Jahrgang 
01-26 (1857)
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Dritte Folge. 71

Nr. 5.]

Den Gemüthszuſtand Blanka's in den Wochen, welche wegen in äußerſter Stille und, um einen in dieſer Lage im⸗ dieſem Ereigniſſe bis zu ihrem Hochzeitstage folgten, zu merhin peinlichen Tag abzukürzen, erſt in der Abendſtunde ſchildern, möge uns erlaſſen ſein. Wohl überſah ſie ihre begangen werden. Den Vorſchlag einer zerſtreuenden äußere und innere Lage jetzt klarer, ja oft im grellſten Reiſe hatte Blanka heftig abgelehnt, um ſich nicht aus der Lichte, aber ſie war zu ſchwach zu einem rettenden Ent⸗ Nähe des theueren mütterlichen Grabes zu entfernen, wie ſchluſſe nach einer oder der anderen Seite hin. Sollte ſie ſie ſich und Anderen vorredete, im-Grunde aber, weil es ihr der fürſorglichen Weisheit ihrer ſeligen Mutter in der grauſte vor dem Alleinſein mit dem fremden Manne in Wahl eines geſicherten Zuſtandes für ihre Zukunft ver⸗ einer weiten, ihr völlig unbekannten Welt. Dagegen ſchien trauen, ſollte ſie ſich dieſem ihrer inneren Neigung wider⸗ es ihr zuzuſagen, die Sommermonate nicht in dem großen, ſtrebenden Zuſtand jetzt noch entziehen, allein, arm, hülf⸗ geräuſchvollen Hauſe am Markt, ſondern in ländlicher los, freundlos, wie ſie war, ohne ein Wort, ohne ein Er⸗ Stille in Hollunder's traulich und einladend für die Ge⸗ innerungszeichen von dem einzigen Menſchen, der ihr den liebte eingerichteter Gartenwohnung vor dem Thore zuzu⸗ Muth geben konnte, ein von außen her ſie täglich feſter bringen. Ein breiter, ſorgfältig gehaltener Garten ſenkt umſchlingendes Band zu zerreißen? ſich von der Terraſſe vor dem Hauſe ſanft abhängend nach

Hollunder ſah ihre wechſelnde Stimmung bald im un⸗ dem Fluſſe, auf deſſen erhöhtem gegenſeitigen Ufer der willigen Ablehnen ſeiner liebevollen Bemühungen, bald in Bahnhof gelegen iſt. In dies liebliche, roſenblühende reuevoller, wehmüthiger Dankbarkeit ſich äußernd; oft ſtieg Aſyl dachte Phosphorus Hollunder gleich nach vollbrachter eine Ahnung in ihm auf, daß ſie ihm nicht in demſelben Ceremonie ſeine Braut zu führen und hier, fern von allem Sinne angehören möge, wie er ihr. Schnell aber ſiegte in ſtörenden wirthſchaftlichen Treiben, die ſeligſten Wochen dem Unerfahrenen immer wieder das Vertrauen auf die zu verleben. Alle Bedürfniſſe des Haushaltes ſollten Macht ſeiner Liebe, auf die ausgleichende Macht der Ehe. aus der Stadt bezogen werden, nur ein einziges Mädchen Er ſuchte und fand immer von Neuem den Grund dieſer zu Blanka's Bedienung ſein. Schwankungen in dem noch nicht überwundenen Schmerz um die Mutter, in ihrer Verlaſſenheit, in der eingeborenen V. ſtolzen Scheu der Hingebung in einer edlen, weiblichen Als am Johannistage Abends um ſieben Uhr Phos⸗ Natur, und ſo endete er regelmäßig damit, dieſe Zeichen phorus Hollunder in das Zimmer trat, um ſeine Verlobte der Schwäche als neue Reize der ſchönen Geliebten zu zum Kirchgange abzuholen, war er ſchmerzlich betroffen, verehren und ſich für ſeine Perſon in dem Streben auch dieſelbe ſtatt in dem bräutlich weißen Gewande, das er nach äußerer Vervollkommnung in dem von der verklärten unter Fräulein von Schweinchens Anleitung gewählt und Mutter ihm bezeichneten Sinne zu befeſtigen. ihr verehrt hatte, im Trauerkleide von ſchwarzer Seide zu

Seine Nachgibigkeit verdirbt Alles! ſagte Victorie finden. Die Tante war ſichtlich verſtimmt über dieſe Be⸗ von Schweinchen kopfſchüttelnd zu ſich ſelbſt,wenn er vorzugung der Todten auf Koſten der Lebenden, ſie ſeufzte, nur ein einziges MalNein ſagen wollte. Keine Frau indem ſie auf das eigenſinnige junge Mädchen wies, das ſchätzt einen Mann, der ſelbſt mit ihren Unarten zufrie- nur widerſtrebend darein gewilligt hatte, durch Kranz und den iſt. Schleier, wie durch Entblößen von Hals und Armen ihrer

