Jahrgang 
01-26 (1858)
Seite
78
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ihrem Namen die wirkliche Macht ſelbſt ausübte. Ma⸗ mochiſane verſetzte indeſſen den Hoffnungen des Intrigan⸗ ten einen Todesſchlag, indem ſie darauf beſtand auf ihre Würde zu Gunſten ihres Halbbruders zu verzichten. Der in ſeinem Plane getäuſchte Mpepe zog ſich voller Unzufrie⸗ denheit nach Nariele, der Hauptſtadt der Barotſe, zurück, welches Volk dem Makololo⸗Stamm unterworfen iſt, und man glaubte, er beſchäftige ſich dort mit magiſchen Künſten und zwar zu dem Zwecke, um den jungen Häuptling zu Grunde zu richten. In der That hatte er für dieſen gott⸗ loſen Zweck zur Zeit Sebituane's ſich eine Hütte gebaut, der ſeinen eignen Tod, der in der Wirklichkeit dadurch herbeigeführt wurde, daß er ein verderbliches betäubendes Mittel geraucht hatte, dem in der Zauberhütte gebrau⸗ ten Unheil zugeſchrieben zu haben ſcheint. Der Schurke nahm aber jetzt, um ſeinen Zweck zu erreichen, zu Mitteln ſeine Zuflucht, die weit gefährlicher waren als ſeine Zaube⸗ rei. Von den Sclavenhandel treibenden Stämmen beein⸗ flußt, deren Intereſſen durch die von Sebituane und deſſen Sohne befolgte Politik bedroht worden waren, beſchloß er den Letztern durch Meuchelmord aus dem Wege zu räu⸗ men. Der Verſuch wurde gemacht, während Dr. Living⸗ ſton wenige Wochen nach dem oben erwähnten Empfang ſich mit dem beabſichtigten Opfer auf einer kleinen Reiſe be⸗ fand: ſeine Gegenwart ſcheint in providentieller Art das Hinderniß für das Gelingen geweſen zu ſein. Mpepe be⸗ zahlte ſeine Schuld mit ſeinem Leben; doch die Gährung, die ſein Tod unter den Barotſe verurſachte, durch deren Gebiet die Straße ſich zog, die Dr. Livingſton einzuſchla⸗ gen ſich vorgenommen hatte, veranlaßte ihn, ſeinen Aufent⸗

hat in Linyanti auf einige Zeit zu verlängern. Dieſe Stadt, welche unſer Reiſender zur Baſis ſeiner künftigen Expeditionen machte, da er einen ſolchen Ein⸗

Novelſen⸗Zeitung.

tender Größe, Namens Chobe. Er gehört zu den Neben⸗ flüſſen des Zambeſi, in den er ſich nach einem ſchlangen⸗ förmigen Lauf von mehr als 200 engliſchen Meilen unter⸗ halb der Stadt ergießt und von ihm wird, die zwiſchen dem 13⁰ und 180 ſ. Br. und dem 180 und 230 öſtl. Länge(von Greenwich gerechnet) liegende Landfläche hauptſächlich be⸗ wäſſert. Der Punkt, wo er in den Zambeſi einmündet, liegt ein wenig unterhalb Leſcheke, wo Dr. Livingſton den Zambeſti zuerſt erblickte. Es war nun ſeine Abſicht, dieſen Strom aufwärts zu verfolgen, bis er ihn in die Nachbar⸗ ſchaft der weſtlichen Seeküſte brachte. Seine Freunde, die Makololo, ſtellten nun eine Frage an ihn, welche der ge⸗ fährlichen Beſchaſſenheit des von ihm beabſichtigten Unter⸗ nehmens ganz angemeſſen war; ſie fragten ihn nämlich: Werden die Weißen im Fall Ihres Todes uns nicht ta⸗ deln, daß wir Ihnen erlaubt haben in ein ungeſundes, un⸗ bekanntes, von Feinden bewohntes Land zu reiſen? Um ihre Befürchtungen zu beſeitigen, machte der Doctor ihnen den Vorſchlag, einBuch bei ihnen zu laſſen, das ſie, wenn er nicht zurückkehre, dem Herrn Moffat überſenden ſollten und das ſie in den Augen ſeiner Landsleute voll⸗ kommen rechtfertigen würde. Das Buch war, wie man leicht vermuthen kann, ein Band ſeines Tagebuchs, und es iſt ſehr zu beklagen, daß ſeine Sorge für den guten Namen der Makololo die Veranlaſſung wurde, daß es für den Schreiber deſſelben verloren ging. Als man nänlich in langer Zeit nichts von ihm vernahm, ſo übergab Sekeletu dieſes Tagebuch einem Handelsmann, der es an Herrn Moffat zu beſorgen verſprach, und ſeitdem hat ſich keine Spur von demſelben wieder auffinden laſſen. Die Be⸗ fürchtungen der Makololo waren ſicher eben ſo ſehr durch das körperliche Befinden ihres Gaſtes, wie durch die Ge⸗ fahren des Landes, das er zu durchreiſen ſich vorgenommen

