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Novellen-Zeitung.
gott erhalte franz, den Raiſer.
Eine Epiſode aus Joſeph Haydn's Leben. Von
L. Mühlbach.
I. Das Hans in der Gumpendorfer Vorſtadt.
Wien zitterte vor dem Anmarſch des franzöſiſchen Heeres und die Angſt vor der Gefahr hatte das ſonſt ſo friedliche und gehorſame Wienervolk zu einem Aufſtande verleitet, der indeß nichts bezwecken ſollte, als den allmäch⸗ tigen Miniſter Thugut zum Frieden mit Frankreich zu zwingen. Der Erzherzog Karl war geſchlagen, der Kaiſer war aus⸗Wien geflüchtet!
Keine von allen dieſen Nachrichten hatte die Bewohner dieſes kleinen Hauſes beunruhigt, das da am Ende der Gumpendolfer Vorſtadt von Wien nahe an der Maria⸗ hilfer Linie lag. Ein ernſtes Bild des Friedens und der Ruhe bot dieſes kleine Haus dar. Inmitten eines Gärt⸗ ſchens, das auf ſeinen zierlich geordneten Beeten die erſten jungen Frühlingsblüthen zeigte, war es gelegen; hohes Geſträuch lehnte ſich mit ſeinem ſproſſenden Grün an die weißen Mauern des Hauſes, hinter deſſen blanken, durch⸗ ſichtigen Fenſterſcheiben man blendend weiße Vorhänge ge⸗ wahrte, zwiſchen denſelben ſchöne blühende Topfgewächſe.
Nichts Auffallendes bot dieſes kleine, nur ein Stock— werk hohe Haus dar, und doch ging Niemand vorüber, ohne mit einem ehrfurchtsvollen forſchenden Blick zu den Fenſtern hinzuſchauen, und wer hinter den Scheiben auch
nur den flüchtigen Schatten eines menſchlichen Weſens zu
ſehen vermeinte, beeilte ſich, tief und reſpectsvoll zu grüßen, und ſein Geſicht verklärte ſich dabei zu einem ſtolzen und glücklichen Lächeln.
Und doch, wi eggſage bot dieſes kleine Haus gar nichts infach und beſcheiden war es von
Auffallendes dar. Außen, einfach und beſcheiden war auch ſein Inneres, eine tiefe Stille herrſchte auf dem kleinen, mit weißem Sand beſtreuten Hausflur. Eine große gefleckte Katze, ein wahres Prachtexemplar von Schönheit, lag unfern der Hausthür auf einem weichen weißen Kiſſen und ſpielte anmuthig und zierlich mit dem weißen Garnknäuel, das eben von dem Schooße der Frau gefallen war, die da an dem Fenſter ſaß und emſig mit dem Strickſtrumpf, den ſie in Händen hielt, beſchäftigt war.
Dieſe Frau in der einfachen, ſchmuckloſen und beſchei⸗ denen Kleidung ſchien eine Dienerin des Hauſes, aber
jedenfalls eine Dienerin, der man unbedingt vertraute, denn ein großes Schlüſſelbund, wie es die Hausfrauen oder die treuen Haushälterinnen tragen, hing an ihrer Seite. Eine tiefe lächelnde Ruhe, wie ſie zu der Phyſio⸗ gnomie des Hauſes paßte, lag auf ihren ehrwürdigen Zügen, ein anmuthiges Lächeln umſpielte ihre ſchmalen farbloſen Lippen, als ſie jetzt das Strickzeug in ihren Schooß gleiten ließ und vornübergebeugt dem muntern Spiel der Katze zuſchaute.
Plötzlich ward dieſe Stille durch einen lauten ſchrillen⸗ den Ton unterbrochen und eine ſeltſam ſchnarrende Stimme rief einige einzelne abgebrochene Worte in agliſcher Sprache.
Bei dem erſten Laut derſelben öffnete ſich haſtig eine Thür und in derſelben erſchien eine zweite Frau, eben ſo alt, eben ſo freundlich, mit eben ſo ſtillen friedlichen Zügen wie die andere. Nur verrieth der feinere gewählte Anzug, die feinere gefältete Spitzenhaube auf hohem gepuderten Toupet und die ſchwere goldene Kette, die ihren Hals um⸗ gab, daß man es hier nicht mit einer Dienerin, ſondern mit der Herrin zu thun habe.
Aber zwiſchen dieſer Herrin und dieſer Dienerin ſchien ein eigenthümliches freundſchaftliches Verhältniß zu herr⸗ ſchen, denn die Letztere ließ ſich durch das Erſcheinen ihrer Herrin in dem muntern Spiel mit der Katze gar nicht ſtören und die Dame ſchien das gar nicht auffallend und reſpectwidrig zu finden, ſondern ging mit leiſen trippeln⸗ den Schritten zu ihrer Dienerin hin.
„Katrinel,“ ſagte ſie,„hör' nur einmal, wie das Vieh, der Paperl, heute wieder ſchreit. Es wird den Herrn ſtören, denn er iſt ſchon oben gegangen zur Arbeit.“
„Es iſt ein unausſtehliches Vieh, der Paperl,“ ſeufzte Katrinel.„Weiß nit und kann nit begreifen, wasder Herr Kapellmeiſter— Doctor wollt' ich ſagen, an dem Thier findt und warum er es über's Meer mit hieher geſchleppt hat! Wenn er halt noch ſingen thät, der Kerl, ſo wär's noch zu begreifen, daß der Herr Kap— Doctor ihn aufgenommen, aber das Vieh ſchreit immer ſein Kau⸗ derwälſch, was kein ordentliches Gottsmenſch verſteht.“
„Wer engliſch kann, der verſteht's wohl, Katrinel!“ ſagte die Dame;„der Paperl ſpricht engliſch und darin iſt
er geſcheuter wie wir beide, Katrinel!“
„Aber dafür kann er nit deutſch, nit wieneriſch ſpre⸗ ſchen,“ eiferte Katrinel,„und ich mein', unſere Sprach' iſt halt auch ſchöner als das engliſche Kauderwälſch. Weiß nit, was der Herr Doctor daran finden thut und wie er's V leidet, daß das Vieh mit ſeinem Geſchrei ſeine Ruhe ſtört.“
„Ich weiß's wohl, Katrinel,“ ſagte die Frau Doctorin mit einem ſanften Lächeln,„der Papagei erinnert den Herrn


