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ſie in ihr Gemach. Der Papagei hatte ihrem Liebesbegehren nachgegeben und ſich einverſtanden erklärt, daß ſie ihren Freund beſuche; aber er hatte ſie gewarnt, daß ſie vor dem Gerede der Leute ſich in Acht nehme, und hatte ihr Lehren gegeben, wie die Sache geheim gehalten werden könne; wenn aber Said zurückkehre, ſo wolle er ihn mit Lügen täuſchen.—„Wenn der Papagei nun aber Said täuſchen will“, ſo dachte Mahi, als ſie allein ihr Lager ſuchte, „darf ich dann glauben, daß er mir jetzt nichts vorlügt?“
Am fünften Abende trat ſie, wieder geputzt, mit ihrem Mißtrauen vor den Papagei und wollte ihm Vorwürfe machen; der aber rief ihr zu, eilig zu dem Geliebten zu eilen,— freilich aber konnte er nicht umhin, ſie auf eine neue Lehre aufmerkſam zu machen, deren ſie zu dem gehei⸗ men Werk bedürfe, und zur Erklärung dieſer Lehre for⸗ derte ſie ihn auf, ſchnell eine neue, von ihm erwähnte Geſchichte zu erzählen.
Sie verſäumte wieder das Stell-dich-ein und ver⸗ ſäumte es an dreißig Abenden, an deren jedem der Papagei ihr eine oder zwei Geſchichten erzählte, die ſo feſſelnd ſie auf die Liebeswerke ſtets vorbereiten ſollten, daß ſie zur Aus⸗ führung derſelben nimmer kam. Und ſo ſtellten die in⸗ diſchen Gelehrten aus dieſen vielen ſchönen und weiſen Er⸗ zählungen das in der Ueberſchrift genannte Papageienbuch „Tuti⸗Nameh“ zuſammen, das Herr Dr. Georg Roſen(der gegenwärtige preußiſche Conſul in Jeruſalem) aus der tür⸗ kiſchen Bearbeitung für das deutſche Publicum übertragen und kürzlich(Leipzig, F. A. Brockhaus, 1858) heraus⸗ gegeben hat. Dieſer Uebertragung erlaubten wir uns die vorſtehende Einleitung zu entnehmen, um unſere Leſer auf dieſes Seitenſtück zu„Tauſend und Eine Nacht“ und
Dritte Ffolge.
zugleich auf die vortrefflich gelungene, naiv ſchelmiſche
Grazie dieſer Ueberſetzung aufmerkſam zu machen. Das wiſſenſchaftliche Vorwort dieſer Ausgabe belehrt uns zu⸗ gleich, daß wir die Entſtehung der Tuti⸗Nameh im tiefſten
Oſten, in der Wiege indiſcher Phantaſie, in dunkler Vor⸗
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zeit zu ſuchen haben. Schon im Anfang des 14. Jahr⸗ hunderts wurde nach der indiſchen Urſchrift eine perſiſche Nachahmung verfaßt. Koſegarten hat das Verdienſt, in Deutſchland zuerſt auf dieſes Erzeugniß orientaliſcher Poe⸗ ſie aufmerkſam gemacht zu haben. Ein Bruchſtück daraus hat ein bewährter Orientaliſt, Profeſſor Brockhaus, ſchon früher bearbeitet und 1845 als Manuſcript drucken laſſen.
Man wird nun ſicher noch neugierig ſein, wie die Liſt des Papageien geendet hat: ob dem klugen Vogel nicht zuletzt doch der Stoff ſeiner Erzählungen ausgegangen iſt, oder ob die kleine naive Frau nicht am Ende doch ſeine Liſt gemerkt, auch ihm den Kopf abgeriſſen und in den Strudel der Neigungen ſich geſtürzt hat, oder ob vielleicht der verreiſte Gatte noch zur rechten Zeit zurückgekehrt und zum Retter ſeines Vogels wie der Treue ſeines Weibchens geworden iſt. Doch im Intereſſe unſerer Leſer ſelbſt dür⸗ fen wir der klugen Weisheit des indiſchen Erzählers nicht vorgreifen, denn wenn ſie dann begierig nach dieſen orien⸗ taliſchen Erfindungen greifen, würden wir den Hauptreiz ihrer Spannung ihnen geraubt haben.
Nur eine Anekdote wollen wir noch erwähnen. Wenn eine kleine junge Frau im Orient einem jungen hübſchen Mann ein Liebesverſprechen gemacht und dann es nicht ge⸗ halten hat, ſo ſoll ſie ſich ſtets mit ihrem Papagei entſchul— digen. Auch das müſſen wir noch berichten: als Said endlich zurückkehrte(— wir geſtehen alſo ein: er iſt noch zur rechten Zeit zurückgekehrt!) und ſeine Frau durch die ornithologiſchen Erzählungen zwar treu, aber doch ſehr klug wiederfand, da ſoll er geſchworen haben, er wolle lieber nie wieder verreiſen, als daß er ſeiner Frau noch einmal ſo viel vom Papagei erzählen ließe!
