Jobn. Nr. 47.)
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„Er hatte dort einen traurigen Fall zu beklagen. Einer iner intimſten Freunde, der Weltumſegler James Cook, vor einiger Zeit von den Wilden erſchlagen worden—“ „O weh!“ ſo bedauerten Alle.
„Jetzt iſt Ariel längſt wieder bei mir und jetzt würde ggegnung jenes nichtswürdigen, einem gemeinen renden Feindes nicht in Verlegenheit ſetzen, jetzt durchſchaut und drum vernichtet.“ mmel ſei Dank!“ rief Minette.
it ſich einen Baron von Velſen—“ ſagte der
77 Marquis beſtimmt.
„Errathen, Marquis, errathen!“ rief der Reichs⸗ graf aus:„O, Ihr wißt Alles—“
„Er iſt ein verſchuldetes, heruntergekommenes Subject,
das bald zu Grunde gehen wird,“ ſprach der Marquis
gleichgültig.„Wir könnten ihn, weil er ſich fremden Na⸗
mnen angeeignet, als Betrüger verhaften laſſen; doch wenn ſeine Empfehlungen ihn davor ſchützen, ſo werden meine Luſt der Welt. Seid nur unbedingt folgſam, gläubig und
Geiſter mir andere Mittel geben, ihn zu vernichten!“ Reichsgraf Ehrenfried war bei der Begegnung des Marquis mit dem Baron von Velſen gegen Erſteren von Neuem mißtrauiſch geworden und hätte ſich von dem An⸗ deren ſicher wieder für ſeinen alten, jetzt ſuspendirten Men⸗ ſchenverſtand gewinnen laſſen, wenn nicht etwas Anderes eingetreten wäre, das ihn den Beſtrebungen des Marquis um ein Bedeutendes geneigter machte. Der alte Herr war nämlich für zarte Empfindungen durchaus noch nicht unempfindlich, und da an ſeinem Hofe die Grazien nicht gerade glänzend vertreten waren, ſo war die Erſcheinung Adelaidens ihm um ſo anziehender. In ſeiner Unbehol⸗ fenheit aber hätte er nie daran gedacht, dieſem hohen idea⸗ len Weſen mit den entfernteſten Abſichten nahezutreten, wenn er nicht plötzlich ein paar Briefe von ihr erhalten hätte, die ihn um ſeinen Schutz und um ſeine Neigung baten, um ſeine väterliche Neigung zwar nur, aber doch inner um Neigung, und zwar in ſo zärtlichen Ausdrücken,
zur Freude, zur Belehrung, zur Unterhaltung.
die Geſelligkeit Euch nur gewähren kann.
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daß der alte Herr nicht umhin konnte zu hoffen, dieſe väterliche Neigung, deren Verlangen brieflich ſchon ſo rüh⸗ rend klang, werde in mündlichem und perſönlichem Austauſche ihm zu einem ganz beſonderen Reize gereichen.
Er war alſo in hohem Grade erfreut, als der Marquis durch die Entlarvung ſeines räthſelhaften Gegners ſeine wunderbare Macht aufs Neue bewährt hatte, und drückte ihm ſeine Freude darüber in den lebhafteſten Worten aus.
„Laſſen wir das!“ ſagte der Marquis ärgerlich.„Hin⸗ weg mit dieſen Widerwärtigkeiten! Vergeſſen wir nicht, meine theuren Zöglinge, daß das Geiſterreich da iſt uns Ich ſetze mit Ihrer Erlaubniß, freundliche Zuhörerinnen, unſern
Curſus in der höheren Seelenlehre fort!“
„Wir bitten! O meine Antwort.
„Ich weiß es ja,“ fuhr der Marquis zu doeiren fort, „daß die Wiſſenſchaft Euch mehr werth iſt, als ſchnöde
gütiger Meiſter!“ war die allge⸗
treu, und meine Lehre wird Euch einſt Alles erſetzen, was Wer mit den Geiſtern vertraut iſt, der iſt nie verlaſſen, nie ohne Geſell⸗ ſchaft. Der Umgang mit ihnen kann Euch Freunde, Eltern, Geſchwiſter, Gatten und Geliebte erſetzen—“
„O dieſe Weisheit!“ riefen die Damen.
„Und nicht nur erſetzen, er kann Euch Kinder, Gatten und Geliebte verdoppeln, verzehn⸗, verhundertfachen—“ fuhr er fort.
„O Gott!“ ſeufzten ſie beſchämt.
