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Nr. 10. Eingebornen den Kopf ab. Der Kampf war augenblick⸗ lich beendet; die ganze Meute heulte kläglich und trat den Rückzug an. Sogleich machten wir uns wieder auf den Weg, und Dank dem Schutze des Löwen konnten wir eine Strecke von zwei Stunden zurücklegen, ohne beunruhigt zu werden. Eine Feuerlinie, die wir am Horizont bemerkten, verurſachte uns neuen Schrecken, und wir beſchloſſen, den Tag in einem kleinen Olivengehölz zu erwarten, das den Eingang zu einem tiefen Thale verdeckte. Hunger und Kälte wurden immer peinigender. Wir wußten durchaus nicht, an welchem Orte wir uns befanden; nur ſo viel war uns klar, daß wir, immer die gerade Linie verfolgend, we⸗ nigſtens zwei Tage gehen mußten, um auf ein den Franzo⸗ ſen unterworfenes Gebiet zu kommen. Muſſa meinte, wir müßten verſuchen zwei Reiter zu überfallen, ſie zu tödten und uns ihrer Pferde zu bemächtigen. Dieſes Verfahren ſchien mir indeß etwas zu barbareskiſch, und ſo richtig ſein Urtheil auch ſein mochte, glaubte ich mich demſelben den⸗ noch nicht fügen zu dürfen.
Bald brach der Tag an und bei ſeinem noch zweifelhaf⸗ ten Lichte konnten wir uns überzeugen, daß der Erfolg un⸗ ſerer nächtlichen Unternehmung unſere Lage nicht eben ſehr verbeſſert hatte. Denn von dem Orte, an dem wir uns befanden, zählten wir auf einem Raum von etwa ſechs Stunden im Umkreis über dreißig große Duars. Die Reiter ritten von einem zum andern, und höchſtens zweihun⸗ dert Meter von uns entfernt ragten die langen Ohren der kabyliſchen Schildwachen über das Geſtrüpp empor. Der Neger ließ entmuthigt den Kopf ſinken; ich war nicht viel entſchloſſener. Indeß die Ausſicht auf das fürchterliche Loos, das mir bevorſtand, regte mich ſo auf, daß ich feſt erklärte, mich augenblicklich wieder auf den Weg machen zu wollen. Muſſa erhob die Augen gen Himmel und flüſterte voll Ergebung:„An cha Allah!“
„Biſt Du entſchloſſen mir zu folgen?“
„Bis zum Ende!“
„Vorwärts denn!“
Wir hatten kaum dreihundert Schritt gemacht, als ein Schuß hinter einer Cactushecke hervor, an der wir auf allen Vieren hinkrochen, den Neger zu Boden ſtreckte. Er ſtieß einen furchtbaren Schrei aus und fuhr mit der Hand nach ſeinem Meſſer, aber wir wurden bald von etwa zehn Kabylen umzingelt, die ihre Gewehre auf uns richteten. Der arme Muſſa hatte eine Kugel in das Bein bekommen. Im Nu ſahen wir uns vollkommen ausgeplündert und un⸗ ſere Effecten unter unſere Feinde getheilt, die ſich über unſer Loos zu berathen ſchienen. Unglücklicherweiſe konn⸗ ten wir ſie nicht verſtehen, denn das Idiom der Kabylen weicht weſentlich von dem Arabiſchen ab; ſo viel konnte ich indeß aus einigen Zeichen errathen, daß ſie uns für Spione hielten.
Eine Art von Barbier oder Wundaͤrzt legte ſtatt eines Verbandes eine kleine Kugel von thoniger Erde auf die
Drilte folge.
Wunde des Negers, und als dieſer nicht im Stande war
u gehen, warf man ihn wie einen Sack Korn über den Rücken eines Maulthieres.
Mir band man die Hände auf den Rücken, und nachdem man mich mit verſchiedenen Kol⸗
benſtößen in die Seiten beglückt hatte, empfing ich den Befehl vorwärts zu gehn.
