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in ſolchem in⸗ haft zu wecken, enken zu halten „als ich Sie aſſen, das wie⸗ der Ehrgeiz der 3, des Prinzen nie erreichen! rinzeſſin Amelie Adelaide, wenn er Ihr Schickſal
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hinter ihr her⸗ er Himmel gebl, d9 Dein Stolz ſch will doch will ich Dich — der Prinz zuſ cimpfen!“ aon zum Rüc⸗ us ſeinem Ver⸗ —— her Märzminite ntniſſe veranlaßt: Träume die in Erfult die rankfurtet Parla⸗ id Schranke, ſchen ts ſpricht ber die erhabenen
Nr. 45.] ſteck hervorbrechend, ihm höhnend entgegentrat:„Bravo, bravo, Herr Baron!“
„Was iſt das?“ rief Ottomar conſternirt.
„Das Publicum zu dem Theaterſtück!“
„Das das Entrée bezahlen wird.“
„Welchen Preis Sie fordern,— gern zahl' ich's, da ich Sie endlich durchſchaut habe.“
„Pardon! Durchlaucht trauen ſich zu viel Scharfblick zu,“ erwiderte Ottomar mit Feinheit.„Ich werde ſelbſt meine Maske lüften, damit Durchlaucht mich endlich er⸗ kennen. Ich, mein Prinz, liebe Adelaide und bin Ihr Rival, derſelbe Rival, mit dem Sie vor einem Jahre unter ihrem Fenſter in Paris ſich ſchoſſen,— Ihr Nebenbuhler, der mit Adelaidens Wiſſen an jenem Platze ſich poſtirt hatte, um Sie von dieſer Sirene loszureißen, der aber, wenn Sie wieder ihre Nähe ſuchen, beim nächſten Rencontre die Piſtolen nicht wieder— ohne Kugeln laden wird!“
„Verräther! ſchändliche Intrigue!“ rief der Prinz entrüſtet aus, aber Ottomar, anſtatt in dieſem Tone zu antworten, lauſchte plötzlich aufmerkſam, dann auffahrend hatte er den Prinzen beim Arme ergriffen, und ehe er ſich deſſen verſah, hatte er ihn wieder hinter dem Fenſtervor⸗ hang verſteckt, den er bisher als Lauſcher eingenommen hatte, und flüſterte ihm eilig zu:„Trotz aller Feindſchaft, Durchlaucht, wir ſind zur Verſtändigung gezwungen. Ich will Sie lehren dieſen wunderthätigen Mann begreifen, der Ihnen ſo imponirt hat. Raſch uns verſteckt! Sie dort, ich hier! Es wird höchſt amuſant werden, ich habe große Geſellſchaft geladen,— und Sie ſollen ſehen, wie gut ich es mit Ihnen meine!“
Es regte ſich an der Thür. Ottomar hatte dem Prin⸗ zen gegenüber einen Verſteck hinter einem großen Bücher⸗ repoſitorium eingenommen, ehe der Marquis mit ſeinem Famulus Vivona eingetreten war.
(Fortſetzung folgt.)
Dritte Jolge.
Arion’“).
Es iſt erſtaunlich, was Alles aus Einem werden kann, der Neptun zum Vater und eine Nymphe zur Mutter hat!
Geboren auf der Inſel Lesbos und daſelbſt auch wahr⸗ ſcheinlich auf dem Conſervatorium für Muſik und Geſang gebildet, ließ Arion ſich ſpäter bewegen, als Virtuos auf der Zither und Kammerſänger in die Dienſte des Königs Periander zu treten. Dieſer König verſammelte Künſtler und Dichter um ſich, die er vielfach auszeichnete. Auftau⸗ chende Talente zog er an ſeinen Hof und wußte Kunſt und Wiſſen nach Würden zu belohnen.
Deshalb erging auch an Arion der Ruf. Er unter⸗ zeichnete den Contract, empfing Reiſegeld und ſegelte in ſein Engagement nach Korinth ab.— Hier machte nun dieſer Arion als erſter Tenoriſt außerordentliches Glück. Er genoß die Freundſchaft des Königs, der ſich beſtrebte, all' ſeine Wünſche zu erfüllen. Wer es je wagen wollte, gegen des Königs Sänger eine Cabale zu ſchmieden, der wurde gleich ins Meer geworfen, wo es am tiefſten.— Es konnte dieſer Sänger auf lange Zeit eine Heiſerkeit affee⸗ tiren, das hatte keinen Nachtheil, er ſaß in der vollen Gunſt des Herrſchers, er hatte Deeret auf Lebenszeit, das heißt: ſein Gehalt ging fort bis an ſein Lebens⸗ ende und wenn er keinen Ton mehr hätte herausbringen können.
