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Nr. 51.]
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Ihnen?“ ſondern:„Wie viel Glück geſtern Abend! Co⸗ loſſale Taille! Zweiunddreißig Mal eingeſchlagen! Hätte ich eingezogen, ſo gewann ich bedeutend!“ und ähnlichen Geſchäftsausdrücken!
Sobald Mehrere zuſammengetroffen, ſetzen ſie ſich an ihren Lieblingstiſch! Der Kellner bringt unaufgefordert Kaffee und Karten.
Dieſe Karten müſſen ſtets neu ſein. Kein wahrer Spieler ſpielt mit gebrauchten Karten und es charakteriſirt dieſer Beweis gegenſeitigen Mißtrauens am beſten die Ge⸗ ſellſchaft. Geld liegt auf dem Tiſche nicht, das wachſamſte Auge der Polizei würde dieſe Herren für ganz ehrſame Bürger halten. Bevor die Partie angefangen wird, muß von beiden Theilen der Einſatz unter der Kaffeetaſſe deponirt werden! Kein wahrer Spieler würde ſeinem Gegner ohne genügende Sicherheit auch nur eine Partie creditiren! Hat der Eine oder der Andere den letzten Thaler verloren, ſo iſt das Spiel ſelbſtredend beendet, wenn der Ausge⸗ plünderte nicht eine goldene Uhr oder ſonſtige werthvolle Gegenſtände verſetzen kann. Zu dieſem Zwecke wendet er ſich an den Spieler⸗Banquier, welcher ſein Comptoir in
ſolchen Cafés von zwei Uhr Nachmittags bis zum anderen
Dritte folge.
Morgen aufgeſchlagen hat und von den Zufälligkeiten lebt,
welche das Spiel abwirft. Dieſe Zufälligkeiten beſtehen darin, daß dieſer Banquier auf werthvolle Gegenſtände den bedrängten Spielern momentane Vorſchüſſe macht. Die verpfändeten Gegenſtände müſſen binnen zwei oder drei Tagen zurückgeholt werden, bei Verluſt jeglichen An⸗ ſpruchs auf dieſelben. Iſt der bedrängte Spieler ſonſt ein begüterter Menſch, ſo entſchließt ſich der Banquier ſogar manchmal auf Wechſel zu borgen.
Für einen Wechſel von zweihundert Thaler empfängt
dann das bedrängte Opfer in einer Ecke des Café dreißig
bis vierzig Thaler baar mit der Bitte, den Reſt nach Ab⸗ zug der Zinſen am anderen Morgen in der Wohnung des Spieler⸗Banquier in Empfang zu nehmen; zur beſtimmten
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Stunde findet ſich Jener ein! Der Banquier proponirt eine Partie Piquet um den Reſt der Summe! Natürlich gewinnt der Banquier und nach einer halben Stunde iſt der bedrängte Geſchäftsfreund Wechſelſchuldner für fünf⸗ oder ſechshundert Thaler. Dergleichen Spielerwechſel ſind immer binnen acht Tagen längſtens zahlbar, denn der ſchlaue Banquier weiß ſehr wohl, daß man auf das Ver⸗ mögen eines Spielers nie länger als acht Tage rechnen kann, da es ihm häufig gelungen, einen Collegen in kür— zerer Friſt zu ruiniren. In den niedrigeren Kaffeehäuſern übernimmt gewöhnlich der Kellner das Banquier⸗Geſchäft, wenn es ſich um Anleihen von fünfzehn Silbergroſchen bis zu drei Thaler handelt. Der Wirth ſchenkt ſeinen Gäſten in dieſen Localen nur gerade ſo viel Achtung, als ſie ver— dienen, denn erſtens verzehren die Spieler weniger und zweitens weiß der Wirth ſehr wohl, daß die Herren nicht ſo bald wieder in der Stadt ein ſo ruhiges und paſſendes Geſchäftslocal finden.
Gegen eilf Uhr Abends wird„der Tempel aufgeſchla⸗ gen, die Thüren werden gegen jeden neugierigen Polizei— beamten geſchloſſen. Dann fühlt ſich das Laſter heimiſch und läßt den Schleier fallen. Gold und Silber glänzt in den Händen von Leuten, deren frühere Exiſtenz eben ſo ſchwarz als ihre Wäſche iſt; wenn der Wirth bei guter Laune, ſo fordert er von ſeinen Gäſten für jede Stunde entſprechende Entſchädigung für Gasbeleuchtung, und wenn er nicht bei Laune iſt, dreht er den Gaskrahnen zu und wünſcht ſeinen Gäſten angenehme Ruhe.
