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Nr. 7.)]
Wirklich vergingen nur wenige Minuten, bis die junge Comteſſe an dem Arme ihres Gemahls erſchien. Noch
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zitterte eine Thräne an ihren Augenwimpern, allein ihr
Geſicht hatte das freundlichſte Lächeln angenommen. Schö⸗ ner und blühender als vormals war die junge Comteſſe
eben nicht geworden, jedoch deutete ihr Körper auf einen
Geſundheitszuſtand hin, wie er bei den meiſten Vornehmen ſich vorzufinden pflegt.
„Wie freue ich mich—“ hob die Comteſſe an,„daß ich Sie wiederſehe, lieber Doctor, der Sie mit meiner Schwachheit eine ſo unübertroffene Geduld hatten.“
Hier blickte die junge Frau ihren Gatten mit einem furchtſamen Ausdruck an, während jener mit einem ſchar⸗ fen, bedeutungsvollen Blick antwortete.
„Aber Unrecht hatten Sie doch, lieber Doctor—“
fuhr die junge Frau fort,„als Sie damals die Hyſterie als die alleinige Urſache meines Leidens erkannten. Ich war wirklich ſomnambül und Hellſeherin, bin es aber, Gott ſei Dank, nicht mehr und hoffe auch nie wieder es zu werden.“
Als bei einem neuen Blick der Sprecherin auf ihren Gemahl dieſelbe ihn lächelnd nicken ſah umfing ſie ihn liebend und küßte ihn zärtlich.
Ich dagegen war jetzt zum ⸗Hellſeher geworden, der nach längerem Geplauder beim Weggehen zu ſich ſprach:
„Ach, wenn wir Aerzte doch in manchen Fällen eben ſo gräflich und ſträflich auftreten dürften, wie hier ge⸗ ſchehen iſt: wie glücklich und ſchnell würden wir einge⸗ bildete, eigenſinnige, verzogene und widerſetzliche Patienten herſtellen!“
Im Vorzimmer erwartete mich Herr Willkomm, mir eine Junge, blühend ſchöne Jungfrau vorſtellend.„Meine Tochter Sidonie!“ ſprach er,„die ich nunmehr ohne meine frühere Befürchtung bei mir ſehen darf.“.
Bei näherer Bekanntſchaft fand ich, daß Sidoniens Körperſchöne durch geiſtige Reize noch weit überwogen
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wurden. Daß ich's kurz mache: wir wurden nach halb⸗ jähriger Friſt ein glückliches Ehevaar, das die beiden Hauptrollen der Shakeſpeare'ſchen Widerſpenſtigen nicht einmal zum Spaß gegenſeitig probirte.
Der ſcandinaviſche Patriotismus von heutzutage.
Von
Theodor Mügge.
Dieſe hiſtoriſch-politiſche Skizze entnehmen wir Th. Mügge's neueſtem Reiſewerke(„Nordiſches Bilderbuch. Zweite unveränderte Auflage. Frankfurt a. M. Verlag von Meidinger Sohn& Comp. 1857). Schon bei unſerer neulichen Anzeige deuteten wir darauf hin, daß die politiſch⸗ nationalen Betrachtungen, vorzüglich die Darſtellung der neueſten ſcandinaviſchen Unionsbeſtrebungen, die Schweden, Norwegen und Dänemark in ein Reich verſchmelzen möch⸗ ten, den Mittelpunkt des Buches bilden. Ein Verſtänd⸗ niß dieſer, alle Aufmerkſamkeit verdienenden Bewegung bietet folgender Auszug der Mügge'ſchen Beobachtungen:
Es iſt vor ungefähr zweimal zehn Jahren von der däniſchen ſtudirenden Jugend die Idee einer Verbrüderung der drei nordiſchen Reiche mit vielem Eifer ergriffen wor⸗ den, und mit richtigem politiſchen Takt und aller nöthigen
Begeiſterung wurde als Ziel die Wiederaufrichtung einer
„ſcandinaviſchen Union“ proclamirt.