Aber auch ſchon in jener Fabelwelt hatten Sänger und Virtuoſen ihre Launen. Arion beſaß Güter, die fähig waren jegliche Sorge von ſeinem Haupt zu bannen. Sein Vortrag auf der Zither rief ſtets laute Anerkennung her⸗ vor, er wurde nach jeder Arie drei- bis viermal gerufen, aber dies Alles genügte ihm nicht mehr. Er verlangte des Abends, wenn er auftrat, drei Säcke korinthiſch Erz
) Aus:„Der moderne Olymp. Humoriſtiſche Mythologie von Theodor Drobiſch.“ Leipzig, Hermann Luppe, 1856.
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Facultät von Tübingen. Daß eine Reihe der erſten Prieſter und Prieſterinnen der Schauſpielkunſt im Schilleralbum nicht fehlen dürfe, verſteht ſich von ſelbſt, und ſo leſen wir denn auch Namen wie: Emil Devrient, Deſſoir, Döring, Grunert, Sophie Schröder, Franziska Berg u. ſ. w. eingezeichnet; ſie Alle wett⸗ eifern in Liebe und Bewunderung für den großen Dichter. Gerührt haben uns einige mit zitternder Hand geſchriebene Zeilen jenes
weimariſchen Hofſchauſpielers Graff, dem Schiller nach der erſten
Aufführung des„Wallenſtein“ durch einen eigenhändigen Brief
dankte für die treffliche Darſtellung der Titelrolle; Graff ſchreibt:
„Im Hochgefühle, ſeinen verehrten Schiller jenſeits wiederzufinden, ſieht der achtzigjährige Greis, welcher ehemals ſein Schüler, um ſo freudiger ſeinem nahen Ende entgegen.“ Aber auch andere Künſte ſind gekommen, um dem Meiſter der Dichtung ihre Huldigung zu bringen. Das Album enthält eine ziemliche Anzahl von Zeichnungen. Sie ſtellen zum Theil Scenen aus Schiller's
Werken oder ſonſt Gegenſtände dar, welche auf den Dichter Bezug
haben. Zahlreich haben die Muſiker ſich eingeſtellt, die größten⸗ theils Stellen aus Schiller's Werken componirten. Das Album enthält aber außerdem noch manche anziehende Gabe. So hat Schiller's Sohn Karl einige Haare von ſeines Vaters Haupt dem einen Blatte beigefügt; Emilie von Gleichen⸗Rußwurm(geborene von Schiller) ſpendete ein noch ungedrucktes Sonett ihrer Mutter,
der Geh. Hofrath Helbig ein Billet Schiller's an den Miniſter
Voigt. Schließlich haben wir noch zwei Einzeichnungen von beſonderm Intereſſe zu erwähnen. Wilhelm Schumann, penſionirter Landkaſſencalculator, ſchreibt als Greis von 83 Jahren, daß er
4 bei Schiller Schreiberdienſte gethan, unter Anderm den„Geiſter⸗
ſeher“ abgeſchrieben und Schiller's letzte Dramen mehrmals copirt
4.
habe. Dabei erwähnt er, daß er nie vor zwölf Uhr Vormittags bei dem Dichter erſcheinen durfte, da dieſer ſehr ſpät erwachte und aufſtand. Der fürſtlich reußiſche Landesdirector Rath J. Chr. Friedrich Mayer, 70 Jahre alt, erzählt, er ſet zwölf Jahre ſpäter als Schiller in die Karlsſchule zu Stuttgart gekommen; damals habe man noch Schiller's Bett und ein Stuͤck Garten gezeigt, welches Schiller einſt ſelbſt gepfflegt und das deshalb den Namen „Schillergarten“ erhalten hatte.„Als Schiller 1793“, fährt der Erzähler fort,„die Akademie beſuchte, war ich Zeuge von dem Enthuſiasmus, mit dem Schiller von 400 Schülern im Speiſeſaal begrüßt wurde. Vor jeder Tafel, mit 50 Gedecken jede, unter Begleitung des Oberſten und Intendanten der Akademie und ſeiner Officiere anhaltend, empfing er mit Huld und ſichtbarer Rührung unſer lautes klingendes Hoch. Nach Tiſche blieb er noch lange, beſuchte ſein Gärtchen und ſah die körperlichen Uebungen der Schüler...“
Doch genug über den reichen Inhalt dieſes Albums; er wird hoffentlich einmal unverkürzt dem Publicum mitgetheilt werden.
Literatur. Ernſt Heiter. Deutſche Sonntagszeitung. Herausge⸗ geben von Adolf Glasbrenner.— Hamburg, Tramburg's
Erben.
Berlin. Illuſtrirte Montagszeitung. Redigirt von Hans Wachenhuſen. Illuſtrirt von Herbert König.— Berlin, Hofmann& Comp.
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