Jahrgang 
01-26 (1857)
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Wunderherrlich glückt das Werk ihm, Voller, immer lebensvoller

Strömen ihm die Töne, ſchwächer Strömt die Lebenskraft dem Meiſter.*

Als das Werk nah der Hat vollendet auch ſein Schöpfer. Mit des Werkes letzten Klängen In die Lüfte ſchwebt die Seele.

Vollendung,

Seinen Schwanenſang geſungen Hat er ſelbſt ſich. Wer der Alte? Keiner wird darnach mehr fragen, Ahnen aber wird es Jeder.

Selbſt der ärgſte Feind des Lebens Achtet noch die Macht der Klänge; Drum vor ihrem größten Meiſter Mußt' er ſich in Demuth beugen.

Zedichte von Carf Siebel.

Du biſt meine Liebe.

Wohl ſind mir glühende Roſen erblüht.

Tiefdunkele Augen und lockiges Haar

Umfingen, umſtrickten mein träumend Gemüth

Und nahmen die Sinne mir ganz und gar.

Es wogte, es hob ſich die ſehnende Bruſt

Und es ward ihr die wilde, bezaubernde Luſt: Du biſt meine Liebe!

Roveſfen-Zeitung.

Wohl ſind mir glühende Roſen erblüht. Doch ſanken und ſchwanden die Blumen am Tag, 1 Es ſehnte und ſeufzte mein träumend Gemüth Den ſcheidenden Kindern der Nächte nach. Sie ſchieden und ließen die Wehmuth zurück, Vernichtende Wehmuth nach flüchtigem Glück: Du biſt meine Liebe!

Wohl ſind mir glühende Roſen erblüht.

Nun ſenkt ſich ein Frühling ins Herz mir hinein,

Nun glühet und blühet mir tief im Gemüth

Unendlich beglückender Sonnenſchein,

Und es wallen die Nächte wohl ab und auf,

Und es wallet der Tage ſtets wachſender Lauf: Du biſt meine Liebe!

Maria.

Sie ſaß am Rebenfenſter

Im ſtillen Kämmerlein

Und ſchaute hinaus in den Frühling Und der Frühling ſchaute hinein.

Und wer den Weg gegangen,

Blieb ſtille grüßend ſtehn,

Von allen den Blumen des Frühlings Auch die ſchönſte Roſe zu ſehn.

Die ſchickte, freundlich lächelnd, Ein frühlingsduftend Wort Ein ſehnendes Herze zog weiter Und die Roſe blühete fort.

heit, Sieg oder Tod. Sie ſpricht Deutſch, Engliſch und Fran⸗ zöſiſch und garantirt für ihre Kunſt. Man merke ſich gefälligſt ihre Wohnung Nr. 191 Siebente v. A., 1. Floor, zwiſchen 23. und

24. Straße.

Curioſe Druckſehler. So lange gedruckt wird, klagt man über Druckfehler. Wir fanden kürzlich in einem Ende des vorigen Jahrhunderts erſchie⸗ nenen Werke u. a. folgende Druckfehler als Curioſität verzeichnet:

In der erſten zu Berlin erſchienenen Bibel kommen 2. Moſ. XIII. 5. Jeſuiten ſtatt Jebuſiten vor.

Asmus omnia sua secum portans, oder ſämmtliche Werke des Wandsbecker Boten wurden bald nach ihrer erſten Erſcheinung 1775 in einem Buchhändlermarkt⸗Kataloge von Eichſtädt folgen⸗ dermaßen angezeigt: Asinus omnia sua secum portans.

Nach einer Zeitung im ſiebenjährigen Kriege wurde die elende Reichshülfe erwartet(eilende).

In einer Schweizer Zeitung las man: hundstä gliche De⸗ crete(bundstägliche, vom Bundestage).

Scarron in einer Zueignungsſchrift ſchrieb: A Guillemette, chienne de ma soeur! Bald darauf zerfiel er mit ſeiner Schweſter;

um ſich boshaft an ihr zu rächen, nahm er Folgendes am Ende

unter die Druckfehler auf: Au lien Chienne de ma soeur, lisez, ma Chienne de soeur!

Mannigſaltiges.

Bernard von Ventadour rühmte an der Prinzeſſin Eleonore von Guyenne, die ſich 1152 mit dem Könige von England ver⸗ mählt hatte, als eine ihrer größten Vollkommenheiten, daß Ihre

Majeſtät leſen könne.

Montesquieu disputirte einmal mit einem ſeiner Collegen. Dieſer ſagte endlich:Sie ſollen meinen Kopf haben, wenn meine Meinung nicht die rechte iſt.Ich nehme Ihr Anerbieten an, erwiderte Montesquieu freundlich;denn kleine Geſchenke unterhalten die Freundſchaft.

Archilochus, ein ſchlechter Dichter Griechenlands, rächte ſich an Lykambus, der ihm ſeine Tochter zur Ehe verweigerte, durch eine ſo beißende Schmähſchrift gegen beide, daß ſie ſich aus Aerger erhängten. So weit hat es noch kein neuerer Poet gebracht.

Der berühmte Pater La Rue warf Dancourt vor, daß er Ko⸗ mödiant ſei.Was iſt denn da für ein Unterſchied, antwortete dieſer,wir ſind beide Hofſchauſpieler, Sie von Rom und ich von Paris.

Friedrich der Große ſagt in ſeinen Briefen an Voltaire ſehr richtig: Die Philoſophie muß uns nicht unempfindlich machen und uns nicht hindern ein gefühlvolles Herz zu haben, ſonſt würde ſie den Menſchen mehr Böſes als Gutes erzeigen.

LIII. Jahrg. 1

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