„Das ſchmeckt!“ ſo lachte er in ſich hinein und fuhr eilig fort:„Denn nicht nur, wie ich in der letzten Lection lehrte, jedes Thier und jedes Gewächs, nein, auch jedes ſcheinbar ganz todte Weſen trägt einen Geiſt in ſich. In jedem Stuhl, jedem Tiſch, jeder Kaffeekanne, jedem Ofen, jeder— Mauſefalle lebt ein Weſen mit unendlicher Sehn⸗ ſucht nach menſchlichem Umgange. Die Seelen unſerer
alltere erzählt. Der Aedile Scaurus ließ zu dem Vergnügen des Volkes ein Theater von drei Rängen erbauen, das von 360 Säu⸗ len getragen wurde. Der untere Rang war ganz von Marmor, der mittlere von Glas und der obere von vergoldetem Holz. Die unteren Säulen waren 38 Fuß hoch, und überall waren ſymme⸗ triſch 3000 eherne Bildſäulen vertheilt, ohne noch von den reichſten und prachtvollſten Gemälden zu ſprechen. Teppiche, Behänge, G oſtüme, Decorationen waren von Goldſtoff, und in dem pracht⸗ wollen Theater fanden 80,000 Zuſchauer Raum. Scaurus hatte Alles in ſo reichlicher Menge angeſchafft, daß ihm für 21 Millionen Verzierungen übrig blieben, mit denen er nichts anzufangen wußte und die deshalb nach ſeiner Villa in Tusculum gebracht wurden, wo ſeine Sclaven, die ihm deshalb zürnten, ſie verbrannten.
Er hatte dadurch ſeinen Nachfolgern die Thür der Neben⸗ buhlerſchaft für immer zu verſchließen geglaubt, und dennoch
machte ein anderer Patricier, Cajus Curius, es möglich, es ihm gleichzuthun, wo nicht ihn noch zu übertreffen. Er durfte nicht daran denken, an Pracht mit ihm zu wetteifern, aber er beſiegte ihn durch die ſinnreiche Kühnheit des Planes, den er erfand. Es galt, das Begräbniß ſeines Vaters zu feiern. Curius ließ dazu zwei Theater von Holz erbauen, beide ſehr groß, die ſich, ſelbſt mit Zuſchauern angefüllt, auf einem einzigen Stützpunkte drehen und wenden, einander nahebringen und wieder entfernen ließen. Zu dem Schauſpiel der Bühnenſpiele am Vormittag ſtanden ſie dicht neben einander; Nachmittags machten ſie plötzlich eine Schwenkung ſo daß ſie einander gegenüberſtanden und ein ringsum geſchloſſe⸗ nes Amphitheater bildeten, in deſſen Mitte ſich ein freier Raum zu den Gladiatorenkämpfen befand. 4 Plinius bewundert die Kühnheit des römiſchen Volkes, das
ſich einem ſo gefährlichen Mechanismus anzuvertrauen wagte und
ſich auf einem Stützpunkte drehen ließ, der durch das kleinſte Miß⸗ geſchick Alle in einen gemeinſamen Tod ſtürzen konnte. In der Chat wurde die ſinnreiche Maſchinerie ſo beſchädigt, daß man ſie an den letzten Tagen nur noch mit großer Gefahr in Bewegung ſetzen konnte; aber dies war für Curius nur eine Veranlaſſung, der Luſtbarkeit des Volkes einen neuen Reiz zu geben, denn die amphitheatraliſche Form beibehaltend, ließ er den mittleren Raum durch eine Scheidewand trennen, und in beiden Hälften Athleten kämpfen; dann aber wurde die Wand entfernt, und die auf beiden Seiten ſiegreichen Gladiatoren traten einander gegenüber.
Wir wollen hier nicht von dem Theater zu Pergamo ſprechen, das mit Moſaik gepflaſtert war, noch von dem prachtvollen Theater des Pompejus, das Nero eines Tages ganz mit goldenen Platten belegen ließ; wohl aber wollen wir aus neuerer Zeit eines Theaters erwähnen, das ſich jenen römiſchen allenfalls an die Seite ſetzen läßt, oder es wenigſtens verdient auch noch nach denſelben erwähnt zu werden. Wir meinen das Theater, welches Richelieu in ſeinem Palaſte im Jahre 1641 errichten ließ, um Mirame darzu⸗ ſtellen. Daſſelbe hat 600,000 Francs gekoſtet, was man nach dem jetzigen Werthe des Geldes auf das Doppelte veranſchlagen kann, und es wurde mehrere Jahre daran gearbeitet. Mazarin, der da⸗ mals nur noch der Herr Giulio Mazarini war, empfing den aus⸗ drücklichen Auftrag, bei ſeiner außerordentlichen Geſandtſchaft nach Italien dort die Maſchinerien erbauen und nach Frankreich bringen zu laſſen, die auf dieſer merkwürdigen Bühne zur Anwen⸗ dung kommen ſollten. Zu dem Zimmerwerk wurden 8 Eichen, jede von zwanzig Klaftern Höhe, verarbeitet, die in allen Wäldern des Königreiches ausdrücklich zu dieſem Zwecke ausgewählt wor⸗


