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Stiefeln, daß er unfehlbar als Adjutant zu dem dortigen Landwehr⸗Bataillon commandirt ſei. Reginald erkannte dies Geſicht mit kleinen tief liegenden Augen, mit unten hervorſpringender oben zurückweichender Stirn, mächtigen Backenknochen, breitem Kinn, und dieſe ganze Schönheit auf dem langen dünnen Halſe ſchwankend. Dies war ſein früherer Stuben⸗Kamerad in Wahlſtatt; gewiß, dies war er; der dünne, haararme Schnurrbart konnte ihn unmöglich ſo verändern, daß man ihn nicht auf den erſten Blick er⸗ kannt hätte. Der Officier muſterte mit ſo fremdem Blick den eintretenden Civiliſten, daß Reginald ſich völlig incog⸗ nito ſah. Er belohnte den Träger und überlegte dabei, ob er die alte Jugendbekanntſchaft wieder anknüpfen ſolle oder nicht. Der Menſch war ihm ſtets unangenehm ge⸗ weſen, ſowohl ſeine Phyſiognomie wie ſein bald kriechendes, bald übervertraulich anmaßendes Weſen; aber von ihm würde er baldige ſichere Nachricht erhalten über Baron Hallſtein, die gute Baronin und das zärtliche Clärchen. Wie mochte ſie ſich in den zehn Jahren verändert haben! Acht und achtzehn Jahr! welchen Unterſchied macht doch dieſe vorgeſetzte Eins!
Alſo Reginald ging auf den erſtaunten O. zu, ſchüt⸗ telte ihm die Hand, freute ſich einen alten Schulkameraden wieder zu ſehen und bat ihn, auf den Perron herauszu⸗ treten, die ſchöne luſtige Cadettenzeit noch einmal in der Erinnerung durchzuleben u. ſ. w. O. ſah verdutzt aus, er konnte ſich Perlmeer's kaum noch erinnern, fühlte ſich aber doch geſchmeichelt, vor ſeinen Genoſſen auf dieſe eif⸗ rig freundliche Weiſe von einem eleganten jungen Mann angeredet zu werden. Reginald erfuhr bald, was er wollte. Waldbrunn läge einige Meilen tiefer in den Bergen, es ſei ein ſehr gaſtfreies Haus, die Beſitzer höchſt liebenswürdig und geſellig, Clärchen ſehr hübſch, einnehmend, graziös, talentvoll, heiter, faſt ausgelaſſen; zwar behaupteten Ei⸗ nige, ſie hätte etwas große rothe Hände bekommen, weil ſie mit Leidenſchaft rudere, doch dies ſei Verleumdung.
Dritte Folge.
Reginald war entzückt, dies zu hören, und verfolgte dies Geſpräch mit ſolchem Eifer, daß er gänzlich Helene und den Zweck ſeines Wartens vergaß und unaufmerkſam halb abgewendet den Zug ankommen ſah; da trifft ihn ein unbeſchreiblicher Blick, ſo voll Güte und Sanftmuth, aus einem Coupé erſter Claſſe. Plötzlich wird ihm Alles wieder klar; aber ehe noch die Wagen zum letzten Male aneinander geprallt waren, um hier ſtehen zu bleiben, hat der alte Franz ſchon die Thür aufgeriſſen und bedeckt die feinen Wiener Handſchuhe ſeiner jungen Gebieterin mit laut ſchallenden Küſſen.
Reginald brach mit einigen unzuſammenhängenden Phraſen ſchnell das Geſpräch mit dem O. ab und eilte, ſich der bereits auf dem Perron ſtehenden Frau von Stern⸗ burg vorzuſtellen, da er an ihren Mienen ſah, daß Franz ſeine Miſſion anzeigte. Er begrüßt ſie und fügte hinzu: „Ich ſehe, daß Franz Ihnen, gnädige Frau, meinen Namen und Auftrag ſchon genannt hat, und hoffe, daß dies Ihnen als genügende Rechtfertigung gelten wird für meine ſonſt unentſchuldbare Anſprache an öffentlichem Orte.“
„Wo es auch ſei, ſo freut es mich ſtets den lintimſten Freund meines Bruders kennen zu lernen. Er ſpricht ſo viel und mit ſolcher Liebe von Ihnen, daß Sie mich faſt eiferſüchtig gemacht haben und, wie ich Ihnen geſtehen will, recht neugierig, zu ſehen, ob er nicht zu parteiiſch urtheilte. Doch warum iſt mein Bruder nicht mit Ihnen gekommen? Iſt er krank?“
„Wenn man Krankheit ein Leiden des Körpers nennt, das ihn hindert ſeine natürliche Functionen auszuüben, ſo iſt er eigentlich nicht krank, ſondern nur ſungeſund; deshalb ängſtigen Sie ſich nicht, wenn Sie ihn mit einem von der weißen Binde gehaltenen Arme wiederſehen.“
„Hat er den Arm gebrochen?“
„Nein. Er kam vor acht Tagen ziemlich ſpät in der Nacht mit ausgefallenem Arm nach Haus, aber er kann ihn
wahr. Es iſt ein eigenes Geſchick, daß von zwei Franzoſen der Eine, Legitimiſt und früher Miniſter Karls X., der Biograph, der Andere, Marſchall Marmont, der Lehrer des Herzogs von Reich⸗ ſtadt werden ſollte. Dieſer einſtige treue Gefährte Napoleons I. machte den jungen Prinzen mit den Feldzügen ſeines Vaters und der neuen Königsgeſchichte bekannt, und nicht ohne treffende An⸗ ſpielung ſchrieb der Prinz eigenhändig die folgenden Verſe, welche Nacine den Hippolyt an Theramen richten läßt, unter ſein Bild, das er dem Marſchall zum Andenken ſchenkte:
Arrivé prês de moi par un zoèle sincère,
Tu me contais alors l'histoire de mon père. Tu sais, combien mon àme, attentive à ta voix, S'échauffait au récit de ces nobles exploits.
