Jahrgang 
01-26 (1857)
Einzelbild herunterladen

Jahrg.

die Däͤnen teuropäi⸗ Bildung,

eit in Be

n Völkern 1, die das ein Däne irten, die n Kopen⸗ zu finden den drei⸗ hadd welt⸗ ſtandina⸗ id wohlbe⸗ zen, dabei dsliebend, vor ihnen⸗ weger faſt

uns hüten,

n wir vor⸗⸗

en behan⸗ ark iſt ein candinavi⸗ ſtein Und und auf⸗ Deutſchen gehört ihm nnen keine ns gehött, F auf dieſe elte Mhd denken, die däuiſchen nuß ſeinen Daher iſt hatſache zu

Hier han⸗ iſchichte der

ne hochwich⸗

vart geſpiet die Geſchi hte

aſt Haris th de züllehen rſtern

Nr. 7.]

es für uns unerläßliche Bedingung, darauf zu dringen, daß die Dänen ſich nicht für die Erſten und für die Seele des ganzen Körpers halten.

Dritte Folge.

Aehnlich hörte ich von Norwegern erklären:Die

Dänen ſind es, die das neue Schiff gebaut haben und uns einladen, es mit ihnen gemeinſam zu bemannen; allein ſie müſſen nicht denken, das Steuer zu führen und uns zu fahren, wohin es ihnen beliebt. ſicheren Boden, wiſſen, was däniſche Vormundſchaft zu ſagen hat, und ſind nicht gewillt, uns jemals wieder der⸗ gleichen auszuſetzen. Staatsſchiff aus den Klippen und Strudeln herausbringen,

Wir ſtehen auf feſtem,

Zunächſt müſſen die Dänen ihr

die es jetzt umgeben, dann wollen wir weiter ſehen, was

geſchehen kann. wollen ſie nicht zurückweiſen, unſere Jugend nimmt leben⸗

Die Union iſt gewiß vortrefflich, wir

digen Antheil daran; allein ſie muß uns nicht etwa ſtatt größerer Sicherheit und Frieden Unſicherheit und Feind⸗ ſchaft bringen, ſonſt ziehen wir es vor, lieber das zu be⸗

halten, was wir haben.

gedichte von Albert Craeger.

In ein Album.

Dies erſte Lied grüßt Dich aus meinem Munde, Doch iſt's nicht freudig meiner Bruſt entſprungen, Hervor aus meinem Schmerz iſt es gedrungen, Wie Tropfen Blutes quellen aus der Wunde.

In meine Nacht kamſt Du wie Märchenkunde

Aus einer Zeit, die längſt für mich verklungen,

Und gern hätt' ich Dir freud'gen Dank geſungen, Schrieb' ich dies Blatt nicht für der Trennung Stunde!

Der andern keines möge dieſem gleichen, Fortan ſei jedes Dir Erinn'rungszeichen An Freud' und Luſt, die dauernd Du beſeſſen;

Mag keine Thräne ihre Schrift je bleichen, Und möchteſt Du, eh' ſie ihr End' erreichen, Dies erſte Blatt und den, der's ſchrieb, vergeſſen!

Beruhigung.

Iſt mir's zu Muthe ſchwül und bang, So ſumm' ich mir ein Liedchen leiſe, Nie hörte ich der Worte Klang,

Ich kenne nur die traute Weiſe.

Zu meiner Wiege neigte ſich

Der Mutter ſüßer Mund hernieder Und ſang den Schlaf, wenn er entwich, Zurück auf meine müden Lider.

Ein Kind, das nimmer ſchlafen will, Hör' in der eignen Bruſt ich ſtöhnen, Doch auch das kranke Herz wird ſtill, Sing' ich es ein mit jenen Tönen.

großer Wirkſamkeit. Verbreitung des Glaubens, der eine jährliche Einnahme von 160,000 Tr. durch Sammlung hat. Die heilige Kindheit, deren Mittelpunkt in Paris iſt, empfängt von ſeinen jungen durch das ganze Reich verſtreuten Mitgliedern 600,000 Fr. Die Geſell⸗

Die vorzüglichſten ſind: Der Verein zur

Fremde die verheiratheten Frauen ſowohl als

ſchaft der mütterlichen Mildthätigkeit verſchafft 200 Familien

das Nothdürftige. Kinder auf. Die Geſellſchaft des heiligen Franziskus Regis hat binnen dreißig Jahren 28,610 Ehen kirchlich einſegnen laſſen. Die Geſellſchaft des heiligen Vincenz von Paula hält in der Diö⸗ ceſe Paris 56 Conferenzen, denen 1800 Mitglieder beiwohnen, welche jährlich 5700 nothleidende Familien beſuchen. a.

Der Codex argenteus.

Herr Uppſtröm aus Upſala zeigt in derPoſt Tidning an, daß die zehn Blätter des Codex argenteus, die 1834 verſchwun⸗ den waren, wieder gefunden worden ſind. Der Mann, welcher dieſelben entwendet hatte, hat ſie auf ſeinem Sterbebette dem Herrn Uppſtröm übergeben. Dieſe Blätter gehören zu dem Evangelium St. Marci. Dieſes koſtbare Manuſeript zählt von neuem 186 Blätter, alſo eben ſo viel als es im Jabre 1669 hatte, als der Graf Magnus de la Gordie es der Bibliothek in Upſala zum Ge⸗ ſchenk machte. Anfangs hatte dieſer Codex 143 Blätter mehr, die ſeit 1648 verſchwunden ſind. c.

Der Wiegen⸗Verein nimmt jährlich 2500

Miseellen. AUeber den gebrauch die Frauen zu küſſen.

In vielen Ländern geſtattete es vor Zeiten der Gebrauch, daß

die Witwen und die jungen Mädchen küſſen durften, wenn ſie denſelben aus Höflichkeit Beſuche abſtatteten.Es iſt ein unangenehmer Gebrauch, ſagte Montaigne,und zugleich ein für unſere Damen ſchmählicher, daß ſie ihre Lippen einem Jeden darreichen müſſen, der drei Diener hinter ſich hat, wie bäßlich er auch ſein mag!

Ein gelehrter Leydener Profeſſor, Adrian Herrnboord, ſchrieb ein Buch:Moraliſche Betrachtungen, in dem er mit allem Ernſt prüft, ob dieſer Gebrauch den Geſetzen der Keuſchheit angemeſſen ſei, und ſich bejahend ausſpricht, nachdem er das Für und das Wider reiflich abgewogen hat. Gleichwohl glaubte der gelehrte Erycius Puteanus, der mit der Erziehung einer jungen italieni⸗ ſchen Dame beauftragt war, daß das, was für die Töchter nörd⸗ licher Länder gefahrlos ſein möchte, den glühenden Kindern des Südens nicht zu geſtatten wäre; denn jene, ſagte er, wüßten nicht, was ein Kuß und ein zärtlicher Blick zu bedeuten hätte, dieſe aber wären nicht ſo unwiſſend.

Auch andere Gelehrte haben ſich in Erörterungen über dieſe hochwichtige Frage eingelaſſen, unter Anderen Martin Kempius durch eine lateiniſche AbhandlungUeber den Kuß, dann der Engländer Bayle, und Erasmus, der den Gebrauch ganz offen lobt, obgleich ſein Stand als Geiſtlicher, ſeine ernſten Studien und ſeine ſchwächliche Geſundheit ihn jeder Neigung zur Galan⸗ terie entfremdeten. a.