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Novellen⸗Zeitung.[III. Jahrg.
„Wohlan, ſo tödte mich“— ſagte ſie ruhig, flehend, wir gebrochen von ſeiner erſten Liebe ſcheiden ſahen, einen eher erfreut als erſchreckt von ſeiner drohenden Bewegung. Troſt fand, als er vernahm, daß Erzſi nach jener Tren⸗ Entſetzt taumelte er zurück:„Lieber ſterben möchteſt nung im Kloſter Sühne ſuchte, und wie ſein Leben die Du, als mit mir leben?“ letzte höchſte Weihe erhielt, als ihm ein Jahr darauf die „Lieber ſterben, um Deinetwillen— ſterben, ſterben, Kunde ward, daß ſie im Tode den Frieden fand, den das um Alles in der Welt,— Pali, hilf mir dazu!“ Leben ihr nicht bot, und daß ſein erſter Kuß ihre letzte Wie leblos ſank ſie vor ihm auf den Boden. Erinnerung geweſen! Was war ſein Schmerz der Liebe, gegenüber dem Jammer dieſer Seele! „Arme Erzſi, arme Erzſi!“ Noch einmal küßte er ihre bleiche kalte Stirn— eine Thräne trank er von ihren Wimpern und hatte ſie zum letzten Mal geſehn!———
edn. Sce ſeoshe Hiſtoriſche Reminiscenz. Wenn Sie, freundliche Leſerinnen, die Sie bis hierher 9 ſ ſch iScenz unſerer Erzählung folgten, wieder einmal hören werden, daß der berühmte ir ein Concert in Ihrer Stadt gibt, Die Regierung König Heinrichs VIII. von England
wenn Sie durch die Connexionen, die Sie als ganz be⸗ fällt in eine jener merkwürdigen Perioden der Geſchichte, ſondere Muſikfreundin beſitzen, mit Mühe und Noth ein wo Altes und Neues im Kampfe liegt. Er wurde am paar gute Plätze in dem überfüllten Saale errungen haben, 28. Juni 1491 geboren und beſtieg am 22. April 1509 und wenn Sie dann den Künſtler mit den durchbohren⸗ den Thron ſeiner Väter, alſo am Vorabend jenes welt⸗ den Blicken und der erſchreckend finſtern Stirn auf das erſchütternden Ereigniſſes, welches man die Kirchenrefor⸗ Podium treten ſehen, und wenn Sie dann die erſchüt⸗ mation nennt. Heinrichs Erziehung war eine ſorgfältige; terndſten Weiſen, die je einer Saite entlockt ſind, wenn Sie er wurde in der Philoſophie und in fremden Sprachen
die wahnſinnigſte Verweiflung, für die Sie ein Verſtänd⸗ unterrichtet. Er ſprach und ſchrieb nicht nur lateiniſch und franzöſiſch gut, ſondern war auch in der Muſik ſo erfahren,
niß, aber— der Himmel gebe es— keinen Wiederhall im Buſen fühlen, aus ſeiner Geige in Ihre Seele ſtrömen daß er mehrere Meſſen componirte. Mit beſonderer Nei⸗ hören, dann ſeien Sie überzeugt, es iſt Pali, der Zigeu⸗ gung widmete er ſich den theologiſchen Wiſſenſchaften, wo⸗ ner, der Sie ſo mächtig, wie noch kein Virtuoſe, bewegte. von er ſpäter in ſeinem bekannten Streite mit Luther Und wenn Sie endlich, trotz aller capriciöſen Feſſelloſig⸗ Zeugniß gab. keit dieſer an Wahnſinn grenzenden Leidenſchaft, bei ſeinem Eine der erſten Sorgen der Großen des Reichs war Spiel die hoͤchſte claſſiſche Vollendung nicht vermiſſen, die Vermählung des jungen Königs. Schon ſein Vater, deren Mangel ſich Pali ſelbſt vorgeworfen hatte, wenn Sie Heinrich VII., hatte den Wunſch ausgeſprochen, daß Hein⸗ all' dieſen wilden Tumult von echt künſtleriſcher Poeſie rich VIII. ſich mit der Witwe ſeines verſtorbenen Bru⸗ verklärt und all' dieſen Seelenjammer zuletzt doch immer ders, des Prinzen Arthur, Katharina von Arragonien, ver⸗ in einer wunderbar rührenden Wehmuth verſöhnt ausklin⸗ mählen ſollte. Ferdinand und Iſabella, der Prinzeſſin gen hören, dann gedenken Sie deſſen, wie der Künſtler, den Eltern, hatten ihre Einwilligung gegeben und Papſt Ju⸗
