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„ V Nr. 11.] Vergeben mußte ſie ja wohl, das war Chriſtenpflicht. Rentier bereit, und zwar mit zwei überzähligen Couverts Glücklich, daß ihr dieſe an ſich ſchwere Pflicht diesmal ſo verſehen. Die laue Sommerluft drang durch die offenen leicht wurde, aber doch zagend und verlegen trat ſie nun Flügelthüren ein, denen gegenüber am Piano der blonde in des Papa's Zimmer. Schwede ſaß und das geſammte Repertoire des muſiklieben⸗ „Väterchen,“ begann ſie zögernd,„er iſt hier!“ den Wirthes— denn es war ein deutſcher Schweizer— „Wer denn?“ fragte Jener und fuhr fort, ſein Raſir⸗ bereits ſeit Nachmittag durchſpielte. Fräulein Aurelia aber meſſer zu ſchärfen, um ſeiner die letzten Tage etwas ver⸗ ruhte ſehr comfortable in einer Sophaecke von den er⸗ nachläſſigten Erſcheinung wieder ihren alten Relief zu müdenden Touren aus, und harrte der verſprochenen Be⸗ leuchtung und des Thees um ſo ungeduldiger, als ſie, ganz
geben. „Nun— der junge Träger— der Rübezahl—“ ihren Grundſätzen zuwider, ſich in ſo compromittirender „Ei den ſoll ja gleich ein Donnerwetter—— na wart' Situation ſah.
da will ich gleich—“ Auch Fanny harrte, obwohl auf etwas ganz Anderes,
„Nein, nein, Väterchen,“ bat Fanny, ihn am Arme draußen auf dem Baleon und erlaubte jetzt ihrem Herzen feſthaltend und ſein rauhes Kinn ſtreichelnd,„laß Dir nur ganz nach Belieben zu klopfen, als ſie endlich drinnen im erzählen— oder lies lieber ſelbſt,“ und lächelnd reichte ſie Zimmer des Vaters Stimme hörte, der ſeiner Schweſter ihm den Brief. eben den jungen Reiſegefährten Harald vorſtellte, und mit Nun ſieh' mal einer die kleine Wetterhexe an!“ rief einem verſtohlenen Blick ihn ſelber bemerkte, zwar nicht in
„2 der Papa, deſſen guter Humor ſammt der väterlichen Eitel⸗ grauer Blouſe, ſondern als völligen Gentleman, ſo gut dies der Inhalt ſeiner Reiſetaſche möglich gemacht hatte.
keit für den Augenblick die Oberhand über jede weitere Re⸗ Tante Aurelia's Scharfſinn hatte gleich errathen, wie ſie
flexion behielten. Nicht wahr, Du wirſt ihn ſehen?“ fragte das Töch- verſicherte, daß es mit dieſem Träger eine beſondere Be⸗ .) 9 g T
777 terchen. wandtniß haben müſſe. 5, „Verſteht ſich, bin ja ſein Schuldner! aber was dann„Ja, Tantchen dachte, Sie wären der Böſe in eigner weiter?“ Perſon, und ich bin ſehr gengit zu glauben, daß ſie Recht
„Nun, das wollen wir ſehen, mein Goldväterchen,“ hat!“ ſagte lachend die boshafte Nichte, indem ihr blondes ſagte das liebliche Kind, die Arme um ſeinen Hals legend, Köpfchen zum offenen Fenſter hereinſchaute. mit einem herzlichen Kuß, und enteilte, den Rentier ſeinem Im Nu war der junge Mann draußen bei ihr, und aufſteigenden Bedenken über dieſe unerwartete Wendung der Scherz löſte die erſte Befangenheit dieſes erſten Wie⸗ der Dinge überlaſſend. derſehens nach ſo ſeltſamer Bekanntſchaft; wie viel hatten Nur wenige Gäſte des Hauſes waren unten beim Beide nicht zu fragen und zu erklären! Und als in dem Abendeſſen verſammelt, indeß dem Thee trinkenden Theil reinen Abendhimmel ein Sternchen nach dem andern auf⸗ derſelben vergönnt war, in dem großen Salon oben ſich tauchte, und Harald wagte, ſie leiſe an den verheißenen peehaglich zu etabliren. An einem Ende dieſes Gemachs Dank zu mahnen, legte Fanny ſtumm, aber getroſt ihre ſaß faſt lautlos eine engliſche Familie, theils Schach ſpie— Hand in die ſeine. Die Stille der Nacht, die ſich über die lend, theils leſend, vor ihnen der dampfende Theekeſſel. Erde ergoß, verbreitete auch über ihre Herzen Glanz und b Der große runde Tiſch am andern Ende war für den ſtillen Frieden.
