Jahrgang 
01-26 (1857)
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Ihrer geſchwächten Sehnerven, dieſe Lichter, die Luft, der Sie ſich ausſetzten, Sie auf einmal zurückſtürzen können in die Blindheit, aus der Ihre kräftige Natur Sie all⸗ mählich losrang, daß Sie dann unrettbar ſind?

Das halten Sie für möglich? rief bebend der junge Mann.Aber nein, nein, das wäre zu ſchrecklich. Mög⸗ lich ſagen Sie, Armand. Aber wenn es nicht wäre, wenn Ihre Kunſt mich ſo weit gekräftigt hätte

Die nächſte Stunde entſcheidet über Ihr Schickſal unterbrach ihn Armand; wenn Ihr Auge dem Allen glück⸗ lich widerſtand, ſind Sie gerettet und bedürfen meiner Hülfe nicht mehr.

Vincenz legte die Hand auf die Stirn und lehnte zu⸗ rück auf feinen Stuhl.Sie iſt ſchön, Armand, ſchöner als ich je ein Weib ſah.

Jetzt um Alles in der Welt keine Aufregung, rief Armand.Ich hole Ihnen einen beruhigenden Trank

bleiben Sie in Ihrem Seſſel, bewegen Sie ſich nicht. Kein

Wort, keine neue Unvorſichtigkeit. Denken Sie, daß Alles verloren iſt, wenn es zu früh war.

Er ging nach der Schweſter zu rufen, die ihm be⸗ hülflich ſein ſollte, das Medicament für den Freund zu be⸗ reiten. Aline ſtand am Buffet, und als ſie den Bruder mit den Zeichen der Beſtürzung eintreten ſah, rief ſie ihm entgegen:Mein Gott, Armand, was iſt geſchehen? Wie ſiehſt Du aus?

Vincenz iſt hier ſagte er,er hat Clemence ge⸗

ſehen, zum erſten Mal geſehen Wie, ſagte Aline,jetzt,

ſah, warum mußteſt Du ſie heute gerade zuſammenführen? Armand, ſo ſehr ihn das Argument traf,

Novellen-Zeitung.

in dieſem Augenblick? Aber, Armand, wie konnteſt Du ihn jetzt gerade herführen, warum nicht ſpäter? Weißt Du denn, Armand, daß Cle⸗ mence niemals ſo reizend war, als heute; wenn er ſie heute brauchte er nur eines Blickes ſie zu lieben, warum,

unterbrach

ihre Exclamationen und ließ ſich von ihr Alles reichen, was er zu ſeinem Trank gebrauchte. Clemence, die eben wieder in den Saal getreten war, um Aline bei ihren Vor⸗ bereitungen behülflich zu ſein, hörte den Namen Vincenz, ſie ſtutzte, und als Armand ſeiner Schweſter, während er den Trank miſchte, erzählte, Vincenz ſei dort im Neben⸗ zimmer, eilte ſie in größter Beſtürzung dorthin. Als die Geſchwiſter mit dem Trank in das Zimmer traten, lag Clemence auf den Knien vor Vincenz, die Blu⸗ men ihres Kleides waren zerknittert, die ſchweren Armbän⸗ der, die ſie hemmten, hatte ſie abgeſtreift und auf den Boden geworfen. Vincenz, rief ſie,Du hier? Du kannſt mich nicht ſehen, Du Armer, aber Du hörſt meine Stimme, ich bin's, Deine Clemence, die vor Dir kniet.

Ja, Du biſt's, ſagte Vincenzdas iſt wieder meine Clemence. Sage mir, fügte er halb leiſe hinzu, wer war die ſchöne ſtrahlende Frau mit den Blumen und

Brillanten, die Deine Stimme geborgt hatte, die man mit Deinem Namen rief denn das war meine Clemence nicht.

Vergib mir, Vincenz, rief ſie ſchmeichelnd, ſeine Hände ſtreichelnd.Es liegt eine lange Zeit dazwiſchen, ſeit man Dich von mir und meiner Pflege fortführte. Halb geſtorben wachte ich auf zu einem neuen Leben. Das iſt nun vorbei, und Du ſollſt Alles wiſſen, gleich in der erſten Stunde unſres Wiederſehens. Die Hand eines Freundes erſchloß mir dieſes neue Leben, ich ſah in die ganze Tiefe eines edlen Herzens. Ich glaubte in ihm eine Neigung zu entdecken, ich vergaß, daß dieſes große Herz nicht einem Einzelnen ſchlagen dürfte, daß es der ganzen Menſchheit gehört. Wenn er mich geliebt hätte, Vincenz, wie ich es einen Augenblick wähnte, ich hätte Dich ver⸗ geſſen.

