Jahrgang 
27-52 (1856)
Seite
761
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lll. Jahng Nr. 48.) Dritte folge. 65

um eine We. Tne riof rchergos ſoſſd zon if 5 irſ n eine WatHa, nun ſchwinden alle Schatten! rief Ottomar ſcherzes ſollen noch alle Masken fallen. Erſt heute wirſt m einen Blie nriumphirend,und weil Sie das thaten, glaubte ich Sie Du wiſſen, leichtſfinnige Braut, wer Dein leichtſinniger auf 58 1 phi⸗. 4 2 1 22) g Es gab verachten zu müſſen und floh Sie zu vergeſſen. Bräutigam iſt!

komente Hoſoel4 2ü.. 2 ſeaiceſt. 7 7 ſa 1 endDa ich nach Ihren Geſtändniſſen Sie hier vermuthete,Wer Du auch ſeieſt, ſagte ſie, ernſt zu ſeiner jubeln⸗

T Lich 9 dieſ⸗ 4 1:c gſeins dedi ſo lenkte ich ihn hierher den Laune lächelnd,Du biſt der wahre Wunderthäter, aſeins zu ver⸗... D' ir De je Scelr ge ert Dir ic

3Da ich Sie nun hier wußte, ſo kam ich, ſo Du haſt mir Demuth in die Seele gezaubert, Dir kann ich

ganz vertrauen. Doch vor Allem, ſo bat ſie ihn dann haſtig, auf die gegenwärtige Situation eingehend,befreie mich von dem Marquis und ſeinem Einfluß. Dich hat heute Abend jener Anſpruch des Reichsgraſen an mich irre gemacht, jetzt kenne ich die Intrigue, auf der er beruht. Der Marquis hat Briefe von meiner Hand an Erlaucht

ſanden wir uns, und das heißt eine Leidenſchaft, nicht

wahr? Ja verſtellen wir uns doch nicht, wir ſind ja nicht

er ernſt, was Feinde, wir ſind ja Freunde, die allerbeſten Freunde von 8 der Welt!

Sie hätten es zu beweiſen! ſagte Adelaide, aus dem

on mit ernſtem

isgegeben!

,1* Ernſt in ihr ſchalkhaftes Lächeln übergehend. Tcree. hen. enſt in ihr ſchalkhaftes Läche ergeh. gefälſcht, vernichte ihn, um meine Ehre zu retten! klärt! Ich will es beweiſen, antwortete er ich rette 1 3 ie aus der verfahreren Geſchiche 2Ich habe damit nur gewartet, um Dich als meine icht annehmen! Sie hie 1 6 2 Geliebte zu erkennen. Mit Dir im Bunde wird jetzt Alles deſchmeru⸗ 5 6 6 7. 24. 7 ldelalde ſchmerWas wollen Sie thun? 7,, upach O gelingen. Laß ihn nur erſt das Document produciren, Leben ein SpillIch ich heirathe Sie! ſprach Ottomar mit ſei⸗ dann habe ich, womit ich ihn zu entlarven vermag! 5 Nich m liebenswürdigſten Humor Es iſt beine ernſte 5 1 7 Ven, d 3 Spatt Ricßs 1. ldigſten. r. E eine ernſte dom Spoſt. Authi A gſteDoch wie willſt Du hier aus dem Kerker kommen? erfurcht! Sache. Wenn man einmal verheirathet iſt, kaun man nicht frlg Adelaide beſorgt 3 8 6 4 3 2. tt einem Eruſte alle Tage wieder heirathen, leider oder Gott ſei Dank? 3 ſ 1g Ae, * 4 mej Sie? Aber ich ſehe nicht ei dum ich 1Durch den Prinzen Max. und doch hatte wie meinen Sie? Aber ich ſehe nicht ein, warum ich Aifo Du weißt nich du ur went(Lin de furcht! Aber nicht auch einmal ernſt ſein kann? Auf Ehre, Adelaide,, lſo Du weißt nicht, daß auch er dem Einfluß des abaftigtei ein liebe, ſüße, theure, wilde, tolle, coquette, intrigante, Marquis verfallen iſt? nan Ihnen meines boshafte Adelaide, wenn Sie mich wollen, ich macheDer Prinz? Unmöglich! rief Ottomar erſtaunt. Adelaide, Sit den tollen Streich und heirathe Sie, es ſoll meinUnd doch iſt es ſo. Seit Belmont ſich als den be⸗ a grauar ein letzter ſein! rühmten Grafen Caglioſtro, den Großkophta der egypti⸗ Luch 0.. 5 8 aag gi nußteDie Zigeunerin? ſchen Loge zu erkennen gegeben hat, ſind der Kanzler von Wer bin ich anders als ein Zigeuner? Hab' ich Kotzenau, der Profeſſor Wagner, eine Menge anderer Hof⸗ g ich Sie nun ſ 1, Amich anders a g 2S h 4 d e, Gne ſcaneethe 5 4 nicht gelebt wie Du, die Welt durchſtreifend, ewig heimath⸗ leute und Beamten, ja ſelbſt die Lakais des Prinzen, des

imden Lande w. 2. has 4 nden los, ewig voll Heimweh? Ja, das ganze Leben war mir Reichsgrafen, ja Dein eigner Diener, lieber Ottomar, alle

nichts als eine lächerlich tolle Komödie. Aber nun, da als Mitglieder dieſer Loge anbetend vor ihm niederge⸗ Du mich liebſt, da Du nicht dem kalten rechnenden Ver⸗ ſunken, und ſelbſt Durchlaucht Prinz Maximilian hat den ſtande, ſondern dem Zuge des Herzens folgteſt und mir mit Bundesregeln nach ihm ſeinen Glauben und Gehorſam

ie A Minnel ſerer Zuneigung einer Künſ⸗

5 ich wichi all' meinem Leichtſinn und Vagabondenthum Dein Daſein nicht verſagen können. Es iſt unbegreiflich, wie weit die

ndie W nd fun ſchenkteſt, nun habe ich meinen Lebenszweck gefunden! Mittel dieſes wunderbaren Mannes reichen!