fluß auf das Volk daſelbſt und den Häuptling erlangt hatte, gerechtfertigt.

hatte, daß er jeden ihnen zu Gebote ſtehenden Beiſtand von ihnen erhalten konnte, liegt an einem Fluſſe von bedeu⸗

(Fortſetzung folgt.)

Miseellen. gutes über die Liebe). Alphonſe Esquirol:

lich den Geiſt! man dazu ſagen?

Die Frau iſt mehr geſchaffen, um ſich lieben zu laſſen, als

um ſelbſt zu lieben; wie die Blumen, die nichts von ihrem Wohl⸗ geruch empfinden, aber ihn Anderen empfinden laſſen. Die Frauen ſind wahre Liebesblumen.

Beauchéne:

Die Frauen wollen lieber Liebe als Hochachtung einflößen; vielleicht haben ſie ſelbſt eine geheime Abneigung für Diejenigen, die nur Hochachtung für ſie empfinden.

Man hat mit Recht geſagt: Wenn Du eine Frau auf eine auffallende Weiſe andern Männern gewiſſe Gunſtbezeigungen gewähren ſiehſt, die ſie Dir

wohl der reinſte als der ſüßeſte Trieb der Natur?

Wie läßt ſie uns nur leben für dasWas wird Wenn die Menſchen einſt frei werden könn⸗ ten von dem Einfluß dieſes Gedankens, welche reine Luft würde in ihre Seele dringen, welche wahren Empfindungen würden ſie erfriſchen!

J. J. Rouſſeau:

Iſt die Liebe an ſich ſelbſt ein Verbrechen? Iſt ſie nicht ſo⸗ Hat ſie nicht einen guten und lobenswerthen Endzweck? Verachtet ſie nicht niedrige und kriechende Seelen? Liebt ſie nicht große und ſtarke

Seelen? Erweitert ſie nicht das ganze Weſen des Menſchen?

Erhebt ſie nicht die Menſchen über ſich ſelbſt? Ach, wenn man, um gut und tugendhaft zu ſein, für die Liebe unempfänglich ſein muß, was bleibt dann für die Tugend auf der Erde übrig? Der

Abſchaum der Natur und die Verächtlichſten der Sterblichen.

lächelnd abſchlägt, ſo kannſt Du daraus ſchließen, daß ſie eine ge⸗

wiſſe Zuneigung zu Dir hat. Sie glaubt immer, daß man ihrem Betragen gegen Dich eine andere Deutung gibt, als den Freund⸗ ſchaftsbezeigungen gegen andere Männer, die ihr gleichgültig ſind. Madame von Staël: In Gegenwart der Sonne und Sterne braucht man nur ſich zu lieben und Eines des Andern werth zu ſein. Aber die Geſell⸗ ſchaft, die Geſellſchaft! Wie hart macht ſie das Herz, wie klein⸗

*) Aus Le Bien qu'on a dit de l'Amour. Bruxelles, 1857(Leipzi A. Dürr.) Cihels

zeigungen mit Frechheit, ſie nimmt dieſelben verſto

Derſeilbe: 3 Die wahre Liebe, immer beſcheiden, entreißt keine Gunſtbe⸗ ſtohlen mit Schüch⸗ ternheit. Geheimniß, Stillſchweigen, ſchüchterne Scham erhöhen und verbergen ihre lieblichen Aufwallungen, ihre Flamme ehrt und reinigt alle ihre Liebkoſungen, Anſtand und Chrbarkeit be⸗ gleiten ſie ſogar beim Genuß, und allein wahre Liebe verſteht Al⸗ les dem Wunſch zu gewähren, ohne der Scham das Geringſte zu entziehen.

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