Jahrgang 
01-26 (1857)
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Fanny eilig aufſtand, um ihrer Heiterkeit draußen vollen Lauf zu laſſen.

Dabei kam ſie an den Raum, wo die Führer tafelten, aber die graue Blouſe war nicht darunter. Der junge Mann lag draußen unter dem grünen Tannenwald; er malte ſich in verſchiedenen Farben den Moment aus, wo er ihr das Räthſel löſen würde, welches ſie das ſah er wohl beängſtigte und verwirrte, und ſo angenehm ver⸗ ging ihm dabei die Zeit, daß der Gegenſtand ſeiner Ge⸗ danken bereits ein gutes Stück Weg das Thal hinab war, als er aufbrach. Er vertraute indeß ſeinem ſchlauen Jakob, der immer Mittel und Wege fand, dasoalte Moaderl vorweg zu ſchicken, und auch diesmal waren auf dem ſchma⸗ len Pfad längs des brauſenden Waſſers die Pferde vor⸗ aus, und der grüne Schleier wehete ſchon dem Säumigen von dem Seſſel entgegen. Aber als er erhitzt anlangte und die Männer ihm Platz machten wer beſchreibt ſei nen Verdruß? ſaß Dame Aurelia darin, und weiter vorn ſchaute Fanny lächelnd von ihrem Pferd nach ihm hin. Himmel, wie ſchwankte nun der Seſſel hin und her! Der Verdruß ſchien ihm die Laſt der armen Tante noch zehnfach zu vergrößern, und ſie, die ſchon in ihrer Kindheit nie eine Schaukel hatte vertragen können, wie ſie fruchtlos verſicherte, verließ nach kurzem Märtyrerthum mit blaſſen Lippen den geprieſenen Thron und äußerte gegen ſeine eigentliche Herrin ziemlich vernehmlich, daß der junge Menſch im Leben ſein Fortkommen nicht auf dieſe Art fin⸗ den werde was jedenfalls ſehr niederſchlagend für ihn ſein mußte!

Er iſt wirklich nur ein ordinairer Träger, Dein Franzos, und heut Abend noch wird er verabſchiedet, darauf verlaß Dich!

Ein leichter Seufzer war Alles, was die Nichte erwi⸗ derte, und weiter ging es, dem Reiſeziel des heutigen Tages entgegen.

Ein wahres Glück iſt es, daß die Jungfrau zu hoch

Novelſen⸗Zeitung.

III. Jahrg.

iſt, denn ſonſt würde ſchwerlich der Speculationsgeiſt der Schweizer ſie ſo für alle Welt, d. h. gratis, zu ſehen ſein laſſen! Indeß, wer weiß, was noch geſchieht! Iſt es doch gelungen, das wild und ungebunden herunter ſtür⸗ mende Kind der Berge, den Reichenbach, einzufangen und unter Schloß und Riegel zu legen!

Wollen Sie die ſchöne Cascade ſehen? fragte eine Frau, vor einem kleinen Hauſe ſtehend.

Gewiß, antwortete der Rentier, dem donnernden Getöſe nachgehend.

Ja, da müſſen Sie hier hereinkommen, entgegnete Erſtere, auf einen Laden voll Schnitzwaaren deutend.

Da hinein? J Jott bewahre! rief Papa Hagen. Auf allgemeines Zureden jedoch trat er ein. Es war zum Taubwerden, aber damit ja kein unbezahlter Blick in dem prächtigen Anblick ſchwelge, wurden erſt bei verſchloſſener Thüre die hölzernen Läden aufgethan, und der Waſſerfall brauſte mit erſchütternder Gewalt dicht an dem Beſchauer vorüber, ſo wild, als ſchäme er ſich ſeiner Haft, zwiſchen armſeligen Planken gefangen und für Geld gezeigt zu wer⸗ den er, der freie Sohn der Natur.

Draußen ſtanden ein paar junge Leute mit kleinen Ränzeln auf dem Rücken, und beſonders das blaſſe Geſicht des Einen ſchaute verlangend nach dem verſchloſſenen Bilde; es war ein Maler, der aber ſeine Frankſtücke ſehr zu Rathe halten mußte. Nicht beſſer erging es ihm weiter unten, bei dem ſchönſten der Fälle: wieder ein Häuschen, eine Breterwand und ein weiblicher Cerberus. Aber Fanny hatte Mittel gefunden, ihn zu zähmen, ſo daß die beiden Herren draußen höflichſt eingeladen wurden, einzu⸗ treten ſie hätte ſonſt keinen Genuß haben können.

