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V. Jahrg. Nr. 2.
1 4 ehinauf, um Baanca ſtill trat, beleb⸗ ter Schimmer
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Schreiteſt als Prieſterin; In Deiner Nähe Gnade Leuchten die Erdenpfade, Ringt ſich empor der Sinn.
Seit Du mein Herz erkannteſt, Mild ſeine Gluthen bannteſt— Ringt es geläutert rein
Ueber dem Wandelbaren
Nach dem unendlich klaren, Mangellos ſchönen Sein.
3. Ich ließe das Wort gewähren: „Dein Reich es komm'!“
Wenn alle die Herzen wären Wie Du ſo fromm!
Sie trügen im lautern Sinne Das Wort als Geiſt; Wir würden des Reiches inne, — Bei Dir zumeiſt!
Doch ſiehe, die Prieſter geben Das Wort als Stein:
Drum mangelt dem großen Leben So Brod als Wein!
Es machen falſche Propheten Das Volk nicht fromm,
Und Du wirſt vergeblich beten: „Dein Reich es komm'!“
4.
Sterne ſinken in das wilde Meer, Dichte Nebel wogen drüber her;
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Schiffe treiben leck und ſteuerlos, Ewig läſtern iſt des Meeres Schooß!
Bleibe bei mir; andre Sterne all' Möchten ſinken in der Wogen Schwall; Leuchte Du mir, Stern, der Du mir biſt— Wenn den Kompaß dieſe Bruſt vermißt! Wenn der Nebel dichter wiederkommt, Kein Gebet und keine Klage frommt; Wenn die Seelen leck und ſteuerlos—
Ewig lüſtern iſt des Meeres Schooß!
5.
Ach, wir in dem Weltgewirre Verlieren alle die Spur, Wir gehen all' in der Irre Und ſuchen nur!
Dodona, Du haſt dies Eine
Erkannt— und Du zürnſt mir nicht, Daß ich rufe im Dämmerſcheine
Nach Licht, nach Licht!
6.
Wenn leiſe das Herz umrauſchen Die Fluthen der Melodie,
Dann erwachen am See der Seele Die Schwäne der Poeſie.
Dann ſteigen der Bruſt Gefühle
An der Sprache erſehntes Land— Wie einſt ſich die Schaumgebor'ne
Dem Schooße des Meers entwand.
welchem der Erſchrockene ſaß, der, wie man weiß, zu jener privi⸗
legirten Menſchenclaſſe gehörte, vor welcher kein Held groß er⸗ ſcheint....
Wir ſagten, er ſei ſo glücklich geweſen, eine Piſtole auf einen Franzoſen abzuſchießen, und wohl durfte dies als ein Glück be⸗
trachtet werden, da es bei den Nichtcombattanten ſchon für einen hohen Beweis des Muthes gelten konnte, auf ſolche Weiſe Pul⸗
ver zu riechen.
Der kronprinzliche Herr Kammerdiener that ſich denn auch auf dieſen Schuß nicht wenig zu Gute und wußte denſelben in der Schlafrocksperiode gegen ſeinen Gebieter in ein ſo vortheil⸗ haftes Licht zu ſtellen, daß derſelbe ſeinen Bitten nachgab und bei dem ruſſiſchen Kriegsminiſterium den Antrag ſtellte:
Dem Herrn N. N., der Perſon des Kronprinzen attachirt(ja wohl, ſehr attachirt), zur Belohnung des Muthes, den er bei einem
feindlichen Ueberfall bewieſen, einen Orden zu ertheilen.
Auf ſolche Weiſe bevorwortet, mußte das Geſuch natürlich erfüllt werden, nur wußte man im ruſſiſchen Miniſterium nicht, welchen Orden man dem Herrn geben ſollte, der, allem Anſchein nach, dem Kronprinzen ſehr nahe ſtand. dem Punkte, den Annenorden erſter Claſſe zu decretiren, da fand ſich zufällig ein Officier, der die Stellung des Attaché's genau kannte, und nun wurde ohne alle Umſtände der Wladimir vierter Claſſe, ohne Schleife, expedirt.
Man denke ſich den Scandal, wenn der Kammerdiener, mit
einem Ordensſterne auf der Bruſt bei Tafel aufwartend, hinter
dem Stuhle ſeines Gebieters geſtanden hätte! a.
Das Waſſergrab der Hindu's.
Ein Reiſender in Indien ſagt:
„Ein ſehr trauriges und ſehr widriges Schauſpiel, auf das indeß in dieſem Lande Niemand achtet, ſind die Leichen, welche be⸗ ſtändig den Ganges herabſchwimmen. Man trifft deren jeden Augenblick.
Die Hindu's betrachten es als ein großes Glück, ihr Grab in den Fluthen des Ganges zu finden, des heiligſten und am höchſten verehrten von ihren ſieben heiligen Flüſſen. Hat man genug Geld, dies Glück erkaufen zu können, ſo läßt man die Leichen ſei⸗ ner Eltern, Verwandten oder Freunde zu einer der Pagoden bringen, die an dem Ufer des Fluſſes liegen. Ueber dem Fluſſe ſelbſt befindet ſich hier eine kleine, etwas erhöhte Plattform. Die Brahminen errichten auf derſelben einen Scheiterhaufen, deſſen Holzart und Größe im Verhältniß zu dem Rang und Reich⸗ thum des Verſtorbenen ſtehen; man legt die Leiche auf den Holz⸗
ſtoß und zündet dieſen nach Vollbringung einer Menge von Ce⸗
a remonien an. Eben war man auf
Dann werden die Aſche und die Ueberreſte der Knochen, ſehr oft aber der nur halbverbrannte Körper in den Fluß hinabgeworfen. In Benares und Delhi werden die Leichen ge⸗ wiſſenhaft verbrannt, in Calcutta aber ſparen die Brahminen das Holz zu ſehr und betrügen ſo die Gläubigen gewiſſermaßen um ihr Geld.
Die armen Hindu's werden der Wohlthat des Verbrennens beraubt; man wirft ſie ganz einfach in den Fluß.“ d.


