Jahrgang 
01-26 (1857)
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Jahrg.

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und Dank dieſer Energie waren binnen Kurzem in ſehr eiligen Toiletten und wunderbaren Drapirungen zwei Drittheile der Fremden auf der kleinen Anhöhe hinter dem Hauſe verſammelt, wo ſie zähneklappernd harrten, um der Tageskönigin den Zoll ihrer Bewunderung darzubringen.

Das fahle Grau der erſten Morgenſtunden ruhte noch über der Erde, die ſie da unten ſo weithin überſehen konn⸗ ten, wo Millionen von Herzen mehr oder weniger ſorglos dem entgegen ſchlummerten, was ihnen der junge Tag in ſeinem Lauf bringen werde und glücklich, wenn ſie überhaupt ſchlummerten!

Fanny blickte auf zu dem letzten erbleichenden Stern der Nacht, mit einem Gefühl nie empfundener Andacht. Die höchſten Spitzen der Berner Alpen begannen ſich mit ein⸗ zelnen Roſen zu ſchmücken, bis ſie, ganz in himmliſches Roth getaucht, um das Haupt der ſchlummernden Nacht einen mächtigen Kranz wanden. Geſpannt waren Aller Blicke nach dem hellen Thore des Oſtens gerichtet, aus welchem endlich, wie ein ſtrahlender Blitz, die Sonne in voller Rein⸗ heit hervortrat. Nur Einer der Zuſchauer hatte dieſen herrlichen Moment verſäumt: Fanny's Angeſicht geheftet und ließ ſich an dem Wieder⸗ ſchein genügen, der ihm daraus entgegen leuchtete. Lag doch ihre ganze Seele darauf, die ſo kindlich heiter und doch ſo tief und poetiſch empfinden konnte und er empfand, daß in dieſem Augenblick auch für ihn die Sonne ſeines Lebens aufgegangen ſei!

Mehr und mehr traten die Einzelheiten des unver⸗ gleichlichen Panorama's aus der Dämmerung: ein See nach dem andern blitzte herauf, als ob die Mutter Erde noch ſchlaftrunken ihre hellen Augen aufthäte und nach den erſten Sonnenſtrahlen blinzele; ein Gebirgszug nach dem

andern trat aus dem Nebel der Thäler und als feine Sil

berfäaden zogen ſich die größeren Flüſſe in den Ebenen da⸗ hin. Führer und Reiſekarten wurden von allen Seiten

eifrig befragt und es gab ein ebenſo buntes Gemiſch von

Dritte

er hatte ſein Auge auf

Folge. 4 165 Stimmen und Anſichten, als von Erſcheinungen, die ſich im hellen Licht der Sonne ſeltſam genug ausnahmen Fräu⸗ lein Aurelia ohne Locken und den zu ſpät gekommenen Rentier, in eine weiße Bettdecke und rothen Foulard ge⸗ wickelt, mit inbegriffen.

Komm hinab, Kind, mich friert zu ſehr, ſagte die Tante und folgte dem Papa zum Frühſtück..

Nur noch eine Minute laß mich dorthin ſchauen, bat Fanny und ging, mit dem Fernglas vor dem Auge, hinter eine Bank, die in der Mitte des kleinen Plateau's ſtand: ein lauter Schrei ertönte plötzlich von mehreren Stimmen zugleich, und ſie fühlte ſich von einem ſtarken Arm feſt umfaßt, ſo daß ſie keine widerſtrebende Bewegung machen konnte; ſie ſah mit einem Blick in das bleiche Ge⸗ ſicht des jungen Führers und maß im Nu die furchtbare Tiefe des hier faſt ſenkrecht abfallenden Berges, an deſſen Rand ſie eben ahnungslos getreten war. Jetzt erſt legte ſich ein leichter Flor über ihren Blick, und ohne ein Wort zu ſagen, ließ ſie ihr Retter auf die Bank nieder, umgeben von hülfreichen Frauen, und ging davon.

It is a very gentleman the guide! murmelte ein Engländer.

Ein braver Führer! In der That! Sein Lob er⸗ klang aus Aller Munde und wer weiß, welches Glück er verſcherzte, daß er den ſchmeichelhaften Antrag einer ältlichen Lady, die ihm ihre eigne, ihr wenigſtens ſehr werthe Perſon auf ihrer ganzen Schweizerreiſe anver⸗ trauen wollte, ſo ohne Weiteres ablehnte! Ein Vorſchlag übrigens, der nicht ermangelte, vielfache Heiterkeit unter dem geſammten Führercorps hervorzurufen, deſſen Anſichten

dahin übereinſtimmten, daß ihr junger Kamerad vielleicht

die Augen weniger gewiſſenhaft auf jene Dame gerichtet halten möchte, als aufsherzige Schatzerl.