Schließlich noch die allerletzte Thatſache, die freilich ebenfalls ein„Tuti⸗Nameh“ ſelbſt nicht erzählt: der kluge Vogel iſt dem jungen Said zuletzt doch noch zum Unglück geworden, man hat ihm mannigfach nach Beſitz und Leben getrachtet, denn alle jungen Ehemänner, die auf lange
hergeſtellt werden, welche einander parallel von einem Ufer nach
dem andern laufen werden, von Guatzacoalca nach Ventoſa und von Vera⸗Cruz nach Acapulco. Ueber Tehuantepek wollten die Südſtaaten der amerikaniſchen Union einen Weg nach der Mün⸗ dung des Miſſiſippi dem Handelsſtrome eröffnen, der von den ca⸗ liforniſchen Häfen und den Inſeln des ſtillen Meeres herkommt,
um auf dieſe Weiſe die projectirte Eiſenbahn von San Francisco nach dem Centrum der benachbarten Republik in Mißcredit zu bringen. Die louiſianiſche Compagnie, welcher die Durchſtichar⸗
beiten auf dem Iſthmus von Panama übertragen worden ſind, iſt nur der Ausdruck dieſes kühnen Gedankens.
Auf der andern
Seite hat ſich eine Unternehmung gebildet zum Bau einer Eiſen⸗
bahn, welche, von den Ufern des mexicaniſchen Meerbuſens aus⸗ gehend, über die Hauptſtadt und die reichſten Thäler von Mexico in Acapulco oder in der Umgegend endigen würde.
gleich wird eine vollſtändige Umwälzung in der Schifffahrt dieſer Gewäſſer eintreten. Nach und nach wird von Valparaiſo bis San Francisco ein ungeheurer Küſtenhandel entſtehen. Schrau⸗ bendampfer werden die Waaren in Acapulco und Ventoſa aufneh⸗ men, um ſie dann nach Süden oder nach Norden zu bringen. Die Entfernungen ſo beträchtlich abgekürzt, wird man das Cap Horn ganz aufgeben. Die viel Raum einnehmenden Gegenſtände oder die Waaren von wenig Werth werden vielleicht fortfahren den al⸗ ten Weg einzuſchlagen, die meiſten ausländiſchen Waaren werden aber den kürzeren Weg einſchlagen.
1 Dieſe dop⸗ pelte Concurrenz würde dem Handel zum Nutzen gereichen. Zu⸗
Theater. Eine Arena⸗Vorſtellung.
Schon mehrfach, und gewiß nicht ohne Grund, iſt über den Verfall der dramatiſchen Kunſt geklagt worden, der durch die Sommertheater, die dramatiſchen Vorſtellungen bei hellem Tages⸗ licht, im Freien, und zwar nicht ſelten unter völlig freiem Him⸗ mel, herbeigeführt worden iſt, und bei längerer Fortdauer dieſes, jede Illuſion tödtenden Zwitterzuſtandes noch ſchlimmer herbei⸗ geführt werden muß; nie und nirgends aber kann ſich dies greller zeigen, als bei einer Vorſtellung, der ich in Baden bei Wien bei⸗ wohnte.
Der Theaterzettel verkündete den Zeitgeiſt, doch nicht die allbekannte Poſſe von Raupach, ſondern ein Localſtück von Haff⸗ ner, das außerhalb Oeſtreich wohl ſchwerlich bekannt ſein dürfte, eine Art Zauberſpiel, das die Wanderungen und Wandelungen des Zeitgeiſtes von dem Ritterharniſch und den Eiſenhandſchuhen an durch fünf Acte bis in den modernen ſchwarzen Frack und die gelben Glacéhandſchuhe verfolgt.
Es war ein trüber, ſtark mit Regen drohender Tag, und es hatten ſich daher in dem Theaterraume der Arena, deren Bühne und Zuſchauerraum völlig unbedeckt waren, nur wenige, verein⸗ zelt in den Ecken umherſtehende Zuſchauer eingefunden.
Deſſenungeachtet begann die Vorſtellung, doch ſchon wäh⸗ rend des erſten Actes fielen einzelne ſchwere Regentropfen, welche die Avantgarde eines ſtarken, bald näherrückenden Armeecorps zu ſein ſchienen.
Unter den drohenden Auſpicien gewaltiger Waſſergüſſe ging der erſte Act zu Ende, und obgleich zum Zwiſchenact nur eine


