Jahrgang 
01-26 (1857)
Einzelbild herunterladen

igte deutlich die herannahenden acies hippocra- perlten auf gzen wie im hef⸗

u Brode. Mit it wein Leib n die Oclate. das Lager Ben⸗ nke empfing das h ſein Auge rührte ihn der Brod genießen ſich wies. Alle orbenen ließ ſich ſchmalen, blei⸗ t eingeklemmten Armen in den ganze Gemeinde als Spötter be⸗ ehe ich wieder Sinn und über

piscihl

1 großen Kur⸗ 7 1679. Del Schweden d

Triodea von m Fklelet

Nr. 22.] Dritte

Nimwegen von ſeinen Bundesgenoſſen verlaſſen und ſollte in St. Germain en Laye einen Frieden unterzeichnen, der ihn der Errungenſchaften von Fehrbellin verluſtig machte. In dieſem innern Kampfe zwiſchen dem Entſchluſſe zum Kriege oder zum Frieden ſchildert Wilibald Alexis uns den greiſen Herrſcher in ſeinem neueſten RomaneDo rothee. Aus der Darſtellung des Kriegsrathes, den der Kurfürſt deshalb berufen, greifen wir eine pointirte Epi ſode heraus.

Friedrich Wilhelm erblickte unter den Anweſenden Einen, vielleicht war es der jüngſte, und er legte ihm die Hand auf die Schulter:

Der Barfuß, weiß ich, ſtimmte doch für's Los⸗ ſchlagen?

Durchlaucht, ein guter Pallaſch ſpringt allezeit in der Scheide und möchte raus.

Gegen wen?

Gegen wen Durchlaucht uns führt.

Iſt Dir's gleichgültig?

Der General commandirt, der Soldat parirt.

Schlägt Dein Herz für Keinen mehr und den Andern minder?

Der Soldat hört heut, wer ſein Feind ſein ſoll, morgen iſt er's.

Iſt das der Soldat? Aber Du ſchlügſt doch lie⸗ ber zum Exempel gegen die Franzoſen?

Wäaͤr mir zum größten Contentement, Durchlaucht.

Auch gegen die Türken?

Iſt unſer Erbfeind.

Auch gegen den Kaiſer in Wien?

Befiehl's!

Und Deine Küraſſiere, Barfuß, denken die auch ſo? Der Kurfürſt warf dabei einen Blick auf die Officiere.

Kurfürſtliche Durchlaucht, halten zu Gnaden, ich denke, die denken gar nichts. Und wenn die Kerle denken

und

folge.

wollten, ſollte ja die Schwerenoth dreinfahren. Stellte

ein Anderer die Frage, mit Permiß, nähm' ich's für'nen Affront gegen die brandenburgiſchen Truppen.

Ei, hat der Barfuß ein Syſtem! Nun gib auch die Raiſon an.

Was hat uns zu Siegern gemacht in Polen und Preußen, bei Fehrbellin und in Pommern, und am Rhein auch, als die Disciplin? Die neue gute Disciplin. Die ſchwediſche von Guſtav Adolf taugt nicht mehr, iſt ſchon fadenſcheinig Tuch, wir ſahen's an Wrangel, und der Kö⸗ nigsmark hat die Wolle nicht wieder zurechtgekratzt. Mit Montecucculi iſt's noch ſchlimmer; das ſahſt Du ſelbſt in der Pfalz und Lothringen. Die brandenburgiſche Disci⸗ plin allein hat's gethan.

Allein! ſprach Friedrich Wilhelm, und das war ein ernſter Blick, den der große Kurfürſt ſeinem General zuwarf. Ein ſo großer Blick, daß ſein Auge zu klein war, ihn zu faſſen.

Meinen Alle das? Die Frage war wohl an die Generale gerichtet. Sie hörten ſie nicht.

VGnädigſter Herr, fuhr der Obriſt fort,wer die V Kerle nicht kennt, ſtellt ſich das anders vor. Wir kennen

ſie. Was aus den großen Städten kommt, da hat Mancher Schrullen. Taugen überhaupt nicht viel. Die Bauer

lümmel ſind's. Die wiſſen, wozu ſie ſind und daß ſie das Maul nicht aufthun dürfen. Ein Bischen gelenk die Glie der gemacht, was die Corporale ſchon verſtehen, wir helfen nach; dann darauf geſehen, daß das Futter nicht fehlt, und bisweilen mal das Auge zugedrückt, beſonders in Feindes Land, dann hat man einen guten Soldaten. Wenn junge Mannſchaft vor'm Feuer ſteht, zum erſten Mal, nun ja da ſchlottern ein Bischen die Knie und die Zähne auch. Da muß die Muſica dran, und wenn's die Trommeln und Trompeten noch nicht thun, dann ein Rippenſtoß. Thut aber nicht lange Noth. Knallt es erſt, riecht und ſpritzt

