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1 Jahrg.
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Zweig mit ſeiner Spitze den Weg in eine ſchlecht verwahrte Fuge zwiſchen Stein und Fenſterrahmen gefunden und ſich nun in der Zimmerwärme im Lauf der Jahre luſtig aus⸗ gebreitet mit neuen Trieben und üppig glänzenden Blät⸗ tern. Seit der Fürſt zum letzten Male hier geſeſſen, durch den Tiſch von Dorothea getrennt, war der von außen her⸗ eingewachſene Epheuzweig prachtvoll gediehen— und ihm
fiel auf einmal ein, daß er ſich einmal ein beſonders ſchö⸗„pauvres Allemands“ als Autorität an, nämlich in der Muſik. V
nes Blatt gepflückt und ſorglich aufbewahrt; wo war das
jetzt? Das hatte er doch vergeſſen!
(Fortſetzung folgt.)
Aus dem neuen Paris. Von Albert Wolff.
Der Boulevard du Temple.
Die Anſchlagszettel der kleineren pariſer Bühnen glei⸗ chen heutzutage den bunten illuſtrirten Annoncen unſerer deutſchen Kunſtreitergeſellſchaften. Man begnügt ſich ſchon nicht mehr damit, durch bunte vielfarbige Anſchlagszettel, welche einige Aehnlichkeit mit einem Harlequin haben, die Aufmerkſamkeit des Publicums auf ſich zu ziehen; einzelne Theater, wie das Ambigu Comique, in welchem trotz des freundlichen Namens nur Schauerdramen dargeſtellt werden, geben ſogar einen in den Terxt gedruckten Holzſchnitt zu, welcher das Hauptkunſtſtück des Abends darſtellt. Le
naufrage de la Méduse heißt das alte Drama, welches das Ainbigu kürzlich wieder faute de mieux hervorſuchte und welches mit einem lebenden Bilde nach dem bekannten Ge⸗ mälde Gericault's, der Untergang des Schiffes„la Mé-
Dritte folge.
quse,“ ſchließt. Dieſer Schlußeffect iſt nicht allein en mi— niature auf dem Zettel abgedruckt, ſondern er prangt auch noch Abends zwölf Schuh groß als Transparentgemälde vor dem Theater ſelbſt. So weit haben es unſere deut⸗ ſchen Bühnen doch noch nicht gebracht! La pauvre Allemagne! Nur in einem Punkte erkennen die Franzoſen uns
Die hervorragenden Concerte im Conſervatoire haben unſere deutſchen Symphonien ſchon ſeit langen Jah⸗ ren in der pariſer feinen Welt eingebürgert. Bei der Maſſe hat freilich Meyerbeer in ſeiner Eigenſchaft als deutſcher Muſiker mehr für die Achtung der deutſchen Muſik gewirkt,“ als Beethoven und Mozart zuſammen! Hat doch ſelbſt die große Oper nach dem Freiſchütz kein anderes Werk Weber's zur Aufführung gebracht und dem dritten lyriſchen Thea⸗ ter die Sorge überlaſſen, den Pariſern Oberon vor⸗ zuführen.
Oberon, un des grands succès du moment fügt die Direction hinzu, um unſern Weber beſſer bei dem pariſer Boulevard⸗Publicum einzuführen. Aber ſo ſind die Fran⸗ zoſen! Bei ihnen zählt nur der„moment’; dieſen erhaſchen und benutzen ſie mit der ihnen angeborenen Behendigkeit.
Das Théatre Lyrique, in welchem dieſes succès du mo- ment heute Abend gegeben wird, liegt auf dem Boulevarcdh du Temple, fern von dem Centrum der pariſer Intelligenz, und verdankt Alexander Dumas ſeine Entſtehung. Alexan⸗ der wollte ſein eigenes Theater haben, und der Herzog von Montpenſier verſchaffte ihm die Conceſſion. Das Thea⸗ ter ſollte den Namen des hohen Protectors tragen, aber noch vor der Vollendung wurde es in Théatre Historique umgetauft, wie man ſagt auf Befehl Ludwig Philipps, welcher den Namen ſeines Sohnes nicht in einem zweifel⸗ haften Theater⸗Unternehmen compromittirt ſehen wollte. Der Vater ſah mit Recht ein, daß der Prinz eventuell die Ehre des Théatre Montpensier retten müſſe, und le roi
FSels führte Frau von Letten zu einem Seſſel, indem er ſie in ſcherzendem Tone um Erlaubniß bat, ihr das Feſtprogramm erklären zu dürfen.
