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hen Alle. Die ner Blume, doch die Blume der Sonne; Blümchen ſesſtrahl meiner Weges unbemeckt nicht, bis die Ich trinke daher
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längeres Leugnen hier unrecht. Ja, angeregt durch Ihre Beſtrebungen habe ich mich am Waggon verſucht. Hieran knüpfe ich die ergebene Anzeige, daß meine Gemahlin Kunigunde jetzt mit einem dreibändigen Roman ihrerſeits beſchäftigt iſt.“
Die gnädige Frau wirft einen wüthenden Blick auf die Commerzienräthin; ein boshaftes Lächeln irrt auf den Lippen der Frau vom Hauſe, während ihre Tochter am Klavier ſich mit dem Muſiklehrer beſchäftigt.
„Und welchen Roman ſchreiben Sie?“ fragt der Oberlehrer.
„Ja, das iſt eine eigene Sache,“ entgegnet die Com⸗ merzienräthin; ich beſchäftige mich nämlich damit,„Wer⸗ ther's Leiden“ umzuarbeiten für unſere Zeit, unter dem Titel:„Ein unglücklicher junger Mann.“
„Welche Albernheit!“ flüſtert die gnädige Frau dem Notar zu.
„Abſcheulich!“ antwortet dieſer auf demſelben Wege,
„dieſe Concurrenz haben Sie nicht zu befürchten, meine Gnädige.“
„Frau Commerzienräthin,“ bemerkt der Lehrer Heuer,
„Ihr Roman ſcheint ein etwas gewagtes Unternehmen. Bedenken Sie...“
„Was ſoll ich bedenken?“ unterbricht Kunigunde den Lehrer.„Es ſcheint, daß Sie es geradezu darauf abge⸗ ſehen haben, mir in Allem zu widerſprechen, Herr Lehrer.“
„Aber, Frau Commerzienräthin—“
„Kein Aber, Herr Lehrer. Sie kommen heute Abend zum erſten Male in unſer Kränzchen und da hätte ich etwas mehr Rückſicht erwarten dürfen.“
„Geniren Sie ſich gar nicht,“ raunt die gnädige Frau dem Lehrer ins Ohr.
„Sie ſind ſehr gütig,“ erwidert der Lehrer und nimmt wei Butterbrode, weil er die Bemerkung der Frau von Goltzheim in dieſem Sinne deutet.
„Meine Herrſchaften,“ ſagt der Notar,„es iſt bald neun Uhr und Zeit, daß wir unſere Lectüre beginnen, wenn wir überhaupt noch heute leſen wollen; wir haben vergangenen Donnerſtag mit dem zweiten Acte des Wallen⸗ ſtein aufgehört.“
Die Bücher werden hervorgeholt; während die Taſſen neu gefüllt werden und der Lehrer Heuer mehrere Butter⸗ brode ergreift, ſpielen Emilie und Neumann vierhändig eine Ouvertüre. Nach Beendigung derſelben klingelt die Directorin und die Lectüre beginnt.— Die Rollen ſind folgen dermaßen vertheilt:
Wallenſtein.
Gräfin Terzky
Fräulein v. Neubrunn
der Notar. Frau von Goltzheim. die Commerzienräthin.
Thekla die Directorin.
Illo
Terzky. der Commerzienrath. Buttler
Max Herr Berder.
Ein Gefreiter. der Lehrer.
Die erſten drei Auftritte werden geleſen; unterdeſſen hat der Lehrer auf jede Scene ein Butterbrod gegeſſen. Wallenſtein beginnt; der Notar lieſt recht gut und erregt am Schluſſe jeder Tirade allgemeinen Applaus und die Frau vom Hauſe denkt bei ſich: der Notar lieſt noch lange nicht ſo gut wie Berder. Der Muſiklehrer ſitzt tief gerührt am Klavier mit Emilie.
„O Emilie,“ ſeufzt Neumann,„bei Ihnen ſind die ſchönſten Stunden meines Lebens. Wenn ich die Muſik⸗ directorſtelle in Z. erhalte, werden wir für das ganze Leben vereinigt ſein.“
Emilie ſeufzt noch tiefer.