Da der Richter, als guter Türke, das Vergnügen recht gut„Ich bin nicht ſo dumm,“ antwortete der Algierer,„Sie begriff, das man empfinden kann, wenn man die Beſtrafung eines würden den Andern nicht haben ſchlagen laſſen.“ C. Feindes anſieht, und da er überdies glaubte, dem Algierer, deſſen
Schuld ſich nicht vollkommen herausgeſtellt hatte, eine Linderung
bewilligen zu müſſen, ſo nahm er dieſes Geſuch günſtig auf und 82. bewilligte es. Der Algierer konnte alſo ſich ſeiner Rache er⸗ Theater. V freuen. das Vn La Question d'Argent.
Er ſah das Inſtrument funfzehnmal auf die nackten und bald Das neueſte Stückvon Alex. Dumas fls.
blutigen Füße ſeines Widerſachers niederfallen und ſich wieder eerheben; er hörte ſein Schmerzgebrüll und war Zeuge ſeiner Zuckungen.
Sie muß doch in der Luft liegen, dieſe Reaction gegen die Romantik, die Frivolität und Emancipation, die wir überall, und Als der Araber die ihm zugeſprochenen Schläge erhalten oft wo wir es am wenigſten vermuthen, im jetzigen modernen
hatte, wurde er der Gewohnheit gemäß von ſeinen Verwandten Leben auftreten ſehen. Es iſt ein eigenes Schickſal, daß der Sohn und Freunden umgeben, die ihn forttrugen, denn er war ſeiner⸗ des größten Phantaſten unter allen romantiſchen Schriftſtellern ſeits nicht im Stande, ſich an der Strafe ſeines Gegners zu Frankreichs als der Tonangeber der geſellſchaftlichen Reſtauration erfreuen. Erfolg auf Erfolg erringen muß, während der alte Charlatan
Jetzt war der Augenblick gekommen, wo dieſer ſich dem Ur⸗ von den Anekdoten lebt, die er in ſeinem Mousquetaire über ſei⸗ theilsſpruche des Richters unterwerfen ſollte. Die Diener der nen Sprößling erfindet, und von den Almoſen, die dieſer ihm zu Gerechtigkeit näherten ſich ihm, doch er wich einige Schritte zurück, ſpenden ſich bereit finden läßt! he eine verneinende Geſte und rief: Er iſt nur der Sohn einer Griſette, dieſer kleine Alexander H
„Nein! Mich ſchlägt man nicht; man gibt mir keine Stock⸗ Dumas, und ſein Leben wie ſeine erſten blendendſten Triumphe
läge, weder auf den Rücken, noch auf einen anderen Theil verdankt er der ſocialiſtiſchen Romantik. La dame aux eamélias eines Körpers. Ich bin ein Franzoſe; hier ſind meine Papiere!“ und Diane de Las waren Verherrlichungen der Leidenſchaft, die
Man unterſuchte die Schriftſtücke, die er vorwies, und man gegen Geſellſchaft, Sitte und Geſetz ankämpft; aber in Demi-
mannte, daß ſeine Forderung begründet war. Man mußte ihn monde ſchon zeigt er uns die Kehrſeite ſolcher Zuſtände, indem er franzöſiſchen Conſul ausliefern, der keine Stockſchläge aus⸗ uns das Zweideutige aufrichtig unzweideutig ſchildert und der tſeen läßt. 1 1 ſchlechten Geſellſchaft die gute als wirklich gute gegenüberſtellt. „Weshalb ſagteſt Du das nicht früher?“ rief der Richter, Mit ſeiner neueſten Komödie endlich: La question d'argent, bat da anz böſer Laune war. er den Tugendpreis, den die Académie française ertbeilt, dafür
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