Jahrgang 
01-26 (1858)
Seite
107
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V. Jaürg.

in den Angen ngeen, während dieſer blonde it doch kein

ter, ein Byett⸗ rren hängen zu ſetzte Helene

Weil ſie ihren wenn es auch

Verletzendes Sfühlen; doch wundern, der tſchließt nell ein,Re⸗ r Feind aller

war, er ſah zte keinen Zu⸗ fort:Sicher ne gioße Thor⸗ nit aufrichtiger en können,

per das, was »Worte Nei⸗ , ſie druckte ſcacender Ja, Herl. in nur einmal

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nbeſtimmt aber

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Fin reicher Pol⸗ ht ohne Gefahr

Nr. 7.] Dritte Folge. 107

9 verſteinert. Jetzt erſt fiel es ihm ein, er kannte ja Hele⸗ ſo ominös gewordenen Briefe. Zu ſeinem Schrecken er⸗ nens Familienverhältniſſe gar nicht, er hatte nie von fuhr er jetzt, daß er vom Diener aufs Sorgfältigſte zur ihrem Mann reden hören, war es von Bedeutung, daß Poſt gegeben ſei.(Fortſetzung folgt.)

ſie ſtets Schwarz oder Grau trug? Frage über Frage drängte, ſich ihm auf, ihrer aller Erledigung ſuchte er bei Arthur, und Arthur lachte ihm, in ironiſch verſtell⸗ ter Unbefangenheit, ins Geſicht:Du wußteſt wohl nicht, daß ſie Witwe iſt? Ich ſagte Dir nichts davon, weiſer Pr. Linij.75 4.. daln um ne Deine Principien zu erſchüttern. Dr. Livingſton's Entdeckungen im ſüdl. Afrika.

Helene Witwe?

Ja, mit achtzehn Jahren heirathete ſie von Stern⸗

(Schluß.)

burg, ein Jahr darauf war ſie ihres Gatten beraubt und Ein noch weit größerer Contraſt, als der der Perſon, mit ihrer kleinen Helene beſchenkt, ſeit länger als einem zeigte ſich in den Gewohnheiten dieſer beiden Racen. Die Jahre iſt ſie Witwe. Bechuanas haben weder Götzenbilder, noch irgend eine Art

von Gottesverehrung, aber bei den Balonda hat jedes Dorf ſein Götzenbild und bei jedem Schritt trifft man auf Fe Der Verwirrung, die er angeſtiftet, und der Verwir- tiſche. Künſtliche Bienenkörbe werden in die Bäume ge⸗ rung, die ſich ſeiner ſelbſt bemächtigte, zu entgehen, unter⸗ ſetzt und bloß durch einStück Medicin ſicher geſtellt, nahm Reginald den Ritt in die Felder, der als Sühne für das wirklich alle Diebe erſchreckt. Als ein weiblicher ſein eignes Wort ſtatt der Abreiſe ihm auferlegt war. Häuptling, die unſre Reiſenden ſehr gaſtfreundlich aufnahm, Das hat man nun von der Philoſophie! ſagte er im Begriff ſtand, über einen Fluß zu ſetzen, ſo ſchwang ſich, indem er Cicero gewaltig die Sporen eindrückte:o ihr vertrauter Doctor, der ſich mit ſeinem Medieinkorb daß es keine Philoſophie, keine Grundſätze gäbe! Hängt dicht in ihrer Nähe aufhielt, irgend ein Zaubermittel über die Philoſophie, ſagte ſchon Romeo, der ſich auf die Liebe ihrem Haupte, ehe ſie ſich auf das Waſſer wagte. Einer verſtand, kann ſie nicht ſchaffen eine Julia, rückgängig der Makololo ſprach unmittelbar in der Nachbarſchaft diee machen einen Urtheilsſpruch u. ſ. w. u. ſ. w. Erſt macht ſes Korbes etwas laut und wurde von dem Zauberer, der es Schmerzen, daß man zu einer Philoſophie kommt, und immer ganz leiſe ſprach und auf die geheiligte Medicin zu- dann noch größere Schmerzen, daß man ſie hat wie rück ſah, als fürchte er durch Etwas im Innern des Kor⸗ man ſie wieder los wird, da rathe der liebe Himmel! Und bes gehört zu werden, ſehr getadelt. Auch der relative

wenn ich auch alle meine Philoſophie los würde, wer Nang der Geſchlechter iſt ganz umgekehrt. Sebituane, der Keufa Libt heutzutage noch auf Grundſätze, aber, der Häuptling der Makololo, hatte beabſichtigt, daß ſeine Toch Brief! der Brief! Unſeliges Flötenſpiel wollte ich ter und Nachfolgerin die Männer ſeines Stammes behan⸗

doch ſagen: Verſemachen über Witwen! deln ſollte, wie er die Weiber behandelt hatte, und daß ſie

