Jahrgang 
01-26 (1857)
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△₰* 6 Nr. 1.] 10 Novellen⸗Zeitung.[III. Jahrg. und laſſen ſic Nina verſtand die Kunſt zu plaudern; ohne eigentliche die Spalten eines Localblättchens, ohne Honorar, nur der ratur bezahle tiefere Bildung hatte ſie doch Geiſt und vielen Witz, und Ehre wegen. 4 Striftſele da ſie nicht viel deutſch ſprach und Iſidor nicht genug An der Spitze der großen Leute einer kleinen Stadt Der Sch

ttalieniſch, ſo ſchwirrten bald die franzöſiſchen Phraſen, und ſteht der Verleger, Eigenthümer und Redacteur en chef mit einer Miene des Bedauerns folgte ſie ihrem nächſten des Localblättchens; eine ſolche Zeitung erſcheint zwei oder Tänzer, der ſie zu einer Polka entführte. mehrere Mal in der Woche, zu billigen Preiſen und unter

Innern ein; handlung dar die Eigenthü

(Fortietzung folge) Zuſicherung reeller Bedienung. Nennen wir die Zeitung aeueſten Pr Der Waggon(der Name thut nichts zur Sache!). Ent⸗ vire es nie ſtanden aus dem Bedürfniß, im Städtchen ein Anzeigeblatt daß ſich de

für die Herren Krämer zu haben, beſchränkte ſich der Eigenthüm

Waggon bei ſeinem Entſtehen auf Anzeigen von friſchen anzubieten

Fiſchen, Gothaer Leberwürſten, angekommenen Meßwaaren zahlen läß

und Fremden; nur hier und da brachte der Waggon einige* Doh

Humoriſtiſche Studien aus dem täglichen Leben. veraltete Witze und Scherze und im Winter Theater⸗Re⸗ 5 cenſionen; die Entwickelung der deütſchen Journaliſtik in den letzten zehn Jahren erlaubte indeſſen dem Waggon nicht mehr, auf jenem harmloſen Standpunkte zu be⸗

in den böh⸗ klärt, de heit. Duſ

11. Die kleinen Journaliſten.

Lieber Leſer! Du haſt in Deinem Hauſe eine kleine harren. wirg 3 oder große Bibliothek anerkannter Meiſterwerke, die Du Das Blatt erſchien nunmehr täglich als politiſche Zei⸗ 1 nh 4 vom Anfang bis zu Ende geleſen; Du biſt abonnirt auf tung, brachte Nachrichten, die in den größeren Zeitungen nleeiu einen Leſecirkel, wodurch Dir die neueſten Erſcheinungen ſchon acht Tage vorher aufgetiſcht, und in ſeinem Feuille⸗ Rihfehr 8 der Literatur ins Haus geſchickt werden, die Du eifrig ton Novellen, Erzählungen, Romane und Theaterkriktken. hle Zut gleich nach ihrem Erſcheinen lieſt; Du gehſt außerdem ins Du wirſt mich fragen, o Leſer! wie kann in einem kleinen 2dd3 4 Café und genießeſt dort neben einem Liqueur zwölf bis Städtchen eine ſolch ausgedehnte Zeitung beſtehen? 8 idrung funfzehn belletriſtiſche Zeitungen, und nun glaubſt Du Alles Harmloſer Freund! Der Chef⸗Redacteur und Eigen⸗ Shan zelgen zu kennen, was die deutſche Literatur geſchaffen? thümer bedient ſich blos einer Scheere, mit welcher er die in dac Reda

Irrthum! Ich will Dir eine ganze literariſche Welt Nachrichten aus andern Blättern herausſchneidet undain d 65 ſſte zeigen, o Leſer, von der Du vielleicht nichts geahnt, deren ſeiner literariſchen Küche für ſein Blatt umdrucken läßtaa Bade W Namen weder im Brockhaus'ſchen Converſations⸗Lexikon Was nun die Romane, Novellen und Erzählungen betrifft, 67 von noch auch im Leipziger Meßkatalog glänzen; ich will Dir ſo gibt es in Deutſchland eine Menge güter f riftſteller angi die die großen Schriftſteller der kleinen Städte zeigen, Schrift- und eine Menge anſtändiger Blätter. Hat auine ent⸗ nnd end. ſteller, denen der kleine Kreis von Freunden und Bekann⸗ liche Zeitung für ihr Feuilleton um rdentliches Honoratr dem Rpoſit ten den Lorbeerkranz um die Schläfe windet, Schriftſteller, eine Erzählung von einem angeſehem Schrift ller er⸗ igenin deren Name nicht hinausdringt über die Grenzen ihrer worben, dann fallen die literariſchen Wegelagtrer des Herein Heimath, die wirken im engen Kreiſe ihres Geburtsortes, kleinen Blättchens über den Fund her, rupfen und zupfen G Diſe A ihre Gefühle in Proſa oder in Verſen hinaushauchen in aus allen Blättern Material für den Waggon zuſammen iirft ſih wi

