—
nicht leugnen den kann!“ des zaͤrtlichen ar ſich von ein⸗ c wenigen M⸗ ngniß trat. und ſchien an aftlich mit dem
ſo fuhr er ihn Ihnen gemein in Lebensglück
faßt
nzeß Amelie um
Unbefangenſte aufs Heftigſte nicht mit jenem iner ſo ſtillen,
Velſen.„Da
Schadet gar it! Ich glaude en, wenn's keine
11
Narimilian ven diyes Ii ge⸗ daß ich wü
GGM. j der Prinz s Ihre Grunt —
er Stric war in „ zu ziehen.
.
Sch 1 Nalen aiter eina 4 d L
— Scülal, T
2„ Malell- 1, an aue rinag mät l¹”
Dritte
Nr. 48.)] ſätze, Attaché, die gräßliche Verworfenheit, die Sie mir allmählich eingeimpft, Ihr alle Sitte verhöhnender Leicht⸗ ſinn, der mich ſo an Frauen handeln ließ—!“ „Prinz!“ beruhigte ihn der Baron.„Ich will es nwieder gut machen. Sie lieben die Prinzeß?“ „Ueber Alles in der Welt!“ „Sie können nicht leben ohne ſie?“ „Nicht ohne ſie!“ „Sie ſollen leben! Sie haben ja gar keinen Korb be⸗ fommen, ſondern ein Jawort.“ 2“ 4 „Ja Sie, Durchlaucht! Früher wohl, doch jetzt nicht V mehr, das heißt: Was ein Mal war, kann wieder werden. Muth, Durchlaucht, Muth! Wir bringen es dazu!“ „Nichts da mit Ihnen!“ ſagte der Prinz abweiſend. „Sie ſuchen vergeblich durch ſolche Verſprechungen mich an Sie zu feſſeln. Der Marquis hat angefangen, mir die Augen über Sie zu öffnen. Sie ſind ein Intrigant, von meinen Gegnern hierher gelockt; Sie haben ſich in mein Vertrauen eingeſchlichen, um mich um dieſe Erbſchaft zu betrügen. Wer anders als Sie hat die Gerüchte aufge⸗ bracht, der längſt untergegangene Prinz Gottfried lebe noch, ja ſei gegenwärtig hier am Hofe? Der Marquis iſt dem Urſprung dieſes Gerüchtes nachgegangen, und bei Ihnen iſt er ihm auf den Grund gekommen. Sie ſind es geweſen, der auf der Poſthalterei im Städtchen unten einen alten ſchwachköpfigen penſionirten Poſtillon beſtochen, daß er in Ihnen oder in irgend Jemand den Prinzen Gottfried
erkennen ſolle. Ja, mein Herr, lächeln Sie nur mit Ihrer
Alles abweiſenden Dreiſtigkeit,— es iſt klar, daß Sie hier manöpriren, um die Abfaſſung des Teſtamentes aufzuhalten oder zu meinem Ungunſten zu wenden. Und dann— o, Sie wiſſen es, daß mein ſtolzer, ſtaatsmänniſcher Vater meine Ehe mit Amelie nur geſtattet, wenn ich mit ihr zu⸗ gleich die Oberhoheit über dieſe Reichsgrafſchaft erwerbe. Wozu hetzen Sie mich nun erſt in dieſe Leidenſchaft hinein,
folge.
da Sie ſie zugleich unmöglich machen? O, Sie ſind nicht nur ein Feind, ein Gegner,— ein Teufel ſind Sie, ein diaboliſcher Charakter, der am Unglück ſeine Freude hat!“
„Ein gutmüthiger Teufel, Durchlaucht!“ ſagte Otto⸗ mar gelaſſen.„Ich verſprach Ihnen, das Document des Erbverbrüderungsvertrages, das Sie bedürfen, zu ver⸗ ſchaffen,— hier ſehen Sie es! Sie werden es als echt
erkennen— und mir noch für dieſe Nacht die Freiheit verſchaffen, um Ihnen Ihre Feinde zu entlarven.“
Ottomar, der noch immer die ſchwarze, dem Marquis ähnliche Verkleidung trug, holte aus ſeiner Taſche ein Do⸗ cument. Der Prinz erkannte es als echt. Er wollte ju⸗ belnd dem räthſelhaften Freunde in die Arme fallen, er wollte ihm danken, er wollte das Document an ſich reißen, er wollte Aufklärung— der Baron verbat Alles und ver⸗ langte nur ſeine augenblickliche Befreiung.
Der Prinz eilte zu Erlaucht, der eben im Begriffe war, in die egyptiſche Loge ſich zu begeben. Eine Viertelſtunde darauf erhielt von Velſen ſeine Freiheit, noch zeitig genug,
um Vivona, ſeinen neuen Bundesgenoſſen, im Augenblick der Entſcheidung auf der verabredeten Galerie zu treffen.
