Jahrgang 
01-26 (1857)
Einzelbild herunterladen

en in Iiddor neren Kampf rich nicht vo ndy comme

ferd, elegant

zutritt zu den

lkommen à! at Ellena Ro⸗

heit zog mich

gewöhnlich zu esrndelei nach à gelungen was on,Neal, ſie die ſchönet

Eine Dame narverhandlul ich fürcht

efühl! Suß

Dritte

ten Krankenlager die gütige pflegende Mutter, die heilige, hülfeſpendende Madonna zu lieben vermag! Jetzt war ich der Schüchterne, der Aengſtliche. Eines Tages bei einer Viſite traf ich ſte allein in ihrem Hauſe.

vas mußte ich hören? Statt ihre Gegenliebe einzuge ſtehen, macht ſie aus dem Rendez-vous eine Bußpredigt,

ſie offenbarte ihr tiefes Intereſſe für mich, indem ſie mir

alle meine Vergehungen vorhielt, indem ſie mich beſchwor,

zur Rettung bot! Triumphirend ſtürzte ich von dannen; ſie konnte mich retten, da ſie das reichſte Mädchen der Stadt

war. Aber am andern Tage traf Sebenzich ein, mit ihm die Kunde von dem begonnenen Proceß, wenn

Ellena ihn verlor, war ich verloren! Sollte ſie es mit mir ſein? Ich konnte durch eigene Kraft kein neues Leben beginnen. Ich war ſtark genug, ſie nicht mit mir ns Elend zu reißen. ſagte ihr nur, daß wir uns trennen müßten! Während

ligt, ſie ee die ganze Stadt ſie meine Geliebte glaubte, hatte ich ſie

Augen nieder

nur zweimal allein geſprochen, jenes erſte Mal und dann,

te immer non als ich für immer Abſchied nahm. Sie zog eine Schranke ine ſtockt, i hon Eis um ihr verwundetes Herz und war ſtark genug, Wangen, die Welt zu verachten, die ſie verläumdete, weil ſie nicht ich mit einihres Gleichen war. Gilt Ihnen mein Wort, ſo nehmen

3 ihru

1- 3 Febu

7

ninith!.. dgen ruin bei meinem unvexmutheten Anblick. 3 d 9 ſtri ſi-W- 8 einen zu wah Begegniß des geſtrigen Abends, ſie erwiderte mir mit einem dieſeh.. 3 8 S 2 un Dich dihſes Iamen, den ich nicht kenne, ſie rief leiſe: Iſidor! Wer

reiche Mudi HDeine Neit 4 habe in Ihrem Auge geleſen. Wenn Sie Ellena ſo lieben, .0 ebem 1... 3;:. inneres Lee wie ich es leider nicht mehr konnte, ſo glauben Sie meinen te Gllena Worten und beleidigen Sie das edelſte Geſchöpf nicht durch

pflegt, nit ſt

fdentſchwer⸗ auf demſch

13 war zufrieden.

re, Mebit 5 lachelie. ſagte er.n 6 beiſteben

e los de er iſt Mlbs 1

f teigun denult zu alln d znnanal A zeirtsunun Behn anlut

1f Ir bel dame Tie 3m

Puer aber die Luft ſchön.

Behör

1

Enpfindn Sie es; ich ſchwöre, daß Ellena das reinſte, edelſte Ge⸗ ug erge ſchöpf iſt, das die Erde trägt.

Heute ſprach ich das erſte Mal wieder zu ihr nach langer Zeit, deshalb erſchrak ſie Ich erzählte ihr das

bie nun auch ſein mögen, ich kenne Sie nicht, aber ich

Mißtrauen. Es iſt das erſte und letzte Mal, daß ich ihr

Ich ſtammelte ein Geſtändniß meiner Liebe ſie ſchien beſeligt, aber

ein neuer Menſch zu werden, indem ſie mir ſelbſt die Hand

Ich ſagte ihr nicht, warum, ich

Folge.

feinen Liebes dienſt erweiſen kann, der Name tini's hat ihr jahrelang Unſegen gebracht, meine Worte zum Segen werden!

Er reichte aufſtehend Iſidor ſeine Hand und verließ dann grüßend und raſch das Kaffeehaus.

Am andern Tage verſuchte Iſidor umſonſt die Damen zu ſehen; man wies ihn zweimal ab. Am Nachmittage, wo die ganze elegante Welt ſich zeigte, durchſpähte er um⸗ ſonſt alle Wagen, ſie blieben unſichtbar. Dafür erfuhr er die entſetzliche Neuigkeit, die die ganze Stadt erfüllte: der Proceß der Familie Roſetti war verloren und Stephan Sebenzich hatte um Ellena's Hand angehalten.

