Jahrgang 
27-52 (1856)
Seite
749
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(ll. Jahng

dert iſt, wirſt du eQuelle bezei, icht erhalten iſt

rauch der Gegne nicht unthätig ge⸗ ig ſeines Gegnerns

sLivona war im ona war kein herg⸗ Schurke mit Ge⸗ pitzbube von höchſf tt zum Schütze bei gottesfürchtigſte Heiligen wohl gen ließe, ſo und uf den Altar ode d wenn die We⸗ das Gelübde, und Freunde hätte aue n Herr und Miͦ im wenigſtens mi ährteſten Amulete ihn in jedem un⸗ eln hörte, ware in Stoßgebet! lle dieſe Uebung er das Recht, j n, und nameni den Marquis, rewichtes herah⸗ einen Schurken.

i vei einer exgle geſtens eben ſo d

der Welkh del de auf 3 Mll

Erinnerungen eines preußiſch

flug. Mit Karten, Plänen u.

Nr. 47.]

ſuuchte, als jener die Heiligen anrief. Deshalb war Vivona ſeſt überzeugt, er könne nicht der Hölle entgehen, wenn

r nicht etwa gar ſelbſt der Teufel wäre!

Und dieſer letz⸗

tere Glauben gewann bei dem frommen Gemüthe immer mehr Feſtigkeit, denn da der Herr die Ausführung vieler ſeiner Kunſtſtücke und Betrügereien aus Taktik vor dem Diener geheim hielt, ſo gab es vielerlei in dem Meiſter, vas dieſem unerklärlich, wunderbar und grauenhaft er⸗

ſchien.

Vivona's fromme Scheu hätte ihn längſt von dem

Marquis fortgetrieben, aber dieſer hatte ihn ſo mit ſeinen Machinationen umſponnen, daß ihm die Flucht unmöglich

war.

Namentlich hatte er angefangen, an die Allwiſſen⸗

heit des Meiſters glauben zu müſſen, denn von ſeinem nigenen Thun und Treiben, von ſeinen kleinen Betrüge⸗

teien, die er zum Theil in Adelaidens Auftrag verſuchte,

hatte dieſer mehrmals eine ſo genaue und überraſchende Kunde, daß Vivona ſie nur durch überirdiſche, hölliſche

Kräfte erklären zu können meinte.

Der arme fromme Teufel verzweifelte deshalb, in dieſe

Bande verſtrickt zu ſein, von denen er überzeugt war, daß

ſee auch ihn noch vom rechten Wege ab und in die Hölle rief

führen würden, als plötzlich Ottomars Auftreten gegen

den Marquis ihm neuen Muth eingab.

Das war der

Erſte, der ſeinem Meiſter imponirte und der ihn ſomit viel⸗

kächt befreien konnte!

Daran, daß Belmont des Frem⸗

den Anweſenheit in ſeinem Zimmer nicht gemerkt hatte,

rkannte er, daß deſſen Allwiſſenheit doch nicht untrüglich

ſi. Die Keckheit aber, mit der dieſer in die lebensgefähr⸗ ſiche Nähe des Wundermannes gedrungen war, zeigte ihm, haß er Mittel beſitzen müſſe, die ihm Macht gäben gegen

ſeinen Feind.

Vivona beſchloß alſo, im wirren Treiben des Masken⸗

zalles heimlich den neuen Caglioſtro aufzuſuchen. in gefunden, klopfte es ihm plötzlich auf die Schulter, umd er hörte die freundſchaftliche Anrede:

Ehe er

Schurke!

1 Er drehte ſich um, erkannte im Augenblicke den Ge⸗

ſuchten und konnte nicht umhin, in der Freude der Ueber⸗ raſchung zu erwidern:Das bin ich! Und dann fuhr er ſchnell fort:Und Sie haben die Courage, hier ſo frei herumzulaufen? Wiſſen Sie nicht, daß man Sie ein⸗ ſtecken will?

Kerl, willſt Du's? fuhr Ottomar ihn an.

Ich? Ah nein! Ich bin ja kein ſchlechter Menſch, ich bin ein guter, braver Biedermann, erwiderte Vivona.

Keine Sentimentalitäten! Geſtehe ein, daß Du ein Schurke biſt, und ich will Dein Gönner ſein!

J nu ja! Es kommt mir nicht drauf an! Wenn man einmal erkannt iſt. Aber Sie? Wer ſind Sie denn nun eigentlich?

Caglioſtro! erwiderte der Baron.

Sie Caglioſtro? Mir macht Niemand was weis, denn davon lebe ich! Ich weiß beſſer, wer Caglioſtro iſt! Ich auch!

Ja, mir ſcheint es ſo.

Alſo, wer iſt denn eigentlich Caglioſtro? Komiſche Frage! Wer ſoll denn Caglioſtro ſein? Vivona.

