er den Käfig des Vo⸗ r und ezählte Alles, befe Feuereifers enngleich durch reinen id oͤffnete.—„Aber jat denn Said, Dein rzlichkeit gegen Dich gegen die Treue iſt Du ſo ſchell einem tt ſei Lob und Preis, d bald heimkommen. ulaſſen— daß ſich ſich betrüben— die und Schande— auf nzen Lande.— Du on dem Erdboden er⸗ tt nicht? und ſchämſt aß Du Dich alf eine
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Nr. 5.] Dritte Scheker ſich wiederum auf, um den Jüngling zu beſuchen; jedoch fiel ihr da Saids Rath ein, und ſie ſprach bei ſich ſelbſt:„Mein Mann hatte mir empfohlen, mit dem weiſen Papagei Raths zu pflegen; von der Muſcharik war gar nicht die Rede. Aus Dummheit habe ich ein ebenſo un⸗ verſtändiges Weſen, als ich ſelber bin, um Rath gefragt und bin dadurch ins Unglück gekommen. Jetzt will ich aber zu dem weiſen Vogel gehen und ihn befragen; denn wenn er etwa auch meinen Beſchlüſſen widerſprechen ſollte, ſo kann ich ihn denſelben Weg, den die Muſcharik bereits gegangen iſt, nachſenden.“
Mit wogenden Gedanken trat ſie nach dieſen Worten unter den Käfig des Papageien und erzählte ihm genau Alles, was ihr begegnet war. Ihre Rede verſenkte den Papagei in ein Meer von Beſorgniſſen, in welchem er hin⸗ und hergetrieben wurde.„O Gott,“ ſprach er bei ſich ſelbſt,„Du kennſt meine Lagel! Rede ich die Wahrheit, ſo verliere ich durch die Hand dieſer Grauſamen das Leben; rede ich aber ihren Lüſten gemäß, ſo bin ich gleichſam ein Helfershelfer bei ihrer Treuloſigkeit, betrüge meinen Wohl⸗ thäter und zeige mich mit der Sünde einverſtanden. Da⸗ mit verdiene ich mir dann ewige Strafe am großen Tage der Vergeltung.“— Nach längerm tiefen Nachdenken wandte er ſich darauf zur Mahi⸗Scheker und ſprach:„Du an der Anmuth Firmament leuchtender Mond— die in der Lieblichkeit Gartenau als Königin thront!— möge Gott Deine Schönheit täglich mehren— und dem friſchen Blu⸗ menbeet Deiner Vollkommenheit liebliche Früchte beſcheren! — Deine Schönheit kann nicht geſtatten— daß unter der Einſamkeit Schatten— Du ſucheſt Raſt— und werdeſt ein Gaſt— im Winkel der Zurückgezogenheit— Du die Perle der Zeit— das ſchönſte der Weiber weit und breit!
— Schon längſt drängte es mich, Dir dies zu ſagen, doch
fürchtete ich, Du möchteſt es übelnehmen; ich ſchwieg daher und ſage es erſt jetzt, wo ſich eine Gelegenheit darbietet. Aber, o ſchöne Gebieterin, weshalb mußteſt Du ſolche, Ge⸗
heimniſſe einem unverſtändigen Weſen, wie die Muſcharik war, mittheilen und ihre Zuſtimmung fordern? Die Mu⸗ ſcharik hatte keine Ahnung vom Weſen der Liebe, und die Wonne inniger Freundſchaft war außerhalb ihrer Begriffe. Es iſt ihr ganz recht geſchehen, daß ſie durch Dich ihren Lohn gefunden hat.— Sie war zugleich ein Läſter⸗ maul und ſehr dumm, ſo daß ich ſchon längſt vermied mit ihr zu reden. Nun iſt ihr verdienter Lohn ihr zu Theil ge⸗ worden! Was aber unſere Angelegenheit anbetrifft, ſo wäre es doch ein großer Fehler, jetzt gleich ohne Ueberzeu⸗ gung zur That zu ſchreiten. Der unbedachten Rede Aus⸗ gang iſt Unglück, ſagt das Sprichwort. Erlaube daher Deinem Knechte, dieſe Nacht gründlich über die Sache nach⸗ zudenken, damit ich Dir morgen Abend über die Pfade der Liebe genügende Belehrung ertheilen und meine Dankbar⸗ keit gegen Dich, meine Gebieterin, beweiſen kann.“— Mit dieſen Worten beruhigte er die Mahi-Scheker, ſo daß ſie von ihm abließ. Dann wandte er die Nacht bis zum Mor⸗ gen an, Liſten auszuſinnen.