Zur Statiſtik. Die Eiſenbahnen in Preußen. 5

Die Eiſenbahnſtatiſtik iſt kürzlich durch eine höchſtataliholle Publication bereichert worden: das iſt der dritte Baut der auf Anordnung des preußiſchen Miniſters für Handel, Galherhe und öffentliche Arbeiten von dem techniſchen Eiſenbahnbuteau des Miniſteriums bearbeitetenſtatiſtiſchen Nachrichten von den preu⸗ ßiſchen Eiſenbahnen, enthaltend die Ergebniſſe des Jahres 1855 nebſt einer Ueberſichtskarte und 16 Nivellementsplanen.

Am Schluſſe des Jahres 1855 war die Länge der in Betrieb befindlichen 29 preußiſchen Eiſenbahnen 507 ½ Meilen, davon waren 141 Meilen Staatsbahnen, 68 ¼ Meilen vom Staate verwaltete Privatbahnen und 298 ¼ Meilen von Privatdirectio⸗ nen verwaltete Bahnen. Die Bahnlinien, welche zu Ende des Jahres 1855 vollſtändig im Betrieb waren, meſſen 702 ¾ Meilen, und dieſe hatten ein Anlagecapital von 209,379,309 Thlrn., einen Brutto⸗Ertrag im Jahre 1855 geliefert von 26,976,453 Thlrn. und einen Reinertrag von 13,415,425 Thlrn. Es koſtete ſonach durchſchnittlich eine Meile Bahn 419,000 Thlr. und von den An⸗ lagskoſten machte der Brutto⸗Ertrag 13 Procent, der Reiner⸗ trag 6 Procent. Die Verzinſung des Baucapitals durch den Einnahmsüberſchuß betrug bei einzelnen Bahnen bis zu 18 ⅛6 Pro⸗ zent, und die höchſte wirklich vertheilte Actiendividende ſogar 21 Prorent

Die Länge der in Betrieb geſetzten preußiſchen Bahnen hatte in Jahre 1855 um 16 Meilen zugenommen. Von der geſamm⸗ ſen Länge waren 138 Meilen oder 27 Procent doppelſpurig.

Zur Beförderung von 12,729,837 Perſonen und 189,212,711

Centnern Güter waren im Jahre 1855 vorhanden 876 Locomo⸗ tiven, 1579 Perſonenwagen und 15,941 Güterwagen.

Die durchſchnittliche Fahrgeſchwindigkeit, excl. Aufenthalt, war bei den Eilzügen Meilen, bei den Perſonenzügen 5 ½ Meilen, bei den gemiſchten Zügen 4 ⁄0 und bei den Güterzügen 3 ⁄0 Meilen; dieſe erhöhen ſich bei den einzelnen Bahnen bis zu 71*10⸗ 6 ⁄10, 5 1 und 4 Meilen.

Auf ſämmtlichen preußiſchen Eiſenbahnen ſind im Jahre 1855 verunglückt 161 Perſonen(2 mehr als im Jahre 1854), gegen⸗

über einer Geſammtzahl von 12 Millionen Paſſagieren und 27,500 auf der Bahn Angeſtellten und Beſchäftigten. In dem gleichen Jahr 1855 war die Zahl der Verunglückten auf den eng liſchen Bahnen 690(getödtet 246, verletzt 444), worunter 359 Reiſende, 217 Bahnbedienſtete und 114 Fremde, gegenüber einer Bewegung von 114 Millionen Reiſenden und einer Anzahl von 94,100 Bedienſteten.

Am auffallendſten iſt die geringe Zahl der in Preußen verun⸗ glückten Reiſenden. Von den drei im Jahre 1855 überhaupt Verletzten haben ſich zwei den Unfall durch eigene Unvorſichtig⸗ keit beim Ausſteigen aus dem Wagen zugezogen, der Dritte wurde bei einem Zuſammenſtoß zweier Züge während des Einfahrens in einen Bahnhof verletzt; es kam hiernach auf 12% Millionen Reiſende nur eine unverſchuldete und auf 4 ½ Millionen eine Verletzung überhaupt. In England kam dagegen auf je 350,000 Paſſagiere eine unverſchuldete und auf 320,000 überhaupt eine Verletzung. Ungünſtig für Preußen in Vergleich mit England ſtellt ſich dagegen die Sicherheit für die Bahnbedienſteten. Bei einer um 3 ½ mal größeren Bahnlänge und einer um 3 ½ mal größeren Zahl beſchäftigter Beamten und Arbeiter war die Zahl