Wir wollen fröhlich, Mann für Mann, Zum vollen Glaſe greifen,
Und wer kein Liedel ſingen kann,
Der ſoll ein Liedel pfeifen!
Und wär' auch wirklich Einer hier, Der's Pfeifen nicht verſtände,
Er fänd' in unſern Augen ſchier Doch Gnade noch am Ende;
Doch wer nur ſcheu zu nippen wagt Vom Wein nach Mädchenweiſe, Den traurigen Philiſter jagt Geſchwind aus unſerm Kreiſe!
2
Voller Sterne iſt der Himmel, Voller Blumen iſt die Erde, Voller Duft die Luft umher! Saft der Reben ſoll uns munden, Denn in ſolchen ſel'gen Stunden Läßt man nicht den Becher leer.
Voller Sterne iſt der Himmel,
Voller Blumen iſt die Erde,
Voller Lieder iſt der Hain!
Welch ein Jauchzen! Welch ein Klingen! Horch, die Nachtigallen ſingen,
Gleich als ſäßen ſie beim Wein.
Und der Zecher frohe Kette Singt mit ihnen um die Wette; Liederreich iſt jede Bruſt.
Novellen⸗Zeitung.
Voller Sterne iſt der Himmel, Voller Blumen iſt die Erde Und das Herz iſt voller Luſt!
—
Frug mich jüngſt ein kranker Chriſt, Und ich wies ihn hin zum Wirthshaus, Wo der Wein am beſten iſt.
Und er folgte meinem Rathe
Und er ging hinein ins Haus
Und er kam, zwar etwas ſchwankend, Aber ganz geſund heraus.
V 3 „Ach, wo iſt die Apotheke?“
„Dreimal vier und zwanzig Stunden Schlief ich nicht vor Liebesgram!“ Sprach zu mir ein bleicher Burſche, Der des Wegs geſchlichen kam.
Und ich wies ihn hin zum Wirthshaus. Als ich dort ihn ſpäter traf,
Schlief der Jüngling hinterm Ofen Einen kerngeſunden Schlaf.—
Meines Geldes Quelle ſtopfte Jüngſtens böſe Dürre zu, V Und mit einem halben Schoppen Ging ich tief betrübt zur Ruh'. I Ach, ich war nicht ſehr erbauet Ueber dieſer Dinge Nauf, Doch— ich träumte Nachts vom Wirthshaus, Und getröſtet ſtand ich auf.
bald feuriger, bald ſchläfriger Blick, ſein ungleicher Gang, das ju⸗
belnde Lachen, in welches er zuweilen ausbrach, ſchienen in der
That den Einfluß dieſer zugleich aufregenden und betäubenden Ge⸗ nüſſe zu verrathen. a.
Miscellen.
Der Arithmometer.
Zu den merkwürdigſten Erfindungen der neueſten hieran ſo rei⸗ chen Zeit gehört unbedingt auch der Arithmometer, welchen Herr Zeit g. 9)
Thomas aus Colmar erfunden hat. Er verwendete darauf drei⸗ ßig Jahre der Arbeit und mehr als 300,000 Francs Capital. Nachdem er bereits im Jahre 1822 ein Patent genommen hatte,
veränderte, vereinfachte und verbeſſerte er fortwährend ſeine Ma⸗
ſchine, ſo daß ſie jetzt zu einem Zuſtande der Vollendung gelangt iſt, welcher ſie zum praktiſchen Gebrauche vollkommen geeignet macht.
Der Arithmometer iſt gegenwärtig ein Inſtrument von ge⸗ ringem Umfange. In einem Käſtchen von 35 Centimeter Länge, 15 Centimeter Höhe und 25 Centimeter Breite befindet ſich der geheime Mechanismus. Dieſe Maſchine vollzieht in wenigen Secunden alle arithmetiſchen Rechnungen von der einfachſten Addition bis zur complicirteſten Diviſion. Man kann damit Rechnungen von 32 Ziffern vornehmen, und er arbeitet mit einer ſolchen Schnelligkeit, daß mehrere Schreiber nicht im Stande ſind, die Reſultate niederzuſchreiben, ſelbſt wenn ſie ſich in die Ziffern theilen. Irrthümer, wie ſie dem beſten Rechner paſſiren können, ſind bei dem Arithmometer unmöglich.
Die Maſchine verwandelt nicht nur gewöhnliche Brüche in Decimalbrüche, ſondern zieht ſogar Cubikwurzeln aus, und mul⸗ tiplicirt binnen 17 Secunden acht Ziffern mit acht andern. Da⸗ bei iſt der Mechanismus ſo einfach, daß ein Kind die Arbeit ver⸗ richten kann. Es läßt ſich daher kaum bezweifeln, daß der Arith⸗ mometer bald auf dem Comptoirtiſche des Kaufmanns und Banquiers ebenſo wenig fehlen wird, als in dem Arbeitscabinet des Fachgelehrten.—
Herr Thomas hat alſo glücklich das ſchon längſt geſuchte Problem einer Rechenmaſchine gelöſt, an dem ſich ſeit Jahrhun⸗ derten der Verſtand der Mathematiker vergebens abgemüht hatte. Schon Archimedes ſoll an dieſer Aufgabe geſcheitert ſein. Lange nach ihm machte Papſt Sylveſter II. verſchiedene Verſuche, ohne
zu einem Reſultate zu gelangen, indeſſen verdankt man ihm doch die berühmte Uhr in
Magdeburg und die Einführung der arabi⸗ ſchen Ziffern, durch welche das Schreiben der Zahlen ſehr verein⸗ facht wurde... Roger Bacon, Pascal und Leibnitz verſuchten ſich ebenfalls an dieſem Probleme. Pascal opferte demſelben einen Theil ſei⸗ ner ſchwachen Geſundheit; Leibnitz, ſein Nebenbuhler, verwendete darauf 25,000 Thaler, eine Verſchwendung, welche ſonſt nicht in ſeiner Art lag und die hinlänglich die Wichtigkeit darthat, welche die Löſung fuͤr ihn hatte.. Die Maſchine Pascal's, die ſehr complicirt und ſehr ſchwer⸗ dabei aber auch ſehr ſinnreich iſt, blieb in den Archiven der Wiſſen⸗ ſchaft, ohne je in die Praxis überzugehen. Sie war überdies höchſt unvollkommen, da ſie ſich nur zur Addition und Sub⸗ traction von vier Ziffern eignete. a.
[III. Jahrg.
Man!
Weock
ſow⸗ Beh Bän Kaij liege nen Zeie 4.2 Aus Kau rin, Joſey verfagh finnmte ſchriebe Conſti vointir ſu com ſiete, gegen d der ideel M Tenden 17435 grauſal familie
ſtantis Todes Netem Die d Schan der fü d ennd und d
Die K


