Lorenza aber war in, ehe er ſie kanni V am Tiinttitsylatt macht haben, es 1 geheimnißvoll u
ger tragiſch waren,
MI. Alexander Dumas dildert;— und 8
a Leichtfinn offen. ach den erwähnten
damals ihre Fri⸗ i dafür gedankt n fs Möglichſte i ine abenteuerlich ie weit weniger tel angenehmer wa um Gemahls. ſeinen Freunden le ſeine Lorenza da rung einer alt ſt bei der ſchönan ris unfreiten ie Intrigant ſut erin, durch die m ſelbſt mit ſein Er wußte, wien! en, von der Gi „wie fie vo h ſehnte in eln icen Herzen lfinden,— u Lovens vor di das Glück, dasn dauen ihr ein tite Schätze, die ii [[‧O˖— ſe„eilte! l vsiis ſollen?— asas oben, if uit wlld
man ihnſ.( frit ſi desmal,
nen und ſtürmte fe
4 glaubte, do
rfen wurde, Lo
gägungen.
von mir klagen.“
ſelche Frau möchte ſich ſo etwas v
Dritte
erwerben verſtand, in ihrem Schooße den Opferaltar zu gründen.
Und nun mit einem Male mußte der Mann, dem Ade⸗ laidens Leidenſchaft galt, den er für immer ihr fern zu halten hoffte, ihm in den Weg treten, und zwar als ſein V verwegenſter Gegner ihm in den Weg treten! Wenn er bisher noch immer Hoffnung auf ihr Herz zu ſetzen wagte, — war dieſe Hoffnung nicht jetzt ein Wahnſinn, wo der Rival— und ein ſolcher Rival gegen ihn ſeine Macht in die Wagſchale warf?
So war das eine Band zerſchnitten, durch das Caglio⸗ ſtro einen Bund mit dem allgemeinen Leben geſucht hatte. Er hatte nur noch eines, und auch dieſes eine ward gerade im dieſen Stunden ihm zur Qual. Caglioſtro hatte von Zugend auf Niemand ſo geliebt, als ſeine Mutter, ſeine arme verwitwete Mutter, die in Palermo das einſame, von der Welt unberührte Leben führte, das Goethe in ſeiner italieniſchen Reiſe uns geſchildert hat. Joſeph Balſamo hatte der braven Frau durch ſeine Jugendſtreiche viel Leid angethan, und es war ſtets ein Ziel ſeines Lebens, den übrigen Verwandten gegenüber, die ihn verachteten und haßten, einſt vor ſie hintreten zu können als ein großer be⸗ wunderter Mann, und ihr das irdiſche Glück zu bereiten, das jene armen ehrlichen Leute ihrem Alter nicht gewähren konnten. Aber— das war der Fluch ſeines Abenteurer⸗ lebens— bei all' den Tauſenden, um die er Andere betrog, hatte er nie auch nur ein paar Hundert erübrigen können, unn ihr damit ein Zeichen ſeines Glückes und ſeiner Größe zu ſenden. Die Art ſeiner Speeulation verlangte es, daß er ſtets Summen bei der Hand haben mußte, um Summen zu gewinnen, und die Noth, die ihm jeden Tag auch iut Uleberfluſſe für den nächſten Tag drohte, hatte ihm nie er⸗ laubt, die geringſte Summe— ſo zu ſagen— aus ſeinem Geſchäfte zu ziehen, um der Mutter damit eine Freude zu machen. Gerade jetzt aber befand er ſich in einer gefähr⸗ lichen finanziellen Kriſis. Die Pariſer Ereigniſſe hatten
2 2
folge. 74 ſeinen Credit, wenn nicht vernichtet, ſo doch erſchüttert. Seine Einnahmen in London für Elixire, Prophezeiungen, Aufnahmen in die egyptiſche Loge und Beiträge zur Stif⸗ tung der Religion der Zukunft waren diesmal gering ge⸗ weſen, und je mehr er merkte, daß man ihm zu mißtrauen anfing, um ſo mehr meinte er zeigen zu müſſen, daß er der Mittel Anderer nicht bedürfe. Er hatte alle ihm zu Gebote ſtehenden Capitalien auf das Spiel geſetzt; die letzte Reiſe von London aus hatte ſeine Mittel beinahe ganz erſchöpft; wenn er die vom Reichsgrafen und die vom Kanzler Kotzenau verſprochenen Summen nicht einnahm, ſo hatte er nichts als ein paar Hundert Thaler, um ſeine Glücksritterfahrt von vorne anzufangen.“
Und in dieſer Situation gerade hatte er einen Brief ſeiner Mutter erhalten, ſeit langen Jahren zum erſten Male ein Brief,— und zwar einen Brief, in dem ſie ihm geſteht, ſie habe längſt verſucht, ihn zu vergeſſen, aber das Elend zwinge ſie, bei ihm Hülfe zu ſuchen; es ſei ihr und den Ihrigen immer kümmerlich gegangen, jetzt aber habe ſie ein Schlag getroffen, der ſie und ihre Kinder und Enkel der Mittel des Lebens beraube; ihr Schwiegerſohn, der ſie bisher ernährte, ſei um einer Schuld von wenigen Tauſend Scudi willen— Goethe erzählt dieſen Vorfall— in das Schuldgefängniß geworfen. Bei dem großen berühmten Sohne, der Hunderttauſende eingenommen und verſchwen⸗ det, bittet die Mutter leihweiſe um die Summe von unge— fähr tauſend Thalern, und— der große berühmte Sohn kann ſie ihr nicht geben!