So kam der Hochzeitstag. Die Feier ſollte der Trauer Erſcheinung ein einigermaßen feſtliches Anſehn zu geben.

d 2 b Verſonen, Kleidungsſtücke, Landſchaften, Alles iſt in friſcher und Völkerkunde. Perſonen, Kleidungsſtücke, Landſchaften, ſt i Zur Länder Butterdargeſtellt. Drei Monate werden auf die Vorberei⸗ Die Lamen. tungen dieſes ſonderbaren Schauſpiels verwandt. Zwanzig Lamen,

Die Prieſter des Lamaismus, des eigenthümlich ausgebil⸗ die unter den berühmteſten Künſtlern des Lamaismus ausgewählt deten Buddhismus in China, in der Mongolei unter den Kirghi⸗ werden, ſind täglich beſchäftigt, die Butter zu bearbeiten, wobei ſen und beſonders in Tibet heißen Lamen, d. h. Mütter, weil ſie immer die Hände ins Waſſer halten, damit die Wärme der ſie berufen ſind, für das geiſtige Wohl ihrer Glaubensgenoſſen Finger das Werk ja nicht verderbe. Da dieſe Arbeiten größten⸗ eben ſo zu ſorgen, wie die Mütter für das leibliche Wohl ihrer theils während der ſtrengſten Winterkälte gemacht werden, ſo haben Kinder Sorge tragen. Der Miſſionar Huc beſuchte unter Andern dieſe Künſtler viel dabei auszuhalten. Sie arbeiten unter der in Kunbum, auf dem eiſig kalten Plateau Tibets, ein Kloſter Leitung eines Vorgeſetzten, der den Plan zu den Blumen des dieſer Lamen, von denen er manches Anziehende erzählt. Jahres entworfen hat und welcher die Aufſicht über die Ausführung

Der Buddhismus verpflichtet ſeine Bekenner zu vielen Ge⸗ derſelben führt. Sobald dieſe Sculpturen beendigt ſind, ſo über⸗ beten. Um ſich dieſes Geſchäft abzukürzen und ſehr zu erleichtern, liefert man ſie einer andern Geſellſchaft von Künſtlern, welche ſich laſſen ſie dieſe Gebete von kleinen Mühlen ableiern, die ſie in der mit dem Färben derſelben beſchäftigen, was unter der Aufſicht rechten Hand halten und die ſich mit einer unbeſchreiblichen Ge deſſelben Vorgeſetzten geſchieht. Ein Muſeum ganz von Butter ſchwindigkeit herumdrehen. Dieſe kleine Mühle heißt Tſchu⸗kor, ſchien uns ſo merkwürdig, daß uns die Zeit lang wurde, ehe der d. h. ſich im Kreiſe umdrehendes Gebet. Man trifft eine große funfzehnte des erſten Monds kam. Endlich erſchien der erſehnte Menge dieſer Tſchu⸗kors am Ufer der Flüſſe und auf den Anhöhen, Tag. Der Anblick der Blumen ſetzte uns in Verwunderung. wo ſie entweder von dem Waſſer oder dem Winde in Bewegung Was wir früher von den Arbeiten geſehen, hatte uns nicht im geſetzt werden und Tag und Nacht zum Beſten derjenigen beten, Entfernteſten vermuthen laſſen, daß wir in dieſen Werken von von denen ſie geſtiftet worden ſind. Butter etwas ſo Vollendetes würden zu bewundern haben. Dieſe

Unter den ſonderbaren Gebräuchen und pompöſen Ceremo⸗ Blumen waren Bas⸗reliefs von koloſſalen Verhältniſſen, welche nien, die dem Buddhismus eigen ſind, nimmt das Blumenfeſt verſchiedene Gegenſtände vorſtellten, die aus der Geſchichte des einen wichtigen Rang ein. Unſer muthiger, achtbarer Miſſionar Buddhismus entnommen waren. Alle Perſönlichkeiten hatten ſpricht ſich darüber in folgenden Worten aus: einen Ausdruck, der uns in Erſtaunen ſetzte. Die Geſichter waren

Die Blumen am funfzehnten des erſten Monds beſtehen bei lebendig und beſeelt, die Stellungen natürlich und die Coſtume den Lamen in Kundum in weltlichen und religiöſen Darſtellungen, trugen ſie mit Grazie und ohne die geringſte Gene. Nan konnte in denen alle aſiatiſchen Völkerſchaften mit ihrer eigenthümlichen bei dem erſten Blick die Natur und die Qualität der Stoffe unter⸗ Phyſiognomie und in der ſie unterſcheidenden Tracht erſcheinen. ſcheiden. Die Kleidungsſtücke von Pelzwerk waren ganz beſon⸗