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Graf Caglioſtre, negt batte, konntt nd Zerknirſchung Eriſtenz mehr ads
ebens, in dem wit t, 1787, in der aglioſtro verheim⸗ urch Deutſchland um eine Zufluct ſeine in Parit
anſern Leſern al an nur durch dan n⸗ und Halsband vor ſich gegang
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pon ohan, un e, entgegel⸗ e ihn, woll iſn ſein Glück in
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welches der Hofjuwelier Böhmer für ſie gearbeitet hatte, das aber König Louis XVI bei den verzweifelten Finanz⸗ verhältniſſen des Staates nicht ankaufen wollte. Cardinal von Rohan erhielt Briefe über Briefe, in denen die Hand⸗ ſchrift der Königin nachgeahmt war; man veranſtaltete im
Dunkel der Gärten der Tuilerien ein Rendez-vous mit
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zmanten rerhilj —
nählt, als dieſtt Er joh die lauten, n der Einſanktl
Aangweilig erſchienar, und daß ſie glauben müſſe, auch Eva hätte
kit und ſeiner Kunſt zu leben. neile, von der ſeine Frau ſo offenbar
euner Dame, die er für die Königin hielt, die aber nur eine derſelben ſehr ähnliche Abenteurerin, Fräulein von la Motte, war. Der Cardinal war einer der lebhafteſten Verehrer des damals in Paris Furore machenden Grafen Gaglioſtro, und ſo wandte er ſich an dieſen, um von ihm
eine Prophezeiung zu verlangen, ob er jenen Handel ein⸗- gehen und jene anderthalb Mill. Francs für die Königin werbürgen ſolle. Caglioſtro, der keine Ahnung einer da⸗ hinein verwickelten Betrügerei hatte, hoffte durch den Car⸗ dinal Einfluß auf die Königin zu gewinnen und rieth in einer Geiſterbeſchwörungsſcene dieſem, die Bürgſchaft zu übernehmen, indem er ihm verſicherte, ſeine Kunſt pro⸗
phezeie ihm einen guten Ausweg. Der Cardinal unter⸗ zeichnete den Kauf des Diamantenhalsbandes, die Betrüger riſſen daſſelbe an ſich und flohen damit nach London; der Eardinal entdeckte den Betrug und— Graf Caglioſtro,
ſcheinbar in dieſe Gaunerei mit verwickelt, ward in die Baſtille geworfen und zur Verantwortung gezogen.
Da dem Cardinal ſowohl als einer großen Anzahl an⸗ derer hoher Perſonen die nähere Enthüllung der Intrtguen und Komödien Caglioſtro's durchaus nicht wünſchenswerth war, weil ſie dadurch für ewig der Lächerlichkeit preisge⸗ geben wären, ſo gelang es durch deren Mühe dem Grafen ſeine Freiheit zu erhalten, und damals war es, wo er durch ſeine Liſt Adelaide zu berücken wußte, daß ſie mit ihm die Reiſe über London nach Deutſchland antrat.
Kaum aber auf fremdem Boden, erließ der ſogenannte Graf den berühmten„Brief an das franzöſiſche Volk,“ in dem er den Hof von Verſailles, die Miniſter, das Parla⸗ mant, das bei jenem Proceſſe ihn ſo milde behandelt hatte
„
Dritte
folge.
und Herrn Launay, den Gouverneur der Baſtille, aufs Beleidigendſte verhöhnte. Es iſt hiſtoriſch, daß Caglioſtro in dieſem in London gedruckten, noch in einzelnen Exem⸗ plaren vorhandenen offenen Briefe, in dem er die Grund⸗ lagen des Königthums und der geſammten beſtehenden Geſellſchaftsordnung angriff, die franzöſiſche Revolution im Allgemeinen und den Sturz der Baſtille mit ganz be⸗ ſtimmten Ausdrücken vorausgeſagt hat. Es heißt dort wörtlich:„Sie wird zerſtört werden bis in den tiefſten Grund, und der Boden, auf dem ſie ſteht, ſoll ein Ort für Spaziergänger werden.“ Und weiter prophezeite er:„Die nächſte Regierung wird die Lettres de cachet abſchaffen, die Etats généraux berufen und die wahre Religion ein⸗ führen!“
Das hatte Caglioſtro 1787 prophezeit, und wenn er ſpäter merkwürdiger Weiſe auch Recht erhielt, ſo hatte dieſe Keckheit doch zunächſt die Folge, daß vom Parlamente zu⸗ nächſt ſein Proceß wieder aufgenommen wurde, um ſeinen Betrügereien auf den Grund zu kommen. Der Miniſter des königlichen Hauſes, Baron von Breteuil, ließ Caglioſtro anzeigen:„daß, wenn er die Frechheit beſäße, den fran⸗ zöſiſchen Boden zu betreten, er auf der Stelle arretirt und in die Conciergerie von Paris geſchleppt werden würde. Er(Herr von Breteuil) werde Alles daran ſetzen, um ſein verbrecheriſches Leben vor die Gerechtigkeld des Königs zu ziehen und in unerbittlichem Proceſſe alte leine Betrügereien zu entlarven.“„
