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Nr. 4]
auf noch allzuwenig gebrochener Bahn ſelbſtſtändig durch die Welt zu dringen, in hartem Kampfe um die nothdürf— tigſte Exiſtenz. Siehe unſere arme Couſine Victorie, wie ſchwer es ihr wird, ſich durch ihre Sprachſtunden zu er⸗ halten; denke Dich in ihre Lage, in hundert ähnliche Ver⸗ hältniſſe als Geſellſchafterin, als Erzieherin, allemal als eine Abhängige. Stelle dagegen ein Loos an der Seite eines geehrten, eines liebenden Mannes, in geſichertem bürgerlichen Beſitz, in angemeſſener weiblicher Sphäre und vollſtändiger Freiheit, die edelſten Fähigkeiten und Nei⸗ gungen zu Tugenden auszubilden.“
„Aber ich liebe ihn nicht, Mutter,“— rief Blanka aufgeregt,—„er iſt mir gleichgültig,— iſt mir wider⸗ wärtig!“
„Darüber denke nach, mein Kind,“ ſchloß Frau von Horneck ihre Ermahnung.„Ich habe geſucht, die ſtören⸗ den Schatten und Vorurtheile abzuſtreifen, welche das Bild eines guten Menſchen umfloren. An Dir iſt es jetzt, zu prüfen, ob es Deinem Herzen möglich ſein wird, Ach⸗ tung und Dankbarkeit in Freundſchaft und endlich in Nei⸗ gung umzuwandeln. Bringe auch die Gewöhnung in Anſchlag, welche ſelbſt die ſchlimmſten Dinge erträglich macht, wie viel mehr die guten zu einer Macht erhebt; be⸗ denke die ausgleichende Wirkung der Ehe und des Fami⸗ lienlebens. Ferne ſei es von mir, Dich zu überreden, wenn ich Dich nicht überzeugen kann. Aber es war meine Pflicht, den Verblendungen der Jugend gegenüber die Dinge in das rechte Licht zu ſetzen, die Erfahrungen eines ernſten Lebens Dir zu Nutze zu machen Gott wache über Dir in einem neuen Jahr!“
Frau von Horneck beugte ſich thränenden Auges über die geliebte Tochter, die, ihre Arme um den Haͤls der Mutter ſchlingend, eine lange Weile ſchluchzend an ihrem Herzen ruhte; dann küßte ſie ſie auf die Stirn und legte ſich nieder. Blanka's Seele aber war heftig erſchüttert; die Vorſtellung, ihre Mutter verlieren zu können, zitterte
Dritte folge. 1 57
Jüst ſchlafe, mein Kind, Phosphorus Hollunder's Arme mit niedergeſchlagenen
zum erſten Male durch ihre Glieder, beſtürmte ſie mit
Angſt und Entſetzen. Aber ihre frohe Jugendlichkeit ver⸗ mochte das entſetzliche Bild nicht lange feſtzuhalten, andere verdrängten es. Phosphorus Hollunder als Bräutigam! weiter hinaus trug der Blick ſie noch nicht, er ſcheiterte ſchon an dieſer erſten Klippe und unwillkührlich trat an den Rand derſelben eine zweite Geſtalt, undeutlich, unbe⸗ ſtimmt, es iſt wahr, aber mit allem Zauber der Schönheit, der Ritterlichkeit, kühn ergreifenden Verlangens— Aſſur von Hohenwart, der junge Huſar, der, ſeit Kurzem in die Stadt verſetzt, alle Zungen von ſich reden machte. Sie ſah ihn dem Ziehbrunnen zuſtürzen, das verunglückte Kind zu retten, ſich am Seile in die grauſige Tiefe hinunterwin⸗ den, ſah den Unerſchrockenen mit zerfetzten Händen, blutend, beſinnungslos, aber das gerettete Kind in ſeinem Arme in die Höhe gezogen; das Zeichen dieſer muthigen That glänzte wie ein Stern auf der jugendlichen Bruſt. Dann ſah ſie ſich ſelbſt vor wenig Wochen hinter der weißen Gardine lauſchend, als der Vielbeſprochene zum erſten Male unter ihrem Fenſter vorüberſprengt; plötzlich ſänftigt er das feurige Roß, und ſie mit kühnem Blick erſpähend, ſenkt er huldigend die Spitze ſeines Degens vor der Erröthenden. Und dieſer ritterlichen Geſtalt gegenüber ſteht der lächelnde Hollunder in ſeinen Büchſen, widerliche Mixturen rührend, oder in Geſellſchaft allbekannte Verſe declamirend und Liebeslieder mit ſchwacher Stimme zur Guitarre ſingend! Sie wagt es, ſich am Arme Aſſurs von Hohenwart durch die Straßen gehend vorzuſtellen, mit ſtolzem Lächeln die nachſchauenden, neidiſchen Blicken muſternd; und dann an
Augen, das ſpöttiſche Lächeln der Bekannten vermeidend. Hundert ſolche Bilder drängen, ſcheuchen, jagen eines das andere, bis der Schlaf endlich geſchlichen kommt. Aſſur von Hohenwart— Phosphorus Hollunder— flüſtert die Lippe noch mechaniſch, halb ſchon im Traum,— Phos⸗ phorus— Aſſur— Aſſur!— und ſie ſchlummert ein.