Am Abende, als die Schweſtern von ihrer Corſofahrt zurückgekommen, fand Ellena ihre Mutter in einem Zu⸗

ſtande halben Wahnſinns, dazwiſchen aus einer Ohnmacht in die andere fallend. Vittori war ſchon bei ihr und ſetzte Ellena von dem Beſcheid des Gerichtshofes in Kenntniß. Auch Ellena ſchwankte und erbleichte, obgleich ihr die Nach richt kaum unerwartet war. Der Zuſtand der Mutter er⸗ heiſchte zunächſt ihre Sorge; Nina war in einem nicht viel beſſeren; ſie ſchluchzte und war eben ſo hoffnungslos wie die alte Frau, Vittori allein ſchien nicht überraſcht und ganz reſignirt zu ſein. Endlich gelang es, Nina in ihre Wohnung zurückzubringen, und nun verſuchte Ellena ihr vorzuſtellen, daß in ihrer Stellung ſich das Unglück ja am leichteſten tragen laſſen würde, da ihr Erbe ſchon früher ausgezahlt ſei. Die Entgegnung war eine traurige, Nina enthüllte ihr häusliches Elend, die Herzloſigkeit ihres Mannes, der ihr längſt erklärt hatte, ſeine Schwiegermut⸗ ter ſei ihm unerträglich und er werde unter keinem Ver⸗ hältniſſe erlauben, daß ſie in ſeinem Hauſe lebe. Auch Ellena haßte er und erklärte ſie für ſchuldig an dem Trei⸗ ben ſeiner Frau. Dieſes ſelbſt hatte er ſie führen laſſen, indem ſie ihm nach und nach die ganze Verfügung über ihr Vermögen übergeben hatte; jetzt hatte er ihr geſagt, durch

ihre Verſchwendung und einige unglückliche Handelsereig⸗

Antonio San⸗ laſſen Sie ihr

S

derten, bis das Mittagsmabl kam. ſich, wir nahmen unter ihnen Platz. Herren von verſchiedenem Alter, mit langen Bärten, Hauben oder Nendiſchem Haarſchmuck. Die Suppe wurde aufgetragen. Sie leſtand aus einer Art Haferſchleim. Unſere Tiſchgenoſſen aßen ſe mit Appetit, leckten dann ihre Löffel ab und legten ſie zu ferne⸗ tem Gebrauche neben ſich hin. Dieſe Handlung gab unſerm Ver⸗ tehr mit ihnen den Todesſtoß.

Wir konnten an dieſer Tafel nicht wieder ſpeiſen, bezahlten unſere Rechnung und zogen zu dem Herrn Bezirksamman. Dieſer war homöopathiſcher Arzt und lieh uns alle Schriften, die ſein

Fach betrafen. Er handhabte die Gerechtigkeit in einem Zimmer und in dem andern bereitete er die Kügelchen für ſeine Patienten.

Frau und Tochter bedienten uns. Ich ging in die Küche, um den Thee zu machen, wobei ſie mir erſtaunt zuſaben; denn ein

ſolches Kraut führten ſie in ihrem Haushalte nicht, noch hatten ſie es je geſehen. Ueberhaupt war ihre Lebensweiſe ſehr einfach.

zum Frühſtück die ganze Familie Suppe, ſelbſt der Doctor Boppart. Kaffee war eine verpönte Waare. beſtand aus gekochtem Fleiſche mit Gemüſe. Bier und Wein kam

nicht ins Haus. Die patriarchaliſche Einfachheit dieſer Leute war

uns ſehr überraſchend. Von Luxus nirgends eine Spur. ganz Nothwendige reichte für ihre Wünſche aus.

Das

Tage die Rechnung geben. Darauf ſtand auch das Kleinſte haar⸗

Unſer Frühſtück am folgenden Morgen ver⸗ ub die Laune ein wenig, der Kaffee war ſchlecht, die Butter Wir ſaßen in einer Laube und plau⸗ Die Curgäſte verſammelten Es waren Damen und

Der Mittagstiſch

Lch L Dabei waren ſie freundlich und gefällig. Um zu ſehen, in wie weit hier eine Ausnahme der mir angedrohten Prellerei ſei, ließ ich mir alle zwei

klein berechnet, jede ſcheinbare Aufmerkſamkeit, ein paar Pflaumen aus dem eigenen Garten uns heraufgeſandt, ein paar Kartoffeln aus ihrem Topfe uns angeboten, nichts war vergeſſen und dabei hoch angerechnet; indeſſen wir zahlten das und ich nahm mir vor, ſolche octroyirte Erfriſchungen zurückzuweiſen, ſo gut es ſich thun ließ. Aber unbehaglich iſt es immer, wenn Jemand mit dem freundlichſten Geſichte eine Sache anbietet und, iſt ſie ange⸗ nommen, den Preis nach Neigung feſtſtellt. Dieſe Neigung ver⸗

läßt den Schweizer nie. Er ſieht in dem Fremden eine Citrone, die er ausſaugen muß. Wer nicht theuer bezahlen will, ſollte nicht zu ihm kommen, ſagt er. Zugeſtanden. Aber theure Preiſe und Prellerei ſind noch weit von einander verſchieden. Rechtlich⸗ keit kann Hand in Hand gehen mit der höchſten Verwerthung ſeines Capitals. Was dem Schweizer vorzuwerfen iſt, das iſt dieſer Mangel an einem Begriff der Rechtlichkeit. Man darf Niemand trauen, darf keine Sache bezahlen, bevor man ſie in der Hand hält, damit ſie nicht unmerklich noch vertauſcht werde. Ein Wort ein Mann hat keine Geltung. Kein Verſprechen wird gehalten, wenn es nicht ſchwarz auf weiß verzeichnet worden. Wer an eine münd⸗ liche Zuſage mahnen will, der wird ausgelacht. Hätte das Land nicht die ſchönen Berge, ſo möchte man ihm der Menſchen wegen auf immer den Rücken wenden.Da haben Sie den republikani⸗ ſchen Staat! ſagten die Engländer.Alle Schicklichkeit, alle Form, alle äußere wie alle innere Schönheit wird unter einer ſol⸗ chen Regierung eingebüßt. Es iſt ein kleines Amerika*). y.

») Sollte unſere ſehr verehrte Correſpondentin hier nicht etwas zu ſchwarz malen?