Wenn der Spieler-Banquier bemerkt, daß ſeine Ge⸗ noſſen noch bei Caſſa ſind, ſo ladet er die Geſellſchaft zu ſich nach Hauſe. Nach einigen Stunden iſt alle Baar⸗ ſchaft in die Hände des Banquiers gewandert, dem es ver⸗ möge ſehr ſchlauer Combinationen ſo gelingt, das Nützliche mit dem Angenehmen zu vereinen.
Angekl. Ja; ich ſpreche Engliſch, denn ich war längere Zeit in London. Wenn nun ein Bahnzug ankommt, gehe ich auf den Bahnhof, und wenn ich Engländer bemerke, die nicht Fran⸗ zöſiſch können, biete ich ihnen meine Dienſte an. Dadurch ge⸗ winne ich nur eben ſo viel, mein Eſſen und meinen Tabak zu be⸗ zahlen, das heißt, die Woche etwa einen Franc. Wie wollen Sie, daß ich davon eine Wohnung bezahlen ſoll?
Präſ. Alſo wohnen Sie auf der Straße? 1
Angekl. Im Winter wird das freilich nicht angenehm ſein, aber für jetzt iſt es mir gleichgültig, denn es iſt warm genug, und auf den Boulevards wie in den Champs⸗élyſées ſtehen immer Stühle. Hinlängliche Wäſche habe ich in einem Päckchen bei mir, und iſt ſie ſchmuzig, waſche ich ſie am Canal; was ſonſt zur Rein⸗ lichkeit erforderlich iſt, trage ich bei mir, und um die Schamhaf⸗ tigkeit nicht zu verletzen, wechſele ich meine Wäſche nur in der Nacht. Habe ich an meiner Kleidung oder meiner Wäſche etwas d beſſern, ſo ſuche ich mir auf dem Felde ein einſames Plätz⸗ chen ſo füge ich Niemand etwas Unrechtes zu und keinem Men⸗ ſchen bin ich etwas ſchuldig; aber eine Wohnung habe ich freilich nicht, und wenn Viele meinem Beiſpiele folgten, müßten die Haus⸗ herren bald mit der Miethe heruntergehen.
Dieſer Auseinanderſetzung ungeachtet wurde unſer moderner Philoſoph wegen Herumtreibens zu acht Tagen Gefängniß ver⸗ urtheilt. a.
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Das größte Seeſchiff.
befahren, lag vor kurzer Zeit in dem Hafen von Southampton.
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Das größte aller Schiffe der Welt, welche bis jetzt ds Meer 0
Es iſt der Vanderbilt, dem Commodore Vanderbilt in New⸗ York gehörig. Bis der Dampfer Mammuth, welcher für die orientaliſche Dampfſchifffahrts⸗Compagnie im Bau begriffen iſt, vom Stapel gelaſſen wird, iſt der Vanderbilt von keinemi Seefahr⸗ zeuge übertroffen; ſelbſt der Himalaya hat nur 3500 Tonnen Gehalt, der Vanderbilt dagegen 5000 Tonnen. Seine Länge iſt nicht viel größer als die des Himalaya, wohl aber die Breite, die über 60 Fuß beträgt. a.
Die geſährlichkeit des Leſens auf Eiſenbahnen.
Es ſind in der letztern Zeit mehrere Fälle der Erblindung vorgekommen, welche nach der Erklärung der Aerzte ihren Entſte⸗ hungsgrund in der Gewohnheit haben, während des Fahrens auf der Eiſenbahn zu leſen. Die eigenthümliche Bewegung macht nämlich eine außerordentliche Anſtrengung der Sehnerven noth⸗ wendig, und die Folgen davon ſind im höchſten Grade nachtheilig. Es kann daher nicht genug anempfohlen werden, ſich während der Fahrt auf der Eiſenbahn des anhaltenden Leſens zu enthalten, ſo ſehr auch die verſchiedenen Eiſenbahn⸗Bibliotheken und ſonſti⸗ gen Eiſenbahnſchriften dazu aufzufordern ſcheinen. a.
Elektriſche Signale zur Vermeidung von Angfücksfällen auf Eiſenbahnen. Ein ſpaniſcher Ingenieur, Don Manoel Fernandez de Caſtro, bat auf glückliche Weiſe die ſo oft ſchon verſuchte Löſung der Frage gefunden, wie ſich alle Unglücksfälle auf Eiſenbahnen verhindern


