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Geiſt und Empfindung; ſeine Sprache und ſeine Manieren
Nr. 10.]
eines Hemdes, durch die Stiefel ſchimmerten die bloßen Aber die Augen des jungen Mannes leuchteten von
Füße.
zeugten von einſtiger guter Erziehung. Er erzählte ſeine Geſchichte und ſeine ehrgeizigen Plane in Gegenwart eines bedeutenden Rechtsgelehrten, Kennedy, der ſich lebhaft für ihn intereſſirte und für ihn zu ſorgen verſprach. Er ging zuerſt mit ihm in eine Kleiderhandlung, um ſeine äußere Erſcheinung anſtändig zu machen, dann verſchaffte er ihm eine Stelle als Redacteur einer bedeutenden Zeitung. Aber er verlor ſehr bald wieder alle Selbſtbeherrſchung und lag oft betrunken auf den Straßen. Er hatte unglücklicher⸗ weiſe auch geheirathet, ein ſanftes, armes Mädchen, ſeine Couſine, die mit ihrer trefflichen Mutter redlich verſuchte, ihn auf dem Wege der Beſſerung zu erhalten. Zeitweiſe war es beiden Frauen gelungen; er ſchrieb an ſeine Freunde, daß er ein Muſter von Mäßigkeit ſei und vollſtändig die böſe Gewohnheit des Trinkens abgelegt habe. Freunde, die ihn beſuchten, hezeugten, daß er„höchſt reſpectabel“ ausſehe und angeſtrengt mit literariſchen Arbeiten ſich be— ſchäftige. Seine Häuslichkeit ward als ein Muſter von Sauberkeit und Zierlichkeit geſchildert. Das Publicum las mit Begierde Alles, was er ſchrieb oder was von ihm handelte. Seine Freunde verbargen ſeine Rückfälle in das Laſter des Trunkes ſo lange als möglich; aber endlich warf der Kummer ſeine Gattin aufs Krankenlager; die
olge.
Noth nahm überhand, und es wurde ein öffentlicher Auf⸗ ruf in den Zeitungen erlaſſen, um Almoſen für den be⸗ liebteſten Schriftſteller und ſeine Familie zu ſammeln. Poe war außer ſich darüber; er ließ eine Vertheidigung drucken und verſicherte, daß es ihm durchaus nicht ſo ſchlecht ginge, als behauptet worden. Er nahm aber dennoch alle Geld⸗ geſchenke an, welche ihm das reiche Amerika ſendete, und ſeine unglückliche junge Frau ſtarb an der Schwindſucht. Er verſtummte eine heit lang in der Preſſe, und ſeine Schwiegermutter, die krotz des Todes ihrer einzigen Tochter
bei ihm ausharrte, ſorgte wie eine rechte Mutter für ihn. Es ſcheint faſt, als wäre dieſe Zeit die ſolideſte und fleißigſte Stunde ſeines Lebens geweſen, denn er trat nach Jahres⸗ friſt mit ſeinem größten Werke hervor. Es war:„Eureka, ein Gedicht in Proſa.“ Die pantheiſtiſche Hyperbel von der Göttlichkeit des Ichs iſt darin mit wahrhaft über⸗ raſchenden Spitzfindigkeiten aufgeſtellt. Ein großer Reich⸗ thum an Kenntniſſen, namentlich über naturwiſſenſchaft⸗ liche Gegenſtände, ſo wie eine Fülle dichteriſcher An⸗ ſchauungen, gaben dem ſeltſamen Geiſtesproduct einen blen⸗ denden Reiz; es machte ungeheures Aufſehen in Amerika, und Poe ſelbſt glaubte damit eine Welt der Erkenntniß entdeckt zu haben. Er wurde von vielen Seiten getadelt und verſpottet, aber auch bis in den Himmel erhoben. Er gerieth über die Kritiken ſeines Werks meiſtens in Zorn und überwarf ſich mit allen bedeutenden Journalen. Sein literariſcher Erwerb litt darunter, er konnte ſelten etwas von ſeinen Arbeiten anbringen und klagte oft, daß er wie ein Lohnſchreiber für 5 Shilling den Bogen ſchreiben müßte. In dieſer traurigen Zeit ſollte ihm noch einmal unerwartet ein glänzender Hoffnungsſtern aufgehen. Er lernte eine hochgeſtellte Dame in Boſton kennen und ge⸗ wann ihre Liebe.
