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durch ihren Ruf zu zerſtören, ih den ſie nie gelieb der Demi⸗
Engländer, vom Geſchäftsſtandpunkte
Sühne darin geſehen werden.
t hat, aufgibt, ſo kann doch nur Monde ein Opfer oder eine
tes in d
während die Türken
er Mitte(den Richtſchmaus)
den offenbar v
ernünftigeren die mit der
zum Gegenſtande der Feier, G
ebrauch haben, Beendigung des
die Vollendung eines Gebäudes,
ird, zu feiern.—
Der Bart iſt bei den Türken
Dies— unſere unmaßgebliche Anſicht. Die literariſchen Daches erreicht wi den T Capacitäten, die für Verbreitung des Stückes in Deutſchland und ein Zeichen der Würde; bei uns betrachten es gerade die Höchſten ſeine publieiſtiſche Anerkennung ſich verdient gemacht haben, mögen als gegen ihre Würde laufend, einen vollen Bart zu tragen.— uns noch die Verſicherung geſtatten, daß wir mit dieſem äſthetiſchen Bei vielen Völkern iſt es eine Sitte, das Haupthaar abzuſchnei⸗ Artheil ihrem eigenen ethiſchen Bewußtſein durchaus nicht zu den, bei uns eine mit Entehrung gepaarte Strafe.— Bei uns nahe zu treten geſonnen waren. Wir geſtehen gern ein, daß es gilt es bei Betretung eines Zimmers, der Kirche ꝛc. als ein Zeichen
auf dem eine Art der Achtung, der Chrfurcht, den Kopf zu entblößen; die Türken
einen höchſt e
ſittlicher Fanatismus ſelbſt llen, die Mängel der Au
denz wi
hrenwerthen Standpunkt gebe,
ſeinzig um der ausgeſprochenen Ten⸗
sführung zu überſehen, und daß
brillante theatraliſ
che Technik über die innere
behalten dagegen den Kopf
bekleidung ab.— Wir ſuchen(le
bedeckt und legen dafür die Fuß⸗
und Genüſſe außer dem Hauſe,
ider) die meiſten Vergnügungen die Orientalen finden ſie beinahe
àa.
154 Novellen⸗Zeitung.[IV. Jahrg. Rr. tanzen an.“— Dabei zeigte mir Muſſa in halber Kabel⸗ glaubten ſie in Trümmer fallen zu ſehen. Endlich erfaßte imme länge von dem Schiffe mehrere große Fiſche, die über die uns eine Rieſenwelle, ſchleuderte uns gegen eine Klippe, Trün Fläche des Waſſers emporſprangen. an der das Fahrzeug zertrümmerte, und wir ſtürzten in Raul
„Jedenfalls,“ ſagte ich,„haben wir Zeit, in den zahl⸗ die Tiefe. Kliy
ceichen Buchten des Ufers einen Zufluchtsort zu ſuchen.“ Ich weiß nicht, wie ich zu dem Ufer gelangte. Wahr⸗ lang
„Daran zweifle ich,“ flüſterte der Neger,„beſonders ſcheinlich ſchleuderten mich die Wogen an den Strand. bare weenn der Patron ſich ſelbſt an das Steuer ſtellt.“ Mein erſter Gedanke, als ich mich aufraffte, war, mich nach de „Iſt er ein ſchlechter Seemann?“ dem Schickſal meiner Unglücksgenoſſen umzuſehen. Funf⸗ ein „O nein, im Gegentheil, aber er iſt eine Memme. zehn Schritt von mir eutfernt erblickte ich den Neger er⸗ kle Wenn der Wind pfeift, verliert er vollſtändig den Kopf.“ ſchöpft und keuchend neben den Leichen Giuſeppe's und des üb Nach wenigen Minuten trat eine erſtickende Hitze an Genueſers; ich fragte ihn nach dem Schiffsjungen, er wußte
die Stelle der friſchen Luft, die wir ſeit dem Morgen ein⸗ nicht, was aus ihm geworden ſei. ſ
Gaathmeten, und der Himmel wurde plötzlich orangefarbig. Mit einem Blick überſah ich das Entſetzliche unſerer vo
V„An die Ruder und tüchtig aufgedrückt!“ ſchrie Giu⸗ Lage: wir waren dem Meere entronnen, um in die Hände M
