unſer Geſpräch „und es ſcheint, es Disputs bil⸗
eellen, zu der ich bkeit wenigſtns
de ſo gegenüber
rlichkeit?“ lichkeit, wie ſie
11
ein
„— wie ich die rlichkeit iſt jetzt ten angetroffen ielfach gefälche ae Natürlichkeit riem Verſtande wahre Na⸗ ich und langwel⸗ nachgeahmte Na⸗ pußtſein handelt der Grundſtoff
deutlit, de ge Rede halteg,
erbrechen; über⸗ zkühlt, wäͤhrend
dem Jalte en edem.
— zig enagedru⸗ eiiſcher Jonl⸗ ein ſaures Stlg⸗ Holzhacker. bboſe, welchet
der
iſt den Pirnai⸗ Pläße gemüth⸗ 1 zu Hauſe
gäbe⸗
Nr. 7.] Drilte
große Anzahl junger Mädchen, die oft faſt noch Kinder find, in die große Welt eintreten zu ſehen. Sie ſind dann von einer köſtlichen Friſche, bezaubernden Unſchuld und rei⸗ zenden Naivetät. Es iſt daher natürlich, daß faſt Jede von ihnen augenblicklich von einer Männer⸗ und Damen⸗ welt umſchwärmt wird, die dieſe Tugenden längſt einge⸗ büßt hat und ſich nun von ihrer reinen Jugend wieder ju⸗ gendlich machen laſſen will. Beſonders ſind es die alten Herrn, welche ſich ſchlechte Scherze erlauben, um über die verlegenen oder trotzigen oder kindiſchen Antworten zu lachen, und junge Gecken, welche den noch fürs Edle em⸗ pfänglichen und empfindlichen Seelen Verachtung des männlichen Geſchlechts lehren; dieſe beiden Claſſen der Geſellſchaft ſind es, durch welche vorzüglich der entzückende Hauch der Reinheit verwiſcht wird, den die jungen Mäd⸗ chen aus dem Schoß der Familie in das öffentliche Leben hinüber trugen. Sie ſehen ſich als Mittelpunkt eines glänzenden Kreiſes, welcher ihren Launen huldigt und jeden Einfall belacht, ſelbſt eine Dummheit, weil ſie von dem allerliebſten Zucken des Mundes, von dem Beifall ver— langenden Blick des ſchönen Auges begleitet wird. Sie erſcheinen ſich ſo hoch erhaben über Alle, daß Kluge und Dumme, Alte und Junge, Weiſe und Thörichte für ſie ſich gleichen wie die kaum unterſcheidbaren Wellen des fried⸗ lichen Meeres, die der Schiffer von der Spitze ſeines Ma— ſtes betrachtet. Steht ihnen nicht ein ſchützender Genius zur Seite, ſo verlieren ſie ſchnell jedes Maß, und da auch der Reiz der Neuheit nicht ewig währt, ſo werden ſie bald unausſtehlich*). Ein Glück für ſie, wenn ſie einen Mann erhalten, dann mögen ſie als pikante Frauen noch längere Zeit glänzen— wenn nicht, ſo zählt man ſie, ich darf dies hier ohne verletzend zu berühren ausſprechen, ſehr bald zu
*) Der Herr Verf. wird dergleichen Anſichten, etwaigen Reclama⸗ tionen der Betheiligten gegenüber, zu vertreten ſelbſt die Güte haben müſſen, da wir aus Mangel an Sachkenntniß die Verantwortlichkeit dafür nicht uͤbernehmen können. D. Red.
den biſſigen alten Fräuleins, die Jeder ſchon flieht, wenn ſie ſich noch jung und liebebedürftig fühlen, und die daher um ſo unglücklicher ſind. Manche derſelben von feinerem Gefühl und Verſtande bemerken noch zu rechter Zeit, wenn ihre Strahlen erbleichen, ſuchen den Grund und entdecken ihn, oder finden wohl auch einen Freund, der ſie warnt; dann vermögen ſie noch das verlorene Terrain zurückzugewinnen, ja da ſie nun mit Ueberlegung, Bewußtſein und Erfah⸗ rung handeln, ſo werden ſie wahrſcheinlich noch einen grö⸗ ßeren Schweif von gröber empfindenden Männern hinter ſich ſehen, von denen ſie gegen jeden Angriff in Schutz ge⸗ nommen werden und die ihre köſtliche Naivetät preiſen— die Damen aber werden ſie Koketten nennen.“
„Das iſt wahr, die Rede unſeres Philoſophen war lang genug, um Dir die Suppe kalt werden zu laſſen. Hoffent⸗ lich iſt ſie die letzte für heute,“ ſagte Arthur lachend,„und nun laſſen wir allen Zwieſpalt und alle Natürlichkeit, und erfreuen wir uns an der Kunſt meines Koches.“
Reginald ging gern auf die Ableitung ſeines Freundes ein und rief:„Die Backhähnchen ſind vortrefflich! Ich ſagte es ja, Kunſt geht über Natur, wenn auch nicht über Na⸗ türlichkeit.“
„Nehmen Sie Spargel,“ ſagte Helene,„er hat einen ſehr guten Geſchmack, es iſt eine vorzügliche Sorte.“
„Nein, nimm Roſenkohl,“ rief Arthur,„ich bitte Dich, folge mir! Meine Schweſter hat einen abſcheulichen Ge⸗ ſchmack.“
„Einen eigenthümlichen wenigſtens,“ ſagte Tante Bod⸗ del,„noch von alten Zeiten her! Denken Sie, als Helene noch ein Mädchen von zwölf oder dreizehn Jahren war, bemerkte ich immer einen entſetzlichen Heringsgeruch in ihren Kleidern; ich frug ſie um den Grund, aber ſie gab ſtets ausweichende Antworten, denn gelogen haſt Du nie, das iſt wahr.“
„Ich war immer„ſjeſuitiſch“,“ antwortete Helene, mit einem Seitenblick auf Reginald.
