——
(ll. Jahrg.
. vor, dn.
den, der Änl zu
hat auch in den
Reſtauration, gar nichts zur
Tſammeln und
Geſchäft auf olches Café das Bureau, von wo die ganze Shdt s ſolchen Caſés thörten und ttor und Publi⸗ eLegion Feuill⸗ rmiſere, beſſen nan ſich in den mit den Mit berhaupt Luſt
nit vergoldeten itung leſend,- ſpitzgedrehten
— das
ſchuhen
und Ferdinand. e Augen ner.
-- Jl
in Arm. D
1 i/f Gd bei zvüi
Rodert
an welchen
Dritte folge. 813 ſtens zwölf verkannte Devrients! Dieſe verkannten Genies, empört über die Kälte des Publicums und des Winters, gegen welchen ſie nicht einmal ein alter Eau de Lob be⸗ dürftiger Pelzrock zu ſchützen vermag(jedes verkannte Genie trägt einen Pelzrock), vergeſſen ihren Gram bei dem ſechſten Glaſe Grog oder Rum in der Theater⸗Conditorei, ihrer zeitweiligen Heimath! Einer ſchimpft auf den Andern; Alle gemeinſam auf den Director!
Der Intrigant glaubt gerechte Anſprüche gegen die Natur und ſeinen Director zu haben, er wüthet im Stillen gegen das ungebildete Publicum, welches ſeine talent⸗ loſen Collegen applaudirt und ihn nicht. Kellner! Noch einen Grog!! Der erſte Liebhaber, früher Commis, em⸗ pört über den ſchlechten Beſuch des Schauſpiels und den mangelhaften Applaus, tröſtet ſich an einem Dutzend alter Theater⸗Recenſionen, welche er, um nicht mit ſeinem Talente und ſeiner Arroganz zu zerfallen, beſtändig in der Taſche nachträgt.
Mich nicht applaudiren! Oh Publicum!
Meine Herren! beginnt der Regiſſeur als Helden⸗ ſpieler, hätte ich die Wirthſchaft hier geahnt, ich hätte mich wohl gehütet, hierher zu kommen; habe neben Devrient in Hamburg geſpielt und wie!! Gefallen! Auf Ehre! Leſen Sie die und die Theaterzeitung! Ohne ungerechte In⸗ triguen ſäße ich längſt an einem Hoftheater. Hätte gern das hieſige Theater gehoben, aber geht nicht. Der Direc⸗ tor verſteht nichts und miſcht ſich in Alles!
Zu der Thüre herein tritt ein in drei Paletots ge⸗ hüllter junger Mann; nachdem er ſich derſelben entledigt und die Grazie ſeiner Taille in einem alten fadenſcheinigen Frack entwickelt, beginnt er:.
„Kellner! Ein Glas Zuckerwaſſer! Bin ganz heiſer, und ſoll morgen den Octavio ſingen! Hum! hm! Lal la! la! Geht wahrhaftig nicht! Thierquälerei an dieſer Bühne! Habe heute ein dedeiggdes Engagement abgelehnt, weil mir nur fünfzehnhundert Thaler Gage geboten wurde!
(Lächerlich! Tichatſchek hat 6000 Thaler! Man muß die Preiſe nicht verderben! La! la! la! Sehr heiſer! Werde den Octavio morgen kaum ſingen können! Kellner! Noch ein Glas Zuckerwaſſer!“ Knieriem, empört daß ihm der Charakterſpieler„die
gegen die Regie, welche ihm perſönlich nicht gewogen. „Niederträchtig! Reiner Brodneid! Scandal! Man ſollte lieber Schuſter werden als Künſtler! Kellner! Ein Glas Baieriſch!“
Es iſt eine unfehlbare Angewohnheit aller verkann⸗ ten Genies, gegen das Geſchick zu wüthen und Pelzröcke zu tragen!
Der Souffleur oder Onkel Tom des Theaters, welcher ſich für zwölf Thaler monatlich die Lunge ausſchreien würde, dieſer Souffleur, das Gedächtniß aller anderen Herren und Damen vom Schauſpiel und der Oper, ſitzt allein in einer Ecke. Die haute volée der Bühne verkehrt nicht mit die⸗ ſem Paria der Couliſſen, der in ſeiner Jugend auch an vielen kleinen Orten Komödie geſpielt, und nun den Reſt ſeiner Lebenszeit in dem Invalidenkaſten zu Grunde ge⸗ gangener Schauſpieler zubringt.
Um dieſen Pfuhl von Bühnenmiſere kreiſt herum, an⸗ gezogen von der magnetiſchen Kraft des Punſches oder Grogs, eine literariſche Schmeißfliege, um aus dieſen in⸗ validen Pelzröcken den Honig für den kommenden Tag zu
ſaugen.
