahren, doch am 7. October gerieth das Schiff auf einen Felſen und wurde ſo beſchädigt, daß die Mannſchaft es für nothwendig hielt daſſelbe zu verlaſſen und
A————
ſich am Ufer zu lagern, um daſelbſt die Ankunft des Saubeam zu erwarten, der zu ihrem Beiſtande abgeſchickt werden ſollte. Wie es ſcheint, litt die Geſundheit der Mannſchaft trotz der Feuchtig⸗ keit, der Hitze und Anſtrengung nicht, und die Bewohner des Lan⸗ des halfen ihnen, ſo weit nur ihre Kräfte reichten. Der König Suno Zaki von Rabbia und der König Daſſaba ſchickten, ſobald ſie von dem Unfall in Kenntniß geſetzt worden waren, Boten ab, lum aus dem ganzen Lande Hülfe herbeizurufen und über die Mit⸗ tel zu berathen, wie der Dampfer wieder flott zu machen ſei. Bis zu dem Augenblick des Unglücks befand ſich die ganze Mannſchaft ausgezeichnet wohl, obwohl ſich unter derſelben ein Individuum befand, das ſich hartnäckig weigerte Chinarinde zu nehmen und trotzdem ganz geſund blieb; im Allgemeinen betrach⸗ tet man aber dieſes Heilmittel als das einzige, welches die Wir⸗ kungen des Klima's bekämpfen kann.
Herr May, von der königlichen Marine, hatte ſeine Kame⸗ raden verlaſſen, um allein eine Reiſe durch das Land zu machen, und nach den letzten Nachrichten, die von ihm eingegangen, war er durch das Land Zeruba von Rabbia nach Lagos gelangt. Dieſe Reiſe iſt 500 engliſche Meilen. Er ſagt, er ſei durch mehrere große Städte gekommen, von denen einige noch größer als Abbeatra ſeien, das 15 Meilen im Umfang hat, und er ſei nirgends auf Schwierigkeiten geſtoßen. Wie er berichtet, verbreitet ſich der An⸗ bau der Baumwolle in dem Lande Zeruba ſehr ſchnell.
Da der Kaplan der Miſſion keinen Miſſionär unter ſeinem Befehl hatte, den er in Abo laſſen konnte, ſo taufte er wenigſtens, ehe er abreiſte, Grund und Boden, auf dem eine Kirche erbaut werden ſoll, und vor ſeiner Abreiſe hatte er die Freude an Ort⸗ und Stelle bereits alle für dieſen Bau nothwendigen Materialien


