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Minette verwei⸗
die Comteſſe be⸗ h zum Prinzen. Ich werde Ihnen
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rletzt und ver⸗ rchlaucht werden „daß nicht Allo r und— Unbe⸗ en nicht meinen ſuchen, denn rer Macht ein⸗ ocumentira Done. Was iſt das fü — Regel wieder wie
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ein Manoeuvre mit den Documenten?“ So fuhr der Prinz jetzt heftig auf. „Wenn Durchlaucht es durchaus ſchon wiſſen wollen! Sch war der Cancellarius, als 1710 von Ihrem Groß⸗ vater und dem Grafen Auguſt von Kiffhauſen die Erbver⸗ brüderungsacte aufgeſetzt wurde, und ich war ebenfalls Gancellarius, als der Vertrag 10 Jahre ſpäter durch einen Anderen aufgehoben ward. Die erſte Acte iſt damals ver⸗ nichtet, die zweite iſt verloren gegangen,— wenn ſie noch eriſtirt, ſo werde ich durch die magnetiſche Stimme der Wiſ⸗ ſenſchaft ſie aufzufinden wiſſen!“
„Grace au Dieu!“ hauchte Minette. „Endlich!“ jubelten Wagner und Kotzenau. „Alſo wirklich?“ rief der Reichsgraf.
Und„O weh!“ ſeufzte Amelie.
Der Prinz aber ſchrie dazwiſchen:„Eine Lügen⸗Acte!
Ein gefälſchtes Gaunerdocument!“ Ueber dieſe Kühnheit des jungen Mannes war Alles
utſetzt und ſtumm; angſtvoll richteten die Blicke ſich auf
den Marquis. Dieſer ſtand eine Weile wie betroffen, mit (auernden Blicken, unbeweglich da, um der allgemeinen Llufmerkſamkeit die Zeit zu laſſen, ſich auf ihn zu richten.
Dann plötzlich, die eine Hand hoch halb wie zur Beſchwö⸗
rung, halb wie zur Drohung erhebend, trat er mit zwei mächtigen Schritten dicht vor den Prinzen und donnerte
mit gewaltiger Stimme ihn an:„Knie' nieder vor dem
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Gewaltigen, gegen den Dein Wahnwitz ſich empören will „Ich bin ein Fürſt und kniee nur vor Gott!“ „Du biſt ein Fürſt der Menſchen, ich bin der Geiſter⸗
fürſt. Nicht mir, den allgewaltigen Geiſtern haſt Du Dich
in den Staub zu beugen!“ Der Prinz zog den Degen:„So zieh das Schwert und laß von Deinen Geiſtern Dich beſchützen!“ „Ihr Schutz bedaxf des Schwertes nicht,“ ſprach der Marquis mit Sicherheit, und die Arme ausſtreckend decla⸗
Dritte Folge.
ſprach beruhigend:
mirte er:„Hier, Uriel, meine Rechte! Ithuriel, meine Linke nimm,— und nun, wahnwitziger Jüngling, ſtoß zu, hierher auf meine ungepanzerte Bruſt— und mit der erſten Berührung wird der Blitz, durch Dein Schwert zuckend, Dich in Staub daniederwerfen!“
„Weh, weh! Was wird geſchehen,“ ſeufzte der Reichs⸗ graf ängſtlich.
Der Marquis meinte ihn beruhigen zu müſſen und fuhr zum Prinzen fort, keinen Blick von ihm wendend: „Ihr braucht Euch nicht zu ſcheuen, daß Ihr mir wehe thut! Stoßt zu, daß wieder ein Mal ein Zeichen geſchehe für die, die ſich nicht beugen wollen! Stoßt zu,— um meinet-, aber nicht um Euretwillen!“
„Nicht weiter! Prinz, haltet ein!“ So baten Reichs⸗ graf und Amelie.
„Ich weiß nicht, was ſoll ich thun?“ ſagte Maximilian unentſchloſſen, von dieſer Stimme, dieſem Auge, dieſer Sicherheit des Wundermannes betroffen.
„Er iſt gefährlich! Fürchtet ihn!“ flüſterte Adelaide ihm zu.
„Um Himmelswillen, verzeiht ihm,“ ſo wandte Amelie
ſich an den Marquis,„großer Meiſter! Spielt nicht mit
ihm! Schenkt ihm das Leben!“
„Gut denn! Um dieſes reinen Herzens willen, Durch⸗ laucht, Euch ſoll verziehen werden!“ So nahm der Wun⸗ dermann die Gelegenheit, verzeihen zu können, wahr und „Ihr kanntet mich noch nicht,— ſteckt ein und lernt mich kennen!“
Der Prinz war ſo in Beſtürzung, daß er nicht wußte, was ſagen und was thun. Vor Allem aber mußte Ade⸗ laidens Wink ihn ſtutzig machen:„Wenn ſelbſt ſie ihn fürchtet, ſie mich vor ihm warnt,— was ſoll ich dann denken,“ ſo ſagte er laut und ſenkte die Degenſpitze.