Afrika, das Land der Ungeheuer, ſieht in ſeinen unendlichen ſich erbot, ein Ei ſtehen zu machen, man wird zu dem ſinnreichen Auszühticken trockenen Wüſten den Boden damit bedeckt. Aſiens glühende Ufer Vogel ſagen:Das war ganz einfach! Worauf denn freilich danie Naim von Bombay, ſeine Wälder, in denen unten der Schlamm in ſteter der Vogel ebenſo erwidern könnte:Warum haſt Du es denn nicht unllaſtict Gährung begriffen iſt, erzeugen, nähren und machen von Gift gefunden? de noh di dieſe Scheuſale ſchwellen; auf den Molukken iſt ihre Zahl uner⸗. Gruündem u meßliche, iſt der Umſtand, welcher die loxi ilis(Dickſchnabel V nien ſer

a8 der 1 velcher die loxia pensilis 1 el Ogenn

der Philtppinen), wo der Rleht des Känſtlers. bogeiſtert dat zu Zur Ku nſtgeſchichte. noch d n ſeinem Wunderwerke. Ein neuer Runſtkatalog. wvie V.n

Er wählt einen Bambus nahe beim Waſſer und an deſſen Unſere Zeit iſt im Allgemeinen weniger eine producirende als andererſagt Zweige hängt er zarte Fäden von Pflanzen. Er kennt die Schwere eine reproducirende zu nennen. Man ſtellt zuſammen, was die Rhaten 8 des Neſtes vorher genau und irrt ſich niemals; an die Fäden be⸗ Alten gethan, und freut ſich des Ueberblicks der dara zogenen mit Gdelia feſtigt er, eines nach dem andern(ohne indeß ſich zu ſtützen, nur in Reſultate. Eine natürliche Folge davon iſt der Wunſe ſich durch übergehen der Luft arbeitend), ziemlich harte Gräſer. Das Werk iſt ungemein eigene Einſicht dieſe Reſultate zu verſchaffen kur ſammeln, KCenſers, S langwierig und ermuͤdend, es ſetzt eine ungeheuere Geduld, einen und wir können Demjenigen nur dankbar ſein, der die erlangee Nealiſti unendlichen Muth voraus. Kenntniß anwendet, um uns die Gelegenheit, dies mit Nutzen zu Wie 3

Der bloße Vorflur iſt nichts mehr und nichts weniger als ein thun, zu gewähren. Eine ſolche eerhalten wir durch den eben er⸗ V Cylinder von zwölf bis fünfzehn Fuß, der über dem Waſſer hängt; ſchienenen Lagerkatalog des Leipziger Kunſt⸗ Comptoirs, die Oeffnung iſt unten, ſo daß man beim Eintritt hinaufſteigt. deſſen Verfaſſer, Hr. W. Drugulin, ſich bereits durch einen deutſchen

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Das obere Ende gleicht einem aufgeblaſenen Sack oder dem Kol⸗ Portraitkatalog(deßen baldiger Fortſetzung wir entgegenſehen) ſiten dn ben eines Chemikers. Bisweilen hängen fünf⸗ bis ſechshundert den Freunden der Kunſt vortheilhaft bekannt gemacht hat. Abge⸗ ihre glapen ſolcher Neſter an einem einzigen Baume. ſehen von dem inneren Werthe, den jeder boſchreibende Katalog ſe aks nzen Das iſt die luftige Stadt, keine geträumte, phantaſtiſche, wie beſitzt, wenn er ſnit Kenntniß und Genauigkeit abgefaßt iſt, wird Houbt heiß

die des Ariſtophanes, ſondern eine verwirklichte, die drei Erforder⸗ uns nämlich hier eine geſchmackvoll angelegte Auswahl von Wer⸗ dauſcee niſſen entſpricht: ſie iſt ſicher nach der Seite des Waſſers und Lan⸗ ken der größten Meiſter der Kunſt vorgeführt, die in ihrer Ge⸗ nolhwn des hin und ſelbſt dem Raubgeſindel der Lüfte unzugänglich ver⸗ ſammtheit ein faſt vollſtändiges Bild des Edlen und Guten, was V uch dend

möge der engen Oeffnungen, in die man nur mit Schwierigkeit wir der Kunſt verdanken, darbietet. Wir ſehen, wie die älteſten Nai d

nach oben hinaufſteigend eindringen kann. 1 deutſchen Meiſter(Martin Schön, Zaſinger, der Meiſter S.) trohß ndt beſa

K A⁸ Nun wird man wohl auch ſagen, was dem Columbus, als er ihrer mangenhaften Zeichnung die iefſte Innigkeit des Gefühls na das 1 I Der en