Jahrgang 
01-26 (1857)
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1. 2

Hoftheater in Wien mit Subvention von 100,000 und 123,000 Gulden,

3. Hoftheater in Berlin mit 140,000 Thlr. 4. ⸗Dresden mit 80,000 Thlr. 5..München mit 156,000 Fl. 6. Hannover mit 87,000 Thlr. 7. Stuttgart mit 125,000 Fl. 8.- Darmſtadt mit 100,000 Fl. 9.. Schwerin mit 56,000 Thlr. 10..- Karlsruhe mit 100,000 Fl. 11.. Braunſchweig mit 55,000 Thlr. 142. Weimar mit 45,000 Thlr. 13. ⸗Kaſſel mit 32,000 Thlr. 14. ⸗Koburg mit 37,000 Thlr. 15. Deſſau mit 32,000 Thlr.

Nach der Größe der Etats, welche die Subventionen und die Kaſſen⸗Einnahmen zuſammen in ſich faſſen, rangi⸗ ren ſich die Hoftheater folgendermaßen:

3] Wie mit 590,660 Thlr.

3. Berlin mit 400,000 Thlr.

4. Dresden mit 200,000 Thlr.

5. München mit 176,000 Thlr.

6. Hannover mit 147,000 Thlr.

7. Stuttgart mit 116,000 Thlr.

8. Karlsruhe mit 94,000 Thlr.

9. Darmſtadt mit 85,000 Thlr. 10. Braunſchweig mit 85,000 Thlr. 11. Schwerin mit 80,000 Thlr. 12. Kaſſel mit 62,000 Thlr. 13. Weimar mit 60,000 Thlr. V 14. Koburg mit 45,000 Thlr. 15. Deſſau mit 40,000 Thlr.

Was die oben angeführten 22 Stadttheater anlangt, ſo folgen ſie ſich in Hinſicht auf die Größe des Etats wie nachſtehend:

Novellen»Zeitung.

1. Hamburger Staͤdttheater mit 120,000 Thlr. 2. Prag mit 116,000 Thlr. 3. Peſth mit 96,000 Thlr. 4. Frankfurt a. M. mit 89,000 Thlr. 5. Riga mit 85,000 Thlr. 6. Breslau mit 85,000 Thlr. 7. Thalia⸗Theater in Hamburg mit 80,000 Thlr. 8. Leipzig mit 72,000 Thlr. 9. Mannheim mit 61,000 Thlr. Königsberg mit 60,000 Thlr. .Köln mit 50,000 Thlr. .Stettin mit 45,000 Thlr. . Magdeburg mit 40,000 Thlr. . Bremen mit 40,000 Thlr. . Wiesbaden mit 38,000 Thlr. . Danzig mit 34,000 Thlr. . Aachen mit 31,000 Thlr. . Mainz mit 28,000 Thlr. . Düſſeldorf mit 20,000 Thlr. . Nürnberg mit 18,000 Thlr. .Würzburg mit 17,000 Thlr. . Augsburg mit 14,000 Thlr. Vergleicht man die genannten 22 Stadttheater mit einander in Bezug auf die ihnen zu Theil werdende Un⸗ terſtützung oder die ſie treffende Belaſtung, ſo ſtellt ſich folgendes Reſultat heraus:

Nachſtehende eilf Theater werden unterſtützt, und zwar durch Subventionen und miethfreie Häuſer ſechs:

Frankfurt a. M., Mannheim, Wiesbaden, 2 Riga, Augsburg, Mainz; zwei durch Subventionen bei zu zahlenden Miethen: Aachen und Würzburg;

drei endlich durch miethfreie Häuſer: Leipzig, Prag, Düſſeldorf.

der Oper wieder über den Opernplatz. Wie Wagen auf Wagen am Hauſe vorfährt, wie Menſchenſtrom auf Menſchenſtrom durch die Eingänge verſchwindet! 3 Plötzlich fliegt im kurzen Trabe an Ihnen ein Menſch vor⸗ bei. Obgleich Staub die Straßen deckt, trägt er Ueberſchuhe an den Füßen, obgleich der Abendhimmel mit viel tauſend glänzen⸗ den Augen auf Sie niederſchaut, trägt er einen Regenſchirm unter ſeinem Arme. Die mildeſten Frühlingslüfte fächeln und doch iſt er in Shawl und Paletot gehüllt. Wie die Stimme eines Bauch⸗ redners treffen die halbgeflüſterten, dumpfen WorteParquet⸗ platz, mein Herr! Ihr Ohr. 1 Wie ein Schlag fährt Ihnen das von Kopf zu Fuß. Sie blicken um. Auch der Menſch hat, obgleich fortwährend vor⸗ wärts trabend, den Kopf nach Ihnen gewendet. So wie Sie ihm nur einen Schritt entgegenthun, weiß er, was Sie wünſchen. Guten Parquetplatz, mein Herr? forſcht er nochmals. Für die Oper? für heute? fragen Sie. Wie denn das mög⸗ lich ſei, da bereits Mittags an der Kaſſe alle Billets vergriffen geweſen ſeien. Mehr als dieſen Einwand braucht der Menſch nicht zu wiſſen. Tauſend gegen Eins würde er jetzt wetten, daß Sie ein Fremder ſind. Nachdem er einiges vonZufall undAbhaltung eines Anderen geſprochen, wodurch der Platz vacant geworden, ver⸗ langt er auf Ihre Frage für das Billet drei Thaler. 2 Drei Thaler! Himmel, davon muß ja ein Dorfſchulmeiſter mit Frau und Kindern eine ganze Woche leben. Drei Thaler, und an der Kaſſe koſtet es doch nur einen! nen kleinen Avance für die Mühe, wirft er lächelnd hin,nen kleinen Avance!

'ne kleine Avance? fragen Sie.

Der Menſch bleibt bei ſeinem:nen kleinen Avance; und die Worte eines Vorübergehenden, der zu einem Bekannten von der Vortrefflichkeit ſeines Cigarres ſpricht, bringen Sie zu der Vermuthung, daß das Berliner Volk wohl nur aus Oppo⸗ ſition gegen das übrige Deutſchland zu einer ſolchen Verballborni⸗ ſirung des Sprachgebrauchs getrieben werde.

Doch:nehmen wollen odernicht nehmen wollen? Der Menſch will Ihnen ja nur aus reinſter Menſchenliebe das Billet für den billigen Preis ablaſſen und Sie können zögern! Zum letz⸗ ten Male blickt er Sie fragend an, weiß von hohen und aller⸗ höchſten Herrſchaften zu ſprechen, welche die Vorſtellung mit ihrer Gegenwart beehren werden, Vorübergehende rühmen die Leiſtung von Romeo⸗Wagner als unvergleichlich Sie kämpfen endlich den letzten Reſt der Ueberlegung nieder und geben die verlangten drei Thaler. Dankend ſchießt jener im kurzen Trabe weiter.

Sie eilen mit der Beute ins Opernhaus, triumphirend auf alle die Unglücklichen herabblickend, die ſich noch jetzt zur Kaſſe drängen und nichts weiter als das leere Nachſehen erlangen.

Ihr Billet, mein Herr, bittet Sie der Billetcontroleur.

Um Alles in der Welt, Sie zittern doch ein wenig; wenn das Billet na benuin ein falſches wäre?! Doch nein, es er⸗ weiſt ſich glücklicherweiſe als ein gültiges. 1. Wiſſen Sie, mnit wan Sie ds nehun gehabt haben?! Mit einem Menſchen der dunkelſten Exiſtenz, mit einem der verpönten Billetzwiſchenhändler.

[III. Jahrg.

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