Der Marquis aber, ſeines Sieges froh, ſprang plötz⸗ lich in den jovialſten und verbindlichſten Converſationston
unerläßlich zu ſein; man muß daher eine hinreichende Menge davon vorräthig halten; außerdem gibt man den Jungen Waſſer und einen Teig, der aus Brodkrume, hartgekochten Eiern und Zehacktem Salat beſteht. Werden ſie größer, ſo gewinnen ihre Verdauungsorgane genug Kraft, um ihnen zehn bis zwölf Tage und Hanfkörner zu geben. ſcheinen, ſo gibt man ihnen noch fortwährend Ameiſeneier zu freſſen, denn dieſe ſcheinen ein vortreffliches Nahrungsmittel zu ſein, ſie zu kräftigen und die Kranken geſund zu machen. Sind die jungen Vögel einen Monat oder ſechs Wochen alt,
d di; 8 11 v 3 ſo wird die Abtheilung, in der ſie bis dahin in dem Kaſten waren,
zu klein, und man kann dann entweder noch eine neue Abtheilung anſetzen, oder auch die Kleinen in einen größern Vogelbauer bringen. Mit zwei Monaten kann man ſie in einem Park, in einem Garten frei herumlaufen laſſen, muß ihnen jedoch die Flügel abſchneiden, wenn man ſie hindern will, davonzufliegen. Will man ſie dagegen dem freien Zuſtande überlaſſen, ſo werden ſie davonfliegen und ſich ſo entwickeln, daß ſie ein gutes Wild geben, gleich als ob ſie in dem freien Naturzuſtande geboren worden wären. 8 a.
Anterirdiſche flüſſe. Oft ſieht man ſelbſt ziemlich bedeutende Flüſſe plötzlich in den Eingeweiden der Erde verſchwinden, um weiter hin wieder zu erſcheinen und ihr Bett, das ſie trocken gelaſſen hatten, wieder
aauszufüllen.
Von dieſer geologiſchen Eigenthümlichkeit findet man Bei⸗
mach ihrer Geburt zuerſt einige Hirſekörner und dann auch Korn Sollten einige der Kleinen leidend
ſpiele beſonders in Spanien, in dem Norden Afrika's, in der aſiati⸗ ſchen Türkei und in Griechenland. Man ſieht ſelbſt in dieſen Ländern viele kleinere Flüſſe, deren äußerer Lauf nur in der regne⸗ riſchen Jahreszeit ſichtbar wird, während ihr unterirdiſcher un⸗ unterbrochen fortdauert. Daher die Benennung rio seco, oder trockener Fluß, welcher in der Hydrographie Spaniens ſo häufig vorkommt, und die oued-bela-el-ma, die im Arabiſchen daſſelbe ausdrückt. Dieſe trockenen oder waſſerloſen Flüſſe zeigen meiſten⸗ theils das Bild ſandiger Straßen. Gräbt man aber in den Sand oft nur bis zu geringer Tiefe, dann ſprudelt das Waſſer aus dem unterirdiſchen Laufe hervor, der nie austrocknet. Die Ufer der rios secos oder der oueds werden häufig durch grüne Linien von Tamarinden oder Roſenbeer⸗Gebüſch bezeichnet, welches angenehm gegen die oft große Unfruchtbarkeit der Landſtriche abſticht, durch welche dieſe unterirdiſchen Gewäſſer ihren Lauf nehmen.
Das gänzliche Verſchwinden von Flüſſen, die bis dahin über die Oberfläche der Erde rannen, bietet zuweilen ein impoſantes Schauſpiel, wie z. B. bei der⸗Rhone zwiſchen Genf und Lyon. In anderen Fällen wieder ſickert der Fluß linkiſch und proſaiſch ein, wie ein ängſtlicher und verlegener Menſch, der ſich durch eine halb⸗ geöffnete Thür zwängt; die Maas giebt davon ein Beiſpiel in dem obern Theile ihres Laufes. Endlich kommt es auch vor, daß ein Fluß, ähnlich einem anmuthigen jungen Mädchen, das Verſteckens ſpielt, eigenſinnig in die Spalten eines wohlgeſchmückten Bodens hineinſchlüpft und ebenſo unter üppigen Gebüſchen wieder hervor⸗ ſpringt. So iſt es bei der Guadiana in der Nähe des Fleckens Villa⸗Vobia in Andaluſien, an dem Orte, der ſo poetiſch los ojos de Guadiana, die Augen der Guadiana, genannt worden iſt. a.
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