— II. Jahrg
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Nr. 46.]
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„Ach Sie, edler Mann, Sie opfern ſich ganz für die
Menſchheit!“ gab es zur Antwort, und Comteſſe Minette
war es, die unter dem Pudermantel, in den ſie gehüllt war, ihre Hand hervorlangte, den Handkuß des Marquis herauszufordern.
Dieſer vermochte es über ſich, der Weiſung mit Deli⸗ dateſſe nachzukommen, und ſagte dann mit ſeiner tiefen prophetenhaften Grabesſtimme:„Seinen Mitmenſchen nur
zu leben, ſich ſelbſt ganz zu vergeſſen, glauben Sie, Com⸗ Der Seufzer, der
teſſe, das iſt das einzig wahre Glück.“
dieſe Worte begleitete, mochte ein aufrichtiger ſein, denn
da ſie durch zärtlichen Händedruck ihn von neuem zu zärt⸗ lichem Händekuß veranlaßte, mußte er wohl mit Recht ge⸗ denken,— wie ſehr er ſich ſelbſt vergeſſen mußte!
„Auch ich,“ redete ſie ihn an,„komme her, um Ihre Liebe in Anſpruch zu nehmen. Das heißt,“ verbeſſerte ſie
ſich ſchnell,„ich machte von dem Schlüſſel, den Sie zu
dieſer Thüre mir ſchenkten, diesmal Gebrauch, nicht nur durch Ihren Ruf herbeigeführt—“ „Durch meinen Ruf?“ frug der Marquis, der ſonſt die Taktik befolgte, nie zu fragen. „Ich komme auch,“ fuhr ſie fort,„um meinetwillen, — das Elixir, Marquis,— mein Gott, Sie wiſſen ja, ich bin noch lange nicht ſo alt, wie Sie—“ „Sie ſind ein Kind, Comteſſe—“ ſchmeichelte er. „Nun ja, gegen Sie! Aber Sie wiſſen, ich bedarf gleich Ihnen des Verjüngungstrankes—— mein Vorrath iſt mir ausgegangen!“ „Schon?“ V„Ich habe getrunken, ſo viel meine Conſtitution nur vertragen konnte!“ „Sie haben viel getrunken!“ „Horribel viel! Aber ach, es ſchlägt bei mir nicht an. Jetzt eben bei der Toilette zum Maskenballe für heute
Dritte folge.
Abend— o, ich werde reizend ſein, Marquis, mein Mar⸗ quis, mein theurer Marquis!“
„Comteſſe, meine ſüße Comteſſe—“ ſagte er mit ſchlecht verhehltem Schauder.
„Ach, aber ich ſage Ihnen,“ fuhr ſie fort,„ich ſah, daß ich ſo mager werde, ſo horribel mager,— Marquis, die Liebe iſt es, die mich ſo mager macht,— und drum, mehr Elixir, mehr, mehr!“
Indem pochte es an der Thüre, die Vivona auf einen Wink des Marquis ſogleich wieder geſchloſſen hatte. „Mein Gott, was iſt das?“ rief die Comteſſe entſetzt. b„Vivona, ſieh nach!“ befahl der Meiſter.
„O Himmel! Mein Freund, wenn man mich hier 8 Mein Ruf, meine Tugend!“ klagte die Dame
zitternd.
„Nur unbeſorgt, ich ſchütze Dich, mein holdes Kind, mein holder Engel!“
Vivona, wieder eintretend, berichtete:„Prinzeß Amelie iſt draußen. Sie zeigt mir ein Billet, worin der Herr Marquis ſie hergebeten—“
„Sie hat auch ein Billet?“ fuhr die Comteſſe ihn an.
„Auch? Sie etwa auch, Comteſſe?“ vergaß ſich dieſer erſtaunt zu fragen.
„Nun ja, ich doch! Ich bin ja hier,“ Antwort,„auf Ihren Ruf, und nun—“
„Comteſſe, nur einen Augenblick!“ bat der Meiſter und wollte ſie zur anderen Thüre hinaus nöthigen.