„Sie ſeufzen, Emilie? Wie ſoll ich das deuten? Würde dieſer langerſehnte Augenblick nicht mit Ihren Gefühlen harmoniren?“
ſch der Handel wieder, was man dem Einfluſſe der ruſſiſchen Miſſionsanſtalt in Peking zuſchrieb, hat aber bei Weitem noch icht wieder die Höhe von 1852 erreicht, denn im letzten Jahr be⸗ lief ſich die Theezufuhr doch nur auf 112,000 Kiſten. Zu bemerken ſſt übrigens dabei, daß vor 10— 12 Jahren durchſchnittlich jährlich ur 40,000 Kiſten Thee nach Kiachta gebracht wurden und der Verth des ganzen Austauſches ſich nur auf 7—8 Millionen Thaler belief, woraus erhellt, wie ſehr dieſer Handel ſich ſeitdem rhoben hat. Man behauptet, Nußland habe das Zugeſtändniß zu dieſem Tauſchhandel von dem chineſiſchen Kaiſer nur unter der Bedingung chalten, daß es ſich in das Buch des himmliſchen Reiches als ein China tributbares Land habe eintragen laſſen. Sollte in Folge des zwiſchen England und China ausgebrochenen Kriegs der Handel mit China an der Seeküſte eine Unterbrechung erleiden, ſe läßt ſich mit großer Wahrſcheinlichkeit vorausſetzen, daß dann der Tauſchhandel in Kiachta eine viel größere Ausdehnung erhal⸗ un würde. In jedem Falle iſt es als ein Glück für Europa zu betrachten, daß der Handel mit China von der Landſeite ohne Geld betrieben wird und daß nicht auch von dieſer Seite ungeheure Gilbermaſſen in das Reich der Mitte fließen, wie es von der See⸗ ſite her der Fall iſt. C.
Zur Länder⸗ und Völkerkunde. Die Perlenfiſcherei.
Die Perlenfiſcherei ſetzt die, welche ſich damit beſchäftigen,
de größten Gefahren aus, von denen die geringſte darin beſteht,
zu ertrinken. Die großen Damen, welche die Liebhaberei hegen, ſich mit dieſem glänzenden Producte der Meere zu ſchmücken, ahnen wohl nicht, daß die Schnur weißer, ſchwarzer oder roſen⸗ rother Perlen, welche ſie um den weißen Hals ſchlingen, mehreren Menſchen das Leben gekoſtet habe.
In allen Gegenden findet man Muſcheln, welche Perlen an⸗ ſetzen, ſowohl in den Meeren, als in den Seen und Flüſſen. Es gibt deren in Schweden, in Sachſen, in Rußland(Sibirien), in Schottland und in Frankreich; die geſuchteſten von allen Perlen aber ſind die des indiſchen Oceans, wegen ihrer Größe, ihrer Fein⸗ heit und ihrer blendenden Weiße.
In der Bucht von Panama gibt es einen Archipel von klei⸗ nen, öden Inſeln, an deren Fuß ſich mehrere Bänke von Perlen⸗ muſcheln befinden, die ſehr ſchwer zu gewinnen ſind. Reichere Perſonen in Panama und Chili laſſen dieſe Muſchelbänke durch Neger ausbeuten, welche eigens zu dieſem Zwecke erzogen werden und die man unter den Tauchern rühmt, welche die ſtärkſte Bruſt und den längſten Athem haben. Wenn die Jahreszeit dazu ge⸗ kommen iſt, werden am Ufer dieſer kleinen Inſeln Zelte von Laub⸗ werk errichtet, in denen die Perlenfiſcher während der Zeit der Fiſcherei ein Unterkommen finden.
Funfzehn bis zwanzig dieſer Unglücklichen, unter die Befehle eines Führers geſtellt, fahren in Booten auf das Meer hinaus und ſuchen mit dem Senkblei nach den Auſterbänken in einer Tiefe von zehn bis zwölf Klaftern. Jeder der Taucher befeſtigt ſich um den Leib einen Strick, deſſen anderes Ende in dem Boote gehalten wird; darauf taucht er unter und hilft ſich dabei mit einem Steine, welchen er an den Fuß hängt und der mittelſt einer langen Schnur mit dem Boote zuſammenhängt, ſo daß er ihn nach Be⸗