Reginald ſprengte in den Schloßhof zurück; bei der ſich einen Gatten nach ihrer eigenen Neigung wählen Dienerſchaft, die ihn auf der Fahrt nach R. begleitet hatte, möchte. Das war aber den gewohnten Gefühlen der erkundigte er ſich ſogleich aufs Angelegentlichſte nach dem Bechuana's ſo entgegen, daß der von ihr gewählte Mann

iſt doch reizender als Holzkohlendampf; ſo wie das Ertrinken in] daß wir, ſo wie die Lüge in unſer Leben tritt, ſo wie die Wahr⸗ einem Faſſe Malvaſier viel ſchöner iſt als im einfachen Fluſſe, heit uns verläßt, vor uns ſelbſt zuſammenſinken wie ein Trug⸗ deſſen Waſſer vielleicht nicht einmal trinkbar iſt. bild der Hölle und die Achtung, die wir nicht mehr verdienen, er⸗ zwingen wollen. Welche tiefe Lehre liegt darin für alle Monar⸗- chen! Welch ſchlimmer Schein fällt damit auf alle despotiſche

Gewalt! Theater. Die ausgezeichneten Kräfte der Dresdner Bühne waren auch Demetrius von KRühne in Dresden.

hierbei wirkſam, und der Aufwand, den die Coſtüme erforderten, be⸗ lief ſich, wie man ſagt, auf 3000 Thaler. Dadurch wurde die Es iſt vielleicht ein muthiges Unternehmen, ein von Schiller Vorſtellung für das Auge beſtechend und brachte, abgeſehen von

begonnenes Stück vollenden zu wollen, und vielfach hat man das ihrem Werthe, eine Wirkung hervor. Ob Demetrius ein Büh⸗

für und wider beſprochen. Vergleichen wir es der bildenden

Kunſt, ſo finden wir hier freilich der Beiſpiele genug, wo das delt es ſich um das große Ganze des Publicums und nicht um

nenſtück wird, iſt darum immer noch die Frage, denn dabei han⸗

Gleiche geſchehen. Wie manche verſtümmelte Statue, aus der den gebildeten Theil, der aus Ehrfurcht vor den Manen Schil⸗ Hand eines Praxiteles oder andern Meiſters griechiſcher Blüthe⸗ ler's hingeht und prüft, wie deſſen Erbe behandelt worden iſt. zeit, ein Raub der Jahrhunderte geworden und verſtümmelt dem Emil Devrient war nicht betheiligt. Da er jetzt leider nur

Schutte entnommen, wurde von der Hand eines lebenden Künſt⸗ als Gaſt bei uns erſcheint, ſo ſtudirt er keine neuen Rollen ein. lers mit Kopf, Arm, Fuß verſehen und aufs Neue zu einem Gan⸗ Demetrius wurde daber von Herrn Maximilian gegeben eigent⸗

zen umgeſchaffen. Niemand tadelte je dieſe Wiederherſtellung lich Lemaitre genannt ein Name, den er aus Rückſicht für als vielleicht jene, welche allem Reſtauriren feindlich ſind. Kühne einen hier lebenden Verwandten abgelegt hat. Man erzählt, hat nun an Schiller geübt, was in der plaſtiſchen Kunſt ſo viele daß der König von Sachſen, als man bei ihm um die Erlaubniß Vorgänger zählt. angehalten, den Herrn Lemaitre künftig Maximilian nennen zu

Die erſten beiden Acte des Demetrius hat Schiller uns faſt dürfen, erwidert habe:Gut denn, wenn ſeine Verwandten ihn vollendet hinterlaſſen, und das Uebrige iſt nach ſeinem Plane, mit nicht wollen, ſo mag er ſich nach den meinigen nennen: ich habe kleinen Abänderungen vollendet worden. Der Charakter des unter meinen Vorfahren viele Maximilians gehabt. Dieſer Demetrius, dieſes lebensmuthigen, mit Begeiſterung für das Herr Maximilian iſt ein junger, hübſcher Mann, von dem man Schöne und Edle erfüllten Jünglings iſt herrlich geſchildert, und die beſten Erwartungen hegt. Auch Fräulein Löhn iſt, nach Ab⸗ wie tief ergreift uns die Wahrheit, daß mit dem Glauben an uns weſſenheit eines Jahres, das ſie in Italien verbracht, zu der Dres⸗ ſelbſt und unſer edles Streben auch unſer Muth vereint iſt; dener Bühne zurückgekehrt, wie man ſagt, auf Verwendung der