„Nein, nein!“ erwiderte ſie gereizt.„Keinen Augen⸗ blick gehe ich aus dem Zimmer! Sie haben mich eifer⸗ ſüchtig gemacht!“
„Wie können Sie nur denken!“
„Von den Männern muß man immer das Schlimmſte denken! Ich will Ihnen auf die Spur kommen.“ Und ſie wandte ſich an Vivona:„Laß er die Prinzeß eintreten, junger Menſch!— Und Sie, Marquis, empfangen ſie! Ich will hinter dieſem Verſteck vernehmen, was Sie ver⸗
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erhielt er zur
mit dem Finger auf das eine ſeiner Augen und gab mir mit dem andern einen bedeutungsvollen Blick. Sein Geſicht war mit Blut bedeckt. Die Thatſache war, daß eine Stunde zuvor, als er einen Pfeil auf einen Waſchbär auf dem Gipfel eines Baumes abzu⸗ drücken im Begriffe ſtand, der Pfeil von der Sehne abſchnellte und mit ſolcher Heftigkeit zurück und in ſein rechtes Auge ſprang, daß es für immer zerſtört wurde. Da ich Hunger verſpürte ſo forſchte ich, welche Art von Koſt ich zu erwarten hätte. Ein Ding wie ein Bett war nicht zu ſehen, aber viele ungegerbte Bären⸗ und Büffelhäute lagen aufgeſchichtet in einem Winkel. Ich zog eine ſchöne Uhr hervor und ſagte der Frau, es ſei ſpät und ich ſei ermüdet. Sie hatte meine Uhr be⸗ merkt, deren Reichthum auf ihre Gefühle mit elektriſcher Schnel⸗ ligkeit zu wirken ſchien. Sie ſagte mir, es ſei vollauf Wildpret und geklopftes Büffelfleiſch da, und beim Hinwegräumen der Aſche würde ich einen Kuchen finden. Aber meine Uhr hatte ihre Phan⸗ taſie rege gemacht, und ihre Neugierde wollte ſich an dem unmit⸗ telbaren Anblicke derſelben ergötzen. Ich nahm die goldene Kette, an der ſie hing, von meinem Halſe und reichte ſie ihr hin. Sie war ganz entzückt, ſprach von ihrer Schönheit, fragte mich nach ihrem Werthe und legte die Kette um ihren fleiſchigen Hals mit dem Bemerken, wie glücklich der Beſitz einer ſolchen Uhr ſie machen würde. Gedankenlos und in der Meinung, an einem ſo entlegenen Orte ſicher zu ſein, ſchenkte ich ihren Reden und Bewegungen wenig Aufmerkſamkeit. Ich verhalf meinem Hunde zu einer guten Mahl⸗ zeit Wildpret und ſäumte nicht, die Forderungen meines eigenen Appetits zu befriedigen. Der Indianer ſtand, als ſei er äußerſt leidend, von ſeinem Sittz auf, ging mehrmals hin und her an mir vorüber und ſwickte
mich einmal ſo heftig in die Seite, daß der Schmerz mir beinahe einen Ausruf des Zornes entriß. Ich ſah ihn an. Sein Auge traf das meinige, aber ſein Blick war ſo warnend, daß er mir un⸗ willkührlich einen Schauer einflößte. Er ſetzte ſich wieder, nahm ſein Waidmeſſer, prüfte die Schärfe, wie ich etwa die eines Bar⸗ biermeſſers, das mir ſtumpf vorkäme, ſteckte es wieder ein und, in⸗ dem er den Tomahawk wieder vom Rücken nahm, füllte er die Pfeife daran mit Taback und warf mir ausdrucksvolle Blicke zu, ſo oft unſere Wirthin uns den Rücken zukehrte. Erſt jetzt ging mir eine Ahnung der Gefahr auf, die mir zu drohen ſchien. Ich wechſelte Blick um Blick mit meinem Gefähr⸗ ten und verſicherte mich deutlich, daß, was für Feinde ich auch haben möge, er nicht zu ihrer Zahl gehöre. Ich bat die Frau um meine Uhr, zog ſie auf, und unter dem Vorwande, nachſehen zu wollen, wie das Wetter wohl am andern Morgen werden würde, nahm ich meine Flinte und ging vor die Hütte hinaus. Ich ließ in jeden Lauf eine Kugel gleiten, wetzte die Kanten der Flintenſteine, ſchüttete neues Zündpulver auf, kehrte in die Hütte zurück und gab einen günſtigen Bericht über meine Beobachtung. Dann nahm ich einige Bärenfelle, machte ein Lager daraus, rief meinen treuen Hund an meine Seite, legte mich mit der Flinte dicht am Leibe nieder und war nach einigen Minu⸗ ten ſcheinbar feſt eingeſchlafen. 3 4 Eine kurze Zeit war verfloſſen, als einige Stimmen ſich hören ließen, und mit meinen Augenwinkeln ſah ich zwei athletiſche Jünglinge eintreten, die einen todten Hirſch an einer Stange tru⸗ gen. Sie legten ihre Bürde ab, verlangten Whisky und ſprachen ihm tüchtig zu. Als ſie mich und den verwundeten Indianer be⸗ f Schurke(ſie
merkten, fragten ſie, wer ich wäre und warum dieſer