Beſagte Schmeißfliege, welche ſich gewöhnlich„Literat“ nennt, correſpondirt für mehrere Theater⸗Zeitungen, befaßt ſich mit Einladungen zu Benefiz⸗Vorſtellungen in Verſen und Proſa, beſorgt Kränze, Applaus und Bravos zu den billigſten Preiſen und würde ſogar gegen entſprechendes Honorar jedem Choriſten den alten Droſchkengaul aus dem Wagen ſpannen und das Mitglied des Corps der Rache im Triumphe nach Hauſe ziehen, wenn überhaupt die Käſe⸗
Lebensweisheit; Welt⸗ und Lebensbilder; Romanzero; Gedanken⸗ dilder— ſind Muſterſtücke von ungefähr 70 Dichtern der letzten 30 Jahre hier zuſammengeſtellt. Eine am Schluſſe beigefügte Ueberſicht der neuen Lyrik vom Herausgeber wird manchem Leſer zur Orien⸗ lirung in dieſem umfangreichen Gebiete willkommen ſein.
litiſche Finanzkriſis heben würde, wenn nur die geheimen Sünden alle ſich controliren ließen!
Doch dies die ſcherzhafte Seite. In Wahrheit hat Herr Karl Weller, der ſchon einmal für die erzgebirgiſchen Armen ein ähnliches Unternehmen ins Werk ſetzte, gerade durch dieſe Auswahl den Dank Cin manches Literaturfreundes ſich erworben. Man wird in dem ſtatt⸗ e üeho Saufuna lichen Bande kaum etwas Schlechtes und vieles ſehr, ſehr Gutes Leipzig, Heinrich Hübner. 1856. Büts. finden. Eine Ueberſicht der aufgenommenen Dichter mit kurzen Der Ertr a ſſt dor Sogifſſe.a942 biographiſchen und bibliographiſchen Notizen verleiht dem Buche Der Ertrag iſt der S chillerſtiftung gewidmet. dauernden Werth für den Literarhiſtoriker der Zukunft. Der Herausgeber hat es unternommen, einen Strauß aus
dem unabſehbaren Garten neuer Lyrik zu pflückenz und obgleich e von den beliebteſten und belobteſten Beeten nur je ein bis zwei Ylüthchen nahm,— welch ein Strauß iſt es dennoch geworden! lleber 200 lebende Lyriker ſind auf 600 eng gedruckten Seiten ver⸗⸗ tjeten! Wenn man nun annimmt, daß ein Jeder dieſer 200 an Fjammelten Werken Alles in Allem nur je einen ſolchen Band
Lerſe von 600 Seiten producirt hat, ſo macht das im Ganzen
170,000 Seiten. Bedenkt man aber ferner— und jeder Redacteur Publicum empfohlen. einer belletriſtiſchen Zeitung kann die Belege für dieſe Thatſache 1 ſchaffen—, daß von je hundert Deutſchen beider Geſchlechter, die 8 Gut Heil! Ein Feſtgeſchenk für Deutſchlands bedichte machen, kaum zehn jemals ſich gedruckt ſehen und höch⸗ turnende Jugend. Herausgegeben von F. H. Jonas.— tens je Einer aufgezählt iſt, ſo betrüge die poetiſche Productions⸗ Leipzig, Robert Frieſe.
deft Deutſchlands im Ganzen ſeit den letzten fünf Jahren allein
Dichterſtimmen der Gegenwart. vom Felde der deutſchen Lyrik ſeit 1850. Peller. 8
Neues Deutſches Märchenbuch von Ludw ſtein.— Mit einem Titelkupfer.— Leipzig, W. K. A. Hartleben. 1856.
L. Bechſtein's früheres„Deutſches Märchenbuch“ bat bereits die zwölfte Auflage erlebt. In der Einleitung zu dieſer neuen Sammlung verſichert der Herausgeber, mit erhöhter Sorgfalt zu Werke gegangen zu ſein. Sie iſt damit dem Märchen liebenden
ig Bech⸗ Einhorn; Peſth,
3 8 Eine maleriſche Darſtellung der verſchiedenen Turnübungen, 0000G, ſage zwölf Millionen Seiten zu 30 Verſen, oder begleitet durch poetiſche Anreden, als Anregung für kleinere Kna⸗ 360) Millionen Verſe. Schließt man von dieſem mittleren
Reſul⸗ umt Jahr⸗ Zahl heraus, die jedem Finanzmanne klar
3 Mbn 1 ben zu körperlichen Bewegungen. Der Verfaſſer iſt ein früher be⸗ nſe von 5 Jahren nun auf die Geſammtproduction eines währter Vorturner des Leipziger Turnvereins. zunderts, ſo käme eine
—QCQCQ⸗Q—CQCQQDLD·—QBꝑͤ———O⏑——:—
komiſchen Rollen“ alle vor der Naſe wegſchnappt, wüthet,
machen würde, daß die allergeringſte Steuer auf den Vers jede po⸗