Nun zum Beiſpiel Dein Herr!

Könnte wohl ſein!

Aber Caglioſtro iſt noch mehr, ſagte Ottomar. Oho!

Caglioſtro iſt Alles, das das nicht iſt, was es iſt. Könnte wohl ſein. Iſt übrigens geſcheut geſagt! Alſo Sie ſind auch Caglioſtro?

Du auch!

Ja, ich auch! Proſt, Herr College Mit⸗Caglioſtro! Freut mich ſehr, Ihre werthe Bekanntſchaft zu machen. Sie gefallen mir, mit Erlaubniß!

Er mir weniger.

O bitte ſehr! Keine Vorurtheile! ſagte Vivona be⸗ ſcheiden.Wenn Sie mich näher kennen lernen wollten, glauben Sie nur, ich verſtehe mein Geſchäft, ich bin ja der

Literatur.

Militairiſche Unterhaltungsbibliothek. Bellealliance. en Veteranen bearbeitet von Ferdi⸗ Verlag von Ludwig Rauh.

U Do Geſchichte des Feldzugs in der Krim nach Mittheilungen aus dem Tagebuche einds daſchen Herausgegeben von Ferdinand ſ.w. Dritte Auflage.

undchen: Von Auerſtädt bis

und Pflug. Berlin, Unter dem Doppeladler. Ugtes in ruſſiſchen Dienſten.

Berlin, Verlag von Ludwig Rauh. Das WerkchenVon Jena bis rſten Hefte vor, welches uns von de

Erſtes Nach den

Bellealliance liegt nur im r großen verlorenen Schlacht

e Jena über Lübeck, Naugard, Dodendorf, Stralſund und Bo⸗

wiino bis zur Bereſina führt. us den Memoiren des genannten Vete ſiht beurtheilen; ja, wir vermiſſen im

ſriegen.

Ob das Heftchen dabei viel Neues ranen bringt, können wir

Ganzen die kleine do⸗ fehaften Details, durch die Memoiren ſon vor ennedf

1 Jedenfalls aber erſcheint das hiſtoriſt frhag uſunmengeſeelt und die Darſtellun ln lebendig. Ganz beſonders mit ergreifender Wirkung iſt Sthiſſs ſdd in Stralſund geſchildert. zer ii Shins

züglich Intereſſe

che Material ſehr g iſt durchweg klar

Obiger Einwand paßt auf die Memoiren aus dem Krimfeld⸗

au durchaus nicht;

rung zu erhöhen.

1 hier tritt das Perſönliche, das Zufällige gerade weit hervor, als es deunis iſt, die Theilnahme an lche⸗ Pehn⸗ 3 Ein feſſelndes, detaillirtes Bild des; Irma's von Sebaſtopol wird hier vor uns entrollt. ſeudee lu des Arztes geht vom 7. September 1854 bis

Das Tage⸗ zum 25. Sept.

1855. Die dritte Auflage ſchon ſpricht für das Empfehlenswerthe des Werkes.

Maleriſche Feierſtunden. zur Verbreitung nützlicher Kenntniſſe. Zweite nzlich um⸗ gearbeitete Ausgabe. Herausgegeben in Verbindung mit Friedrich Körner, Fr. G. Wieck, Prof. Dr. M. Willkomm, Dr. M. Buſch, Dr. Otto Ule, Dr. K. Müller u. m. A. Erſte Serie: Buch der Erfindungen, Gewerbe und Induſtrien. Leipzig, Otto Spamer, 1856.

Das vorliegende erſte Heft der erſten Serie des erſten Buches enthält: die Geſchichte des Papiers, die Erfindung der Buchdrucker⸗ kunſt, des Naturſelbſtdrucks. Der Preis des Heftes, das mit vielen Holzſchnitten ausgeſtattet iſt, beträgt 5 Neugr. Die erſte Auflage des Unternehmens hat weite Verbreitung gefunden; dieſe zweite Bearbeitung, die als eine völlig neue erſcheint, iſt vorausſetzlich von erhöhtem Werthe. Proſpectus und Probehefte, in jeder Buch⸗ handlung zu finden, beſagen das Weitere.

Illuſtrirte Hausbibliothek

Album. Bibliothek deutſcher Originalromane der beliebteſten Schriftſteller. Zwölfter Jahrgang, 1857. Heraus⸗ zegeben von J. L. Kober. Prag und Leipzig, Expedition des Album. 4

Dieſes ſogenanntePrager Album verſpricht für das neue Jahr folgende Romane: Günther von Schwarzburg von Levin Schücking; Caritas von Ernſt Fritze; Heimath und Ferne von Berndt von Guſeck; Mozart und Schikaneder von E. M. Oettinger; Der Weg zum Ruhme von Robert Prutz; Ein Jeſuit von Iſidor