Drum laß Deine milden Weihen, Dodona, umrauſchen mich:
Daß erwachen die Schwäne der Seele Daß ſie dankend umrudern Dich!
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Zedicht von C. Schultes.
„ Zum neuen Jahre.
.. Thema.
Dreifach iſt der Schritt der Zeit:
Zögernd kommt die Zukunft hergezogen, Pfeilſchnell iſt die Gegenwart verflogen,
Ewig ſtill ſteht die Vergangenheit.
Schilker: Spruch des Confucius.
Gloſſe.
Was wir thun und was wir denken,
Iſt ein Ringen nach dem Ziel,
Ein Erſchaffen und Verſenken— Rieſenhaftes Kinderſpiel.—
Was dem Menſchenherzen theuer,
Flieht wie Schatten an der Wand,
Und die Zeit, das Ungeheuer,
Schlingt hinab den ganzen Tand.
Zukunft, Sein, Vergangenheit,
Dreifach iſt der Schritt der Zeit.—
Noveſſen⸗Zeitung.
[IV. Jahrg.
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Wird der ſtarre Winter ſchwinden,
Werden Roſen wieder blüh'n;
Werden wir die wieder finden,
Die mit uns durch's Leben zieh'n?
Ach, der Himmel iſt ſo ferne,
Stets verſchloſſen bleibt ſein Mund,
Selbſt das goldne Buch der Sterne
Gibt uns keine Antwort kund.
Aufſchluß bringt die Zeit auf trägen Wogen; Zögernd kommt die Zukunft hergezogen.
Schaffen ſoll der Menſch im Leben,
Nützen was ein Gott ihm gab;
Keinem ward noch Ruh' gegeben,
Bis er ruhte in dem Grab.—
Wer nicht für die Zeit muß ſorgen,
Sorge für die Ewigkeit; 3 „Heute“ iſt ein halbes„Morgen“,
Und der Freude folgt das Leid.
Wahr' das Glück, iſt's Dir gewogen: Pfeilſchnell iſt die Gegenwart verflogen.
Den Gedanken ſchon bedenke,
Wandle nicht der Rache Pfad;
Ob ein Gott ſie ſelber lenke,
Ungeſcheh'n iſt keine That.
Was die Liebe hat vollendet,
Was der ſtarre Haß erdacht,
Wird vor Gottes Thron geſendet,
Bis der Tag des Zorns erwacht.
Was gethan, verſöhnt nicht Reu' noch Leid, Ewig ſtill ſteht die Vergangenheit!
Siltfichkeit in der Religion der Sclavenhatter.
Unnter obiger Ueberſchrift theilt ein nordamerikaniſches Blatt folgendes Schreiben eines Correſpondenten mit.
Während meines Aufenthalts in einer unſrer ſüdlichen Städte
ſtiſchen Episkopalkirche in Koſt und Wohnung, der aufrichtig,
ernſt und gewiſſenhaft erſchien und deſſen ganzes Aeußeres, ſo wie ſein Anzug, Zeugniß ſeines geiſtlichen Standes ablegte. Es war aber ein Sclavenhalter, war es ſeit vielen Jahren und ſchämte zu ſeiner Schande ſich deſſen nicht. Zuweilen hielt er Familienan⸗ dacht, zuweilen nicht, wie es der Zufall fügte. und ſchimpfte er ſtatt deſſen auf ſeine Sclav der, wie ich vermuthe, dem allwiſſenden Hörer der Gebete eben ſo lieb und theuer wie dieſer Geiſtliche war. den in einer Mutter, die etwa funfzig Jahr alt war, und deren acht Kindern, von einem etwa 21 jährigen jungen Manne bis zu einem dreijährigen Kinde herab. Kinder ſehr gemiſchter Sorte, von dem wollköpfigen Afrikaner bis zur Schönheit der Quarteroner..
„Sind das Ihre Sclaven?“ fragte ich meinen geiſtlichen Hausberrn kurz nachber, als ich ſein Koſtgänger geworden war. Ja,“ antwortete er.
„Sind Alle Kinder Ihrer Sclavin?“
„Za⸗ 0
„Sie hat alſo einen Mann?“ bemerkte ich. „Nein.“.. „Sie hat aber früher einen gehabt?“ fuhr ich fort.
Die Frau war eine Mulattin, ihre
Zuweilen zankte claven, von denen ein je⸗ ters, und mit einem ſehr verſtändlichen Lächeln fügte er hinzu:
Seine Sclaven beſtan⸗
„Ja,“ ſagte er und fügte hinzu:„Vor wenig Jahren habe ich ihn verkauft.“
„Was, ſie hat ſo viele Kinder und keinen Mann mehr?“
„Ja; das ſchadet nichts.“
„Doch wie gebt das zu,“ ſagte ich,„der älteſte Sobn iſt ganz
5— neS es ir nſr. te ſchwarz und das kleine Mädchen dort iſt faſt ganz weiß?“ begab ich mich bei einem ehrwürdigen Geiſtlichen der methodi⸗
Ou.
ſagte er,„den Sohn hatte ſie von dem ſchwarzen Manne, doch das kleine weiße Mädchen hat ſie von einem weißen Manne, an den ich ſie im Hötel vermiethet hatte.“.
„Was, ein weißer Mann beſchimpft Ihre Sclavin in einem Hötel in ſolcher Art?“ ſagte ich und fuhr fort:„Hatten Sie nicht Luſt, den Elenden gerichtlich zu verfolgen, der ſie verführte?“
„Nein,“ lautete die Antwort des ehrwürdigen Sclavenhal⸗
„D,
„Das weiße Mädchen wird viel theurer bezahlt werden als die übrigen.“
Eine Lebensgefährtin geſucht. 1
Kürzlich ſtand in einer engliſchen Zeitung folgende Anzeige: „Ein Witwer, 40 Jahr alt, von gefälligem Aeußern„Vor⸗ ſteher einer Fabrik von Metallwaaren, ſucht zur Lebensgefährtin eine Jungfrau oder Witwe mit einem Vermögen von fünf⸗ bis
ſechshundert Pfund.— Im Fall der Noth wird er ſie auch—
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