Gegen unſere Erwartung
kamen etwa zwanzig Reiter aus demſelben hervor und er⸗ ſetzten unſere bisherige Begleitung von Fußgängern. Ich hatte mich über dieſen Wechſel nicht zu beklagen, denn einer der Reiter, deſſen Namen El Hamid ich mir in das Gedächtniß gegraben habe, theilte bei dem Halt brüderlich mit mir einige Hand voll Mehl in Waſſer aufgelöſt; über— dies ſprach er auch noch geläufig arabiſch, und auf meine Frage, wohin man uns führte, antwortete er mir:„zu dem Sherif.“
„Iſt er weit von hier?“ fragte ich.
„Er beobachtet die ungläubigen Hunde, die uns an⸗ greifen wollten, vier Stunden Wegs von hier.“
Indem ich vernahm, daß wir der franzöſiſchen Expe⸗ ditionscolonne ſo nahe wären, klopfte mein Herz unwill⸗ kürlich heftiger. Uebrigens bemerkte ich auf dem Geſicht des Führers unſerer Escorte eine gewiſſe Unruhe. Ehe wir das Lager des Sherif erreichten, ließ er Halt machen, um die Umgebung zu durchſuchen; die Kanonen donnerten
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in geringer Entfernung und ſelbſt das Tirailleurfeuer er⸗
reichte ganz deutlich unſere Ohren.
Der Führer unſerer Escorte war offenbar der Mei⸗ nung, daß der Weg auf dieſer Seite nicht hinreichende Sicherheit bot, denn er kehrte um, und wir mußten uns in einem Eichengehölz, das zu unſerer Rechten lag, verſtecken. Die Reiter ſpannten den Hahn ihrer Gewehre, die ſie auf den Schenkel ſetzten, um zum Feuern bereit zu ſein. So marſchirten wir ungefähr eine Viertelſtunde unter dem tief⸗ ſten Schweigen; aber in dem Augenblick, als wir über eine kleine Lichtung kamen, bedeckten die Spitzen der um— liegenden Hügel ſich plötzlich mit Soldaten: unſere Es⸗ corte war in einen Hinterhalt gefallen.
Die erſchreckten Kabylen ſahen ſich einander mit kläg— lichen Blicken an; ſie erkannten die Unmöglichkeit zu ent— rinnen und trafen Anſtalt ihr Leben theuer zu verkaufen, aber ihre erſte Sorge war ſich unſer zu entledigen. Ich erkannte ihre Abſicht und warf mich haſtig unter das Pferd El Hamid's. Unglücklicherweiſe waren, wie erwähnt, meine Hände auf den Rücken gebunden, man feuerte zwei Schüſſe nach uns ab, doch nur einer verwundete mich leicht am Arm. Ein Kabyle ergriff hierauf eine Piſtole, um mir den Kopf zu zerſchmettern, doch El Hamid wendete den Lauf mit dem Eiſen ſeines Natagan ab. In demſel⸗ ben Augenblick ſprengte eine Escadron der afrikaniſchen Jäger auf die kleine Fläche; die Reiter, welche die Waffen nicht ſtrecken wollten, wurden binnen weniger als einer Mi⸗ nute niedergemacht. Ich hatte dabei das Glück, den be⸗ ſchützen zu können, der mir das Leben gerettet hatte. Der Unglückliche, der ſchwer verwundet war, ſollte niederge⸗ hauen werden, als ich den Säbel abwendete, der ſchon über ſeinem Haupte ſchwebte.
Fünf Tage darauf erreichten wir mit einem Transport Verwundeter Conſtantine. Muſſa war glücklich den un— ſichern Schüſſen entgangen, die während des Handgemenges auf ihn abgefeuert wurden, und auch ſeine andere Wunde heilte ſchnell.
El Hamid iſt gegenwärtig Quartiermeiſter der Spahis und mit dem Orden geſchmückt.