Clemence

1 rief Vincenz mit ſchmerzlichem Ton.

hältniſſe der Pflanze, daß die Wurzelſpitzen ſich an die innere Topf⸗ wandung preſſen, ſo wird die Pflanze verſetzt und zwar in einen aufgeg als der vorhergehende, und Abzug des Waſſers mindeſtens

Topf, welcher ein wenig größer iſt 1 wenn ſie dieſen wieder ausgefüllt hat, ſo wird ſie wieder in eine andern Topf verſetzt. Bei einiger Ausdauer kann man die Pflanze auf dieſe Art der Behandlung eine lange

geſetzter Behandlung der Stamm ſchwach und lang wird und d

Blumen ſich nur ſpärlich und ſehr unvollkommen entwickeln. Ge⸗

nug: von der geſchickten Behandlung des Begießens, des Verpflar zens oder Wechſelns, des Putzens ꝛc. hängt ein Erfolges der Cultur der Zimmerpflanzen ab. II. Die beſte Erde für Blumentöpfe. Früher glaubte man, daß ſich die mit Sand vermiſchte Heid

und Torferde am beſten zur Cultur der Topfpflanzen eigne; jetzt

die mit Holzkohlen verſetzte ro

hat man indeſſen gefunden, daß und Lauberde den meiſt

Raſenerde in Verbindung mit Garten⸗

Pflanzen mit feinen Haar⸗Wurzeln zu cultiviren, ſo muß der Bo⸗ ſt Abzug von Stein⸗ und Kohlenbrocken ver⸗ allgemein befolgte Regel, die ganz fein zu ſieben, hat man in der indem man fand, daß beſonders bei etwas ſchweren Erdarten, in welchen Pelargonien und verſchiedene andere Pflanzen ſehr gerne wachſen die Poroſität des Bodens

den mit einem ſtarken ſehen werden. Die in früherer Zeit Topferde vor der Verwendung neueren Zeit verworfen,

durch das Begießen gänzlich aufgehoben wurde.

Zeit hindurch ſehr ſtatt⸗ lich, buſchig, groß und blüthenreich ziehen; während bei entgegen⸗

großer Theil des V Pflanzen viel beſſer zuſagt. Beabſichtigt man Heiden und andere

Siebte man da⸗ gegen die Erde weniger fein und verwendete ſie für dergleichen

Ueberall, wo man das Syſtem der feingeſiebten muß die Scherben⸗Unterlage zum ein Viertheil der ganzen Erdmaſſe i betragen. Die Topfcultur verſpricht uns in der That noch viele n wichtige Aufſchlüſſe über die Ernährung der Pflanze. Die Be⸗ obachtung, daß eine Topfpflanze nur dann freudig gedeiht, wenn man der Luft den Zutritt zu den Wurzeln geſtattet, iſt die haupt⸗ ie ſächliche mit veranlaſſende Urſache zur Annahme eines Syſtems geweſen, nach welchem die Erde nicht mehr ſo fein geſiebt, mit einigen wenigen Subſtanzen vermiſcht und für die Eigenthümlich⸗ keit einer jeden Pflanze mit Rückſicht auf ihr Aufſaugungs⸗Ver⸗ mögen ſo hergeſtellt wird, daß das im Topfballen vorhandene Waſſer theils direct verdunſtet und theils von der Pflanze wirklich fortgeführt und verbraucht werden kann. Der Erſte, welcher dieſes Syſtem in England im Großen in Anwendung brachte, war der verſtorbene Mr. M'Naab in Edinburgh. Derſelbe ſetzte dem Boden gröbere Kieſel zu und pflanzte darin ſeine Heiden PErica. Dieſes Verfahren hatteeineneentſchieden günſtigen Erfolg. Mehrere Jahre ſpäter führte Mr. Barnes, Gärtner der Lady Rolle in Victon Devonſhire eine Methode ein und ſetzte ſeine Pflan⸗ zen in eine aus zerhacktem Raſen beſtehende Erde, die er durch einen größeren oder geringeren Zuſatz von Holzkohlen und Sand leichter oder ſchwerer machte. Die Verwendung dieſer Erde zeigte ſich bei Cinerarien, Pelargonien,

Fuchſien ſehr erfolgreich, jedoch nicht bei allen Pflanzen.(Schluß folgt.)

deihen zu ſehen. U Erde noch nicht aufgegeben hat,

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Pflanzen, ſo hatte man die Freude, dieſelben darin vortrefflich ge⸗

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(III. Jahrg.

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