Nach dieſen Antecedentien wird es. erklärlich ſein, in welche Stimmung Marquis de Belmont verfallen mußte, als der Baron von Velſen ihm entgegentrat und ihn als Grafen Caglioſtro erkannte. Von dey Gefahr aufgeſchreckt, hätte der große Virtuoſe zunächſt die erſten Stunden dazu angewandt, dem Gegner neue Intriguen entgegenzuſetzen und für neue Effecte neue Mittel ſeiner Kunſt vorzuberei⸗ ten. Als dieſe Arbeit jetzt aber vollendet war und die Thätigkeit ſein Gemüth nicht mehr aufregte und beſchäf⸗
denen ſeine Gattin ihn wohl oder übel begleiten mußte. Kehrten ſie dann von ſolchen Gängen zurück, ſo führte der Künſtler ſeine jange Frau vor das angefangene Gemälde und ſagte innig er⸗ griffen:„Sieh hier das Paradies, wie Du es draußen ſo eben ſeſehen haſt. Sieh, wie die Freude auf der Stirn der keuſchen Eva leuchtet, die ſich danach ſehnt, in dieſen herrlichen Gebüſchen nur in Geſellſchaft Gottes und ihres Adams zu luſtwandeln.“
Magdalena aber erklärte, daß dieſe Luſtwandelungen für Eva ganz gut geweſen ſein möchten, da ſie außer Adam und Gott
keine andere Geſellſchaft hätte haben können, daß ſie ihr aber ſehr
in ihrem Paradieſe Langeweile verſpürt, weil ſie ſonſt ſchwerlich aaf die Verlockungen der Schlange gehött haben würde. Breughel werdroſſen dieſe Redensarten ſeiner Frau, und ohne ſich um das Geſchwätz der Welt zu kümmern, die ihn für albern erklärte, ſich mit ſeiner jungen Frau ſo einzuſperren, fuhr er fort, der Einſam⸗ Allmählich jedoch ſteckte die Lange⸗ n e Frau ſo ergriffen war, auch ihn an, und er erfüllte endlich ihre Bitte, nach Antwerpen zurdck zukehren Kier fühlte er ſich aufs Neue von ſeiner frühern Weltluſt ergriffen Lurd akrangirte venetianiſche Nächte, welche den ſtrengen Flamän⸗ ſerneeſürfeverdrehten eſtend tr ſelbſt ſich möglichſt davon ſeiner Frau aber den Beſuch dieſer ften Feſte Ficht getnrnſe F ſuch dieſer feenhaften Feſte Eines Abends war bei einem reichen jungen Manne, ſei⸗ ies s war„ſeinem hraunde, ein Feſt der Art, und er konnte es nicht verwergan we⸗ Pni für kurze Zeit auf demſelben zu erſcheinen. Er legte dazu
glänzende Tracht eines franzöſiſchen Ritters aus der Zeit der teuzzüge an. Magdalene Breughel wurde von diefen onner
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ihres Gatten, den er ihr verheimlichen wollte, durch eine vertraute Magd benachrichtigt und tauſend überſpannte Gedanken ſtiegen ihr zu Kopfe. Sie wollte ſich ebenfalls verkleiden, auf den Ball gehn, tanzen, den armen Breughel außer ſich bringen und ſich ſo für ſeine Eiferſucht und ſeine Geheimnißkrämerei rächen; aber wie ſollte ſte ſich verkleiden? ſie hatte zwar ein prachtvolles neapolita⸗ niſches Gewand, aber ſeitdem ſie nicht mehr auf die Bälle ging, wurde es von ihren Freundinnen mehr getragen als von ihr ſelbſt,. und zu eben dieſem Abend ſollte eine junge Witſpe aus ihrer Nach⸗ barſchaft ſich damit ſchmücken. Da indeß keine Zeit zu verlieren war, ſendete ſie drei Diener aus, ihr einen Maskenanzug zu be⸗ ſorgen, und ſchon nach kurzer Zeit kehrte einer derſelben mit dem ſehr hübſchen Coſtüm einer Odaliske zurück. Magdalene kam auf den Ball. Von dey Pracht, dem Lärmen, dem Kerzenlicht ge⸗ blendet, ſuchte ſie nach Breughel, doch vergebens. Sie fühlte an⸗ fangs ſich wie von einem Taumel ergriffen, bald aber verſchwand dieſer, Tänzer aber warben um ihre Hand, und ſie gab ſich unge⸗ ſtört und unbekümmert um ihren Gatten der Freude hin.
Im Gezenſatz zu ſeiner Frau hatte Breughel auf dem Feſte ſtatt Luſt Langeweile gefunden. Die Thorheit, die er hier er⸗ blickte, ekelte ihn zum erſten Male an, und er kehrte ſchon nach kurzer Zeit nach Hauſe zurück, den Abend vollends in der Geſell⸗ ſchaft ſeiner geliebten Magdalene zuzubringen. Doch wie groß war ſeine Ueberraſchung, als er das Zimmer ſeiner Gattin leer fand und auf ſeine dringenden Fragen von der vertrauten Diené⸗ rin erfuhr, ſeine Frau ſei auf den Ball gegangen, um ihn zu ſuchen. Die Nachricht traf ihn wie ein Blitzſchlag. Er verlor den Kopf, lief wie unſinnig im Zimmer umher, raffte ſich aber plötzlich auf und eilte, Magdalene aufzuſuchen. Seine Eiferſucht war glühen⸗


