Jahrgang 
01-26 (1857)
Einzelbild herunterladen

che erforderlich als ſein Glück würde, ſein Un⸗ ner Ankunft der r noch einen c ſeinen frühern ſ Schiff gerade d unter

urch Für⸗

wieder aufgenom⸗ mehr die Sorge ſie mit ſolchem

ch er bei ſeinem

n war, bald rabermals von ch der Hang zum gauf ein Schif, ein Vater, rklärte, wie er

ts mehr von einer Doch Mr. Forſter Vorſtellungen aubte, den ver⸗

es ſich er⸗ rde. In kurzer ſollte nun

Anfüchk ſanes Auffcn Ko

f nes Aufent⸗ öm bewilig ⸗einige Stit zu guſfiker voll⸗ Beſt ändigkeit

ſ und ihm eine Hier gab er zu

*

(III. Jahrg.'

Rr. 17. SDritte

denſelben Erwartungen Hoffnung und wurde 1747 Par⸗ lamentsmitglied für die Grafſchaft Huntingdon. Doch bald hatte er ſich tief in Schulden geſtürzt und war gegen Ende des Jahres 1751 nochmals gezwungen, auf Reiſen zu gehen.

Unglücklicher Weiſe machte er ſeinen erſten Ausflug nach Paris, und hier verwickelte ihn ſeine übermäßige Spiel⸗ ſucht in eine Sache, welche, gelind geſprochen, damals ſehr verdächtig ſchien und auf ſeinem Namen einen Makel ge⸗ laſſen hat, der nie gänzlich verwiſcht wurde. Wir geben ſeinen eigenen Bericht darüber, den wir hier wörtlich mit⸗ theilen, da der betreffende Rechtsfall ein intereſſantes Licht auf die Geſellſchaft jener Zeit fallen läßt.

Eines Sonntags, am 31. October 1751, als der Tag graute und ich mich ausgekleidet hatte, um zu Bett zu gehen, hörte ich Jemand in mein Zimmer treten; als ich mich umſah und einen Mann erblickte, den ich nicht kannte, fragte ich ihn ruhig, was er wünſche. Seine Ant⸗ wort lautete, ich müſſe mich ankleiden. Ich fragte ihn nach dem Grunde ſeines Erſcheinens, als ein Commiſſair mit ziemlich zahlreicher Begleitung ins Zimmer trat und mir mit vieler Würde ſagte, er ſei gekommen, um mich kraft eines Verhaftsbefehls in das Grand Chatelet zu führen. Auf meine wiederholte Bitte, mich mit dem mir zur Laſt gelegten Verbrechen bekannt zu machen, war ſeine ganze Antwort, ich müſſe ihm folgen. Ich bat ihn nun um Erlaubniß, dem engliſchen Geſandten Lord Albemarle zu ſchreiben, und verſprach zu folgen, wenn Se. Excellenz nicht für mein Erſcheinen vor Gericht bürge; allein der

Commiſſair verweigerte mir den Gebrauch von Feder und

Tinte, willigte jedoch ein, daß ich eine mündliche Botſchaft an Seine Excellenz ſchicken ſollte, und erklärte zugleich, er werde die Rückkehr des Boten nicht erwarten, weil er Be⸗ fehl habe, mich ſogleich in das Gefängniß zu führen. unter ſolchen Umſtänden Widerſtand nutzlos war und ſtraf⸗ bar ſein konnte, folgte ich dem Commiſſair, nachdem ich

Da

einem meiner Diener aufgetragen hatte, Lord Albemarle von der Behandlung, die ich erfahren, in Kenntniß zu ſetzen.

Ich ward nach dem Chatelet gebracht, wo die durch ihr Amt verhärteten brutalen Schließer mich als einen der Verbrecher packten, die ſie für öffentliche Beſtrafung ein

ſperren, und obgleich weder meine Mienen noch mein Be⸗ nehmen das geringſte Merkmal der Schuld zeigten, ward ich doch wie ein verurtheilter Verbrecher behandelt. Man ſperrte mich zu einer Rotte elender Wichte, welche nichts Menſchliches an ſich hatten, außer der Geſtalt.

Das ganze Geräth meines Gefängniſſes beſtand aus einer erbärmlichen Matratze und einem gebrechlichen Stuhl. Es war kaltes Wetter, und ich verlangte Feuer, allein man ſagte mir, ich könne keines bekommen. Ich war durſtig und forderte etwas Wein und Waſſer, oder nur einen Schluck Waſſer, aber auch dies ward mir verſagt. Alles, was ich erlangen konnte, war das Verſprechen, mich am folgenden Morgen zu verſehen, und dann wurde ich unter hundert Schlöſſern und Riegeln mit einem Lichtſtumpf mir ſelbſt überlaſſen, nachdem ich gefunden hatte, daß meine Kerkermeiſter nur wenig ſprachen, ihre Befehle ſehr beſtimmt waren und ich ihre Gunſt nicht gewinnen konnte.