eine nachherige, genaue Wiedervereinigung beider Theile nicht werden wie gewöhnlich in Gräben oder Miſtbeete geſtellt, 4— 5 möglich ſein würde. Nach vollendeter Ausmarkung fügt man beide Zoll hoch mit Erde bedeckt und jede zu ſtarke Näſſe durch Auflegen Theile des Stämmchens wieder genau zuſammen, verklebt die von Lappen abgehalten. Hier bleiben ſie bis Ende November und Fugen mit Baumwachs und umwindet dann das Stämmchen Mitte December, wie es die Witterung erlaubt, werden dann von unten bis oben mit einem wollenen Bande, welches man aber herausgenommen und in den Conſervatorien, hinter den Eſtraden ſpäter, wenn beide Theile wieder gut verwachſen ſind, abnehmen oder in guten Kellern, wie es die Oertlichkeit zuläßt, unter⸗ kann. Dieſe Operation gelingt nur dann, wenn ſie mit der größten gebracht.“. 1 Accurateſſe ausgeführt wird; auch darf man zu dem Ausſtoßen„Tritt nun ſo ſtarke Kälte ein, daß die Eisgruben mit neuem des Markes nie ein eiſernes Inſtrument gebrauchen. Vorrathe verſehen werden können, ſo nimmt man Käſten von be⸗ liebiger Weite und Länge, jedoch von doppelter Höhe der Hyacinthen⸗ töpfe, verſieht ſie ſtark mit Abzugslöchern, ſetzt dann Topf an Topf hinein und befeſtigt zuletzt einen Deckel moͤglichſt waſſerdicht Da ſich die Hyacinthe durch Wärme zu ſo verſchiedenen Zeiten darauf. Die⸗Käſten ſetzt man, wenn die Grube%¾ voll iſt, wage⸗ zum Blühen bringen läßt, ſo hat man es denn auch verſucht, ihre recht auf das Eis und läßt ſie, ſo viel Raum noch vorhanden, Blüthezeit künſtlich durch eine ſo niedrige Temperatur zu verzögern, ringsum mit Eis feſt verpacken. Will man ſie dann zu einer daß ſich die Blumen, anſtatt ſie im Freien durchſchnittlich im ſpätern Jahreszeit, wie ihr zeitgemäßes Blühen im Freien, be⸗ April blühen, erſt im Juni entfalten.— Ich(Forſter) erlaube nutzen, und iſt der Zeitpunkt beſtimmt, wo ſie in Blüthe aufgeſtellt mir, das dabei zu beobachtende Verfahren nach Herrn H of⸗ werden ſollen, ſo nimmt man ſie nur 4— 5 mal 24 Stunden vor⸗ gärtner Nietner's jun, in Berlin trefflicher Mittheilung(wergl. her beraus und ſtellt ſie hinter Glas, ſtark beſchattet; die ſpäter Verhandl. des Vereins zur Beförderung des Gartenbaues ꝛc. blühenden Sorten jedoch etwas wärmer. Nach Verlauf von 24 Band X. p. 357) und mit deſſen eigenen Worten hier anzuführen. Stunden, wo ihre Entwicklung bereits ſtark begonnen hat, kann „Die zu dieſem Zwecke geſunden, gleichviel früh oder ſpät, man Morgen⸗ und Abendſonne zulaſſen, um die natürliche Fär⸗ einfach oder gefüllt blühenden Hyacinthen werden gleich den zur bung für Pflanze und Blüthe möglichſt kräftig zu erzielen, und Winterflor beſtimmten Zwiebeln Mitte September oder Anfangs ſich ſo einen Genuß bereiten, der im Verhältniß zur Jahreszeit
Verfahren, die Hyacinthen in den Sommermonaten in Blüthe zu haben.
October in Töpfe zu 5 Zoll Höhe oder 3 Zoll oberer Weite ein⸗ ſchon kürzere oder längere Zeit vorüber iſt.“, gepflanzt; die dazu nöthige Erde, ſtets vegetabiliſcher Natur, muß„Im Betreff der Käſten glaube ich noch einige Bemerkungen
ſtark mit Waſſerſand geſchwängert ſein, die Löcher in den Töpfen machen zu müſſen: 1) Käſten oder alte Fäſſer ſind deshalb dem werden aben nicht mit Scherben belegt, um einen möglichſt ſchnellen häufiger ſchon angewandten freien Aufſtellen auf dem Eiſe vor⸗ Abzug ſtark andringender Feuchtigkeiten zu befördern. Die Töpfe zuziehen, weil man die Pflanzen in erſteren ganz mit Eis umhülle⸗
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