Das beglückende Verhältniß ſollte durch die Ehe ge⸗ ſichert werden, aber Poe brach es plötzlich ohne Grund ab und beleidigte die Geliebte aufs empörendſte durch Toben auf offener Straße vor ihrem Hauſe. Er ergab ſich einige Tage völlig der wüſteſten Trunkſucht und ver⸗ ließ dann die Stadt, um in einer andern abermals das Mitleid ſeiner Freunde anzurufen. Noch einmal gelobte er Beſſerung, ließ ſich in eine Mäßigkeitsgeſellſchaft auf⸗ nehmen und hielt unter großem Zulauf wiſſenſchaftliche Vorleſungen. Eine Jugendgeliebte, welche er in Balti⸗ more wiedergefunden, ſchien den beſten Einfluß auf ihn zu üben; er verlobte ſich mit ihr und richtete ſich eine ange⸗ nehme Häuslichkeit ein. Vor der Hochzeit mußte er noch
Brief mit der Adreſſe: † icht weiter zu befördern wiſſen, und
gen dieſelben auf dieſem Wege der Oeffentlichkeit ihre Beſtim⸗ mung zu erreichen ſuchen. Der Brief lautet:
Stuttgart, den 17. Februar 1857.
Sr. Wohlgeboren, dem Herrn † r. „Gibt es noch Märchen heutzutage?“
die allerduftigſten und wunderbarſten, die nur ein junger Feuer⸗ geiſt zu erſinnen vermag. Sagen Sie
Perſönchen, ſich durch j benebeln z und Hexe goldenen perlengeſ
jähr
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daß ich Loreley geord
meinte
el ſie es oft mit mir hielten.
da wir ferner annehmen dürfen, daß die Ergänzung ihres Cha- rakterbildes, die Agneſe Schebeſt in dieſen Zeilen ausſpricht, in ihrem eignen Intereſſe einer Veröffentlichung würdig iſt, ſo mö⸗
Warum denn nicht? Ei, freilich gibt es ſolche und zwar
1L mir doch um Alles in der
Welt, wie Sie dazu kommen, von einem ſchlichten, einfachen ie ich es bin, ſo viel Aufſehens zu machen und ſchmuckloſes Geſchreibe den Verſtand dergeſtalt
„41, daß Sie mich ſogar unter die Feen, Kobolde erban? Bald ſoll ich mir meine Haare mit einem gekämmt haben, dann in einem gold⸗ und Muſchelwagen durch das Morgenroth des Lebens 75 in, kutſchirt ſein, bald Dornröschen, necki⸗
ſcher K ffee 3eyreriſche Loreley und zuletzt gar noch eine reichgen unbrödel ſein. Von all' dieſen Zaubereien und H Wiiß ich nichts; nur das kann ich betheuern,
7 Zopf nicht mit„goldenem Kamme“(wie ) gets mit dem allergewöhnlichſten Kamme ſet ch mit meinen lieben Nächſten immer ehrlich
Auch kann ich mich durchaus nicht erinnern, daß ich nach mmeinem Rücktritt von der Bühne nach dem Jubel der Menge V mich zurückgeſehnt hätte. Da ſprach Ihr eignes Herz zu ent⸗ ſchieden etwas aus, das dem meinigen fremd iſt. Mir wäre der Beifall eines einzigen Menſchen hinlänglich und jedes Opfer, jede Mühe und Anſtrengung nicht zu groß, um meine Pllicht mit unerſchütterlichen Geſinnungen zu erfüllen. Dieſe Herzenstreue, die ſich auch nun unter allen Verhältniſſen gleich blieb, haben Sie, mein gütiger Freund, ſcheint's, doch nicht aus meinem ſchlichten Büchlein herausgeleſen, und das ſcchadet auch gar nichts, das iſt mir nur ein Beweis, daß ich das Beſte und Nothwendigſte, das die gütige Natur uns mit auf den Weg geben kann, im Verborgenen halte Im Uebrigen haben mich all⸗ die lieben, gütigen und nach⸗ ſichtsvollen Urtheile aus der Nähe meiner alten Heimath unbe⸗ ſchreiblich gerührt; ſie ſind mir ein freundlicher Sonnenblick, der mich hier in meinem einſamen Stübchen erwärmend grüßte. Herzlichen Dank für alles Gute und Wohlgemeinte von
Ihrem ganz ergebenen Dornröschen A. Schebeſt, geehlichte Strauß.
Literatur. Goethe's Leben und Schriften von G. H. Lewes. Ueberſetzt von Dr. Julius Freſe. Erſter Band.— Berlin,
Verlag von Franz Duncker. 1857. 1 Der Herausgeber ſagt im Vorwort:„Ein Leben Goethe’s
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