witz, eine große Schlauheit und eine tiefe Menſchenkenntniß; mit bewundernswürdiger Kaltblütigkeit in der Gefahr und großer Sicherheit in ſeinem Auftreten verband er alle Eigenſchaften guter Cameradſchaft; ſehr ſelten redete er Uebles von andern. Das Geld liebte er ſehr, er war überaus habgierig und geizig und ſtand in dieſem Rufe lange vorher, ehe er reich geworden, weil ſeine Habgier ihn abhielt, große und günſtige Gelegenheiten abzu⸗ warten; auch compromittirte er ſich oft in Kleinigkeiten, wenn er unbedeutende Contributionen erhob. Den Frauen war er leiden⸗ ſchaftlich ergeben und eiferſüchtig wie ein Italiener aus dem vier⸗ zehnten Jahrhundert. Bei den Soldaten genoß er eines großen und wohlverdienten Anſehens. Mit Bonaparte, deſſen Talent er Gerechtigkeit widerfahren ließ, obſchon er weit entfernt war ihn ſich gleichzuſtellen, ſtand er in gutem Vernehmen. Die Ernennung deſſelben mußte ihm peinlich ſein, indeß ließ er äußerlich nichts davon merken, nur daß er ſich ſeinen Gehorſam als ein Verdienſt anrechnete. Maſſena hatte nicht das Zeug zu einem comman⸗ direnden General erſten Ranges, aber es hat nie einen Mann ge⸗ geben, der es ihm in der Ausführung der ihm übertragenen Ope⸗ rationen im größten Maßſtab gleich that. Sein Geiſt war nicht auf die Zukunft gerichtet, er verſtand es nicht vorauszuſehen und vorzubereiten, aber Niemand verſtand es mit mehr Talent, Kühn⸗ heit und Muth ſeine Truppen auf einem Terrain zu gebrauchen, das er zu überſehen vermochte.
„ Augereau war ein Jahr älter als Maſſena, d. h. er zählte im Jahre 1796 39 Jahre. Er hatte das Leben eines ſchlimmen Abenteurers geführt. Er hatte in Frankreich gedient und war deſertirt, er hatte in Oeſterreich, Spanien und Portugal gedient und war ebenfalls deſertirt, er hatte endlich in Neapel gedient und
war dann Fechtmeiſter geworden; die Revolution rief ihn nach Frankreich zurück. Er begann ſeine militairiſche Laufbahn in einem Freiwilligenbataillon in der Armee der Oſtpyrenäen und brachte es in dieſer Armee allmählich bis zum Grad eines Divi⸗ ſionsgenerals. Sein hoher Wuchs gab ihm ein ziemlich martiali⸗ ſches Ausſehen, aber ſeine Manieren waren gemein und ſein Auf⸗ treten häufig das eines Charlatan. Er beſaß wenig Verſtand, obſchon er ſich das, was er auf ſeinen Zügen in der Welt geſehen, recht gut eingeprägt; ſeinen Truppen widmete er große Sorgfalt und war in ſeinem gewöhnlichen Umgang ein„guter Kerl,“ came⸗ radſchaftlich und dienſtfertig; nicht übermäßig tapfer, wußte er ſeine Truppen vor der Action vortrefflich zu leiten, während der Action aber, weil er ſich in der Regel in zu großer Entfernung hielt, deſto ſchlechter. Ein Aufſchneider wie er war, hielt er ſich für ein bedeutendes Talent und glaubte ſich im Stande eine große Armee zu commandiren; an der Geſchichte von der Fahne, die er auf der Brücke von Arcole getragen baben ſoll, iſt kein wahres Wort. Er liebte das Geld, aber freigebig wie er war, machte es ihm faſt eben ſo viel Freude zu geben als zu nehmen. Trotz ſeiner Herkunft trat er ſehr prunkend auf. Obſchon ſein Name oft neben Maſſena genannt worden, ſo hieße es doch das Andenken des Letztern beleidigen, Beide auch nur im mindeſten zuſammen⸗ ſtellen zu wollen.
„Serrurier ſtand ſchon in vorgerücktem Alter, hatte im Regiment Medoc gedient und es dort bis zum Oberſtlieutenant gebracht. Er war von hoher Statur und hatte ernſte und me⸗ lancholiſche Züge, die eine Narbe an der Lippe noch ſtrenger er⸗ ſcheinen ließ. Brav, ehrenhaft, uneigennützig, pflichtgetreu und gewiſſenhaft, harmoninte er nicht mit der Revolution; ſeit dem