XI.
Wir führen unſere Leſer jetzt zum Schluſſe in das Allerheiligſte der egyptiſchen Loge, in das Theater“, das Caglioſtro auf dem linken Flügel des reichsgräflichen Schloſſes erbaut hatte, um die verſprochene Geiſtererſchei⸗ nung zu citiren.
Ueber die Art der Einführung und Einweihung, welche die einzelnen Mitglieder dabei zu beſtehen hatten, iſt es ſehr ſchwer, näheren und beſtimmten Aufſchluß zu geben, da alle Betheiligten den furchtbarſten Eidſchwur ablegen mußten, nie über dieſe Ceremonien etwas zu verrathen,—
raſcht durch die originelle Weiſe Schiavoni's.„Wer hat Dir dieſen durchſichtigen Ton, dieſe ſchönen Haltungen gelehrt?“ fragte er ihn. „Ich weiß es nicht; ich hatte keinen Lehrer.“ „Woher ſiehſt Du ſo blaß aus?“ „Mich hunderde Titian nahm die Hand Schiavoni's und führte ihn nach der St. Marcusbibliothek.„Da,“ ſagte er,„hier kannſt Du Brod gewinnen.“ 1 Schiavoni malte drei Felder, eins mit Rittern, die ihre Feinde niedermetzelten; einen Biſchof, der die Armen unterſtützt; einen König, der ſeinen Kriegern Belohnungen austheilt, aber nach kur⸗ zer Zeit verſank er ſchon wieder in das Elend. Er hatte nur ſo viel gewonnen, um ſeine Schulden zu bezahlen und den Carneval luſtig zuzubringen. Er begegnete Titian nicht wieder und ihn auf⸗ zuſuchen wagte er nicht. So tröſtete er ſich denn durch die Liebe eines ſchönen Mädchens, die er eines Abends weinend auf dem Nialto gefunden hatte. „Weshalb weinſt Du?“ fragte er ſie. Mein Vater iſt zur See und meine Mutter iſt todt.“— „ekunm mit mir, denn auch ich weine, und auch ich bin allein Sie folgte ihm, ſie gab ihm ihre Schönhei r i . eihm, heit und er gab ihr ein Her i G ſchien dieſe Ehe ni n denß und ſeine Hand, doch Gott ſchien dieſe Che nicht geſegnet Gleichwohl hofften die jungen Eheleute. Er ß 3 n„der große Maler, hatte ſeine Kunſt zum Handwerk herabgewürdigt; er 5 Schilder oder machte Copien. Er bewohnte ein kleines Haus unfern der Paläſte Barbarico und Foscari. Während der Nacht
tönten von dort die Freudengeſänge herüber und ließen ihn nicht ſchlafen, denn ihn peinigte der Hunger.
Hiazintha, ſeine Frau, hungerte nicht für ſich ſelbſt, wohl aber für ihre Kinder. Alle Jahr ſchenkte ſie ihrem Gatten eins, und ſchon waren acht Jahre ſeit ihrem Zuſammentreffen auf dem Rialto verfloſſen.— Die Vorſehung zeigt oft grauſame Ironie.
Die Väter des heiligen Kreuzes kamen eines Tages, um bei Schiavoni eine Heimſuchung zu beſtellen. Er machte ſich an die Arbeit und hoffte, daß die ſchlechten Tage für ſeine theure Hia⸗ zintha zu Ende gehen würden. Als das Gemälde vollendet war, feierte die Kirche ein Feſt und ganz Venedig ſtrömte herbei, vor der Madonna Blumen zu ſtreuen..
Der Maler blieb bis zum Anbruch der Nacht in der Kirche. Als alle Gläubigen ſich entfernt hatten, näherte er ſich den Vätern des heiligen Kreuzes und bat ſie um etwas Geld. 3
„Wir haben keins,“ antworteten ſie ihm;„nimm dieſe Blu⸗ men mit, als einen Zoll, den wir Deinem Genie entrichten.“
Schiavoni ergriff voll Verzweiflung zwei Roſenbouqguets, die ſie ihm boten, und entfloyh wie ein Wahnſinniger. Hiazintha wartete ſeiner mit ihren acht kleinen Kindern auf der Schwelle der Thür..
„Roſenbouquets?“ ſagte ſie mit himmliſchem Lächeln.
„Ja, das iſt das Geld der Väter des heiligen Kreuzes,“ ſagte Schiavoni, indem er wüthend die Roſen zu den Füßen ſeiner Frau niederwarf...
Erblaſſend hob ſie die Blumen auf und ſagte dann:„Ich will das Abendeſſen beſorgen; unterhalte unterdeſſen ein wenig die armen Kleinen.“
Schiavoni rief die Kinder in ſein Atelier. Als ſeine Frau
763


