Jahrgang 
01-26 (1857)
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IIl. Jaürg

Aber ſchon f r olf Uhr, pochten Drohr Drohungen und als er uns ein⸗

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tJedem von uns gäbe, die wir

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der Gouverneur arteten. Wir

pielſchulden bin⸗ nachdem ſie ge⸗ ſern Degen das ns die verlang⸗ ohungen einge⸗ den Gebräuche ariſer Banquier l, daß die n, und da er ſein h, den folgenden h ſeiner Rücktehr Lord Southwell r Paris verließ, r nur Miß Noſe afe die Erſtere t ihm nach dem ſie in Kur⸗ jdurchſuchte und Cowahoden, pitzen im Betrage Jrautnfleidn n und andere Pys Alles tſich in einem nach ſeiner

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ihm, worauf er ſie unter dem Schutze eines Freundes nach London ſchickte.

Die im Vorigen enthaltene Anklage enthält viele Un⸗ wahrſcheinlichkeiten. Erſtens bringt der ſogenannte Roberts ſeine Klage erſt einen ganzen Monat nach dem angeblichen Vorfall an. Zweitens iſt es nicht wahrſcheinlich, daß der⸗ ſelbe ruhig nach Lyon gereiſt ſein und an eben dem Tage, an welchem ſeine furchtbaren Feinde wegen der Nichtbe⸗ zahlung ſeiner Wechſel ſehr aufgebracht gegen ihn ſein mußten und nach ſeiner eigenen Meinung über ſie eines kühnen Verſuchs fähig ſein konnten, ſich ſelbſt zu helfen, ſo beträchtliche Summen in ſeiner Wohnung zurückgelaſſen haben ſollte. Sodann muß der Charakter Roberts' in Anſchlag gebracht werden, der offenkundig ein betrügeriſcher Banguerottirer war und in Frankreich Schutz gegen die Strafen ſuchte, in welche er in England verfallen war. Dann iſt es nicht glaublich, daß ein verſchmitzter Wucherer ſo einfältig hätte ſein können, zu glauben, oder Montague ſo thöricht, zu behaupten, er habe die Wache und den Gou⸗ verneur der Baſtille mitgebracht. Endlich widerſprachen alle Zeugen beim Verhör einander ſo ſehr, daß ſie durchaus nicht glaubwürdig erſchienen.

Das Reſultat war, daß das Gericht in erſter Inſtanz

die Unſchuld des Angeklagten ausſprach und Roberts zur

Bezahlung aller Koſten und zur Abbitte in Gegenwart von zwölf, von dem beleidigten Theile erwählten Perſonen ver⸗ urtheilte. Payba appellirte, und nach ihm auch Montague; wir wiſſen nicht, wie der Streit endete, welcher auf keine der dabei betheiligten Parteien ein günſtiges Licht wirſt. Roberts hatte vermuthlich ſein Geld durch einen Betrug verloren und wollte es durch einen noch ſchlimmeren wie⸗ dergewinnen.

Nachdem Montague, wie er von ſich ſelbſt ſagt, eine Saiſon hindurch in Paris den petit maitre geſpielt, kehrte er nach England zurück und ward 1754 Parlamentsmit⸗ glied für Boſſiney.

Die Pflichten eines ſolchen konnten

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jedoch durchaus nicht die Zeit eines ſo thätigen und intelli⸗ genten Geiſtes ausfüllen. Er ſagt:Den Schöpfer in ſeinen Werken zu ſuchen und zu verehren, iſt unſere haupt⸗ ſächlichſte Pflicht und heiſcht den erſten Platz in dem Geiſte jedes Vernünftigen. Das Gemeinwohl des Staates, als deſſen Mitglieder wir geboren ſind, nach unſerer Stellung und unſern Kräften zu fördern, iſt unſere zweite Pflicht als Menſchen und Bürger. Ich hielt daher ein fleißiges Studium der Geſchichte für den geeignetſten Weg, die Zeit anzuwenden, welche mein ländlicher Aufenthalt mir ge⸗

währte, da er mich befähigte, dieſe Pflicht zu erfüllen, und dieſem Grundſatz gemäß nehme ich mir die Freiheit, dieſe Blätter als ein Scherflein zum Gemeinwohl anzubieten. Er bezieht ſich hierbei auf ein Werk, das den Titel führt: Betrachtungen über das Aufblühen und den Fall der alten Republiken mit Beziehung auf den gegenwärtigen Zuſtand Großbritanniens.

Der Erfolg dieſes Werkes ſoll ſeinen Vater ſehr gün⸗ ſtig geſtimmt haben. Wie dem auch ſei, ſo zeigt doch ſein Teſtament kein beſonderes Vertrauen zu ſeines Sohnes ſittlichem Werthe. Er ſetzte ihm ein Jahrgeld von tauſend Pfund aus, das er erhalten ſollte, ſo lange er und ſeine Mutter, Lady Mary, lebten, und nach dem Tode der Letz⸗ tern ein Jahrgeld von zweitauſend Pfund auf ſo lange, als er und ſeine Schweſter, Lady Bute, am Leben wären. Durch daſſelbe Teſtament wurde er ermächtigt, der Frau, welche er heirathen würde, ein achthundert Pfund nicht überſteigendes Jahrgeld auszuſetzen, und dem Sohne aus einer ſolchen Ehe vermachte er ein bedeutendes Beſitzthum in Weſt Riding von Yorkſhire. Dieſe letzte Beſtimmung führte zu einem Proceß, der nicht das Seltſamſte in ſeinem ſeltſamen Leben war.