Madame Kronau ſagte bei der Begrüßung Letten's:„Ich muß Ihnen durchaus, ehe wir leſen, einige anerkannte junge Talente vorſtellen, flügelſchlagende junge Aare, die ſich in den Strahlen Ihres Dichterglanzes zu ſonnen begehren.“
„Soll wirklich noch geleſen werden?“ fragte der Verfaſſer der Neckarnixe, ohne auf die eigentliche Rede der Dame zu ant⸗ worten, mit allen Zeichen des Schreckens,„das Leſen iſt alſo nicht bereits vorüber?“
„Nein, wir warten auf Sie. Uebrigens ſollen nur einige Acte aus dem Trauerſpiel„die Guillotine“ geleſen werden. Der talentvolle Verfaſſer ſchenkte mir zwölf Exemplare. Sein Werk iſt ſehr intereſſant, Fein war ganz entzückt davon. Während des Soupers will uns der Dichter des„Kanonendonners“ einige ſeiner Verſe vortragen.— Ich hole die Beiden!“
Sdiie rauſchte hinweg. Valerie ſagte lachend:„Aber machen Sie doch kein ſo komiſch ärgerliches Geſicht! Ich konnte dieſen Schlag nicht abwenden, doch ſagen Sie nur, was ich ſonſt für Sie thun kann. Es regt ſich ein gewiſſes Mitleiden in meiner Seele mit Ihrer ſichtlichen Qual.“
„‚Nun dann— verbergen Sie mich in dem entfernteſten 35 damit ich nicht leſen höre, und— verlaſſen Sie mich nicht.“
Sie nickte ſchelmiſch und wandte ſich ab, denn die Frau vom
Hauſe kam eben mit den jungen Aaren, die ſich bei der Vorſtellung
benahmen, als ob ſie ſich ſchwer gegen das Einfangen geſträubt.—
Da Herr von Letten die unverkennbare Abſicht zeigte, es bei einer Verbeugung bewegen zu laſſen, fragte der Verfaſſer des„Kanonen⸗ donners“ lebhaft:„Haben Sie die Guillotine meines Freundes geleſen?“
„Bedaure ſehr— Ueberhäufung von Arbeiten“—
„Frappantes Sujet, gewaltiger Stoff.“
„Zweifle keinen Augenblick!“
„Offenbares reiches Talent für die Tragödie. beneidenswerthe Zukunft!“
„Bitte, lieber Freund!“ fiel hier der beſcheidene Tragödien⸗ dichter ein,„wer ſo wie Du überwältigende Verſe gleichſam im Traume niederſchreibt, hat wahrlich keine Urſache mich um meine Zukunft zu beneiden! Laſen Sie den„Kanonendonner,“ Herr von Letten?“ 8.
„Noch nicht!“
„Was arbeiten Sie jetzt?“ Meine nächſte Arbeit wird das Zu ja Ihre Guillotine leſen!“
„Ich gab ſie ungern heraus. gleichen Privatkreiſen.“ 8
„Vollſtändig Ihrer Meinung! Man müßte Madame Kronau zu bewegen ſuchen“—
„Bitte— Sie ſind ſehr freundlich— aber die Leute leſen nun einmal ſo raſend gern, man darf ihnen nicht dies Vergnügen nehmen. Ich opfere dieſer Rückſicht allein mein Stück⸗ „Unendlich gütig und liebenswürdig!“— D
ſich Letten kurz und
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Glänzende
hören ſein. Man wird
Man lieſt zu ſchlecht in der
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emnin amit verbeugte überließ die jungen Aare ihrem Sc ickſale.