V ſeppe, bemächtigte ſich des Steuers und ſegelte gegen eine der Kabylen zu fallen. 4 Bucht zu, die ich ſeit langer Zeit kannte.„Glaubſt Du, Muſſa,“ fragte ich,„daß es möglich ſei, ſt
Muſea, ein alter genueſiſcher Matroſe und ein Schiffs- Bugia oder Djijelli zu erreichen, ohne von den Bergbe⸗ Nan junge bildeten die Equipage der Balancelle. Sie beeilten wohnern gefangen genommen zu werden?“„ 5 ſich die langen Ruder ſo tief als möglich einzulegen und„Das ſcheint mir zweifelhaft, denn wir können nur th ich half ihnen, ſo viel ich vermochte; aber kaum waren zehn während der Nacht unſern Weg verfolgen und ich kenne Minuten verfloſſen, als ein wüthender Windſtoß uns von das Land nicht beſſer als Du.“ nit deer Seite packte und das Fockſegel wie ein Stück Spitzen„So müſſen wir uns alſo in die Gefangenſchaft er⸗ ni fortriß. Plötzlich rollte eine dunkle Wolke, ſchwarz wie geben?“ V Tinte, über unſere Köpfe hin und verbarg uns den Himmel„Dazu habe ich keine Luſt.“ St gänzlich. Der Gewitterſturm entfeſſelte ſich in ſeiner gan⸗„Was wäre unſer Loos?“ ſſ zen entſetzlichen Majeſtät. Unſere Lage wurde von Mi⸗ Muſſa ſah mich verwundert an und machte ein bedeu⸗ nute zu Minute ſchwieriger, denn jeden Augenblick ſchlu⸗ tungsvolles Zeichen. en gen gewaltige Wellen über die ſchwer beladene Balancelle.„Du glaubſt, daß ſie uns die Köpfe abſchlagen h VWir mußten die Ruder loslaſſen und uns an die Puttingen würden?“ e en anklammern, um nicht durch die Wogen fortgeſpült zu wer⸗„Ja, nachdem ſie uns vorher lebendig ſo ziemlich ge⸗ 1 den, die über unſere Köpfe hinfuhren. Giuſeppe's Geſicht braten haben.“ ar leichenblaß. Der Unglückliche ließ das Steuerruder„So bleibt uns nichts als zu ſterben, ohne ihnen in die ae los und ſprach mit lauter Stimme alle möglichen Gebete, Hände zu fallen,“ ſagte ich. P die ihm in das Gedächtniß kamen. Muſſa ſprang zum„Ich denke ebenſo,“ entgegnete der Neger, der ſich auf⸗ u Steuer, um ſeine Stelle einzunehmen. Unſere erbärmliche gerafft hatte. W Nußſchale krachte ſo gewaltig, daß wir mit jeder Minute Die Nacht brach jetzt an, doch der Sturm ließ noch V k —— ren Entrepreneur, den langweiligen Anfang(die Grundſteinlegung) und die Erreichung eines Punk⸗
ferner Herrn Uchard's brill
dramatiſche Dialektik ſelbſt den feinfühlendſten Kenner momentan ausſchließlich in ihrem Hauſe.
zu verblenden im Stande iſt.
In der Hoffnung, da Sii⸗ lieber Marggraff, in dieſer mei⸗ ner Motivirung ein Zeichen ſehen, daß wir auch jetzt noch ohne
V perſönlichen Vatehr, in der Entfernung von dnafdar mmt nſeren Mannigſaltiges. 8.
Anſichten im Grunde zuſammentreffen, erlaube ich mir zu zeichnen Den türkiſchen Geſandten in Paris fragte eine liebenswür⸗
mit der bekannten Geſinnung dige und geiſtreiche Dame, wie es doch käme, daß die Türken die—
Breslau, Februar 1858. Ihr ergehenſtgg häßliche und verwerfliche, ſogar durch ihre Religion gerechtfertigte 3
R. G. Gewohnheit hätten, mehrere Frauen zu nehmen..
2„Unſer Prophet,“ entgegnete der Geſandte galant,„hat ſei⸗ Miseellen. nen Anhängern dieſe Erlaubniß deshalb gegeben, damit ſie bei
mehreren Frauen die vortrefflichen Eigenſchaften finden können,
Volksſitten und gebräuche. welche bei Ihnen, gnädige Frau, vereinigt ſind.“
Die Errichtung von Gebäuden wird ſowohl von den Occi⸗ dentalen, wie von den Orientalen gefeiert, allein wir machen den
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