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Rr. 10.) Dritte
mit einem rothen Polſter und einer wollenen Decke ausge⸗ ſtattet; die Träger wogen prüfend ihre ſchöne Laſt und ſchritten wohlgemuth davon, ohne daß Fanny irgendwo oder an einem der Fenſter den Gefährten des Blonden hätte entdecken können, den ſie ſo gern noch einmal geſehen. V
„Wo ſind Eure Kameraden?“ rief von weitem der Rentier den Nahenden zu,„ich habe ja viere accordirt.“
„Sind voraus nach Grindelwald zu,“ entgegnete der Eine der ſtämmigen Burſchen, deren Ausſehen die philan⸗ thropiſchen Beſorgniſſe der Tante völlig widerlegte,„hoabt kane Sorge nit, den ganze Toag kann ma's doch nit alla trage und wenn's noch ſo a ſauber Madle wär!“
Auf halbem Wege vor einer hölzernen Bude, wo den Reiſenden Stärkungen und Erfriſchungen nebſt allerlei Kurzweil, als Piſtolenecho, Alphorn oder Stein⸗, Kryſtall⸗ und Holzwaaren, an denen der Preis meiſt das einzig Merkwürdige iſt, dargeboten wird, ſtanden bereits die Er⸗ ſatzmänner in blauen und grauen Blouſen, mit runden Strohhüten, an deren einem die rothe Alpenroſe ſich gar zierlich ausnahm.
Der Aeltere, ein breitſchultriger Geſell von beinah ſechs Fuß, trat zu den abgelöſten Kameraden und bedeutete ſie, ſich nicht allzulange zu ſtärken, ſondern in der Nähe zu bleiben; dann nahm er die Vorderſtangen des Seſſels und der jüngere Träger das andere Ende derſelben,„eins zwei— drei!“ und die leichte Laſt ruhte in ihren Hän⸗ den. Aber der Seſſel ſchien aus ſeinem Gleichgewicht ge⸗ kommen und taumelte hin und her. Der vordere Führer machte Rieſenſchritte, da es bergab ging, indeß der andere dafür die Zahl der ſeinigen verdoppelte, und ängſtlich er⸗ faßte Fanny die beiden Seitenlehnen.
„'s iſt nur a Anfänger, der doahinten,“ ließ ſich der Aeltere beruhigend vernehmen,„'s wird gla beſſer gin!“
Und wirklich fielen Beide alsbald in ein ſehr gleich⸗ mäßiges Tempo, was jedenfalls den raſchen Fortſchritten des Anfängers alle Ehre machte.
Folge. 153
Behaglich zurückgelehnt, wodurch Letzterer ihr ganzes Gewicht allein zu tragen hatte, begann Fanny zu plaudern und wollte wiſſen, ob der jetzt in feſte Wolken zuſammen⸗ geballte Nebel es wohl rathſam mache, den Umweg über das Faulhorn zu nehmen.„Wir müſſen uns unten in Grindelwald entſcheiden,“ ſagte ſie,
Der erſte Träger gab ihr darüber ſo befriedigende Gewißheit, als habe er ſelbſt dem Rath der Winds⸗ und Wolkengeiſter präſidirt; aber der Andere ging ſtumm ſeines Weges und ſchüttelte nur verneinend den Kopf auf die Anfragen der Kameraden, die ihn ablöſen wollten.
„Tantchen!“ rief das junge Mädchen von Ferne der Amazone zu,„es iſt prächtig auf meinem Thron! und ſie ſagen, ich ſei federleicht. Ich kann mir einbilden, es ſeien lauter Vaſallen, die um die Ehre wetteifern, ihre Königin zu tragen.“
„Eitles Weltkind!“ ſeufzte das Fräulein und muſterte die kleine Caravane durch ihre Lorgnette, worauf ſie bei ſich den Beſchluß faßte, die Arrièregarde bilden zu wollen.
Nach allen Himmelsgegenden ſchaute Papa Hagen aus. und fühlte ſich immer geneigter, auf nächſtem Wege civili⸗ ſirtere Gegenden und Hoôtels aufzuſuchen, als ihm die Höhen des Faulhorns verſprachen; indeß ſein roſiges Töch terlein mit Entzücken jedes noch ſo kleine Spitzchen be⸗ grüßte, welches, über den Wolken erſcheinend, ihr unter
dem Namen Schreckhorn, Wetterhorn, Eigerete ſchon lange
die Phantaſie erfüllt hatte.
