Jahrgang 
01-26 (1857)
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gedichte von Adolf Strodtmann).

Kirmeß.

Im Dorf iſt luſtiger Pfingſtenball, Da ſingen und ſpringen die Buben all', Und tanzen, und tanzen.

Der fröhliche Jäger vom Teufelsſtein, Der führt mit dem lieblichſten Mädel den Reihn, Sie tanzen, ſie tanzen.

Das iſt ein Stürmen ſo wild und toll, Mir wird die Bruſt ſo ſchwer und voll Vom Tanzen, vom Tanzen.

Kennt Ihr die Sage vom Geigersmann, Der alle Welt bezwingen kann, Zu tanzen, zu tanzen?

Er ſtreicht die Fiedel ſo wunderfein, Da ſchaaren ſich Alle in tollem Reihn, Zu tanzen, zu tanzen.

Ach, wär' ich des Teufels Muſikant, Da ſtrich ich die Fiedel durch Stadt und Land Zum Tanzen, zum Tanzen.

Ich ſpielte den luſtigſten Höllenreihn, Und Alles müßte hinterdrein, Und tanzen, und tanzen.

*) Aus einer nächſtens bei Ernſt Keil in Leipzig erſcheinenden

Gedichtſammlung des Verfaſſers.

Noveſſen⸗Zeitung.

Philiſter mit Zöpfen, mit Krone und Stern, Die ſollten in blaue Nebelfern' Enttanzen, enttanzen.

Ich griff' in die Saiten, aufwogte die Bruſt, Das wär' eine hölliſche Teufelsluſt Im Tanzen, im Tanzen!

Ach, daß ich kein toller Geiger bin!... Mir wirbelt das Haupt, mir wirbelt der Sinn Vom Tanzen, vom Tanzen.

O du meine liebliche Liebe!

Es war dort unter dem Lindenbaum, Da träumt' ich ſeligen Frühlingstraum. Sie hielt den Becher in weißer Hand, Ich aber jauchzte ins helle Land:

Dein Wohl, Du liebliche Liebe!

Es war dort unter dem Lindenbaum, Da hab' ich begraben den Jugendtraum. Kein Stern erhellte die kalte Nacht, Als ſie die Aeugelein zugemacht,

Die bleiche, ſterbende Liebe.

Nun ſitz' ich unter dem Lindenbaum

Und denk' an den flüchtigen Liebestraum

Bei Nacht und Tage, bei Tag und Nacht

Mein Eins und mein Alles, gut' Nacht, gut' Nacht, Leb' wohl, Du liebliche Liebe!

Der älteſte Menſch.

Aller Wahrſcheinlichkeit nach der älteſte Menſch, deſſen Jahre ſich mit voller Zuverläſſigkeit nachweiſen laſſen, war ein Englän⸗ der, Thomas Parr, deſſen Grabmal noch jetzt in der Weſtminſter⸗ Abtei zu ſehen iſt, wo er in der Geſellſchaft der Könige und der großen Männer Englands ruht. deckt, lieſt man:Hier ruht Thomas geboren 1483. Er lebte unter den zehn Regierungen Eduards IV., Eduards V., Richards III., Heinrichs VII., Heinrichs VIII., Eduards VI., der Königin Maria, der Königin Eliſabeth, der Könige Jacob und Karl. a.

Wachsthum der Bevöſkerung von New⸗York im Jahre von Berlin

4,300 Einwohner 1700 29,000 Einwohner 33,131 1790 150,000 123,706 2 1820 185,829 2 312,710 1840 330,230 623,627 2 1855 454,518. d. Mannigfaltiges.

In früherer Zeit muß der Tanz ſehr ſteif und langſam gewe⸗ ſen ſein. So wurde am Hofe Karls IX, von Frankreich nach der Melodie der Pſalmen getanzt. Karls Lieblingstanz ging nach der

Auf dem Steine, der ſein Grab Parr, aus dem Dorfe Jalop,

Melodie des 129. Pſalms:Sie haben mich oft gedrängt von meiner Jugend auf,; aber ſie haben mich nicht übermocht.

Käſtner ſoll geſagt haben:er könne nichts Gutes ex tem- pore dichten, weil ja nichts Gutes in tempore geſchehe.

Einer reiſte mit einem Wucherer nach Frankfurt, und weil ihm ſeinen Mantel zu tragen zu ſchwer fiel, begehrte er von demſel⸗ ben, er ſollte ihm einen Reichsthaler auf den Mantel leihen wozu ſich dann derſelbe bereden ließ, den Mantel zum Unterpfand von ihm nahm und ihn von Friedberg bis gen Frankfurt an die Pforte trug; nun nahm der Andere den Mantel dem Wucherer wieder ab und gab ihm den Reichsthaler zurück. 5 Guillaume Bautru(ſt. 1665), Mitglied der franzöſiſchen Akademie, obwohl er nichts geſchrieben hat, war der angenehmſte, witzigſte Kopf ſeiner Zeit. Als er einſt nach Spanien geſchickt wurde, beſuchte er die Bibliothek des Escurial und bemerkte dabei

aus der Unterhaltung mit dem Bibliothekar, daß die Gelehrſam⸗ teit deſſelben nicht ſonderlich war. Da er nun kurz darauf dem Könige vorgeſtellt wurde, ſprach er mit demſelben erſt von den Schönheiten des Gebäudes, dann von der trefflichen Wahl des Bibliothekars, endlich warf er gar die Aeußerung hin, daß dieſer ſeltene Mann zum Aufſeher über die Finanzen geeignet ſein möchte.Wie ſo? fragte der König.Sire, antwortete Bautru,da ich finde, daß er nichts aus Ihren Büchern nimmt, ſo glaube ich, daß er auch nichts aus dem Staatsſchatz entwen⸗ den werde. G. L. L.

von Julius

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Daß kann auch vergeſſen,

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