I Jahrg.
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die Scenen aus der neueſten franz
Nr. 23.)]
lers Gedicht von der„Würde der Frauen“ veranlaßt, unter dem Titel„über die Weiber,“„über männliche und weib⸗ liche Form“ u. ſ. w.
Im Juli 1795 ging H. mit ſeiner Familie nach Ber⸗ lin. Der dortige Geiſt ſprach ihn jetzt wenig an. Ein Zei⸗ chen des weltmänniſchen Zuges in ihm iſt es, daß er trotz des inneren Gegenſatzes mit dem frivolen Gentz recht gerne verkehrte. Rahel Levin. Das Zuſammenleben mit Schiller ſetzte er in der lebhafteſten Correſpondenz fort, die das Verdienſt hat, den Dichter endlich wieder für ſeinen dramatiſchen Be⸗ ruf und die Aufnahme des„Wallenſtein“ zu beſtimmen, und die, ſpäter von Humboldt herausgegeben(Cotta, 1830), dem Briefwechſel Schiller's und Goethe's an die Seite tre⸗ tend, ein bleibendes Denkmal jenes herrlichen Geiſtesver⸗ kehres iſt.
Am 1. November 1796 kehrte Humboldt nach Jena zurück. Das Reſultat dieſes zweiten, ſechsmonatlichen Aufenthaltes daſelbſt iſt die Bekanntſchaft mit Goethe. Humboldt wie Körner gehörte unzertrennlich zu Schiller und hatte ein Recht, zu ihm zu gehören. Indem Goethe ſich ſeit dem Herbſt 1794 dieſem vertraulich näherte, fielen ihm die beiden kritiſchen Freunde deſſelben wie von ſelbſt mit zu. Mit Humboldt zumal, dem Anweſenden, ſah er ſich alsbald in derſelben Weiſe in ein Verhältniß zweiter Hand geſetzt, wie Schiller zu Goethe's Freund und Geſinnungs⸗ genoſſen, dem kunſtverſtändigen Meyer. Die Einrichtung eines kritiſchen Tribunals bei der Horen⸗Redaction gab den äußeren Anlaß, daß Humboldt ſein Urtheil auch über die Goethe'ſchen Arbeiten vernehmen ließ. Er erwarb ein noch größeres Recht dazu durch ſeine nicht erſt von geſtern dati— rende Bewunderung des Goethe'ſchen Genius, durch die Ue⸗ bereinſtimmung, in der er ſich in Grundſätzen und Empfin⸗ dungsweiſe mit dem Dichterpaare befand. Am Wilhelm Meiſter zuerſt wurde dieſe Uebereinſtimmung erprobt. Das Urtheil Schiller's über den ſtückweiſe überſandten Roman
Dritte Folge.
Innerlichere Befriedigung fand er nur bei
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war faſt immer von Humboldt's Votum begleitet und un⸗ terſtützt; beide Urtheile wurden in der Regel ausdrücklich von Goethe eingefordert. Beſuche von Weimar nach Jena und von Jena nach Weimar beförderten die Verſtändigung und knüpften zugleich ein freundſchaftliches perſönliches Band. Durch Humboldt ward das Verhältniß zwiſchen Goethe und Wolf geſtiftet. Ein weiteres Mittelglied bil⸗ dete Humboldt's Bruder und das Intereſſe, welches beide Brüder den naturhiſtoriſchen und zwar zunächſt den oſteo⸗ logiſchen Betrachtungen Goethe's ſchenken mochten. Der Idealismus, in welchem ſich Humboldt und Schiller ſo durchaus begegneten, war jetzt kein Hinderniß mehr der Verſtändigung. Das univerſelle Intereſſe für alles Menſch⸗ liche, die weiche und hingebende Empfänglichkeit, die Viel⸗ ſeitigkeit von Humboldt's Weſen und ſein weitausgreifen⸗ des Wiſſen— dies Alles wiederum gab ſeinem Verhält⸗ niß zu Goethe einen deſto breiteren Boden. Ueberall und in jeder Beziehung war Humboldt recht eigentlich der dritte Mann zu den beiden, halb Vermittler, halb Theilnehmer jener unvergleichlichen Freundſchaft, welche zuſammen mit den Meiſterwerken der Dichtung eine Ehre der deutſchen Literatur geworden und„den deutſchen Namen verherr⸗ licht hat.“