daß ich von den Redacteuren gar kein Geld erwarten würde, aus dem ſehr vernünftigen Grunde, weil, nachdem ich ein dickes Haar, einen ganzen Haarbüſchel darin gefunden, mit Redacteuren Ho⸗ norarverträge abzuſchließen, ich mir die Zahlung von der Verlags⸗ handlung bedingte. Allerdings, nun ja, nicht zu leugnen, auch da geht die Sache in der Regel nicht Zug um Zug, hier die Waare, hier das Geld. Die renommirteſten Verlagshandlungen fordern ſechs Monate Credit und zahlen nach acht oder neun. Ende Juni und Ende December ſollſt Du Berechnung und Zahlung erhal⸗ ten. Aus dem Juni wird Auguſt und September, aus dem De⸗ cember Februar, März und April. Abgeſehen, daß Redacteure häufig ſich noch ſäumiger erweiſen oder gar nicht zahlen, begreift die größere Verdrießlichkeit für den Correſpondenten ihnen gegenüber ſich von ſelbſt. Fühlſt Du alſo ein Gelüſt, mein Jüngling, ho— norirter Journaliſt zu werden, ſo laß Dir das zur Lehre dienen. Anlangend jetzt Deinen Einwurf, daß Redackeure nicht wie⸗ der und wieder ihr ſchönes Geld für dieſelbe Waare bezahlen wür⸗ den, nimmſt Du an, daß ſie die Waare erkennten, mit andern Worten, das Manuſcript vorm Drucke oder das Gedruckte leſen; — beneidenswerther Irrthum Deiner Unſchuld, liebes Kind! Wie mancher Redacteur hat mir vertraut:„da hätt' ich viel zu thun, wollt' ich all' das Zeug vor oder nach dem Drucke leſen!“ Die Gewiſſenhafteſten meinen ihrer Pflicht genügt zu haben, wenn ſie die Beiträge neuer Mitarbeiter eine Zeitlang überfliegen, und ſechs Monate machen den Mitarbeiter zu einem alten. Sagte ich, in Dresden paſſire nichts, ſo...
Indem wir dieſe Geſtändniſſe des Herrn Woldemar Seyf⸗ farth hier abdrucken, können wir nicht zu bemerken unterlaſſen,
wenn nicht unmöglich, doch unbegreiflich erſcheinen, und meinen wir dadurch, daß wir unbefangen ſie hier mittheilen, den gemach⸗ ten Beſchuldigungen gegenüber unſer reines Gewiſſen erwieſen zu haben!
Aus der Geſellſchaft.
Plaudereien aus Paris.
Unſere Geſellſchaften ſind im vollſten Gange, und es wird in den höheren Kreiſen ein Luxus entfaltet, über den ſelbſt Paris ſtaunt. Ganz beſonders macht ein Feſt von ſich ſprechen, das ein Ausländer, Herr Eraza, mit wahrhaft aſiatiſcher Pracht gegeben hat. Dieſer Erz⸗Millionär bewohnt Rue des Ecuries-d'Artois das ehemalige Hötel des Fürſten Stourdza, das bereits unter dieſem zu einer wahrhaft fürſtlichen Wohnung geſtaltet worden war. Doch damit noch nicht zufrieden, nahm der neue Beſitzer Aenderungen vor, welche an die Erzählung aus tauſend und einer Nacht erinnern. So koſtet z. B. das Meublement allein ſieben Millionen Francs. Das Treibhaus ſoll an Reichthum und Pracht exotiſcher Gewächſe ſeines Gleichen nirgend haben.— Die Kunſtgegenſtände, die das Hötel in großer Menge ſchmücken, ſind würdig im Louvre eine Stelle einzunehmen.— Die Gemälde tragen ſämmtlich die Namen der erſten Meiſter. Der höchſte Schmuck dieſes reichen Hötels ſoll indeß die unvergleichlich ſchöne Tochter des Beſitzers ſein, die bei den kaiſerlichen Feſten in Com⸗ piègne als eine der kühnſten Tänzerinnen genannt wurde.
daß uns für unſer Theil die erwähnten abnormen Thatſachen