Bei der Abfahrt, wie die Führer das Reiten und Tra⸗ gen zu nennen belieben, war aber weder der rüſtige Jakob noch der Anfänger zu ſehen, und Fanny war ordentlich

befinden ſich an dem Ende des aufſteigenden Kolbens der Preſſe ſtarke eiſerne Kaſten, die, nachdem die Gemüſe ſorgfältig hinein⸗ gelegt worden ſind, gegen ſtarke und genau paſſende Stempel an⸗ gedrückt werden. Durch das Austrocknen wird das Gewicht der Gemüſe von 100 auf 9 bis 15 reducirt. So kann man z. B. einen Kohlkopf von außerordentlicher Größe einfach in einem Briefcouvert fortbringen; weicht man ihn aber ein und bereitet ihn zu, ſo nimmt er einen ſolchen Umfang an, daß er eine große Schüſſel füllt. Die gepreßten Gemüſe haben die Form und Dicke einer Tafel Chocolade, und wie dieſe werden ſie einfach in Papier oder auch in Zinnfolie eingeſchlagen und dann mehrere ſolcher Tafeln in Kaſten von Zink oder Eiſenblech verpackt. Die einzige Vorſicht, die man beim Aufbewahren der gepreßten Gemüſe an⸗ wenden muß, iſt die, die Feuchtigkeit davon fern zu halten; dann kann man ſie auf ewige Zeiten erhalten, ohne daß ſie das Geringſte von ihrer Schmackhaftigkeit einbüßen.

Eine ſolche Gemüſetafel von 7 ½ Zoll im Geviert und einer Dicke von 6 bis 7 ½ Linien wiegt circa 1 Pfund und faßt 20 Portionen in ſich. Eine Kiſte von 32 Kubikfuß, deren Seiten und Höhe alſo 3,18 Fuß betragen, enthält 25,000 Portionen, deren jede noch nicht 1 ¾ Loth wiegt, aber dem achtfachen Gewicht an friſchem Gemüſe entſpricht.

Auch Kartoffeln werden auf dieſe Art haltbar und leicht transportabel gemacht. Sie werden ſorgfältig gewaſchen und ge⸗ ſchält, dann mit einem Schnitt in dünne Scheiben zerlegt und dieſe einen Augenblick gebrüht. Nach dem Trocknen kominen ſie unter die Preſſe, aber erſt nachdem ſie kurze Zeit der feuchten Luft ausgeſetzt worden ſind, damit ſie wenigſtens wieder etwas erwei⸗ chen. Erbſen und Bohnen werden gleichfalls vor dem Trocknen

eine Minute lang mit ſiedendem Waſſer abgebrüht und nach dem Trocknen ungepreßt in luftdicht ſchließenden Büchſen aufbewahrt. Doch zu lange Zeit darf das beiße Waſſer nicht einwirken, denn ſonſt würden die in dieſen Früchten und Knollen enthaltenen Stärkemehlkügelchen aufſchwellen und in Kleiſter übergehen; das Pflanzeneiweiß würde gleichfalls coaguliren. Beide Vorgänge würden dieſen Pflanzentheilen nach dem Austrocknen und Preſſen einen ſolchen feſten Zuſammenhang verleihen, daß das Waſſer beim Kochen nicht würde eindringen können. Wie lange Zeit man auf das Kochen auch verwenden wollte, gar würde das Gericht doch nicht werden.

Will man die getrockneten Gemüſe in der Haushaltung ver⸗ wenden, ſo muß man ihnen Gelegenheit geben, das Waſſer, welches ſie beim Trocknen verloren haben, wieder aufnehmen zu können. Man übergießt ſie daher mit kaltem Waſſer und läßt ſie hierin ſechs, acht oder zehn Stunden ſtehen; nimmt man warmes Waſſer, ſo verringert ſich die Zeit bis auf vier oder ſechs Stunden. Durch die Aufnahme des Waſſers blähen ſich die Gemüſe auf, ſie nehmen ihre urſprüngliche Form und Farbe wieder an und der ihnen eigene Geruch entwickelt ſich ganz deutlich. Kurz, die Gemüſe gleichen nun in allen Stücken den friſchen Gemüſen.

Die Pariſer Akademie der Wiſſenſchaften hat ſich der Sache ſehr angenommen. Sie ernannte eine Commiſſion, deren Vorſitz Morin führte, um mit zwei Gemüſearten Wirſingkohl und Spinat entſcheidende Verſuche anzuſtellen. Noch eine zweite Commiſſion hat die gepreßten Gemüſe nach allen Seiten hin auf das Sorgfältigſte geprüft. Von ihr ſind Weißkraut, Braunkohl, Kerbel, Sellerie, Spinat, Julienne, Möhren und Kartoffeln un⸗ terſucht worden. Nach dem Urtheil beider Commiſſionen ließen