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Nr. 26.)
Volkswitz, daß dieſe vierzigmal 2000 Fres. der Fonds waren, der zur Straßenreinigung angewieſen war.
Die Arbeit begann; man ſtellte zuerſt unter den Au⸗ toren Autoritäten für Poeſie und Proſa auf, um nach ihnen die Claſſicität der Ausdrücke zu beſtimmen. Dreien wurde ſogar die doppelte Ehre zu Theil, daß ſie als Au⸗ toritäten in Poeſie und Proſa angeſehen wurden, dem Car⸗ dinal du Perron, Desportes und Malherbe. Montaigne dagegen, obgleich als claſſiſch anerkannt, wurde viel zu wenig benutzt.— Die Beiträge wurden gratis eingelie⸗ fert; ſo kam es, daß die thatkräftige Akademie außeror⸗ dentlich langſamen Fortgang mit ihren Arbeiten hatte. Bois⸗Robert war ſchon ein alter Mann, als der Buch⸗ ſtabe F noch nicht vollendet war, und rief aus:
„Zweimal müßt ich ein Neſtor werden, Erlebt ich noch das G auf Erden.“
Endlich nach 56 ſchweren Jahren kam die erſte Aus⸗ gabe des Wörterbuches 1694 zur Welt, erfuhr eine wenig veränderte und gar nicht verbeſſerte Auflage 1718 und 4 andre Auflagen bis 1836. Neuerdings iſt eine Ergän⸗ zung, ſo dickleibig wie das Wörterbuch, erſchienen und ver⸗
Dritte folge.
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abwägen zu ſehen. Darum aber waren ſie gerade die geeigneten Leute für dieſe Arbeit. Sie waren die Kär⸗ ner, die zu thun hatten, ehe die Könige bauen konnten, und die franzöſiſche Sprache verdankt ihre Reinheit, ihren Schliff, ihre unverkennbare Eleganz der Akademie, und zwar dem peinlichen, vorſchriftsmäßig gewickelten Zopf der Akademie. Daß dabei auch manche Albern⸗ heit mit unterlief, iſt bei einer Geſellſchaft von 40 Gelehr⸗ ten begreiflich. Hat man doch über das Heimathsrecht der unſchuldigen Partikel„car“ geſtritten; klagte doch auch Fontanelle bitter über dieſen Puritanismus, und Menage verlor ſeinen Sitz, als er in zierlichen Verſen
Nicot von Tabak's Gnaden, Calepin, Ouden und Es⸗ trenne als demüthige Bittſteller vor den Akademikern ein⸗ führte, die ihre Lieblingsausdrücke ſchonungslos verbann⸗
ſtattet endlich Tauſende von bekannten und techniſchen
Ausdrücken, denen die Puritaner von ehedem die claſſiſchen
Spalten verſchloſſen.
Das Wörterbuch der Akademie iſt das einzige ver⸗ diente und bedeutende Werk der gelehrten Körperſchaft, die zwei Jahrhunderte die Fauteuils Ludwigs des Vierzehnten gedrückt hat. Es fehlte der franzöſiſchen Sprache an jeder einheitlichen Unterlage; im Norden, im Süden, im mittle⸗ ren Frankreich war der Unterſchied in der Rechtſchreibung,
ten.„Wären die Herren von der Akademie,“ ſagt Diderot, „etwas ſorgſamer bei ihren eignen Erklärungen und weni⸗ ger ſorgſam um die franzöſiſche Sprache geweſen, ſo wäre das Publicum in beider Richtung beſſer gefahren.“ Ei⸗ nige Begriffsbeſtimmungen ſind über die Maßen abſurd. Man ſagt, die Akademie wäre im Begriff geweſen, folgende Erklärung über den Hummer aufzunehmen:„ein kleiner, rother Fiſch, der rückwärts geht.“„Meine Herren,“ rief
Furetiere aus, als der Secretär gerade dieſe erleuchtete
Beſtimmung regiſtriren wollte,„die Definition iſt zwei⸗ felsohne höchſt genial; aber ſie läßt drei Einwürfe zu.
Zuerſt iſt das fragliche kleine Thier kein Fiſch; dann iſt es nur roth, wenn es gekocht iſt; und drittens geht es vor⸗
wärts, wenn auch nur in ſehr beſcheidenen Schritten.“
in der Ausſprache, in den Ausdrücken zu bedeutend. Hier
litt die Sprache an Auswüchſen, dort mangelte es ihr an Folgerichtigkeit. Es iſt wahr, die Akademiker waren Pe⸗ danten, die eine Fluth von Späßen über ſich ergehen laſ⸗
ſen mußten; es mag dem unbefangenen Menſchen komiſch
vorgekommen ſein, vierzig Sylbenſtecher die Buchſtaben
Nächſt dem bekannten lucus a non lucendo wäre dieſe Er⸗ klärung die genialſte; doch in der Philologie iſt kein Ding unmöglich, nicht das Erhabene, nicht das Lächerliche.