Als Früchte der Seelenverbindung Goethe's mit Schil⸗ ler waren die„Penien“ und bald darauf„Hermann und Dorothea“ hervorgegangen. Humboldt ward zum Erklä⸗ rer dieſes Gedichtes in einem Buche, in dem er alle die Ideen, die er über eine Charakteriſtik des griechiſchen und des eigenen Zeitalters lange mit ſich herumgetragen hatte, niederlegte und das in ſeiner Form freilich aus der elemen⸗ tariſchen Gründlichkeit ſeiner philoſophiſchen Selbſtbildung noch ſo wenig herausgearbeitet iſt, daß A. W. v. Schlegel mit einer kurzen, nicht weniger einſichtsvollen Recenſion im „Athenäum“, dem Sammelplatz der jüngeren, romantiſchen Schule, ihm in der Gunſt des Publicums darin den Rang ablief, indem er daſſelbe nicht„zum Genuß eines duften⸗
ein guter Portraitmaler ſein, und als ſolcher war Paul Del berufen, manche der ausgezeichnetſten ſeiner Zeitgenoſſen zu malen. In dieſer Ausſtellung finden ſich gegen funfzig Portraits, die von Paul Delaroche theils gemalt, theils gezeichnet ſind. Der ge⸗ malten Portraits, die von ihm in der Zeit von 1837— 1856 ge⸗ fertigt worden ſind, gibt es achtzehn; unter ihnen befinden ſich Ausdrucke; der Präſident des
aroche
Guizot mit ſeinem ernſten, erhabnen Handelsgerichts Aubé; der Baron Mallet; der Herzog von Fitz James; der Graf de Salvandy; Emile Pereire; C. de Rémuſat; F. Deleſſert; Dr. Chomel; der Fürſt Adam Czartoryski und Marcel Czartoryski und Thiers. Die Portraits von Emile
Pereire und Thiers wurden erſt in den Jahren 1855 und 1856 von
ihm gemalt und gehören zu den ſchönſten, die er gefertigt hat. Unter den von ihm gezeichneten Portraits befinden ſich die von C. Lenormand, Henri Delaborde, General Boyer, Horace Vernet, Lamartine, Auber, Achille Fould ꝛc. und das Verdienſt derſelben iſt nicht weniger groß.
Hohe Beachtung in der Ausſtellung finden einige Gemälde, b leueſ öſiſchen Geſchichte darſtellen, an denen man nicht bloß die vollkom zige, ſondern auch der Coſtüme bewundert. ode verurtheilte und zu ihrer Hinrichtung toinette; der Aufruf der zwanzig Girondiſten, die führt werden ſollen; der auf einem Maulthier ſitz diee Alpen reitende General Bonapart im Beſitze ſeiner höchſten Macht i dann dieſelbe große Perſönlichkeit i Körper und Geiſt abgeſpannt, in ſich
Dazu gehört die zum
zum Tode ge⸗ ſitzende und über e; der Kaiſer Napoleon, wie
n Fontainebleau, müde, an ſelbſt blickend und des dahin
welches ihn im
mene Aehnlichkeit der Geſichts⸗
geführte Marie An⸗
n ſeinem Cabinet ſitzt, und
geſchwundenen Ruhmes gedenkend. Dies letztre Gemälde“), zeichnet 8 ganz beſonders durch die Wahrheit aus, mit der die Perſon des Kaiſers darin wiedergegeben iſt, wie ſie zur Zeit ſeiner Ab⸗ dankung moraliſch und phyſiſch war. Man ſieht ihn von Be⸗ ſorgniſſen niedergebeugt und von dieſem Embonpoint belaſtet, Jahre 1814, als er im Bivouac bei Rheims nur durch den Donner der feindlichen Kanonen aus einem bleiernen Schlafe erwachte, veranlaßte zu ſagen:„Ich bin verloren; ich eſſe und ſchlafe zu viel.“
Die ganze Ausſtellung liefert den Beweis dafür, daß Paul Delaroche vollkommen berechtigt iſt, eine ehrenvolle Stelle unter den Künſtlern einzunehmen, die ihre Kunſt mit Ernſt be⸗ handelt haben, ohne ſich je aus den Grenzen einer ſtreng wahren Nachahmung zu entfernen. C.
Literatur.
Collection Hetzel(Aà ½ Thlr. le volume). Edition autorisée pour la Belgique et l'étranger, interdite pour la France: Elie’ Berthet. Les Chauffeurs. Alphons Dürr. 1857.
Die rühmlichſt bekannte Collection Hetzel, die ſich die Auf⸗ gabe geſtellt hatte, die beſten franzöſiſchen Romane in rechtmäßiger Ausgabe im Auslande zu verbreiten, hat gegen 200 Bändchen bereits ausgegeben. Dieſe neue Fortſetzung, die ebenfalls in
5 volumes. Leipzig.
*) Daſſelbe iſt bekanntlich durch das V
1 ſt beke ermächtniß des Conſuls Schletter in den Beſitz der ſtädtiſchen Galerie von L
eipzig übergegangen.


