Jahrgang 
01-26 (1857)
Einzelbild herunterladen

Jahrg.

Nr. 11.] Dritte Folge. 169

5 ſt derNa, das muß wahr ſind ſo was thuen ſie in Ber⸗ Kopf zu ſchwindeln begann? Auch beim Abendeſſen er⸗

411 den ſei lin nich den Kreuzberg un die Fontaine im Luſtgarten ſchien der geheimnißvolle Reiſemarſchall nicht, ſo viel ſie bt. Iſt es kann jeder Betteljunge umſonſt ſehen! rühmte mit Stolz auch nach der Thür ſchaute.

runter ſtür der Rentier im Hinabſteigen nach Reichenbach. Heftig erregt trat der Rentier bald nachher in das fangen und Wenn es abſichtlich war, daß der junge Träger den Zimmer der Frauen, ohne auf Aurelia's Proteſt, daß ſie

Seſſel ſammt ſeiner ſchönen Laſt ſeinen Kameraden bis Toilette mache, zu achten:Will ich da die Führer und ragte eine vor die Thüre des Hôtels zu tragen überließ, ſo that er Träger bezahlen, und beſonders dem jungen Menſchen, der

beſonders an jenem Abend klug daran, denn vor dem Hauſe ſaßen einige Fremde, in denen er Landsleute und Bekannte von weitem entdeckte, und muſterten mit beifälli⸗ gen Blicken das ankommende junge Mädchen, indeß er ſelber vorzog, durch das Hofthor ſeinen Einzug zu halten.

Dich noch ſo zu rechter Zeit erwiſchte und feſthielt, noch was Ordentliches geben iſt der mit ſeinen Kameraden auf und davon, und nur einen Wiſch haben ſie da gelaſſen, voll Unſinn, von dem ich nichts verſtehe; da lies!

Als Diener Rübezahl's haben wir Alle mit Freu⸗

dapa dagen Leider war dieſer Gaſthof kein Holzhaus mit ſeinen. n ge heds ar disſer Gaſthof kein Polzhalls ſeine den die ſchöne Jungfer über die Berge getragen und és war zum idylliſchen Offenherzigkeiten; dicke Mauern trennten ihn 3.. e in den d 1 dem fröhlich Erſt it F d jetzt ebennt können weder Dank noch Geld dafür annehmen. Viel⸗ Blick in dem 0 röh 9 Fr 5 3 d6 he,.. 3. dde on dem fröhlichen Erſtaunen, womit Fann jetzt eben in leicht thut's der Herr Vater in die Armenbüchſe! chloſſener dem für ſie beſtellten Zimmer den Strauß Alpenroſen be⸗ Waſſerfall grüßte, den ihr heut der Schneekönig auf ihren Tiſch ge⸗Ja, Väterchen, das iſt wirklich etwas Rübezahls Beſchauer ſetzt hatte. Dazu kam noch, daß ihn die fatale Anweſen⸗ ſpuk! ſagte Fanny lächelnd, aber ſichtlich betroffen 5 ¹*. ſt, zwiſchen heit der Leute verhinderte, ſich in ſeiner wahren Geſtalt ob über dieſe Uneigennützigkeit der Schweizer, oder über gt zu wer⸗ oder überhaupt zu zeigen, da er natürlich eine befriedi⸗ das Verſchwinden aller ihrer Vaſallen, war zweifelhaft! gende Erklärung vorauszuſchicken wünſchte kurz Harald Was half aber alles Ereifern, Vermuthen, Gedacht⸗ und 8 8 3 8 4 20) 3 2 t kleinen Greenborg war ziemlich verdrießlich geſtimmt. Geſagthaben, alle Wenn und Aber der Tante und des aſſe GeſichtWie kannſt Du nur zweifeln, Fanny, daß dieſer Papa's, um das Dunkel zu erhellen? Fanny nahm wenig ſchloſſenen Windbeutel von Franzos die Hand dabei im Spiele hat! Antheil daran und vergaß ganz, ihren Triumph der Tante kſtücke ſehr Wenn er's nicht etwa für eigne Rechnung thut! ſagte in gegenüber zu feiern, die gezweifelt hatte, daß es noch ſo hi weiter vollem Eifer die Tante, und fuhr mit feierlichem Tone fort: viel Chevalerie in dem verderbten neunzehnten Jahrhun- Häuschen,Am Ende hat gar der böſe Verſucher ſeine Geſtalt ange- dert geben könne! Sie ſaß ſtill am offenen Fenſter und Aber nommen, um Dich mit ſolchen Gaben zu verlocken! Ich horchte mehr dem Brauſen des fernen Waſſerfalls, als die⸗ 1 5. 5. 5 7 2. 7 dahNA würde um keinen Preis dieſe Blumen anrühren! en Verhandlungen, und fühlte ihr Herz von tauſend Hoff⸗ d daß gen, Herz ven einzu⸗Aber, Tantchen, Sie will er ja auch nicht verlocken, nungen und Zweifeln bewegt, denen ſie weder Worte gehen don lachte die Nichte,und ich fürchte mich gar nicht, ſo gefähr⸗ konnte noch mochte. onnen... 7 77 7 d 7 8.... eſch enge lich es auch ſcheinen mag. Ein unfreundlicher Morgen empfing die drei Reiſenden k Lon Zum Beweis davon ſog ſie den eigenthümlich bittern am nächſten Tage; kein blumengeſchmückter Seſſel erwartete 1Reich Duft der Purpurblumen in vollen Zügen ein. Dieſelbe mehr das junge Mädchen, ſondern ein ſehr ſchläfriges,

ſchwerfälliges Pferd ſollte ſie über den Brimig nach dem

Handſchrift wie geſtern; Zimmer und Blumen bereit Vierwaldſtädterſee tragen, an deſſen Ufern ſie einige Tage

war es da ein Wunder, wenn dem jungen Mädchen der

ſchdenklich

Die Ausbreitung der Chineſen.