Wir waren noch bei Richelieu. Am 2. Januar 1635 wurde das Patent für die Akademie unterzeichnet. Peter Seguier, der Kanzler, drückte das Siegel bei und bat um einen Sitz. Montmart, Requetenmeiſter, du Chastelet,
Wie man aber ſieht, iſt dieſes Verfahren kein eigentliches Pfropfen, ſondern ein angenehmer Betrug, und nur ſolche Gärtner, die ihr Geheimniß nicht verrathen wollen, geben es gegen Unkundige, welche eine ſolche Seltenheit anſtaunen, dafür aus.
Hat man zu dieſem Kunſtſtücke eine Roſen⸗Art gewählt, welche mit dem Pomeranzenbäumchen zu gleicher Zeit blüht, ſo macht dieſe Doppelflor einen unvergleichlichen Effect.— Statt der Roſen kann man auch ſpaniſches Geniſte, Pafſionsblumen, Lonicera sempervirens, Glematis florida, Lantanen, Granaten, Jasmin⸗Arten, Oleander, Feigen und andere Holzpflanzen, die ſich wegen ihres ſchlanken Wuchſes leicht durch die Stamm⸗ Röhre des Pomeranzenbaumes ziehen laſſen und mit ihm ziemlich zu gleicher Zeit blühen, zu dieſem Experimente nehmen. Auch die Baumnelke läßt ſich dazu benutzen, wenn man ihr die Blätter vorher ſtutzt und bei dem Durchziehen mit gehöriger Vorſicht ver⸗ fährt.
Hängende Ampeln.
Man will nicht nur Fenſter und Wände mit künſtlich ge⸗
zogenen Pflanzenformen ſchmücken, auch die Decke des Zimmers
ſoll geziert ſein. Geſchmackvoll gearbeitete Ampeln von Por⸗ zellan, Thon oder Holz(die beiden letztern am beſten bronzirt), über deren Rand die Kinder der Flora ihre zarten, ſchlanken Zweige in zierlichen Beugungen herabhängen laſſen, ſind ein rei⸗ zender Schmuck des Zimmers. Leider gerathen die Hänge⸗ Ampeln nicht immer, wie wir es wünſchen, indem viele der dazu eeigneten Pflanzen gewöhnlich empfindlicher Natur ſind und da⸗ her in kurzer Zeit vom Rauche, Staube oder, was wohl in den meiſten Fällen die Urſache ihres Verderbens ſein mag, von Mangel
zu empfehlen: Cephablis capitata,
an hinlänglichem Licht leiden. Daher iſt zu rathen, daß man die Ampeln nicht in die Mitte der Zimmerdecke, ſondern mehr nach den Fenſtern zu anbringe. Auch dürfen die Ampel⸗ pflanzen niemals unmittelbar in die Ampel eingepflanzt werden, ſondern ſie müſſen in einem gewöhnlichen, flachen Blumentopfe eingepflanzt ſein, mit welchem ſie in die Ampel zu ſtellen ſind; damit aber das Waſſer freien Abzug behält, muß die Ampel ſo ein⸗ gerichtet ſein, daß unter dem Boden des Topfes ein kleiner Raum bleibt. Ich brauche wohl kaum zu erinnern, daß das Begießen der Ampelpflanzen mit mehr als gewöhnlicher Vorſicht geſchehen muß.
Welche Pflanzen⸗Arten ſich am beſten für Hänge⸗Ampeln. eignen, iſt eine Frage, welche ſich nicht unter allen Umſtänden gleich befriedigend beantworten läßt. Für Zimmer, welche eine warme Lage haben und in kalter Jahreszeit unabläſſig geheizt werden, laſſen ſich viele ſchöne Warmhauspflanzen für die Ampel verwenden, z. B. mehrere Aeschinanthus-Arten(beſonders A. ramosissimus, Zehrinus etc.), faſt alle Torenia-Arten, Achimenes cupreata, viele Tropaeolum-Arten, Tradescantia, Zebrina camonensis, caudata& gujanensis, mehrere zartgeformte Lycopodiaeeen(z. B. das lebhaftgrüne Lycopodium denti- culatum, Selaginella Mortensis, cordifolia und die ſchöne hecht⸗ blaue S. caesia) etc. ete. Für minder warme Zimmer, dah. gewöhnliche, jedoch ſtaub⸗ und rauchfreie Wohnzimmer, welche nur bei Tageszeit geheizt werden, dagegen ſind folgende Pflanzen Chlorophytum Sternber-
gianum(eine Liliacee), Herpestes Monierii, Piperonia caran-
tioides, Crassala spathulata, Linaria Cymbalaria(eine zierliche, in Deutſchland an vielen Orten wildwachſende Pflanze), dann


