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Nr. 8.]
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Dritte
Ein junger Mann wurde hereingeführt, eine n
lag um die Augen, er ließ ſich auf dem Fauteuil vor dem Arzt nieder, und Aline, obgleich ſie gewohnt war, das Zimmer zu verlaſſen, wenn ein Kranker zu ihrem Bruder kam, konnte doch ihrer Neugierde nicht widerſtehen. Sie trat an den jungen Mann heran, war ihm behülflich, ſtellte ſich als die Schweſter des Arztes vor, und ehe noch Ar⸗ mand etwas dawider ſagen konnte, fragte ſie, ob ſie ſtöre und den Kranken mit dem Arzte allein laſſen müſſe. Der junge Mann lächelte. Mit einem galanten Druck der Hand dankte er für ihre Bemühungen und bat die Dame an ſeiner Seite Platz zu behalten, wenn ſie die Erzählung eines faſt Erblindeten nicht langweile, eine Erzählung, die übrigens durchaus nicht ſo traurig wäre, als man das nach dem erſten Schein annehmen möchte.
„Wenn Sie mir die Güte erweiſen wollen,“ ſagte der junge Mann mit dem heiterſten Ton der Welt, die Thür des Balcons, die ich geöffnet vermuthe, da der Luftzug mich trifft, zu ſchließen, die Jalouſien herunterzulaſſen; wenn Sie mir helfen wollen, meinen Fauteuil gegen das Licht zu wenden: werde ich die Binde abnehmen. Sie werden ſehen, daß ich nicht ganz ſo gebrechlich bin, als ich ſcheine, und ich werde die Züge meiner liebenswürdigen Helferin erkennen können.“
„Aline war ſchnell mit ihren Anordnungen fertig und beugte ſich neugierig über die Lehne des Fauteuils, wäh⸗ rend Armand dem Patienten gegenüber Platz genommen hatte.
„Der Ruf Ihrer Wiſſenſchaft,“ ſagte der junge Mann, „der Name, den Sie ſich gemacht haben, wie kein Anderer, die Krankheiten des Nervenſyſtems zu erkennen, führt mich zu Ihnen.“
„Wollen Sie mir,“ ſprach der Arzt, der forſchend in die ſchönen blauen Augen des Fremden geſehen hatte,„die Urſache der Schwäche angeben, die nur eine gewaltſame
folge.
äußere Veranlaſſung in dieſen geſunden klaren Augen her⸗ vorgerufen haben kann?“
„Ich bin Officier in der öſterreichiſchen Armee, und damit haben Sie meine Geſchichte. Die Armee iſt meine Heimath, ſie vertritt mir die Stelle meiner Eltern, die ich früh verloren habe, ſie ſorgt für mich, und was noch mehr iſt, ſie ſchenkt mir einen großen Kreis von Brüdern in meinen Kameraden, die ich alle brüderlich liebe, weil ſie eben wie ich Kinder dieſer Armee ſind.“
„Aber die Augen?“ ſagte Armand.
„Muß ich das noch erzählen, da ich J
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hnen ſage, daß ich Officier, öſterreichiſcher Officier bin? Sie werden die Berichte unſerer Campagne geleſen haben. Die Ruhmes⸗ fahne unſeres greiſen Radetzky flattert ſo hell, daß man ihr Leuchten auch jenſeits der Alpen wird bemerkt haben. V Ich habe die Ehre gehabt, unter ſeinen Augen zu fechten. Faſt unter ſeinen Augen war es, daß eine Kanonenkugel, als ich eben mit einigen meiner Jäger eine Tranchée von M. überſtiegen hatte, au mir vorbeibrauſte. Ich brach be⸗ ſinnungslos zuſammen und einer meiner treuen Jäger trug mich wie einen Todten auf ſeinen Schultern fort. Doch war ich nicht todt, nicht einmal verwundet, nur der Luft⸗ zug des vorüberfliegenden Eiſens hatte mich niedergewor⸗ fen, aber der Luftzug hatte ſo nahe meine Augen geſtreift, daß mein Geiſt zwar wieder klar wurde, meine Sehkraft jedoch geſchwunden blieb.“ „Und wohin hatte man Sie geführt?“ fragte der Arzt mit einer Spannung, die ſich nicht verkennen ließ. „Müſſen Sie das auch wiſſen?“ ſagte lächelnd der junge Officier.„Man hat mich Monate lang wie einen Blinden behandelt, wie einen ſchwer Verwundeten an das Lager gefeſſelt. Da trat ein Schimmer ein, der ſich meinen Augen zeigte, ſie wurden kräftiger und kräftiger, ich bin nicht blind, und Ihrer Kunſt, das weiß ich, wird es ge⸗ lingen, mich ganz der Armee, meiner Heimath zurückzu⸗ geben.“