Bald hielten die Pferde vor dem ſaubern Gaſthof, den ſchönen Grindelwaldgletſchern gegenüber, und auch der Seſſel ward niedergeſetzt. Unter den unumgänglichen Klagen und tauſend Schwierigkeiten, womit Fräulein Aurelia jedesmal in und aus dem Sattel gelangte denn ſie wollte um keinen Preis weder ihrer Perſon noch ihren Gewändern von einem Manne zu Hülfe kommen laſſen, verſuchte ſie auch jetzt wieder zur Erde zu gelangen, auf deren ſicherem Boden ihre Nichte ſich bereits längſt befand.
hauptungen des Erfinders, und dadurch aufmerkſam gemacht, be ſtellte der Köͤnig von Preußen, der ſtete und freigebige Beförderer aller rühmlichen Beſtrebungen auf dem Gebiete der Künſte und Wiſſenſchaften, eine Maſchine im größten Maßſtabe,
Damit hatte der Herr von Ziethen das Ziel ſeines Strebens erreicht, denn nun war ſeiner vielfach angezweifelten Erfindung die ſiegreiche Bahn gebrochen; zahlreiche Beſtellungen konnten nun nicht ausbleiben, und mit dem beglückenden Gefühle, ſeine Familie jetzt für immer der drückenden Noth der letzten Wochen, die keine Steigerung mehr zuließ, entriſſen zu ſehen, ging er zu dem Orte, wo die Wirkſamkeit ſeiner Erfindung in Gegenwart königlicher Commiſſarien geprüft werden ſollte.
Das einfache Räderwerk, das faſt wunderbare Wirkungen hervorzubringen beſtimmt war, gerieth in Bewegung und Freude ſtrahlte aus den Zügen des glücklichen Ziethen, denn die erſten Reſultate, wenn auch zum vollgültigen Beweiſe noch nicht ge⸗ nügend, entſprachen vollkommen ſeinen Berechnungen und gehegten Erwartungen. Da ertönte plöͤtzlich ein furchtbarer Knall, und voll Entſetzen beſichtigte der Erfinder ſein Werk.- Der Keſſel war geſprungen,— jeder weitere Verſuch unmöglich,— ſeine letzte Hoffnung zertrümmert, oder doch deren Erfüllung auf Mo⸗ nate hinausgeſchoben.
Vernichtet wankte der Unglückliche nach ſeiner Wohnung zu⸗ rück, ging leichenblaß und ohne ein Wort zu ſprechen an ſeinen Frau vorüber, nahm ein an der Wand hängendes Piſtol herab und V
zerſchmetterte ſich den Schädel! So endete in Dürftigkeit und durch Selbſtmord die wechſel
volle Laufbahn eines reichbegabten, wiſſenſchaftlich durchbildeten V
Mannes, dem in ſeiner Jugend allgemein die glänzendſte Carrière
vorausgeſagt worden war, zu der er auch allen gewöhnlichen Be⸗ rechnungen nach die geſichertſte Ausſicht und die gegründetſten⸗ Anſprüche hatte, und ſeine Familie blieb in der gedrückteſten Lage zurück, fremdem Mitleid Preis gegeben, während er noch einen Tag vor ſeinem Tode von dem Glücke träumte, die theure Gat tin, die geliebten Kinder bald mit der Fülle des Reichthums überſchütten zu können. A.
Fürs Haus.
Winke über Zimmer⸗ und Fenſtergärtnerei.
III. Ueber die Größe der Blumentöpfe. Die Blumentöpfe ſind in Höhe und Weite und im Ma terial ſehr verſchiedenartig, jedoch ſind die gewöhnlichen, rothen
aus ſalpeterfreiem Thon gebrannten entſchieden die beſten, weil
ſie am poröſeſten ſind und die Feuchtigkeit nicht ſo lange zurück
halten, daß ſie den Pflanzen ſchädlich wird, daß die Töpfe mit der Haltbarkeit eine gewiſſe Poroſität verbinden, iſt eine Hauptſache, damit ihre Wandungen gehörig verdunſten. Neben dieſen Eigen ſchaften iſt die Glattheit und ſaubere Ausdrehung der inneren Fläche für das leichtere Austopfen der zu verſeßzenden Pflanze von großer Bedeutung. Das im Boden gebohrte Abzugsloch ſpielt eine Hauptrolle in dem ökonomiſchen Haushalte der Zimmerpflan zen. Daſſelbe darf für kleine Töpfe von 4 bis 10 Zoll oberer Weite 4 bis 8 Linien betragen. Die Anzahl und Größte der Abzugslöcher muß mit der zunehmenden Weite der Töpfe vermehrt werden. Gs iſt eine üble Gewohnheit von den Töpfern, die Abzugslöcher der


