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Nr. 26.]
La Bruyere, der Charakterzeichner, wurde für zwei⸗ unddreißig erwählt. Man dachte damals im Jahre 1693 ſo wenig an ihn, daß in Paris folgendes Epigramm in Umlauf kam:
„Du gutes Volk, ſei nicht empört, Ruft man auf dieſen Sitz ihn her,
Weil doch zur Vierzig Null gehört, Und dieſe Null iſt La Bruyere.“
Laharpe, der Grammatiker, deſſen Rechtlichkeit man mit Recht oder Unrecht angefochten hat, erhielt den ſechs⸗ unddreißigſten Platz. Unter andern Epigrammen curſirte auch das für ſeine Collegen nicht ſehr ſchmeichelhafte:
„Als letzter Schimpf ſtrahlt das Genie Laharpe's jetzt der Akademie.“
Jetzt gehört der Sitz Lamartine.— Conrart, der Gründer der Akademie, nahm den Stuhl achtund⸗ dreißig ein.
Der letzte der vierzig Fauteuils wurde durch den großen, unſterblichen Cuvier geziert. Der Mann der Zeit, der ehrliche Dupin löſte ihn darauf ab.
gedichte von C. Schultes.
Aus:„Verklungene Weiſen eines fahrenden Muſikanten.“
Ob das Glück mir einſtens lachte.
Ob das Glück mir einſtens lachte, Da wo meine Wiege ſtand?
Laßt es immer mich verſchweigen, Bin ein armer Muſikant.
Dritte folge. 1
Meine Geige kann nur weinen, Dennoch ruft ſie auch zum Tanz; Iſt das Herz mir auch zerſprungen, Ihre Saiten ſind noch ganz.
Tanzt und jauchzt, und hüpft und ſpringet, Liebt in ſüßer Harmonie;
Nur zu bald pauſirt die Freude,
Und der Schmerz wird Melodie.
Einſtens ſchwelgt' auch ich in Liebe, Wußte nichts von Leid und Noth,— Nur mein Spiel iſt treu geblieben Und die Hoffnung auf den Tod.
Schenkt mir immer eine Gabe, Daß ich zieh' in fernes Land, Wo verlaſſen und vergeſſen Stirbt der arme Muſikant.
Der rechte Ton.
Im Waldesherzen, wo die Nacht Aufſaugt in Luſt des Lichtes Pracht, Wo Sonnengluth im Kuß ſich kühlt, Hab' ich den„rechten Ton“ gefühlt. Am Eichenſtamm gelehnt in Ruh', Den Herzſchrein auf, die Augen zu, Halb lebend, halb im kühlen Grab, Drang mir der Ton ins Herz hinab. So fällt hoch aus des Himmels Mund Ein Stern hinab zum Meeresgrund; Es war ſein holdes Lieb' die See, Zog ihn herab aus ſtiller Höh'.
allen Gattungen Gemüſe, vom gewaltigen Kürbis bis zum win⸗ zigſten Radieschen. Dieſes bunte Gemiſch der verſchiedenartigſten Gegenſtände iſt mit Gold, Statuetten, Engeln und Heiligen untermengt, was die eigenthümlichſte Wirkung hervorbringt.
Im Innern der Kirche ſind verſchiedene Altäre gleich ver⸗ ſchwenderiſch mit den verſchiedenſten und bunteſten Zierrathen bedeckt.
In der ganzen Stadt begegnet man mehr oder minder zahl⸗ reichen Gruppen von Indianern, welche in die Tracht ihrer ver⸗ ſchiedenen Stämme gekleidet ſind; bei einigen tragen Männer und Weiber, nach peruaniſcher Sitte, Kränze oder Kronen von bunt⸗ ſchillernden Federn; Leopardenfelle ſind über ihre Schultern ge⸗ worfen, und um den Leib tragen ſie zierliche Federgürtel.
Dieſe wilden Kinder der Natur durchziehen, mit ihren Bogen bewaffnet, alle Straßen der Stadt und führen bei dem Klange ihrer einfachen Inſtrumente ihre Nationaltänze auf, was denn überall eine große Menge Neugieriger herbeilockt.
Andere Stämme haben ihre langen, weißen Gewänder bei⸗ behalten, als wollten ſie dadurch das Ebenholz⸗Schwarz, mit dem ſie ſich die Geſichter färben, noch mehr hervorheben. Alle aber tragen den Federgürtel von ausgezeichneter Arbeit; einige fügen noch leichte Flügel, wie die natürlichen eines Vogels, hinzu; die meiſten tragen in den Händen Flöten von verſchiedener Größe, deren Einklang ſehr angenehm und harmoniſch iſt, obgleich ihre Melodien einen melancholiſchen Charakter tragen.
Die Komitker dieſes Feſtes tragen große Papierhüte, ge⸗ ſchmückt durch rieſengroße Federn, und bedecken ſich das Geſicht mit Masken, welche Köpfe von Wölfen, Bären oder Affen dar⸗ ſtellen. Andere haben ſich mit alten Hofkleidern oder abgetragenen
Uniformen geſchmückt; ſie reiten auf Leoparden, Büffeln, Drachen
u. ſ. w. von Pappe, die ſie ſelbſt auf den Hüften tragen, während
künſtliche Beine an beiden Seiten herabhängen und ihre eigenen
durch Decken verſteckt werden, die bis auf die Erde reichen. Während der Nacht werden auf mehreren Plätzen der Stadt
Freudenfeuer angezündet, bis die Menge, trunken von Wein,
Zänkereien und Prügeleien, endlich durch Erſchöpfung oder Ueber⸗ ſättigung daran gemahnt wird, ihre Wohnungen aufzuſuchen. a.
Literatur.
Ralph Waldo Emerſon. Engliſche Charakterzüge. Aus d. Engliſchen von F. Spielhagen. Hannover, C. Meyer. 1857.
Ralph Waldo Emerſon gehört wohl unbeſtritten zu den größten jetzt lebenden Geiſtern der amerikaniſchen Union und iſt auch bereits in Deutſchland durch die allgemeine Theilnahme, welche ſeige Werke namentlich ſeine Representative Men(Dürr's Gotlection of Standard American Authors vol. 22) gefunden haben, bekannt geworden Sein neueſtes Werk ſind die„English
traits“ wovon Obiges eine gediegene Ueberſetzung iſt. ECmerſon gibt in dieſem Buche eine Apologie des engliſchen National⸗
charakters, der Sitten, Fähigkeiten, Geſchichte und Inſtitutionen
des engliſchen Volkes, die zwar von der wärmſten Begeiſterung
für daſſelbe eingegeben iſt, die aber der Wahrheit nie aus dem Wege geht, die mit einer Schärfe und ſo gediegener Urtheilskraft gepsart iſt, wie ſie nur ein Beobachter haben kann, welcher ſich