gemein iſt, ſo erhellt, daß faſt jeder Andaluſier verliebter und ſtutzerhafter Natur ſein muß, d. h. ein Kerl, der weiter nichts ge⸗ lernt hat als gut reiten, Fandango tanzen, Guitarre ſpielen, alle currenten Liebeslieder auswendig ſingen und ſeiner Schönen mit ritterlicher Freigebigkeit dienen. Daß es ihm auch an Courage nicht fehlen darf, verſteht ſich von ſelbſt; im Uebrigen aber mag er jedem beliebigen Stande angehören: der Contrebandier und Stier⸗ fechter, ja ſelbſt der noble Bandit werden eben ſo gut zu dieſem Ehrennamen zugelaſſen, wie der Grandenſohn, der die Landestracht und Sitte nicht verſchmäht. Das Wort hat übrigens auch ſein Femininum, und die maja oder zierlich geputzte, heißblütige, ge⸗ wandte Andaluſierin in der kurzen, enganſchließenden und ſo ihre elaſtiſchen Körperformen aufs Beſte zur Schau ſtellenden basquina von dunkler Seide, in weißſeidenen Strümpfen und zierlichen bunten Schuhen, die ſchwarze, maleriſch auf die Schultern herab⸗
fallende Spitzenmantillä durch einen niedrigen Kamm auf des Hinterkopfs dichten Haarflechten befeſtigend, den ſtets auf⸗ und
zuklappenden, bald den Blick des Liebhabers abwehrenden, bald ihn herausfordernden abanico(Fächer) in der kleinen Hand,— die maja iſt fürwahr auch nicht zu perachten. Man wirft dieſer Fee des Südens grauſame Liederlichkeit vor, und doch bin ich ver⸗
ſichert, daß ein brutaler Nordländer, der ſich etwa einbilden ſollte, die Feſtungen hier im Sturm erobern zu können, auch bei der allergewöhnlichſten maja mit ungeheuer langer Naſe abziehen
würde. Die Spanierin, ſagt Hackländer ſehr richtig, läßt ſich nicht
macher, ſondern ſie; gegen Ueberrumpelung weiß ſie ſich durch ihren Stolz und ſchlimmſten Falls durch ihren Dolch unter allen Umſtänden geſichert. Iſt aber ihre Neigung einmal entflammt, ſo wird ſie, trotz Ehemannes, Vaters oder Bruders, den Roman zu Ende zu ſpielen und ihren Liebhaber ſich treu zu erhalten wiſſen, ſo wahr ihm ſein Leben lieb iſt. Einer meiner Bekannten, der lange Zeit in Spanien gelebt und ſich in den höchſten Geſell⸗ ſchaftskreiſen bewegt hat, erzählte mir, wie er von der Intenſität einer ſolchen ſpaniſchen weiblichen Leidenſchaft ſelbſt einen höchſt pikanten Beweis empfangen habe. Die Gemahlin eines Marques und Granden von Spanien ſo wie angeſehenen Hofcavaliers hatte ihr Auge auf ihn geworfen, obne daß er, von Natur beſchei⸗ denen und zurückhaltenden Weſens, ſich berufen glaubte die ihm von ihrer Seite zu Theil werdenden Auszeichnungen zu weiteren, equivoquen Schriften zu benutzen. Endlich weiß die glühende Schöne ein Rendez-vous unter wier Augen zu vermitteln und be⸗ ginnt, nachdem alles Augen⸗ und Fächerſpiel an dem kalten Nord⸗ länder vergeblich verſchwendet iſt, ihm eine der merkwürdigſten Liebeserklärungen zu machen, indem ſie ihn fragt: ob er denn wohl glaube, daß Gott die Menſchen geſchaffen habe, damit ſie ſo ſteif und theilnahmlos mit einander verkehrten, wie dies zwiſchen ihm und ihr der Fall ſei? Jetzt erſt fallen dem Heißgeliebten die Schuppen von den Augen. Das Liebesjoch ſoll übrigens keines⸗ wegs leicht zu tragen geweſen ſein— gare à quiconque se laisse aimer en Espagne!
lieben, ſondern ſie lieht. Sie wird Jedem freundlich begegnen und
auf unſchuldige Scherze mit aller Lebensluſt und naiver Grazie
eingehen; ob aber dieſe Grenze der Convenienz je überſchritten
werden ſoll oder nicht, das beſtimmt nicht der Anbeter und Cour⸗
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