wauis un Das Spiel hört auf, doch zum Schluß des Faſtnachts⸗Nein, Adelaide, kein wunderbarer Mann! ent⸗ 1) f, h z 4) 2

b Geräuſch erweckt, welches nur davon herzurühren ſchien, daß detäuſcht Nachdem die Lebenden die Todten beſchnüffelt hatten,

Regionen äll 3 rgend ein größeres Thier in meiner Nähe fraß. Ich blieb ſogleich, beharrten ſie in der Haltung drohender Zuwartung. Einige leg⸗

um jene Suud ſtehen, ſpähete umher und entdeckte ein Thier, das ich für ein Wild⸗ ſten ſich ſogar nieder, als wollten ſie mir zeigen, daß die Zeit ſie

kein Läbrſt ſchwein von außerordentlicher Größe hielt. Es ging langſam nicht drängte. Ich lud mein Gewehr wieder und ſchoß abermals

mit Wein,und ihh vorwärts, mit dem Rüſſel am Boden, als ſuche es nach ſeiner zwei der Stärkſten und Wüthendſten nieder. Dieſer neue Verluſt

romutter ſteudigu Nahrung. Ohne die Augen abzuwenden, erhob ich langſam mein beſtimmte ſie indeß nicht nur nicht zum Rückzuge, ſondern es ka⸗

. 1 Gewehr, das mit ſtarkem Schrot geladen war, und gab Feuer. men auch noch immer neue Thiere von allen Seiten herbei.

ern ſtrebte auch, ven Das Thier ſtürzte, aber es ſprang ſogleich wieder auf und ergriff Ich weiß nicht, wie lange dieſe Lage der Dinge gedauert haben

unzes Eeben lanz ſ die Flucht. Natürlich verfolgte ich es, indem ich es mit meinem würde, wäre mir nicht mein treuer Indianer Antonio, den mein

ad ein Anderer. 1 Jagdmeſſer vollends zu tödten dachte; aber kaum hatte ich zehn wiederholtes Schießen beunruhigte, zu Hülfe gekommen. Kaum

nu geunt Wan 1 Schritt gemacht, als ſich auf allen Seiten die Felsblöcke, die Ge⸗ hatten meine Feinde deſſen kupferfarbenes Geſicht erblickt, als ſie

dech u Wolfgant büſche, die Baumſtämme in eben ſo viel Eber zu verwandeln ſchie⸗ voll Wuth auf ihn eindrangen. Zum Glück gelang es ihm, ihnen

men nen, die mit geſträubten Borſten und drohenden Fängen auf mich dadurch zu entrinnen, daß er auf einen Felsblock ſprang. Nun

zuſtürzten. Ich erkannte augenblicklich die Gefahr, die mir ſo begann ein wilder Kampf. Rie eilte ein Vataillon krieggewohnter

unerwartet drohte, und lief zu einem gabelförmig geſpaltenen Truppen mit größerer Feſtigkeit und Entſchloſſenheit zum Sturme,

Baume, den ich kaum erklettert hatte, als auch ſchon die Eber den als die Eber auf meinen Indianer eindrangen, der, mit ſeiner lan⸗

Fuß deſſelben erreichten. Nie werde ich die boshaften Blicke ihrer gen Lanze bewaffnet, mit jedem Stoße einen ſeiner Angreifer nie⸗

kleinen durchbohrenden Augen vergeſſen, die ſie auf mich richteten, derſtreckte. Da ich fürchtete, er möchte erſchöpft werden, ermuthigte

indem ſie meinen luftigen Zufluchtsort umkreiſten. Obgleich ich V ich ihn durch meine Zurufe und führte zugleich zu ſeinen Gunſten

volltommen in Sicherheit war, hielt ich es für klug, noch höher eine Diverſion aus, indem ich ein ununterbrochenes Feuer auf die

rkunde. dinaufzuſteigen, und als ich mich hier feſtgeſetzt hatte, rächte ich Eber unterhielt. Ich weiß nicht, wie viele wir tödteten, aber die

er mich an einem der Angreifer dadurch, daß ich ihm einen Schuß Zahl der Gefallenen war ungeheuer groß, und erſt mit Anbruch

litüsle mmit Schrot auf die Naſe brannte. Dieſe Beleidigung reizte in⸗ der Nacht verzichteten dieſe wüthenden Thiere darauf, uns zu zer⸗

Jll 0 deß meine Feinde nur noch mehr; ſie wetzten die Hauer und ſtürm⸗ reißen. Ich geſtehe, daß ich ein ſehr befriedigendes Gefühl em⸗

wein denag h len voll Wuth gegen den Baum, der mir zum Aſyle diente. pfand, als ich ihr rauhes Grunzen ſich in der Ferne verlieren

4. Von 9 lauſtu Jetzt faßte ich den Entſchluß, beide Läufe meines Gewehres hörte,

6 vogelt⸗ nurh N mit Kugeln zu laden; darauf zielte ich ſorgfältig und tödtete auf Einige Zeit lang waren die Ausſichten des Kampfes offenbar

we der Stelle die beiden ſtärkſten Eber, indem ich hoffte, die lürige V gegen uns, und ich konnte fürchten, daß meine Abenteuer unter den

Heerde dadurch zu verjagen. Meine Erwartung wurde vollſtändig Fängen der Eber ein vorzeitiges und ſehr unpoetiſches Ende neh⸗