Vor einiger Zeit erſchien in Paris von Th. de Ferrière ein intereſſantes Werk unter dem Titel:Une Ambassade française en Chine(Leipzig, Alphons Dürr), welches in Form eines Reiſe⸗ tagebuches ſehr anſchauliche Schilderungen chineſiſcher Verhält⸗ niſſe, Sitten und Gebräuche enthält.

Ueber die weite Ausbreitung des chineſiſchen Volkes erzählt

zu dem mehr oder minder grotesken Gedanken kommen, daß binnen einigen Jahrhunderten der Erdball voller Chineſen ſein werde, und dieſer Gedanke könnte ſich wohl verwirklichen. Wo immer ſie ſich niederlaſſen, geſchieht es auf friedliche Weiſe, unter dem Banner der Arbeit. Die Sclaverei iſt ihrem Ende nahe; wenn es keine Sclaven mehr gibt, wird es außerhalb Afrika's auch keine Neger mehr geben; an ihre Stelle werden die Chineſen treten. Sie werden herbeikommen mit ihrem Durſt nach Gewinn, ihrem Eifer

zur Arbeit, ihrer Muskelkraft, ihrer Gewandtheit, Geſchicklichkeit

- de ge der Verfaſſer:Wenn man die Landenge von Suez überſchritten eitt, ihre 3 1d. cDele t und hat, findet man die Chineſen bereits überall auf Bourbon und und Anſtelligkeit, aber auch mit ihrer Leidenſchaft für geheime u Waakeè Mauritius, in Indien, im indiſchen Archipelagus, in den Haupt⸗ Geſellſchaften und ihrer Neigung ſich abgeſondert zu halten und 1 twind, ſitzen der Malayen, auf den Philippinen und allwärts be⸗ einen Staat im Staate zu bilden. Dieſe Erſcheinung wird zwar del ſteken b wahren ſie, trotz der Kreuzungen und der Entfernungen, unzer⸗ etwas Sonderbares und ſehr Beachtenswerthes ſein, allein ich zweifle 81 dolee ſtörlich den phyſiſchen Typus ihres Volksſtamms ſo wie den nicht, daß die Chineſen beſtimmt ſind, in der zwiſchentropiſchen im moraliſchen Charakter ihrer Nation. Man verſetze zwanzig Cbi⸗ Welt dereinſt die Lücke auszufüllen, welche die Abſchaffung der bat neſen in das Boulogner Wäldchen oder in den Hydepark, verhei⸗ Sclaverei dort machen wird; man wird ihrer bedürfen, ſie rufen ſi h rathe ſie an Franzöſinnen oder Engländerinnen, und es wird in und nicht auf ſie zu warten brauchen. Welch: Civiliſationsſtufe , N einem Jahrhundert in den Umgebungen von Paris und London ſie aber auch jetzt mit ſich bringen werden, ſo liegt immerhin etwas 70 Cents eein chineſiſches Dorf geben, das durch ſeine Häuſer, ſeine Pago⸗ Abſchreckendes in dem Gedanken, daß ſie möglicherweiſe bleiben, Cents den, die Phyſiognomie, die Lebensart, die Tracht ſeiner Einwoh⸗ was ſie ſind, und den abendländiſchen Einflüſſen keinen Eingang tädtiſche ner ſo chineſiſch iſt wie Nanking oder Peking. Der chineſiſche bei ſich geſtatten. Der Chineſe, wie wir ihn auf Manilla, Sin 1 nuch in f Typus pflanzt ſich, wie der jüdiſche, von Geſchlecht zu Geſchlecht, gapur und Macao geſehen haben, iſt arbeitſam, verſtändig, heiter,

lebens⸗ und lachluſtig, höflich und ſogar complimentiös; daneben iſt er aber auch falſch, heuchleriſch, luͤgneriſch, zum Diebſtahl ge⸗ neigt, ſelbſtſüchtig, leidenſchaftlich eingenommen für das Splel, das Opium, den Sinnengenuß, dem Mitleid wenig zugänglich,

Di trotz der Vermiſchung des Bluts, mit außerordentlicher Hartnäckig⸗ ceeit fort, und die durch unveränderliche Ueberlieferung erhaltenen Sitten und Gebräuche ändern ſich 4 nichts durch die Berührung mit den Gebräuchen und Sitten der übrigen Völker. Faßt man Opiu 1 ugängl,

4 ferner neben dieſer Thatſache die unglaubliche Fruchtbarkeit dieſes rachſüchtig und ſtets bereit, im Düſter der geheimen Geſellſchaften be Menſchenſchlags, ſeine Tauglichkeit, in allen Ländern und allen irgend ein finſteres und blutiges Complot zu ſchmieden. Die Klimaten zu leben und ſich zu entwickeln, ins Auge, ſo wird man Auswanderung iſt zwar von der chineſiſchen Behörde verboten,