Wie prächtig müßte dies Alles ſein, ohne ſolch enge und engherzige Einfaſſung, die ſogar in dem Anblick von gottesherrlichen Werken einen Unterſchied zwiſchen Reich und Arm macht! ſagte das junge Mädchen, nachdenklich und mißbilligend ihr hübſches Köpfchen ſchüttelnd.

nichts wiſſen. Als Beleg für dieſe Behauptung theilen wir einen Bericht aus Nordcarolina über das Staatseinkommen auszüglich mit, der auch inſofern Intereſſe darbietet, als man daraus auf die dortigen Sitten ſchließen kann.

Wie es ſcheint, darf man ſich daſelbſt nur verheirathen, wenn man an den Staat einen Dollar Abgabe bezahlt. Der Ertrag dieſer Steuer belief ſich im vorigen Jahr auf 1059 Dollars 75 Cents. Ob dieſe 75 Cents von einer Dreiviertelheirath ſtam⸗ men, vermögen wir nicht anzugeben. Die Erlaubniß, ein Bowie⸗ meſſer oder eine Piſtole tragen zu dürfen, koſtet jährlich einen Dollar und dafür gingen 1919 Dollars ein. Stockdegen und Dolche ſcheinen weniger in Gunſt zu ſtehen, denn trotzdem daß die Abgabe dafür nur einen halben Dollar koſtet, ſo betrug die Ein⸗ nahme von dieſem Poſten doch nur 95 Dollars. Ein Piano ſteht dem Bowiemeſſer und der Piſtole gleich und bezahlt einen Dollar und der Ertrag davon iſt 1924 Dollars, alſo nur wenig mehr, als von jenen tödtlichen Inſtrumenten. Trotzdem iſt zu glauben, daß

mehr Männer Bowiemeſſer und Piſtolen tragen, als junge Damen

Piano ſpielen, denn ein Piano iſt dem Steuerempfänger nicht ſo leicht zu verbergen wie jene Todeswaffen. Die Harfe bezahlt an den Staat 2 Dollars, und von dieſem Inſtrumente ſind der Staats⸗ kaſſe 64 Dollars zugefloſſen. Das Spiel Karten bezahlt eine Steuer von 25 Cents und dieſe brachte 391 Dollars 25 Cents ein; ein Billard 100 Dollars und der Ertrag davon war 1250 Dollars. Circus und Schauausſtellungen ertrugen 3370 Doll. Privilegirte Wähler was das ſind, weiß man nur in Nord⸗ carolina bezahlen jeder 40 Cents und von ihnen kamen 316 Dollars 39 Cents ein. Jede goldne Uhr bezahlt einen Dollar

Steuer und dieſer Poſten lieferte 6942 Dollars; von ſilbernen

Uhren à 25 Cents gingen 2148 Dollars ein, Luxuskutſchen ent⸗ richten eine Abgabe von 50 Cents bis 4 Dollars und ertrugen 15,800 Dollars; Kutſchenhändler bezahlen 50 oder 100 Dollars und ſie entrichteten zuſammen 1360 Dollars. Arzneiwaaren und Medicamente, die von Agenten verkauft werden, bezahlen ein Viertel Procent des Werths und ertrugen 525 Dollars 93 Cents. Hauſirer bezahlen für ihren Erlaubnißſchein 30 Dollars und der Ertrag des Poſtens iſt zu 2758 Dollars angegeben. Jeder Krä⸗ mer hat für ſeinen Gewerbeſchein 20 Dollars, der Wirth und der Pferdeverleiher nur 10 Dollars zu entrichten. Das in Waaren angelegte Capital, das mit ein Viertel Procent verſteuert wird, ertrug 33,851 Dollars 21 Cents. Das im Negerhandel ſteckende Capital wird eben ſo hoch beſteuert und brachte 1284 Dollars 27 Cents ein. Das Capital in ſpirituöſen Getränken zu 5 Proc. lieferte 14,600 Dollars. Die Abgabe von Auctionen und Com⸗ miſſionen hat wenig ertragen. Eine Verſicherungsgeſellſchaft hat 1200 Dollars Abgaben zu zahlen, ein Makler 100 Dollars, die Terpentindeſtillerien 1092 Dollars. Das Kopfgeld zu 40 Cents ertrug 84,913 Dollars; die Abgabe von Land zu 12 Cents für den Werth von 100 Dollars 105,196 Dollars und ſtädtiſches Eigenthum zu derſelben Abgabe 15,000 Dollars. Kurz, auch in dem freien Nordamerika fehlt es durchaus nicht an Abgaben. Die⸗ ſelben ſind dreierlei. Zuerſt bezahlt der Bürger ſeine Communal⸗ abgaben; dann folgen die Abgaben für den Staat, dem er ange⸗ hört, und zuletzt kommen die Steuern für die Union, die in den Einfuhrzöllen beſtehen. Außerdem ſtehen der Union die Gelder zur Verfügung, die für verkaufte Ländereien eingehen und dierahr be⸗ deutend ſind.

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