Jetzt beſchloß er, wieder auf Reiſen zu gehen. Im Jahre 1762 finden wir ihn in Turin. Er verſchwendete aber ſeine Zeit nicht, wie in Paris, in Leichtſinn und Laſter, und wenn ihm noch etwas von ſeiner früheren Zü⸗

ſchlummerte mein Vetter ein. So wie die Klingel ſeines Ganges rſchallte, welche andeutet, daß neues Getreide aufgeſchüttet wer⸗ den muß, weil der Stein leer geht, fuhr er aus dem Schlaf auf und taumelte ſchlaftrunken hinaus. Plötzlich tönt ein gellendes Geſchrei durch die Mühle, und als die Geſellen aus der Mahl⸗

ſtube herausſtürzen, liegt mein unglücklicher Vetter mit der Naſe

auf der Erde. Sein Zopf war ins Getriebe gerathen, und nur ſeinem beharrlichen Entgegenſtemmen und dem Umſtande, daß ſein Zopf, trotz alles Prahlens, eben ſo wenig echt war, wie der jenes geiſtreichen Profeſſors, hatte er ſeine Rettung zu verdanken. Der unſelige Zopf ging zum großen Gelächter der Anweſenden wie ein Geſpenſt forrwährend mit dem Rade um. Mein Vettet trug ſeit dem Tage keinen Zopf mehr, aber nur darum, weil ihm, wie er behauptete,keiner mehr wachſen wollte!

Zur Länder⸗ und Völkerkunde. Ein Miſſionair in Madagascar. Es gibt nicht viel Länder, die von

eſucht worden ſind, als die Inſel Madagascar. Diejenigen, die

ch für die Geſchichte dieſes Landes, die Naturerzeugniſſe deſſelben

und ſeine zahlreichen Bewohner intereſſiren,

le tereſſir werden mit Vergnü⸗ Len vernehmen, daß der engliſche Geiſtliche,

Herr William Ellis,

der auf die ausdrückliche Einladung der Königin von Madagascar

und des Prinzen, ihres Sohnes, im vorigen März von England dahin reiſete, nach einer abenteuerlichen Reiſe von drei Wochen von der Küſte, in einer Entfernung von ungefähr 300 engliſchen Meilen, glücklich in der Hauptſtadt angekommen iſt.

neuern Reiſenden weniger

Herr Ellis wurde bei ſeiner Ankunft in Jamateve an der Küſte von Madagascar mit der größten Aufmerkſamkeit und Güte empfangen, die ihm auch während der ganzen Dauer ſeiner Reiſe ununterbrochen bewieſen wurde, und als er endlich am 27. Aug. in der Hauptſtadt ankam, bezeigte man ihm die Hochachtung und Berückſichtigung, wie man ſie dem Gaſte der Königin für ange⸗ meſſen hielt. Die Regierung in Madagascar hatte mehr als hundert Leute dazu beſtimmt, ihn und ſein Gepäck nach der Haupt⸗ ſtadt zu ſchaffen. Zu dieſem Zwecke hielt man einen Palankin bereit, worin der Reiſende zur Erleichterung der Träger ſich nieder⸗ legt, in dem Herr Ellis von Trägern getragen wurde, und ſein Gepäck wurde nach dem Gewichte vertheilt und jedem Träger ſein Antheil davon überwieſen. In Bezug auf Stärke und Sicherheit

war große Vorſicht nothwendig, denn ſolche Wege, oder vielmehr

ſolche Flächen, die ohne irgend eine Straße zu durchreiſen ſind, ſagt Herr Ellis, hätte er ſich nie denken können. Ein großer Theil des Wegs führte durch moraſtige Diſtricte und über ſeichte Flüſſe, und wenn man die letztern durchwatete, ſo mußte zuweilen der Palankin auf Pfählen in die Höhe gehoben werden. Bei einer ſolchen Gelegenheit ſtießen die Träger bei ihrem Voranmarſchiren ein großes Geſchrei aus und als Herr Ellis ſie nach der Urſache dieſes Lärms fragte, ſo hörte er, daß man in dieſer Art die Kroko⸗ dile erſchrecke und verjage. Einmal ſetzte die ganze Reiſegeſell⸗ ſchaft in funfzehn Kähnen über einen breiten See. Zu andern Zeiten führte ihr Weg durch dichte alte Wälder, die in der Majeſtät ihrer rieſenmäßigen Bäume und der Stille in ihrer großartigen

Einöde ganz ſchauerlich waren. Zuweilen trafen ſie Srellen, wo

der Weg ſo enge und ſteil war, daß nur ein Mann darauf voran⸗ ſchreiten konnte, und dann Ebenen, wo die Träger ſich durch den