Die erſte ſcandinaviſche Union, welche die herrſchſüch⸗ tige Margarethenan Dänemark 1397 zu Stande brachte, war zwar höchſt unheilsvoll für die drei Reiche ausgefallen. Norwegen hatte ſeine Selbſtſtändigkeit auf mehr als vier Jahrhunderte dadurch verloren, bis es im Jahre 1814
Bootes ſank. Ich wurde durch die furchtbare Exploſion des in die Luft fliegenden Schiffes aus meiner Erſtarrung emporgeriſſen, und wenige Secunden ſpäter ſtürzten flammende Trümmer rings
um uns nieder, uns durch ihren Fall mit neuen Gefahren be⸗
drohend.
Wanr der Capitain gerettet? dan fragen, da ertönte ſein Zuruf von einem der Boote, die ich dem Schiffe hatte zurudern ſehen. Wir Alle bezeugten ihm durch
lautes Jubelgeſchrei unſer Entzücken über ſeine faſt wunderbare
Erhaltung.
In Kingſton wurde dem Capitain Starkey zu Ehren ein
öffentliches Mahl veranſtaltet und ihm ein werthvolles Silber⸗ ſervice als Geſchenk überreicht. Nachdem er voll Rührung ſeinen Dank dafür ausgeſprochen hatte, ſagte er:
.„Ich glaube Ihnen bei dieſere Gelegenheit die Erklärung ſchuldig zu ſein, weshalb ich ſo hartnäckig das Duell mit Herrn Dupont verweigerte.— Sehr jung eine Waiſe geworden, nahm fine Tante ſich meiner Erziehung mit wahrhaft mütterlicher Sorg⸗ alt an. waltſam zerriſſen indem ihr Gatte im Duell blieb. Das Ereig⸗ niß, welches die traurigſten Folgen für meine Tante hatte, machte einen ſo gewaltigen Eindruck auf mich, daß ich mir ſelbſt das feierliche Verſprechen gab, mich nie und unter keinen Umſtänden zu duelliren; und ich bin feſt entſchloſſen, dies Gelübde auch ferner wie bisher zu halten.“
Spo war uns denn die Erklärung des bis dahin unbegreif⸗ lichen Geheimniſſes gegeben, und zwar auf eine Weiſe, welche die allgemeine Achtung für dieſen Mann nur vermehren konnte, der
Ich wagte nicht, danach zu
Sie leblin der glücklichſten Ehe, doch dieſe wurde ge⸗
mit ſo kaltblütiger Todesverachtung eben erſt das Leben zahlreicher Mitmenſchen gerettet und mit noch größerem Muthe den Schein der Feigheit ertragen hatte. a.
Zur Culturgeſchichte.
Die Marionetten im Alterthume.
Ein Mitglied der franzöſiſchen Akademie, Magnien, hat eine Geſchichte der Marionetten in Europa geſchrieben, die des In⸗ tereſſanten mancherlei enthält, wovon ein kleiner Auszug auch den Leſern d. Bl. nicht unwillkommengſein dürfte.
Die Marionetten⸗Theater exiſtirten bereits bei den Griechen. Schon zu den Zeiten des Sophokles ſtrömte das Volk zu dieſen Vorſtellungen, welche ſtets die Gaben beſaßen, es zu entzücken; ja, ſie erwarben ſeine Liebe in ſo hohem Grade, daß die Archonten einen geſchickten Marionettenſpieler, Pothin, ermächtigen mußten, ſich mit ſeinen Puppen auf dem berühmten Theater des Bacchus niederzulaſſen, auf dem die Meiſterwerke der dramatiſchen Dicht⸗ kunſt dargeſtellt worden waren. Aber nicht bloß das Volk allein eergötzte ſich an dieſer niedrigen Gattung der Darſtellungen. Dio⸗ dor erzählt uns, daß der Prinz Antiochus den größten Theil ſeiner Zeit damit zubrachte, die Marionetten ſpielen zu ſehen oder ſie ſelbſt in Bewegung zu ſetzen. Die Directoren dieſer Schauſtel⸗ lungen hatten theils ſtehende, theils bewegliche Bühnen; ſie ar⸗ beiteten, wenn es verlangt wurde, in der Stadt, an verſchiedenen Orten, wie dies noch jetzt bei unſeren wandernden Marionetten⸗ Buden der Fall iſt, und Penophon erzählt uns, daß bei dem be⸗