Der Herzog von Reichſtadt war ein junger Prinz, welcher nur wenige Monate über 21 Jahr lebte; keine beſonderen Thaten, keine merkwürdigen Schickſale bezeichnen ſeinen allzu kurzen Le⸗ benslauf. Seine ganze Geſchichte war in die erſten vier Jahre ſeiner Exiſtenz zuſammengedrängt. Vom Jahr 1819 an knüpfte ſich an ſeine Perſönlichkeit nur ein hiſtoriſches Intereſſe, aber ein Intereſſe ſo mächtiger Art, daß ſich die Begeiſterung, die Rüh⸗ rung, welche ſein Anblick bei allen feinfühlenden Menſchen her⸗ vorbrachte, ſo wie die Trauer und Wehmuth, welche ſich bei ſeinem frühen Tode kundgab, leicht erklären läßt. Seit der Ankunft des Prinzen in Oeſtreich fehlte es daher nicht an Anekdoten über ihn, ſeine Erziehung, ſeine Aeußerungen und Fähigkeiten; es beginnen dieſe Erzählungen mit der bekannten Entführungsgeſchichte in Schönbrunn und enden nur mit den letzten Stunden einer qual⸗ vollen Agonie.
des Wiſſens.
Kaum war der Prinz aus der Kindheit getreten, als ſeiner Erziehung die größte Sorgfalt zugewendet wurde; es umgaben ihn ausgezeichnete Männer, erfahrene Lehrer in allen Zweigen Außer den den Studien gewidmeten Stunden brachte der Herzog ſeine Zeit meiſtens im Kreiſe der kaiſerlichen Familie zu, von der er, beſonders aber vom Kaiſer Franz, auf das herzlichſte geliebt war. Man hatte ſich die Richtung, welche man den Ideen und der Erziehung des Prinzen geben ſollte, im⸗
mer als eine äußerſt ſchwlerige gedacht; ſie war es aber nicht, ſo⸗
bald man davon ausging, daß ſie eine wahre, natürliche, ſachge⸗ mäße ſein ſollte. Man verhehlte ihm nichts, weder die alte Hel⸗ denzeit noch die Kriegswunder unſeres Jahrhunderts; man machte ihn mit allen wiſſenſchaftlichen Gegenſtänden bekannt. Entſchiedene Vorliebe zog ihn zum Militärſtand. Man legte dem Prinzen daher keinen andern Zwang an, als den, wel⸗ chen ſeine exceptionelle Stellung durchaus erheiſchte. Man be⸗ obachtete ihn auf Reiſen, entfernte von ihm alle Intriganten, überwachte ſeine Correſpondenz, ſeine Lectüre. All’ dies war be⸗ greiflich. Ihm aber zu verbergen, was die Welt wußte, ſein junges, feuriges Gemüth in oft edlem Aufſchwung zu hemmen, fiel Niemand ein. Dennoch mag ſich oft in ſeinem Innern ein Kampf entſponnen, mag er ſeine Lage mit der Beſtimmung ver⸗ glichen haben, die ihm in der Wiege zugedacht war. Obgleich einfach, mit und gleich allen Prinzen des Kaiſerhauſes erzogen, konnte ihm doch wohl nicht entgehen, daß er der beſondere Gegen⸗ ſtand der allgemeinen Aufmerkſamkeit und ſelbſt die zärtliche Liebe ſeiner Verwandten mit einem oft kaum zu unterdrückenden Blick ſtiller Beobachtung gepaart war. Man rügte ſeine Fehler mehr als die anderer Prinzen, man konnte ſeinem forſchenden