So befand ich mich in einem für die gemeinſten Ver⸗ brecher beſtimmten Thurme. Dieſe hatten, bevor ſie zu Galgen oder Rad geführt wurden, die Wände mit ihren Gelübden und Gebeten vollgeſchrieben. Unter andern be⸗ merkenswerthen Inſchriften fand ich eine mit folgender Anmerkung:Dieſe Verſe ſchrieb der Prieſter, welcher im Jahre 1717 gehängt und verbrannt wurde, weil er einen Kelch des heiligen Sacraments geſtohlen hatte. Am Fußboden befanden ſich eiſerne Krampen, um entweder die Gefangenen daran zu befeſtigen oder die Folgen ihrer Ver⸗ zweiflung zu verhindern.

In dieſem abſcheulichen Gefängniß blieb ich bis zum

Mein Herr, ich bin heute zufällig guter Laune und möchte mir dieſe nicht gern verderben. Sie haben mir zwei Gläſer Bier weggetrunken; das iſt genug. Jetzt kommt an mich die Reihe. Ich hoffe, daß meine Nachſicht Sie zur Reue, ſo wie zu einem anſtändigeren Betragen bewegen wird. Kellner, ein drittes Glas Bier!

Der Kellner goß zitternd das Bier ein, das unfehlbar zu einer Kataſtrophe führen mußte. Und in der That ſtand es kaum auf dem Tiſche, als der Händelmacher es auch ſchon ergriffen und den ganzen Inhalt ausgeſchüttet hatte.

Schneller als der Tiger, der ſich auf ſeine Beute ſtürzt, warf ſich der Franzoſe jetzt auf ſeinen Gegner und verſetzte ihm mit den Fäuſten und den Füßen furchtbare Schläge und Stöße in das Geſicht, auf die Bruſt und in die Seiten. Der Händelmacher ge⸗ wann nicht einmal ſo viel Zeit, ſich zu vertheidigen; er taumelte umher und ſank dann ohnmächtig nieder, das Geſicht furchtbar entſtellt und über und über mit Blut bedeckt. Erſt als er am Boden lag, hörte ſein Sieger auf ihm Schläge zu verſetzen. Dann zog er ruhig eine Brieftaſche hervor, nahm eine Karte aus derſel⸗ ben und befeſtigte ſie mit einer Stecknadel auf der Bruſt des Ohn⸗ mächtigen.

Darauf ſagte er, ſich gegen die Anweſenden wendend:

Iſt hier irgend ein Freund dieſes Menſchen, ſo bitte ich demſelben zu ſagen, daß er mich jeden f Uhr in meiner Glas Bier!

Dies Mal machte ihm Niemand die Erfriſchung ſtreitig, deren

Wohnung treffen kann. Kellner, noch ein

er nach der gehabten Anſtrengung doppelt bedürftig war. Er

Morgen von acht bis elf

trank ruhig das Bier aus, bezahlte alle vier Gläſer und ließ die ganze Geſellſchaft ſtumm vor Staunen und Ueberraſchung zurück. Als man den Betäubten aufhob, fand man, daß ihm zwei Rippen gebrochen waren und daß ein Fauſtſchlag ihm das eine Auge aus der Höhle getrieben hatte. Auf der Karte an ſeiner Bruſt las man:*

Lucian Petit, Fechtmeiſter aus Paris, ertheilt Unterricht im Fechten, im Boxen, in der Führung des Kampfſtockes und im Ringkampfe. Stundengeld billig.

Etwa ſechs Wochen nach dieſem Auftritte wurde die Thür des Fechtmeiſters Petit eines Morgens aufgeriſſen, und ohne vor⸗ her angeklopft zu haben, ſtürmte ein Menſch herein.

Erkennen Sie mich? fragte er mit zornerſtickter Stimme.

Vollkommen! entgegnete Herr Petit.Was wünſchen Sie?

Ich komme, um Sie zu tödten, ſagte der Händelmacher, der erſt jetzt von ſeinen Wunden wiederhergeſtellt war, die Spuren derſelben noch immer trug.Ich geſtehe, daß ich Sie beleidigt

habe; deshalb laſſe ich Ihnen die Wahl der Waffen. Aber beeilen Sie ſich, denn ich muß Sie todt ſehen; dabei gilt es mir gleich, ob ich Ihnen mit dem Kampfſtocke den Schädel einſchlage oder Ihnen meinen Degen durch die Bruſt renne.

Laſſen Sie uns weniger, aber vernünftig ſprechen, ſagte der Fechtmeiſter,beſonders aber ohne Zorn Folgen Sie mei⸗ nem Rathe, ſo laſſen wir unſere Sache abgemacht ſein. Sie tranken mein Bier ich prügelte Sie dafür; das iſt alſo in der Ordnung. Mir liegt heute eben ſo wenig daran, Sie zu tödten, wie an jenem Tage, Ihnen die Rippen einzuſchlagen. Das à