Das war Caglioſtro's letztes Motiv zu ſeiner heutigen äußerſten Verzweiflung. Die Fäuſte ballend, die Zähne knirſchend, rief er aus:„Das alſo iſt es, wohin Du es gebracht haſt, Du, mit Deinem Gedächtniß, Deinem Wiſſen, Deinem Scharfblick, Deiner Geiſtesgegenwart, mit all' Deinen körperlichen und geiſtigen Fähigkeiten, von denen eine einzige hinreichen würde, einen Anderen zu einem un⸗ erhört großen Staatsmann, Gelehrten, Feldherrn oder
großen Ueberraſchung nahm ſie ihn an ihre Wunde im Bette lag. Zwei junge Frauen und ein junger Mann befanden ſich in ihrer Geſellſchaft.
„Samuel Breughel verneigte ſich tief vor ihr und ſagte:„Edle Frau, ich weiß wahrlich nicht, wie ich meine Reue ausſprechen ſoll und was ich thun kann, um Eure Verzeihung meines Wahn⸗ firms zu erlangen. Mit all' meinem Blut—“
„ Ich verlange Euren Tod nicht, Meiſter Breughel,“ ſagte de Dame freundlich,„indeß räth man mir, Euch einen Proceß zu machen, weil der Dolchſtoß, der mir nicht beſtimmt war, den böſen Hungen Gelegenheit geben möchte, einen Roman zwiſchen Euch und mir zu erfinden.“
„Alſo,“ ſagte der Maler traurig,„ſoll ich von zwei reizenden Frauen verfolgt werden, von der einen wegen der That, von der andern wegen der Abſicht. Solltet Ihr es wohl glauben? Mag⸗ dilene hat ſich zu ihrer Familie begeben und will auf Scheidung
„obgleich ſie leidend durch
„Und thut ſie nicht recht daran?“ fragte Frau van Artwelt.
ſöFenhe. on ihrem Manne gefallen
And doch,“ ſagte der Maler,„kommt dergleichen i i und Italien häufig nd auf ganz galante Weiſ mene Spanin Das Geſpräch nahm eine freundlichere Wendung und Breughel eihielt zuletzt die Erlaubniß, die Dame wieder zu beſuchen. Er ſtat dies ſchon am nächſten Tage und fand ſie algein Jetzt ſchil⸗ dirte er ihr ſein ganzes Leben an der Seite Magdalenens; er ſazte, wie er das Glück in der Einſamkeit, in der Stille der diuslichkeit geſucht, ſie aber in lärmenden Feſten und Ver⸗
„Ach, weshalb war ich nicht an Eurer Seite!“ ſeufzte die ſchöne Witwe,„unſere Neigungen hätten ſo ganz zu einander geſtimmt!“
„Und weshalb fanden wir uns nicht früher?“ ſagte Breughel.
„Ja, weshalb! Das hört man in der Welt ſo oft,“ ſagte die Witwe. Dann ſchilderte ſie ihrerſeits ihm das traurige Leben, das ſie an der Seite ihres hochbejahrten Gatten geführt, und das Leid, das ſie ſich gegenſeitig klagten, knüpfte bald das Band der Freundſchaft zwiſchen ihnen. Dieſes wurde inniger und inniger, und als der Frühling kam, theilte Frau van Artwelt die Einſam⸗ keit des Malers auf ſeinem ſchönen Landſitze, wie früher Magda⸗ lene ſie getheilt hatte, doch harmonirten Freund und Freundin jetzt beſſer, als Gatte und Gattin. Was der Eine wollte, wollte auch die Andere; was die Eine beglückte, war des Andern Freude. 2.
Während deſſen ging der Proceß, den Breughel's Frau ein⸗ geleitet hatte, ſeinen Gang. Er hütete ſich wohl, ſich zu verthei⸗ digen, noch bei dem angeſetzten Termin zu erſcheinen, und würde ohne Zweifel verurtheilt worden ſein, hätte nicht Magdalene Als⸗ toot im entſcheidenden Augenblicke eine Friſt erbeten. Die Lehre, die ſie auf dem Ball empfangen, hatte ihr zu nichts genützt, die Untreue des Malers aber ihr die Augen geöffnet. Wohl erfuhr ſie durch dienſtfertige Freunde, wer ihren Platz in dem Landhauſe jetzt einnahm, und wie ſie früher durch Eiferſucht gelitten, ſo wurde ſie jetzt ſelbſt davon ergriffen. Sie kam dadurch endlich ſo weit, den Reiz des häuslichen Lebens erkennen und würdigen zu lernen, und beklagte die ſüßen Stunden, deren Werth ſie nicht zu ſchätzen wußte, als der Genuß derſelben ihr geboten wurde. Doch ſe rechnete auf das Erſcheinen Breughel's bei dem Sühnetermin.