Am Abend des folgenden Tags putzte ſich Mahi⸗Sche⸗ ker mit mannigfachen Schmuckſachen und erſchien ſo an⸗ muthig und liebreizend, daß man ſie für ein geiſtiges We⸗ ſen in Körpergeſtalt hätte halten mögen. Mit hundert Tändeleien trat ſie, um die Pfade der Liebe zu erlernen, unter den Käfig und ſprach:„Mein Papagei, Du hochge⸗ lehrter— Du in der Redekunſt einzig bewährter!— ſage mir jetzt den, Rath, den Du mir geſtern verheißen. Was Du Dir ausgedacht— und durch Dein Sinnen zuwege gebracht,— leg' mir's dar— und mach' mir's klar!“— Worauf der Papagei— der Meiſter der Wohlrednerei— aufthat ſeines Mundes Pforte— und ſprach die Worte: „O Mahi⸗Scheker, bevor ich Deinen Wunſch erfülle, habe ich Dir zunächſt drei Dinge vorzutragen. Darauf ſollſt Du wohl Acht haben; ſonſt hoffe nicht auf den Liebesun⸗ terricht— und auch auf den Beſuch bei Deinem Geliebten nicht.— Erſtens: da Du in Liebe zu Deinem Gatten be⸗
Ich kann Thränen weinen über das Sinken dieſes Geſtirns. Wie eine geknickte Blume erſcheint ſie mir jetzt. Noch dieſelbe Maje⸗ ſtät, noch dieſelbe Gluth, noch daſſelbe tiefe Gefühl, aber gepaart mit einer wehmüthigen Reſignation, wie bei Jemandem, der mit ruhig ſanftem Blicke den Abſchied nahen ſieht. Ich kann nicht mehr in die Oper gehen, die letzten Töne der Johanna Wagner ſchneiden mir ins Herz!“
„Machen Sie ſich doch nicht lächerlich! Wer wird denn in Berlin auch nur ſo thun, als beſäße er noch Gefühl! Dort der Mann mit den langen Armen, der Mann mit dem Pathos, der frohen Laune, der weiß eine beſſere Lebensdeviſe! Laſſen Sie ſich einmal von Anton Aſcher, dem Breterhelden des Berliner idealiſirten Bummlerthums vorſingen:„barbiert muß Allens werden,'s wird ruhig fortbarbiert,“ oder in einer beliebigen Va⸗ riante:„verrungenirt muß Allens werden, s wird ruhig fort ver⸗ rungenirt,“ und Sie werden eine andre Weltanſchauung gewin⸗ nen.— Fort mit dem Ideal, fort mit Schiller und Goethe, fort mit dem ganzen Troß der deutſchen Dramatiker,— vive la Fiam- mina! Das iſt doch noch ein Stück, das zwei Intendanten deut⸗ ſcher Bühnen der Ueberſetzung werth gehalten haben! Aber eure Werke, ihr deutſchen Autoren, kaum verlohnen ſie ſich der Mühe eines flüchtigen Durchblätterns. Vor dem Dichter Uchard den Hut ab und den Intendanten Dank, daß ſie dem großen Talente noch immer hülfreiche Hand leiſten. Vive la Fiammina, nicht wahr, Herr von Sorgenlos?“
„Ja wohl, die franzöſiſche Truppe auf dem Königſtädtſchen Theater ſpielt ganz vortrefflich. Und Fiammina, na wenn Sie zehnmal hintereinander mit Waſſerſuppen abgeſpeiſt ſind, ſo ſchlür⸗ fen Sie hinterdrein ſelbſt die ſchlechteſte Bouillon mit Wohlgefal⸗
ſind!“
len. Die drei erſten Acte der Fiammina ſind Waſſerſuppen, der letzte ſchwache Bouillon! Was wollen Sie mehr? Die Franzo⸗ ſen ſind gute Köche, die Deutſchen gute Tiſchredner. Die franzö⸗ ſiſchen Dramatiker geben ihren Gäſten fortwährend und mit Be⸗ rückſichtigung ſteter Steigerung zu eſſen, die deutſchen harangui⸗ ren ſie zuvor mit langen Auseinanderſetzungen und bringen ſchließ⸗ lich den Verſprechungen zum Trotz doch keine gut arrangirte Mahl⸗ zeit. Nehmen Sie exempli causa Gutzkow's„Ella Roſe,“ einen der Fiammina verwandten(²) Stoff. Mit welchem Raffinement trägt Gutzkow ſeine Gerichte auf! Der erſte Act iſt Mockturtle⸗ ſuppe— ſehr annehmbar. Der zweite Ragout fin. Halt, denkt Gutzkow, Ragout fin kann nicht jeder Wirth vorſetzen, alſo Act drei dito Ragout fin. Die Gäſte, ſchon etwas verſtimmt, be⸗ kommen im vierten Acte Fricaſſee mit Morcheln. Jetzt, denken ſie, wird der Wirth zum Schluſſe noch ein gut Stück Braten ge⸗ ben. Aber weit gefehlt, es folgen Knackmandeln, die— hohl
„Geehrteſter, Sie ſind ſo vertieft, daß Sie beinahe die Mut⸗
be aller Bühnenmütter, Frau Charlotte Birch⸗Pfeiffer, umgerannt ätten.“
„Sehen Sie, das iſt noch eine Köchin, immer hausbacken,
aber ſie findet ihre zufriedenen Gäſte. Ihre„Waiſe von Lowood“
von A bis Z nichts als dicke Erbſen mit Pökelfleiſch, das Don⸗
nerstagsgericht der Berliner. Die„Lady von Worsleyhall“— Sauerkohl mit Speck. Und die„Grille“— Sauerkohl und dicke Erbſen mit doppelter Pökelfleiſchbeilage. Sie ſind kein Freund von dicken Erbſen und Sauerkohl, drum mögen Sie auch die Birch⸗Pfeiffer'ſchen Gerichte nicht verdauen.— Da fällt mir plöͤtzlich ein: vor einiger Zeit habe ich im Eiſenbahnwaggon


